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Seherin des Verborgenen

von Sarafina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Dante Elise Gideon Lucan OC (Own Character) Tegan
26.07.2009
13.05.2016
174
159.546
4
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26.07.2009 1.024
 
So, wie versprochen, es kommt bald. Heute ist es fertig geworden und ich bin damit zufrieden. Deswegen werde ich euch nicht länger auf die Folter spannen.
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„Wir sollten bald wieder nach Boston fliegen, Lucan. Unsere Arbeit haben wir hier erledigt.“, meinte Marcel. Schweigend nickte der Angesprochene und dachte nach. Seit die Krieger hier waren und ihre Gefährtinnen ihnen folgten um sie vor einer Bedrohung zu warnen, hatten sie die Rogue vernichtet. Nun waren sie nur noch geblieben, um gegenüber ihren Gastgeber, Gerhard Zeiger, nicht unhöflich zu sein. Doch auch er wollte langsam nach Hause. Sein Bruder hatte recht, dass sie langsam aufbrechen sollten. Vor allem wollte er, dass seine Stammesgefährtin Gabrielle wieder in der Sicherheit des Hauptquartiers der Krieger war. Für sie und auch für die Stammesgefährtinnen seiner Kriegerkameraden war es außerhalb des Hauptquartiers zu gefährlich. Vor allem wusste er, dass Elise, aufgrund ihrer natürlichen Gabe, die dunkelsten und widerwärtigsten Gedanken von Menschen zu hören, mit dieser Umgebung zu kämpfen hatte. Zwar, Tegan hatte ihr geholfen, einen Weg zu finden wodurch die Gedankenstimmen sie nicht mehr zu sehr marterten, aber eine Qual für sie blieb es weiterhin, die durch Tegans Blut in ihren Adern kaum gemildert wurde.
Außerdem wusste er, dass Dante sich wegen Tess große Sorgen machte. Nicht eine Sekunde nahm sein Freund die Augen von seiner Stammesgefährtin, die im fünften Monat schwanger, mit Gabrielle, Elise und Dylan Ihnen hinterher gereist war. Lucan ahnte auch, dass Dante mit Tess sich gestritten hatte, weil sie ihm hinterher gelaufen war und somit sich selbst und das Kind in Gefahr brachte. Selbst ihre Beteuerungen, dass sie nicht in Gefahr gewesen war, wollte er an diesem Tag, vor wenigen Wochen, nicht hören.
Lucan hatte sich kampfbereit gemacht und seinen Bruder, Marcel, der einzig noch lebende leiblichen Bruder darum gebeten, Seine und die Stammesgefährtinnen der Anderen zu beschützen. Marcel war zwar nicht sehr begeistert gewesen, aber seine Loyalität war etwas, dessen sich Lucan in jeder Hinsicht sicher sein konnte. An ihm zweifelte Lucan keine Sekunde. Doch nicht all seiner Brüder waren so. Zwei hatte er schon vor langer Zeit verloren, der Andere hatte seinen Tod vorgegeben und die Seiten gewechselt. Knapp war er Tegan vor längerer Zeit entkommen. Er hatte den Gen-Eins-Krieger gefangen genommen und wollte den Aufenthaltsort des letzten überlebenden Alten, der Außerirdischen Rasse, die einst zur Erde gekommen waren, erfahren. Doch Tegan wusste nicht wo der Alte ist und bald darauf kam die Rettung. Marek war daraufhin entkommen und bis jetzt hatte er sich nicht mehr gezeigt. Währenddessen waren Marcel, Rio, Nikolai, Chase und er selbst nach Prag gegangen, um die Höhle zu untersuchen, die sie durch das Wandbild in der Bibliothek gefunden hatten. Damals, wie auch jetzt vor kurzem waren es die Stammesgefährtinnen gewesen, die ein Geheimnis entdeckt hatten und somit ihren ausgewählten Gefährten halfen. Sie fanden die Höhle, doch sie war leer. Jedoch waren Bilder auf die Wand gezeichnet, die zu viel der Vampirwelt offenbarten. Diese Höhle musste vernichtet werden und Rio erklärte sich dazu bereit, dies zu tun. Damals befürchtete Lucan und auch bestimmt alle Anderen das er nicht zurückkommen würde. Bald darauf jedoch war Rio von seiner Aufgabe aus Prag mit Dylan zurück gekehrt. Die New Yorkerin hatte sich, nachdem sie mit Rio in Boston ankamen und einige schreckliche Dinge geschehen waren, dazu entschieden bei ihm zu bleiben. Seitdem lebte der Krieger wieder auf und die schlimmen Erinnerungen, die seine frühere Gefährtin Eva ausgelöst hatte, rückten langsam in weite Ferne.
Lucan sah hinüber zu seinen Bruder. Dieser stand da und beobachtete alles sehr genau. So wie er früher, war Marcel der Meinung, dass es keinen Sinn hatte, sich eine Gefährtin zu suchen. Er war der Überzeugung, dass selbst wenn er in noch einmal 900 Jahren nicht der Blutgier verfiel, es trotzdem nichts bringen würde, sich eine Gefährtin zu suchen. Marcel hatte seine eigene Weisheit. Er lebte, indem er immer wieder die gleichen Frauen, die er sich ausgesucht hatte, überfiel und nur wenige Schlucke von Ihnen nahm. Und falls dies nicht genügte, gab es Verbrecher in Boston wie Sand am Meer. Lucan fand diese Art, wie sein Bruder lebte nicht schlecht. Er hätte es, wenn Gabrielle nicht in sein Leben gerade zu gestolpert wäre, sicherlich auch so gemacht, obwohl er die Frauen gemieden hätte. Die Gefahr, dass Eine von Ihnen eine Stammesgefährtin ist, wäre zu groß. Doch andererseits war Lucan davon überzeugt, dass Marcel seine ausgesuchten Frauen aufs Genaueste überprüft hatte und deswegen sicher war, dass sie keine Stammesgefährtinnen sind.
„Hast du die Rogue am Eingang bemerkt, Lucan?“, fragte Marcel leise und unterbrach damit das Schweigen was in der Gruppe herrschte.
„Natürlich. Aber solange sie da stehen und nichts tun, können wir nicht eingreifen.“, meinte Lucan ruhig.
„Wann können wir eine Stadt und ihre Vororte Roguefrei verlassen?“, fragte Marcel genervt.
„Wohl erst, wenn wir Marek in die Hände bekommen oder Den, der den Ältesten mitgenommen hat.“, erwiderte Lucan.
„Am liebsten würde ich Marek für seinen Verrat den Hals umdrehen, Lucan. Er ist zwar unser älterer Bruder aber ich kann ihn nicht mehr als solchen sehen, wenn er uns das Leben doch so schwer macht.“, schimpfte Marcel.
„Ich verstehe dich. Mir geht es ebenso. Aber ich versichere dir, ich bin froh, dass wenigsten Einer meiner drei Brüder mir geblieben ist.“, sagte Lucan und lächelte ihn kameradschaftlich an.
„Ohne mich würde es dir doch langweilig werden. Immerhin brauchst du noch einen älteren Bruder den du für die Eliminierung der lästigen Lakaien und Rogue benötigst, wenn du mal mit etwas anderem beschäftigst bist.“, meinte Marcel amüsiert. Gabrielle begann zu lachen und meinte.
„Wenn der Tag kommt und eine Stammesgefährtin erwählt dich zu ihrem Gefährten, dann werde ich mich totlachen. Du bist noch schlimmer als er.“
„Das wird nie geschehen, Gabrielle. Meinen Bruder hast du um den Finger gewickelt, aber mich wird keine Stammesgefährtin bekommen. Niemals.“, sagte Marcel überzeugt.
„Na wir werden sehen. Und wenn der Tag kommt, dann werden wir dich an diese Unterhaltung erinnern und ihr davon erzählen, wie sehr du dich gesträubt hast.“, mischte sich Dylan kurz ein.
Grummelnd wandte Marcel den Blick ab. Die Anderen konnten sagen was sie wollten, er würde sich nicht definitiv nicht an eine Stammesgefährtin binden.
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