Lecorné-Das Mittel zum ewigen Leben

GeschichteAbenteuer / P16
24.07.2009
23.01.2010
10
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Diese FF beginnt zwei Jahre nach Alex’ sechsten Fall. Ark Angel.
Nachdem er damals wieder auf der Erde angelangt war, hatte er sich für immer vom MI6 abgekapselt. Er wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden und da er schon oft im Einsatz des MI6 gehandelt hat, hat ihm Alan Blunt versprochen, ihn ab sofort in Ruhe zu lassen.
Mittlerweile hat sich Alex wieder einigermaßen erholt und ist seit zwei Wochen mit Jack Starbright im Urlaub in Italien.

Ich hoff’ euch gefällt es und ihr hinterlasst mir ‘nen Kommi. Würd gern wissen was ihr davon haltet und bin auch für Kritik offen.
Danke, viel Spaß beim lesen.

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“Oh mann is mir warm.” ,beklagte sich Jack gerade, als Alex mit zwei Waffen Eis zurück zu seinem und Jack’s Handtuch kam.
Jack lag im Bikini auf ihrem Strandtuch unter einem Sonnenschirm.
Alex selbst trug Shorts und ein einfaches dunkelblaues T-Shirt von Adidas.
“Erst überredest du mich wochenlang, hier Urlaub zu machen und dann beschwerst du dich auch noch.” ,meinte Alex kopfschüttelnd und legte sich neben seine alte Freundin.
“Ich find’s hier ja auch total großartig, aber heute ist es so unerträglich warm.”
Alex antwortete nicht.
Eine Weile lagen sie nur so da.
Es war bereits später Nachmittag und Alex war gerade eingedöst, als Jack neben ihm aufstand.
“Weißt du was? Ich geh jetzt ins Wasser, mich abkühlen. Kommst du mit?”
Alex schlug die Augen auf und blinzelte sie an.
“Später, geh schon mal vor.” ,antwortete ihr und sie ging wortlos davon .
Alex fragte sich ob jetzt doch alles gut werden würde.
Ob er endlich wieder ein normales Leben leben konnte.
Jetzt waren fast zwei Jahre vergangen, nachdem er aus dem Weltraum wieder gekommen war. Jack wusste nichts davon, aber sie war nicht blöd.
Mit großer Genugtuung dachte er daran, wie er in Mr Blunt’s Büro gestürmt war und ihm Schimpfwörter an den Kopf geknallt hatte.
Schließlich hatte er sich beruhigt und Alan Blunt lang und breit erklärt wie schlecht es ihm ging, und dass er nicht mehr konnte.
Der MI6 hatte ihm zwar geschworen, ihn ab sofort in Ruhe zu lassen, aber da war er sich nicht so sicher.
Bis jetzt waren sie auch immer wieder auf ihn zurückgekommen. Und davor hatte er Angst.
Nicht vor den Missionen, sondern davor, sich endgültig zu verändern und hinterher nie wieder in sein altes Leben hineinzufinden.
Das war jetzt schon viel zu schwierig für ihn.
Jedenfalls hatte sich der MI6 bis jetzt nie wieder gemeldet. Aber zwei Jahre waren kein großer Zeitraum für den britischen Geheimdienst.
Irgendwann würden sie wieder vor seiner Haustür stehen. Da war Alex sich sicher.
Er war so in seinen Gedanken gefangen, dass der Schrei ihn hochschrecken ließ.
Alex stand auf und blickte sich um.
Da! Schon wieder, ertönte ein Schrei.
Ohne nachzudenken lief Alex in die Richtung aus der der Schrei gekommen war.
Hinter einer Palme versteckt, beobachtete er gerade noch wie zwei Männer, auf dem leeren Parkplatz hinter einem Haus, ein Mädchen in den Kofferraum ihres Autos verfrachteten.
Alex überschlug im Kopf die Möglichkeiten, die er hatte.
Sollte er versuchen, das entführte Mädchen zu retten? Oder sollte er lieber die Polizei benachrichtigen und denen dann den Job überlassen?
Er warf einen Blick zum Meer rüber.
Dort schwamm Jack, sein normales Leben.
Endlich hatte er einen Entschluss gefasst.
Sollte er Jack Bescheid sagen? Nein, dafür blieb keine Zeit mehr.
Er musste sich beeilen, der Wagen mit dem Mädchen fuhr gerade vom Parkplatz.
Alex rannt auf die Straße und hielt das nächstbeste Auto an.
Eine junger Italiener saß am Steuer und schaute ihn fragend und auch irgendwie ängstlich an.
Panisch begann der Mann auf italienisch zu sprechen.
Alex verstand in der Eile nur ein paar Stichwörter aus denen er schloss, dass der Mann irgendein Geschäft überfallen hatte um seiner schwangere Freundin zu helfen.
“Ich werd niemandem irgendetwas sagen, wenn Sie mir jetzt helfen und dem schwarzen Wagen dort vorn folgen.”
Alex hatte die Tür hinter sich bereits zugeschlagen und der junge Fahrer fuhr ängstlich los.
Eine Weile folgten sie dem Wagen unauffällig durch die Stadt, dann bog der schwarze Wagen plötzlich ab und fuhr aus der Stadt.
“Halten Sie etwas Abstand, die dürfen nicht mitkriegen, dass wir sie verfolgen.”
Alex wusste nicht wie gut der Italiener Englisch sprach, aber er hielt sich an Alex’s Anweisungen und fuhr etwas langsamer.
Nach etlichen Kilometer befanden sich in der Pampa ein paar Gebäude.
Es sah nach einem alten Fabrikgelände aus.
Der schwarze Wagen fuhr durch das offene Tor und verschwand hinter einem Gebäude.
“Halten Sie hier an. Ich steig hier aus. Vielen Dank.”
Der Fahrer tat wie ihm gesagt und brauste davon, als Alex ausgestiegen war.
Er war nur noch ungefähr hundert Meter von den Gebäuden entfernt.
Schnell machte er sich auf den Weg und hatte den Zaun erreicht.
Das Tor war mittlerweile geschlossen und er musste sich einen anderen Zugang verschaffen.
Vorsichtig untersuchte er den Zaun. An einer Stelle ganz links war ein riesiges Loch. Rasch schlüpfte er hindurch, blieb jedoch an einer spitzen Kante hängen. Dabei fügte er sich selber eine lange Schnittwunde am Oberarm zu, die auch noch anfing zu bluten.
Er beachtete es gar nicht und schlich sich an das Gebäude heran, vor dem der schwarze Wagen stand.
Alex kroch auf allen vieren unter einem glaslosen Fenster vorbei. Von Innen kamen Stimmen. Die eine klang ärgerlich.
Stritten sie sich?
“Wie blöd kann man nur sein?” ,fauchte der eine Typ.
“Was kann ich dafür wenn ich meinen Laptop im Hotelzimmer vergessen? Ich musste schließlich den ganzen Tag dieses Mädchen beschatten. Weißt du wie schwierig das war?” ,meinte die andere Stimme.
Dann meldete sich wieder die erste zu Wort. Diesmal noch ärgerlicher.
“Du Idiot! Wenn der Boss herausfindet, wie blöd du dich anstellst, sind wir beide tote Männer. Los, hau schon ab und hol den verdammten Laptop!”
Es ertönten Schritte und dann die zweite Stimme.
“Und was ist mit dem Mädchen?”
“Was soll schon mit dem sein? Die liegt gefesselt und geknebelt in einem verschlossenen Raum. Ich pass schon auf sie auf. Außerdem wollt ich sowieso gleich mal runter gehen und mich um sie kümmern. Wenn du verstehst was ich meine. Sie ist ein verdammt heißes Teil, wenn sie nur nicht so kratzbürstig wäre.”
Dann fielen die beiden Typen in ein schmieriges Gelächter. Kurz darauf waren Schritte zu hören.
Alex kroch schnell wieder zurück und duckte sich hinter einem riesigen Steinhaufen.
Als der Wagen davongefahren war schlich Alex ins Gebäude. Dabei fand er einen halbvollen Bierkasten.
Er schnappte sich eine volle Flasche und betrat dann leise den Raum, in dem sich einer der beiden Typen befand. Der Typ saß mit dem Rücken zu ihm, vor einer Reihe Bildschirmen.
Jeder einzelne zeigte einen Raum oder ein Gang des Gebäudes indem sie sich beide befanden.
Alex näherte sich ihm von hinten und schlug ihm die volle Flasche auf den Kopf. Der Typ hatte keine Chance, bewusstlos kippte er von seinem Stuhl und rutsche in die Lache aus Bier.
Alex suchte nach dem Puls des untersetzten schwarzen Mannes und fand ihn
“Träum süß.” ,flüsterte er und machte sich dann auf die Suche nach den Schlüsseln.
Der schwarze hatte sie in seiner Hosentasche versteckt.
Wie Originell!
Alex lief schnellen Schrittes durch sämtliche Gänge und versuchte es bei jeder Tür.
Die meisten waren offen und führte zu irgendwelchen leeren Räumen.
Als er das Ende des Ganges erreicht hatte fiel ihm etwas ein. Der Typ, der jetzt bewusstlos neben seinem Stuhl lag, hatte davon geredet runter zu gehen.
Also befand sich der verschlossene Raum im Keller, wenn es einen gab.
Alex rannte den Gang wieder hinunter, bis er an der Tür, des Zimmers vorbeikam, in dem der Typ lag.
Alex warf einen Blick hinein. Der Mann war immer noch bewusstlos.
Schnell machte sich Alex auf die Suche nach einer Treppe.
Am Ende des Ganges, auf der gegenüberliegenden Seite, fand er endlich die Treppe. Sie führte hinunter in einen miefigen Gang. Es roch ekelerregend.
Alex hielt den Atem an und überlegte nicht, bevor er sämtliche Türen öffnete.
Alle Türen bis jetzt waren nicht abgeschlossen. Die nächste nicht.
Schnell versuchte er es mit sämtlichen Schlüsseln, bis er die fast fünfzehn Schlüssel durch hatte. Der letzte war der richtige.
Er öffnete die schweren Tür. Sie klemmte überraschenderweise und als er sie endlich offen hatte, war er enttäuscht.
Der Raum dahinter war leer.
Er versuchte es bei der nächsten Tür. Auch diese war verschlossen.
Schnell probierte er die einzelnen Schlüssel durch.
Der sechste Schlüssel passte.
Angespannt öffnete er die Tür, die im Gegensatz zu der anderen, nicht klemmte und atmete erleichtert aus.
Er hatte sie gefunden!
Das Mädchen, vielleicht ein Jahr jünger als er, hockte auf einer dreckigen Matratze. Sie war an Händen und Füßen geknebelt und ihr Mund war mit Klebeband verklebt.
Sie war leicht braun gebrannt und trug nur einen kurzen Rock, Ballerinas und ihr Bikinioberteil.
Ihre schwarzen Haare umrahmten ihre erst ängstlich blickenden türkisblauen Augen.
Als Alex rasch auf sie zuging und sich vor ihr hinkniete um ihr mit seinem Taschenmesser das Seil an ihren Händen durchzuschneiden, sah sie ihn fragend und gleichermaßen überrascht an.
Schnell hatte er ihre Hände frei bekommen. Sie rieb sich die schmerzenden Handgelenke, auf denen die Seile leichte Spuren hinterlassen hatten.
“Psst, ich will dir helfen. Also schrei nicht, okay?” ,flüsterte er und sie nickte.
Vorsichtig riss er ihr das Klebeband vom Mund und befreite dann ihre Füße von den Seilen.
“Wer bist du?” ,fragte sie irritiert.
“Nicht jetzt. Komm, wir müssen von ihr verschwinden.”
Alex half ihr auf und warf einen Blick auf den Gang.
Luft rein.
Schnell rannte er bis zur Treppe. Das Mädchen folgte ihm wortlos.
Auch als sie oben angelangt waren, konnten sie niemanden sehen.
Sie rannten weiter. Als sie an dem Raum mit dem Typen ankamen betrat Alex den Raum.
Der Mann lag immer noch regungslos auf dem Boden vor ihm. Plötzlich zog ihn das Mädchen am Arm, raus aus der Tür. Er hatte gar nicht bemerkt, dass sie hinter ihm stand.
Alex sah sie fragend an, viel zu spät bemerkte er die Überwachungskamera, die genau auf sein Gesicht zeigte.
Jetzt war es eh schon zu spät. Die Kamera hatte ihn mit Sicherheit vorhin schon gefilmt.
Raus hier, war sein einziger Gedanke. Er schnappte nach ihrem Handgelenk und zog sie raus aus dem Gebäude und über den Hof, bis zu dem Loch im Zaun
“Los durch da.” ,rief er ihr zu und kletterte dann selbst hindurch.

Eine Weile liefen die beiden schon schweigend durch die Pampa. Alex fand es sicherer, wenn sie nicht direkt in der Nähe der Landstraße liefen. Also gingen sie seit fast einer halben Stunde durch die Landschaft. Die Straße konnten sie nicht sehen.
“Wie heißt du eigentlich?” ,fragte sie unerwartet.
Er sah sie an.
“Alex Rider.”
Sie sah ihn überrascht an, gerade so als sagte ihr der Name etwas. Doch dann verwarf er den Gedanken wieder.
Woher sollte sie seinen Namen kennen?
“Warum hast du das getan, Alex?”
Diese Frage überraschte ihn.
“Ich hab gesehen wie dich die beiden geschnappt haben. Da hab ich nicht weiter drüber nachgedacht.”
Er zuckte mit den Schultern.
“Idiot.” ,sagte sie leicht böse.
Alex blieb stehen.
“Ich hab dir das Leben gerettet. Ich verlang ja kein Dankeschön, aber du brauchst mich nicht zu beschimpfen.”
Sie sah ihn aufrichtig an. Da war etwas in ihren Augen. Etwas was ihm sehr bekannt vorkam.
Das Mädchen, dessen Name er immer noch nicht kannte, war vielleicht fünfzehn, aber ihre Augen sagten etwas anderes aus.
Sie sagten aus, das sie schon mehr gesehen hatte, als jeder andere in ihrem Alter. Viel zu viel.
Genau wie er.
“Du verstehst überhaupt nichts!” ,begann sie verzweifelt und blickte zu Boden. “Diese Typen haben mich nicht nur einfach so entführt. Sie wollen unbedingt mich und sie werden wieder versuchen mich zu schnappen. Immer wieder bis mich endgültig haben. Das ist ihr Auftrag. Sie haben es schon öfters versucht. Ich glaube sie beschatten mich. Irgendwann kann ich nicht mehr fliehen, aber damit hab ich mich schon abgefunden. Aber nun…”
Sie sah ihm in die Augen.
Nun lag etwas entschuldigendes und verzweifeltes darin.
“Aber nun hab ich dich damit reingezogen. Sie kennen nun auch dein Gesicht. Du hast ihren Plan vereitelt und dafür wirst du sterben müssen. Glaub mir, die haben bis jetzt jeden getötet der ihnen in die Quere kam. Das werden sie auch mit dir tun. Auch wenn du keine Ahnung hast worum es geht, werden sie dich schon aus dem Grund schnappen, dass du vielleicht wissen könntest, wo ich bin.”
Er schluckte hart.
Warum geriet er auch immer in solche Situationen?
Immer er!
“Das ist doch mein Problem. Irgendwie werde ich mit denen schon fertig.” ,beruhigte er sie, aber er war sich selber nicht ganz sicher.
Schweigend gingen sie weiter.
“Und wie heißt du?” ,fragte er nach ein paar Minuten.
“Nicole. Ich bin Nicole van Bergen. Aber du kannst mich ruhig Nicki nennen.”
“Jetzt wo ich sowieso schon tief genug mit drinnen stecke, erzählst du mir warum die Leute dich unbedingt haben wollen?”
Sie sah ihn an und schwieg.
Mindestens zehn Minuten vergingen, in denen Nicki versuchte abzuwägen, was sie jetzt tun sollte.
Dann begann sie zu sprechen.
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