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P3X666

von Jasada
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
10.07.2009
23.02.2021
21
33.369
1
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23.02.2021 1.042
 
Anmerkung: Ich habe lange keine Geschichte mehr hochgeladen und heute festgestellt, dass diese Geschichte gar nicht komplett von mir hochgeladen wurde, obwohl sie schon ewig fertig ist. Es kommen jetzt die letzten Kapitel.


Kapitel 21: Die Rettung ? - Teil 2


Daniel spürte, dass Arkesch vor Erschöpfung schlief. Dies musste auch eine Auswirkung seines veränderten Blutes sein. Aber trotz des Schlafes schien der Goa'uld immer mehr Kraft zu verlieren. Daniel juckte es an der Nase und er hob automatisch die Hand, um seine Nase zu reiben. In diesem Moment fiel ihm auf, dass er mit seinem Willen den Arm bewegt hatte.

Er richtete sich auf dem Bett auf. Daniel hatte wieder einmal die Kontrolle über sich selbst. Blieb nur die Frage für wie lange?

Er wusste, dass draußen Wachen standen und er hatte keine Waffen, da ihm die Pistole abgenommen worden war. Er grübelte eine Weile vor sich hin und es vergingen mehrere Stunden, in denen er weiterhin die Kontrolle hatte. Es musste weit nach Mitternacht sein, als er vor Schmerz aufstöhnte. Der Goa'uld wand sich und zuckte in seinem Innern. Dies verursachte Daniel große Schmerzen.

„Mann, was ist denn jetzt los?“, murmelte Daniel und krümmte sich gequält auf dem Bett zusammen. Nach einigen Minuten war der Schmerz plötzlich weg, als hätte es ihn nie gegeben. Daniel atmete erleichtert auf.

'Du wirst mit mir sterben, Daniel!', schrie Arkesch verzweifelt und verfluchte alles und jeden bis er schließlich verstummte.
Daniel spürte den Goa'uld kaum noch. Nachdem eine halbe Stunde verstrichen war, fing es wieder an. Daniel hätte nicht gedacht, dass der Schmerz noch stärker werden konnte, aber er wurde eines Besseren belehrt. Er presste die Lippen zusammen, um die Wachen nicht durch sein Schreien herbeizurufen. Er wusste aber, wenn diese Tortur nicht gleich enden würde, müsste er trotzdem laut schreien.

Seine Gedanken wurden anscheinend erhört, denn nach wenigen Augenblicken war es vorbei. Daniel keuchte vor Anstrengung, sein Körper zitterte. Er wusste, dass Arkesch starb. Daniel überfiel die Angst, denn ein Goa'uld der starb, konnte vor seinem Tod ein Enzym, das sogenannte „Symbiontengift“ absondern, welches den Wirt mit in den Tod riss. Arkesch hatte es ihm vorhin bereits angedroht.

Plötzlich spürte er einen kurzen, heftigen Schmerz in seinem Rachen. Irgend etwas wand sich in seinem Hals. Ihm wurde furchtbar übel und er musste würgen, doch alles, was er erbrach, war der Goa'uld, der seinen Körper verlassen hatte. Daniel war überrascht. Wie groß mussten die Schmerzen für Arkesch gewesen sein, dass er freiwillig noch vor seinem Tod den Wirt verließ. Doch das Symbiontengift hatte er mit Sicherheit bereits in Daniels Blutbahn abgegeben.

Er beobachtete ohne Mitleid die letzten Zuckungen des Goa'uld. Schließlich lag Arkesch tot am Boden und Daniel blickte zufrieden auf den leblosen Körper. Nun war die Erde wieder in Sicherheit. Arkesch konnte sein Wissen nicht mehr weitergeben und er selbst würde wahrscheinlich wegen des Symbiontengiftes nicht mehr lange zu Leben haben. Er legte sich auf das Bett und fiel einige Zeit später vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf, aus dem es wohl kein Erwachen für ihn geben würde.

***

Der Morgen dämmerte. Jack erwachte und erkannte sofort, dass der Schlafsack von Teal'c leer war.  Mann, musste er tief geschlafen haben, dass er nicht gehört hatte, wie der Jaffa aufgestanden war. Er kroch aus dem Zelt und ging zum See, um sich frisch zu machen. Es war noch sehr früh und noch waren nicht alle wach. Major Kenney war gerade dabei die letzten Schläfer zu wecken.
Nach einer halben Stunde waren sie abmarschbereit und folgten erneut Daniels Spur. Durch die Stunden der Nacht hatte sich das Gras wieder teilweise aufgerichtet, so dass die Spur heute schwieriger zu lesen war. Jack hatte jedoch vollstes Vertrauen in Teal'c, der fast jede Fährte lesen konnte und er behielt Recht. Teal'c führte das Rettungsteam sicher durch die Grassteppe.

Bisher waren sie auf dieser Mission ziemlich schweigsam gewesen. Doch jetzt ging Major Kenney neben Jack.

„Was meinen Sie, werden wir am Ziel antreffen, Colonel?“, fragte er.

„Ich weiß es nicht, Major! Daniel hatte sich bisher noch nie so merkwürdig verhalten. Aber ich rechne mal mit dem schlimmsten und das wäre halt ein Goa'uld, der sich hier irgendwo mit seinen Jaffa breitgemacht hat“, antwortete Jack.

Zwei Stunden später näherten sie sich einem kleinen Wäldchen. Vorsichtig pirschten sie sich heran, da die Gefahr bestand, dass zwischen den Bäumen der Feind lauerte. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten sie die ersten Bäume. Aufmerksam gingen sie durch den Wald, der an dieser Stelle bereits nach zweihundert Metern wieder endete. Am Waldrand kauerten sie sich nieder und beobachteten das Geschehen vor ihnen.

In der Ferne stand ein heller, rechteckiger Palast mit zwei Kuppeltürmen. Ein großes Tor wurde von insgesamt vier Wachen flankiert. Trotz ihrer Ferngläser konnten sie aus dieser Entfernung nicht erkennen, wessen Palast es war. Allerdings näherte sich eine Jaffa-Patrouille ihrer Position. Sie kamen offensichtlich vom Palast und würden in einiger Entfernung links an ihnen vorbei in den Wald gehen. Das Team hielt den Atem an, denn sie durften jetzt kein Geräusch verursachen und die Jaffa auf sich aufmerksam machen. Sie würden nur in den Palast gelangen, wenn sie nicht vorher entdeckt wurden.

Teal'c konnte die Embleme auf der Stirn erkennen. Als die Jaffa weit genug entfernt waren, kroch Teal'c nahe an Jack heran.

„O'Neill!“

„Ja, Teal'c? Was ist?“, fragte Jack.

„Ich habe erkannt, wessen Jaffa das waren!“

„Und?“, fragte Jack ungeduldig.

„Es sind die Jaffa von Olokun!“

„Olokun? Der Olokun, dem diese Ashnan dient?“, fragte Jack ungläubig.

„Korrekt, O'Neill!“

„Ich denke, dass Ashnan etwas mit Daniel angestellt hat, was ihn dazu getrieben hat, Olokuns Heimatplaneten aufzusuchen. Freiwillig würde er so etwas nie tun, Sir!“, meinte Sam aufgeregt.

Jack drehte den Kopf und sah in Sams blaue Augen.

„Carter, da gebe ich ihnen Recht. Ich sehe das genauso“, erwiderte Jack.

„Wie wollen wir vorgehen, Colonel?“, fragte Major Kenney.

„Hm.... Ich denke wir sollten zuerst das Gebäude weiträumig umrunden und einen Nebeneingang suchen, der vielleicht nicht so im offenen Gelände liegt und nicht so scharf bewacht wird, wie das große Tor.“

Der Major nickte zustimmend und wenige Augenblicke später waren sie unterwegs.
 
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