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Seherin des Verborgenen

von Sarafina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Dante Elise Gideon Lucan OC (Own Character) Tegan
26.07.2009
13.05.2016
174
159.546
4
Alle Kapitel
228 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
26.07.2009 1.045
 
Vielen Dank für die Reviews und ich kann euch nur zustimmen. Ich bin auch froh dass es FF´s über Midnight Breed Saga gibt. Zum Anfang habe ich auch echt gegrübelt, bis ich diese FF angefangen habe.
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Noch fast eine halbe Stunde lies Leonie die Musik und die rauchgeschwängerte Luft über sich ergehen. Doch dann stand sie auf. Sie konnte nicht mehr. Die Luft war so stickig und voll mit Zigarettenqualm, dass es ihr die Luft zum atmen nahm und ihre Augen zu Tränen begonnen hatten. Die Gegenwart der vielen Vampire tat dann noch ihr übriges. Kurz verabschiedete sie sich von ihren Freundinnen und verließ das Zelt. Eine kühle, nach Regen riechende Brise, drang ihr in die Nase. Erleichtert seufzte Leonie. Das hatte sie gebraucht, nachdem sie das Gefühl hatte, in diesem Zelt fast zu ersticken.
Kurz schaute sie auf die Uhr. Es war erst kurz nach um 10 Uhr. Wenn sie jetzt nach Hause gehen würde, wäre sicher, dass ihre Eltern fragen, warum sie so früh zurück gekommen ist. Das wollte sie jetzt nicht unbedingt. Solche Fragen ging sie nach Möglichkeit am besten aus dem Weg. Wenn sie nun also noch etwas herum schlendern würde und kurz vor 11 Uhr nach Hause kam, würden ihre Eltern schon schlafen und nichts mitbekommen. Und morgen früh konnte sie dann lügen. Dies tat sie zwar ungern aber um ihre Ruhe zu haben, war es unabdingbar.
Langsam ging sie an dem kleinen Bach entlang, während sie im Kopf noch einmal alles durchging, was sie für übermorgen, Montag, benötigte. Sie war noch nicht weit gelaufen, als jemand plötzlich nach ihr rief.
„Hey. Bleib doch kurz stehen.“, wurde gebeten.
Leonie sah sich kurz um und erstarrte. Das war kein Mensch. Das war Einer der Vampire, die am Zelteingang gestanden haben. Er war ihr offensichtlich gefolgt. Automatisch ging sie schneller. Es lag nicht in ihrer Absicht anzuhalten und mit diesem Vampir zu sprechen. Doch plötzlich musste sie stehen bleiben, weil ein großer Mann vor ihr auftauchte. Überrascht sah Leonie nach oben und erkannte, dass der Mann ebenfalls ein Vampir ist. Erschrocken wich sie zurück und stieß dabei gegen den Mann der sie verfolgte. Seine Vergangenheit blitzte bei der Berührung mit seiner Haut in ihrem Kopf auf. Kurz darauf war sie wieder verschwunden, als Leonie den Kontakt unterbrach.
„Na, weshalb so eilig? War das Fest bis jetzt nicht schön?“, fragte der hinter ihr stehende Vampir.
„Wenn du willst können wir es noch schöner gestalten.“, meinte der Vordere.
„Nein.“, schrie Leonie und rückte von den beiden Männern ab. Diese folgten ihr, während sie weiter rückwärts ging, bis sie mit dem Rücken an den Holzzaun eines Grundstückes stieß. Breites Grinsen stahl sich auf die Gesichter der Beiden wodurch sie Leonie ihre Fangzähne offenbarten.

„Lucan. Die Rogue. Sieh doch.“, verlangte Marcel. Auch Lucan richtete nun den Blick auf den Ausgang des Zeltes und sah wie die beiden Rogue einer Frau, die das Zelt gerade verließ, folgten.
„Gehen wir.“, entschied Lucan und die Gruppe setzte den Rogues nach. Als sie das Zelt verließen, sahen sie sich um.
„Dort hinten sind sie.“, sagte Marcel und rannte los. Nikolai folgte ihm dicht.
„Lasst ab von der Frau.“, verlangte Marcel und riss einen der Rogue von Leonie weg. Wütend knurrte dieser und betrachtete Marcel feindlich aus seinen gelben Augen. Nur kurz verharrte der Rogue und griff ihn dann an. Marcel ahnte das dies kommen würde, zog Einen seiner Dolche und warf ihn. Direkt in der Brust des Rogue landete er. Qualvolles Heulen war zu hören, als der Rogue sich aufgrund der Titanlegierung des Dolches zu zersetzen begann. Kurz darauf war auch der andere Rogue zu hören, den sich Nikolai vorgenommen hatte. Zufrieden betrachteten die beiden Krieger den Zerfallsprozess bis nur noch Asche zurückblieb.
Kurze Zeit später kamen die Anderen an und Tess begutachtete die Frau. Einige Minuten vergingen, ehe Lucan fragte.
„Ist die Frau zu retten?“
„Die Mistkerle haben ihr die Hauptschlagader aufgebissen. Ich schaffe es nicht.“, antwortete Tess hilflos. Elise war neben ihr und drückte hart den Stoff den sie sich von ihrer Kleidung abgerissen hatte, auf das Handgelenk von Leonie.
„Einer von Euch muss die Wunden versiegeln, sonst verblutet sie uns.“, sagte Tess und sah die Krieger an.
„Was ist wenn sie eine Stammesgefährtin ist?“, fragte Nikolai besorgt und ging einen Schritt zurück.
„Das ist sie nicht.“, meinte Marcel entschieden und trat vor. In dem Moment ergriff Lucan den Arm seines Bruders.
„Woher willst du das wissen?“, fragte er ihn.
„Hast du dich nie gewundert warum ich von vielen Frauen Blut trinke und nie eine Stammesgefährtin mitgebracht habe. Es ist meine Gabe Ich kann mich darauf verlassen und auf mein Gespür. Schon immer. Ich wusste immer sofort welche Frau eine Stammesgefährtin ist und welche nicht. Als Gabrielle, Tess, Elise und Dylan kamen, konnte ich sofort spüren das sie welche sind. Aber diese Frau hier ist keine Stammesgefährtin.“, erklärte Marcel.
„Also auf ein Gefühl würde ich mich nicht verlassen.“, meinte Nikolai unsicher.
„Verdammt. Einer von Euch. Macht schon, sonst wird sie sterben.“, drängte Tess verärgert. Schweigend nickte Marcel und kniete neben Leonie nieder. Sanft ergriff er ihr Handgelenk. Der Stoff den Elise auf die Wunde gepresst hatte, war schon Blutgetränkt. Er schob ihn beiseite und leckte mit der Zunge über die Wunde. Das Gleiche tat er auch an ihrem Hals. Als die zweite Wunde versiegelt war, richtete er sich auf.
„Wir sollten sie noch nach Hause bringen. Hier liegen lassen können wir sie nicht.“, wand Elise ein und betrachtete Leonie.
„Wir wissen doch gar nicht wo sie wohnt.“, begehrte Tegan auf.
„Willst du sie den anderen Rogue zum Fraß hier liegen lassen, bis sie kommen?“, fragte Elise und blitzte ihn wütend an. Tegan erwiderte kurzzeitig den Blick und wandte ihn dann ab.
„Sie muss einen Ausweis dabei haben.“, versicherte Dylan und begann in der Tasche, die wenige Schritte neben der bewusstlosen Frau lag, zu kramen, bis sie ein Portmonee herauszog und den erhofften Ausweis fand.
„Und?“, wollte Lucan wissen.
„Leonie Swan. Marx Str. 29.“, las Dylan vor.
„Okay. Ich bringe sie dorthin. Vor Abflug bin ich zurück.“, entschied Marcel und lud Leonie auf seine Schultern.
„Bist du dir sicher mit dem was du sagtest?“, fragte Lucan und beobachtete seinen Bruder genau.
„Ja. Sie kann Keine sein. Ich hätte es gefühlt, wäre sie Eine.“, versicherte Marcel und lief los.
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