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Breaking the habit

von SGreenD
GeschichteDrama / P16 / Gen
David Griffin Milly
20.07.2009
02.04.2010
8
18.708
2
Alle Kapitel
38 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
20.07.2009 2.158
 
So, da ham wa auch schon meine Jumper-Fic, wie versprochen. Es geht vor allem um Griffin, denn ich liebe Griffin, und ein bisschen Drama wird auch dabei sein, aber ich will nicht alles vorweg nehmen. Die Fic ist aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben. Wie viele Chaps es geben wird, kann ich noch nicht genau sagen, nur, dass es so um die 7 werden.
Ja, der Titel ist angelehnt an den Song „Breaking the habit“ von der besten Band des Universums, Linkin Park, denn ich finde, es passt perfekt zu Griffins Situation, wie ich sie in meiner Fic darstelle. Jedes Chap wird mit einem Ausschnitt aus diesem großartigen Lied beginnen.
Disclaimer: Mir gehört weder „Jumper“ noch David, Millie oder Griffin (leider, leider), und ich verdiene hiermit kein Geld.
Genug mit dem Vorgeplänkel. Viel Spaß beim Lesen!!!




Breaking the Habit


Kapitel 1


„I don't know how I got this way
I know it's not alright
So I'm breaking the habit tonight.“



Millie saß auf der Couch im Wohnzimmer und zappte sich durch das mittelmäßige Fernsehprogramm, während sie darauf wartete, dass David endlich aus der Dusche kam. Er war wieder gejumpt und nur knapp einigen Paladinen entkommen, und als er in ihre neue gemeinsame Wohnung in Fort Meade, Maryland, zurückkehrte, war  er bedeckt mit Staub und Blut, wovon allerdings nicht alles sein eigenes war, wie er Millie sofort versicherte, auch wenn der beruhigende Effekt, den er sich von dieser Information erhofft hatte, ausblieb. Sie hatte ihn nur angeschrien, warum er sich denn in solche Gefahr brächte, und dann, dass er unter die Dusche sollte, denn er stänke nach Schweiß.

Mittlerweile tat Millie ihr Ausbruch fast leid, aber sie konnte es einfach nicht ertragen, zu wissen, dass David mal wieder nur um Haaresbreite dem Tode entronnen war. Dabei hatte sie doch gedacht, dass die neue Wohnung in neuer Umgebung ihnen neue Sicherheit verschaffen würde, aber da hatte sie sich wohl geirrt. Und dabei waren die beiden so sicher gewesen, dass sie schlau vorgingen, als sie ausgerechnet nach Fort Meade zogen.

Als David ihr den Vorschlag zum ersten Mal gemacht hatte, hatte sie ihm eine Kopfnuss verpasst. Fort Meade, Maryland??? Ausgerechnet DIE Stadt, in der die NSA* ihr Hauptquartier hatte? Aber David hatte ihr versichert, dass niemand darauf kommen würde, dass sie sich quasi im Zentrum einer Polizeistadt versteckten.

„Natürlich kommt niemand darauf, weil niemand blöd genug ist, das zu tun“, hatte sie darauf gesagt.

Dann hatte David ihr erläutert, dass die strenge Überwachung sicherlich auch die Paladine in ihrem Handeln einschränken würde.

„Und außerdem“, sagte er noch, mit diesem süßen Hundeblick-Lächeln, zu dem sie nie nein sagen konnte, „mag ich Krabbenpuffer.“

Aber dieser perfekt ausgearbeitete Plan schien nun in seine Einzelteile zu zerfallen. Das würde wohl bedeuten, dass sie und David wieder umziehen mussten, zum dritten Mal in 6 Monaten. Vielleicht konnten sie nochmal nach Kapstadt, dort hatte es ihr am besten gefallen...

Ihre Gedanken wurden von einem plötzlichen Rumpeln schräg hinter der Couch unterbrochen. Erschrocken zuckte sie zusammen und fragte sich ernsthaft, wie David es geschafft hatte, sich an ihr vorbeizuschleichen, als sie sich umdrehte und in ein von irgendwo her bekanntes, aber nicht erwünschtes Gesicht blickte. In den ersten 3 Sekunden war sie so sprachlos, dass sie nicht mal schreien konnte.

„Hey“, sagte Griffin und nickte ihr zu, „kannst du mir sagen, wo dein Freund ist? Denn ich müsste wirklich sehr dringend mal mit ihm reden.“

David kam aus dem Bad, während er sich ein T-Shirt über die noch nassen Haare zog. „Millie, alles klar? Ich dachte, ich hätte da einen Jump gef...“ Seine Stimme ebbte ab, als er Griffin in seinem Wohnzimmer stehen sah.

„...Griffin?“

„Ja, Mann, ich bins, bist du irgendwie noch langsamer geworden, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben?“

„Was- was machst du hier?“

Griffin rollte mit den Augen. „Okay, du BIST langsamer geworden.“

„Ich meine es ernst“, sagte David verärgert und hob seine Stimme. „Was zum Teufel hast du hier zu suchen? Hier, in meiner Wohnung?“

„Keine Sorge, ich werde deine Süße schon nicht vom Balkon klauen. Aber ich hätte da etwas wichtiges mit dir zu besprechen, weißt du.“

„Warte mal, Griffin... Griffin... warte, bist du etwa der Typ, der mich bei den Paladinen sterben lassen wollte?“, warf Millie plötzlich ein, da sie sich endlich daran erinnerte, woher sie dieses Gesicht kannte und warum sie sich nicht darüber freute, es zu sehen.

Griffin sah von ihr zu ihrem Freund. „Also,du kannst nicht verneinen, dass SIE langsam ist.“

Millie stand derweil auf und ging zu David; in seiner Nähe fühlte sie sich sicherer. Er wiederum starrte immer noch Griffin an. „Was sollten wir beide denn zu besprechen haben?“

Der Angesprochene wischte sich mit der Hand über die Stirn und machte einen Schritt auf das Paar zu. „Wie wärs damit, dass du mich vor einem halben Jahr einfach in diesen Kabeln hast hängen lassen, hä? Ich denke, darüber kann man schon noch eine nette kleine Unterhaltung führen, oder nicht? Denn weißt du, ich habe in diesen Kabeln ganze 20 Stunden zugebracht, bis sich irgendwelche Typen dazu bereit erklärt haben, mir zu helfen, und dann wollten die auch noch bezahlt werden! Und als ich ihnen erklärt habe, dass ich nichts habe, womit ich sie bezahlen kann, woran übrigens du Schuld bist-“

„Hey, das stimmt nicht! DU hast diesen Bus auf deinen Unterschlupf gejumpt!“

„Weil DU mich den verdammten Paladinen auf dem Silbertablett serviert hast, als du sie hergebracht hast!“

Er gestikulierte wild in Millies Richtung und wischte sich wieder mit der Hand über die Stirn.

„Okay, okay“, sagte David und senkte die Stimme. „Also, was willst du? Warum bist du hier? Willst du Rache? Mich verprügeln? Oder was?“

„Oh, nein, Dave.“ Griffin winkte ab. „Was Rachepläne angeht, habe ich meine Meinung geändert.“ Er stützte sich mit einer Hand an der Wand ab, um eingehend sein linkes Hosenbein zu studieren. „Ich dachte vielmehr, dass...“ Er hob den Blick.

„... du mir einen Gefallen schuldest.“

Davids Mund klappte auf. „Ich? Dir? Gefallen? SCHULDE?“

„Oh, tu nicht so überrascht, Davy. Ich hätte dort in Tschetschenien sterben können, und es war dir egal. Ist das nicht einen Gefallen wert?“

Millie zog ihre Brauen hoch. „Äääh... hallo?“

„Halt die Klappe!“, blaffte er sie an, bevor er seinen Blick wieder auf David richtete. „Also? Ein klitzekleiner Gefallen? Komm schon, Davy. Nur ein Gefallen.“

David presste die Lippen zusammen. Etwas sagte ihm, dass Griffin nicht verschwinden würde, bis er eingewilligt hatte. Aber er musste erst herausfinden, in welche Richtung dieser Gefallen gehen sollte. „Wie stellst du dir das vor?“

Griffin seufzte schwer und presste seinen Handballen gegen seine Stirn, als hätte er Kopfschmerzen, während er sich mit der anderen Hand immer noch an der Wand abstützte. „Du musst mir nur dabei helfen, ein kleines Problem zu lösen, das ich gerade habe, sonst nichts.“

David runzelte die Sirn. „Was für ein Problem soll das sein? Und was genau soll ich machen?“

Der andere Jumper stieß sich von der Wand ab und machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne. „Es könnte sein, dass ich da ein... größeres Problem habe...“ Er kniff die Augen zusammen. „... größer, als ich bisher gedacht habe...“

„Was meinst du damit? Wirst du verfolgt, oder-“

„N-nein, nein“, Griffin wedelte mit der Hand in der Luft herum.

„Aber was denn?“ David wurde ungeduldig. „Wenn du mir schon nicht dein Problem verraten willst, dann sag mir doch wenigstens, was ich machen soll!“

„Das weiß ich doch selbst nicht...“Griffin fasste sich an den Kopf. „Scheiße...“

Bevor David noch etwas sagen konnte, verdrehte Griffin plötzlich die Augen und brach zusammen.

„Verdammt!“ David hastete zu ihm hin, während Millie sich noch misstrauisch im Hintergrund hielt. Er kniete neben dem anderen Jumper, unsicher, was er nun tun sollte. „Griffin?“, sagte er vorsichtig und rüttelte an seiner Schulter. Keine Reaktion.

„Griffin? Griffin!“

Er sah ratlos zu seiner Freundin. „Was sollen wir jetzt tun?“

Sie runzelte die Stirn. „Was fragst du mich? Ich glaube nicht, dass er und ich noch gute Freunde werden.“

„Das verlange ich ja gar nicht, nur... wir können ihn ja nicht einfach so hier liegen lassen.“

Langsam kam Millie näher, als würde sie immer noch erwarten, dass Griffin gleich wieder aufspringen und „BUH!“ rufen würde, bis sie sich schließlich neben die zwei Jungen hockte und zögernd nach Griffins Handgelenk griff.

„Zuerst fühle ich seinen Puls...“ Sie runzelte die Stirn. „... ziemlich schnell...“

Sie legte eine Hand auf seine Stirn und riss die Augen auf. „Mein Gott, er verbrennt ja förmlich!“

David warf ihr einen nervösen Blick zu. „Bist du sicher?“

„Ja, verdammt, fühl doch selbst, wenn du mir nicht glaubst!“

David tat, wie ihm geheißen, und Millie hatte recht; Griffins Stirn glühte. Jetzt sah er auch die Schweißperlen und die tiefen Augenringe. Irgendetwas hatte den Jumper sehr krank gemacht.

„Und jetzt? War das der Gefallen, um den er dich bitten wollte?“, fragte Millie. „Dass du ihn in ein Krankenhaus bringen sollst?“

David schüttelte entgeistert den Kopf. „Er kann nicht in ein Krankenhaus. Er wird überall gesucht! Ich bin sicher, die Paladine haben auch immer ein Auge auf Krankenhäuser und alles, was dem ähnelt. Nein, das geht nicht, wir müssten...“

„David!“ Millie sah ihn an. „Ich bin kein Arzt, und du auch nicht! Er muss ins Krankenhaus, sonst stirbt er vielleicht. Wir können ihn doch einfach dort abliefern und dann geht uns das ganze nichts mehr an...“

Ihr Freund sah sie unglücklich an. „Nein. Das kann ich einfach nicht. Er hatte doch recht. Es war mir egal, ob er dort stirbt. Und nun ist er hier, damit ich ihm helfe, und ich kann nicht... das wäre nicht...“

Millie seufzte frustriert. „Ich weiß. Ich könnte es auch nicht. Verdient hätte ers ja.“ Sie warf dem bewusstlosen Jumper einen wütenden Blick zu.

„Also?“ Sie sah ihn an.

„Also“, begann er. „Ich jumpe Griffin ins Krankenhaus und lasse mich so schnell, wie nur möglich, über seinen Zustand informieren, und dann komme ich so schnell wie möglich wieder...“ Er sah sie durchdringend an. „Es könnte sein, dass wir sofort verschwinden müssen, wenn ich wiederkomme. Und es könnte sein, dass wir Griffin mitnehmen müssen.“

Als sie ihre Stimme zum Protest erhob, fuhr er erklärend fort: „Sollten wirklich Paladine da sein, kann ich ihn nicht dalassen – das wäre sein sicherer Tod.“

Sie presste kurz ihre Lippen zusammen und nickte schließlich.

„Okay. Pack schon mal ein paar Sachen zusammen. Nur zur Sicherheit. Okay?“

Sie seufzte. „Okay.“

Die beiden sahen sich ein letztes Mal an. „Ich liebe dich.“

„Ich dich auch.“

David richtete Griffin behutsam etwas auf und griff mit seinen Armen um seinen Brustkorb herum, dann machte er sich, das Bild des Krankenhauses ganz in der Nähe vor Augen, für den Jump bereit.


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Abwartend stand er vor dem Fenster und sah in das Hospitalzimmer, in dem Griffin lag, eine Sauerstoffmaske auf dem Gesicht, an einen Herzmonitor angeschlossen. Alles sah aus wie eine Szene aus „Emergency Room“, nur, dass es die Realität war und die einzige Information, die man ihm hatte zukommen lassen, lautete, dass er sich in einem kritischen Zustand befände und nicht klar    sei, was ihm fehlte. Das waren eindeutig zu wenig Informationen für David.

Langsam ging er hinein. Das Piepsen des Monitors war durchdringend und machte die ganze Situation nicht unbedingt besser. Er war immer noch ziemlich ratlos, und so ging er noch einmal raus, um sich einen Kaffee zu holen. Auf dem Weg zurück zum Zimmer dachte er darüber nach, wann er abhauen sollte; er hatte keine Paladine gesehen, aber das hieß nichts, vielleicht waren sie auch in Zivil unterwegs oder gerade auf dem Weg – Fakt war, wenn er Griffin wirklich helfen wollte (und etwas in seinem Inneren sagte ihm, dass er es tun sollte, auch, da er dann definitiv etwas bei ihm gut hatte), dann musste er ihn hier weg bringen, solange sein Zustand stabil war und noch kein Paladin in Sicht.

Was nun den Paladin-Part anbelangte, sah David kein Problem, nur der Stabiler-Zustand-Part war es, bei dem es noch harperte...  

Er dachte den Gedanken nicht zuende. Als er die in grau gekleidete Person sah, die neben Griffins Bett stand und stoisch auf ihn hinabblickte, ließ er seinen Kaffee fallen.





Uuuuuh, na, das nenn ich mal nen Cliffhanger, was?;)
Wer ist diese in grau gekleidete Person und was will sie? Ist Griffin noch zu retten?
*Die NSA, ich weiß nicht, ob das allen bekannt ist, ist die National Security Agency, ist das für die USA, was für uns vergleichsweise der Bundesnachrichtendienst ist.
Ach ja, und ich hab Millie irgendwie ein bisserl zickig dargestellt, nech? Ich glaube, das liegt einfach daran, dass ich die Schauspielerin, Rachel Bilson, wirklich nur aus O.C. kenne, wo sie eine Zicke spielt. Also ist die Millie hier etwas an Summer Roberts angelehnt, vielleicht etwas OOC, aber das ist egal, denn auch, wenn es im ersten Chap den Anschein gemacht hat, es geht nicht um sie;)
Ob ich hierfür auch das ein oder andere Review kriege??? Nun, ich HOFFE es doch.
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