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The Punisher: Judgement Day

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller / P16 / MaleSlash
12.07.2009
12.07.2009
6
8.424
 
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12.07.2009 883
 
„Ich dachte, ich könnte ein Ehemann und Vater sein… anstelle eines Soldaten. Ich dachte, ich hätte den Krieg hinter mir gelassen, nachdem ich aus Kuwait zurückkehrte. Stattdessen hat mich ein neuer Krieg gefunden … Die Unschuldigen haben viel zu lange gelitten. Frank Castle starb mit seiner Familie. Nennt mich den… Punisher.“

Eine trockene, windstille Nacht in einem Außenbezirk von New York City.
Vor dem Eingang eines alten Bürogebäudes standen zwei schmächtige, dunkelhaarige Männer und musterten die Umgebung. Einer der beiden holte eine Zigarette hervor.
„Hast du mal Feuer?“
Der Andere antwortete gähnend. „Klar.“
Er zündete den Klimmstängel seines Partners an und dieser nahm einen tiefen Zug. Als er den Rauch genüsslich in die Luft entließ hörte man plötzlich hinter der Ecke des Gebäudes ein klirrendes Geräusch. Beide Männer wirbelten herum und zogen ihre 9mm Kanonen. Der Vordere warf seine Zigarette weg und näherte sich langsam der Ecke des Hauses. Abgesehen von den Schritten auf dem Asphalt herrschte Totenstille und Rauch stieg aus der schmalen Seitengasse hervor.
Der Mann warf, mit einem großen Schritt und der Waffe nach vorne gerichtet, einen Blick in die Gasse. Doch außer den aufsteigenden Rauchschwaden und ein paar Müllcontainern konnte er nichts Besonderes sehen. Er senkte die Waffe und ein Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab.
„Es ist nichts…“
Als er sich umdrehte wurde sein Kopf auf einmal von zwei Händen ergriffen und sein Genick wurde mit einem Ruck gebrochen. Sein Partner lag bereits tot auf dem Boden, mit einem Messer im Rücken. Der Täter zog es heraus und betrat das Gebäude, nachdem er die zwei Leichen in die Seitengasse geschleift hatte.

In einem großen Raum des Gebäudes standen ein paar Männer versammelt um einen Holztisch herum. Licht kam nur von einer losen Lampe an der Decke und das Mondlicht, welches durch das breite Fenster eindrang, verlieh dem Zimmer einen leichten silbernen Schein. Auf dem Tisch befanden sich zwei braune Aktenkoffer, einer war mit Geld voll gestopft und in dem anderen befanden sich offenbar Drogen. Jeweils drei Personen standen sich gegenüber. Die Mittleren trugen teure Anzüge, während die äußeren Männer diskreter gekleidet waren. Der Mann im Anzug auf der rechten Seite des Tisches war ein junger, attraktiver Typ mit kurzen, dunkelbraunen Haaren und eindeutig Amerikaner, während sein Gegenüber mit dem Bart und dem schwarzen Pferdeschwanz aus Südamerika zu stammen schien. Nachdem dieser an dem durchsichtigen Päckchen mit weißem Inhalt gerochen hatte, griff der Amerikaner in den Koffer auf seiner Seite und begutachtete die Geldnoten. Ein Nicken.
„Sieht gut aus.“
„Gut“, antwortete der Südamerikaner zufrieden. „Dann sind wir wohl im Geschäft.“
Beide grinsten und reichten sich die Hände, als plötzlich ein Schuss die Luft zerriss. Das Gesicht des Amerikaners wurde mit Blut bespritzt, während sein Gegenüber, mit zerschossenem Gesicht und verunreinigtem weißen Anzug, zu Boden sank.
Die vier Bodyguards drehten sich überrascht zur Eingangstür und die zwei vorderen wurden mit einer Shotgun erschossen, bevor sie ihre Waffen ziehen konnten. Aus der Sicht des Schützen beobachten wir wie die Männer zu Boden gehen, ohne dessen Gesicht zu erkennen. Der Boss der Amerikaner griff mit geweiteten Augen hinter sich, doch er bekam prompt mit dem Gewehr des Angreifers einen Schlag ins Gesicht.
Einer der hinteren Bodyguards schoss auf ihn, verfehlte jedoch in der Hektik. Blitzschnell drehte der Schütze den Gewehrlauf wieder nach vorne und feuerte dem Mann in die Magengegend, wodurch er gegen die Wand hinter ihm befördert wurde. Der letzte Leibwächter lehnte sich gegen die Wand, während er das Feuer auf den Oberkörper des Angreifers eröffnete.
Die Kugeln schlugen in einen schwarzen Kevlarpanzer, der mit einem aufgesprayten Totenschädel verziert war, ein. Der Schütze ging einfach weiter und der Mann sank verzweifelt zu Boden, nachdem er sein Magazin geleert hatte. Der Schütze blieb knapp vor ihm stehen und starrte mit eiskaltem Blick auf den Bodyguard hinunter. Da erkannte ihn der Leibwächter und begann zu zittern, als würde er auf einen Geist hinaufsehen. Der Schrecken der Unterwelt persönlich – Frank Castle, der Punisher.
„Ich hab dich erschossen“, flüsterte der Mann. „Ich hab dich verdammt nochmal erschossen!“
Der Punisher warf die Shotgun zur Seite. „Ja.“ Dann zog er eine 9mm Pistole von seiner rechten Hüfte hervor. „Aber du hast auf den falschen Schädel gezielt.“
Er verpasste ihm einen Kopfschuss und die leere Waffe in der Hand des Leibwächters landete mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden.
Plötzlich wurde der Punisher von hinten gepackt. Es war der Amerikaner, der ihm mit dem Fuß die Kanone aus der Hand schlug und ihn mit einem Arm umklammerte, während er in der anderen Hand ein Messer hatte. Castle konnte den Messerstich jedoch mit Mühe abfangen. Er lockerte angestrengt den Griff des anderen Arms und versetzte dem Gangsterboss dann einen Kopfstoß, wodurch er das Messer fallen ließ und zurücktaumelte. Der Punisher packte ihn und schleuderte ihn mit dem Kopf voran gegen das Fenster, ohne es zu zerbrechen. Das Gesicht des Amerikaners blutete ziemlich stark und er stöhnte schmerzerfüllt auf.
„Panzerglas“, murmelte er.
„Ich weiß.“ Der Punisher rammte ihn noch zwei weitere Male gegen die Scheibe, bis schließlich ein Sprung entstand. Dann packte er ihn erneut, hob ihn hoch und schleuderte ihn so wuchtig gegen das Fenster, sodass es doch brach und der Mann sauste zwei Stockwerke nach unten, wo er auf einem Müllcontainer landete. „Jetzt bist du da wo du hingehörst“, bemerkte Castle kalt und wandte sich ab.
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