Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

CrAzY CaNdY

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Willy Wonka
08.07.2009
20.08.2016
66
129.872
14
Alle Kapitel
298 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
08.07.2009 1.246
 
Hallo?
Oh ja hallo....ob ihrs glaubt oder nicht...ich lebe noch O.O
Ich weiß nicht,, wie lange es her ist, als ich das letzte Kapitel hochgeladen hatte, aber es muss wohl eine halbe Ewigkeit her sein. Ich weiß nicht wieso ausgerechnet heute, aber es hat mir in den Fingern gejuckt und ich hatte Lust gehabt weiterzuschreiben. Ich kann noch nicht sagen ob das wieder nur eine Phase ist...das Kapitel ist auch nicht besonders lang. Und es ist auch nicht das beste, was ich bisher geschrieben habe. Ich glaube ich brauche etwas Zeit wieder ins Schreiben reinzukommen, wenn ihr versteht, was ich meine.
Ich frage mich sowieso, ob das jemand hier noch lesen wird, der schon ewig auf eine Fortsetzung warten und es vllt sogar schon aufgegeben hat. Nunja. Hier ist sie. Auf eine Beschreibung,was bisher geschah verzichte ich diesmal. Ich hoffe ihr erinnert euch noch einigermaßen ;)

_______________________________________
The Escape

„Mr. Wonka, Mr. Wonka.“ Eine von etwa geschätzten zwanzig Reportern versammelten sich um Willy und hielt das Mikrophon in seine Richtung „Wie äußern Sie sich zu den momentanen Vorwürfen gegen Sie?“, fragte sie mit penetrantem Lächeln. Tausende von Blitzlichter flackerten ringsum auf, um ein gutes Foto von dem Chocolatier zu erhaschen.

Es war eine Video-Aufzeichnung von einem Interview mit Willy, das gestern erstmals im Fernsehen gesendet wurde und ich hatte sie mir bestimmt schon 23 Mal angesehen. Auch beim 24. Mal hüstelte Willy verlegen und versuchte danach das überzeugendeste Grinsen aufzusetzen, das ihm wohl möglich gewesen war.
„Natürlich ist nichts davon wahr.“, antwortete er, als wäre es eine bloße Beleidigung diese Frage überhaupt gestellt zu bekommen.
„Und wie, glauben Sie, sind diese Gerüchte dann zustande gekommen?“, hakte die blonde Reporterin nach und zog dabei unmerklich eine Augenbraue höher.
„Woher soll ich das wissen?“, meinte Willy unwirsch und rückte dabei seinen Hut zurecht. „Vielleicht hatte jemand Spaß daran mir zu schaden oder es wurden die falschen Schlüsse gezogen.“
„Die falschen Schlüsse woraus, Mr. Wonka?“ Diese gezielte Fragerei war Willy sehr unangenehm, das merke man ihm sofort an. Nach passenden Worten suchend blickte er nervös durch die Zuschauermenge, die sich um das Spektakel versammelt hatte. Die lästige Reporterin starrte ihn ungeduldig an.
„Es gibt da...“ Er ließ eine sehr lange theatralische Pause. Auch das Publikum schwieg neugierig um die Antwort zu erfahren und die Reporter hielten noch immer eifrig ihre Mikrophone in die Höhe, gespannt darauf was nun folgen würde. Das einzige wahrzunehmende Geräusch war das Blitzlichtgewitter der Kameras. „...ein Mädchen.“, beendete Willy seinen Satz mit dem Blick ins Leere gerichtet. Es war schwer zu sagen, was er in diesem Augenblick gedacht hatte.
Ein Raunen ging durch die gesamte Menge und verbreitete sich wie ein Lauffeuer.
Und danach...prasselten ungefähr hundert weitere Fragen auf den Chocolatier ein: wie alt war das Mädchen, wo kam sie her, wie war ihr Name und noch weitaus mehr. Doch Willy sagte nichts weiter. Es war genug. Er hatte alles gesagt, was gesagt werden musste.


Ich schaltete den Fernseher ab. Noch immer konnte ich nicht glauben, dass Willy es nun bekannt gegeben hatte. Heute waren die Zeitungen natürlich voll von Schlagzeilen á la „Geheimnis gelüftet- Wonka hat eine Freundin“ oder „Amerikas berühmtester Chocolatier macht Geständnis“.
Mein Dad war natürlich nicht begeistert von alledem, doch immerhin gab es diesmal keine Moralpredigt. Anscheinend hatte er schon damit gerechnet, dass bald so etwas geschehen würde.  
Seit dieser Bericht im Fernsehen kam, war kein Lebenszeichen mehr von Willy zu mir gedrungen. Er hatte sich völlig verschanzt in seiner Fabrik. Ich hatte mehrmals versucht ihn anzurufen, doch niemand nahm den Anruf entgegen. Heute Morgen war ich sogar bei der Fabrik gewesen. Da Sonntag war und ich keinen Schlüssel besaß, klingelte ich nach langem Zögern vorne an dem riesigen Tor und kam mir dabei ganz schön albern vor. Natürlich machte mir, wie schon erwartet, keiner auf. Enttäuscht ging ich wieder nach Hause und schaute mir seitdem die Videoaufzeichnung von gestern an. Ich dachte so vielleicht herausfinden zu können, warum er sich plötzlich nicht mehr meldete. Hatte ich etwas falsch gemacht? Doch ich kam zu keinem Schluss, was das hätte sein können. Hatte er es sich plötzlich anders überlegt und wollte nun nichts mehr mit mir zu tun haben?


Auch am darauffolgenden Tag hatte ich noch immer nichts von ihm gehört. Langsam machte ich mir wirklich Sorgen um ihn. Doch ich hatte heute nach der Schule Dienst und hoffte da vielleicht näheres zu erfahren. Das erste was ich tun würde, war an seine Bürotür zu klopfen. Mit diesem Gedanken, sprintete ich sofort nachdem die Klingel ertönte aus dem Schulgebäude und rannte geradewegs zur Fabrik. Völlig entkräftet kam ich dort an und war schon auf dem Weg zu Willys Arbeitszimmer, als eine Gestalt vor mir erschien.
„Charly!“, fuhr Judy mich erschrocken an. „Willst du eine Medaille gewinnen oder warum rennst du hier die Gänge entlang als ginge es um dein Leben?“
„Judy, ich hab jetzt keine Zeit.“, keuchte ich. „Hast du Willy gesehen?“
„Willy? Nein, wieso?“ Ich stöhnte auf. Natürlich hatte sie ihn nicht gesehen. „Meinst du wegen den Zeitungsartikeln?“
„Ja, das auch. Judy. Könntest du Henry Bescheid geben, dass ich vermutlich etwas später komme? Es ist wirklich wichtig!“, versuchte ich ihr klar zu machen und blickte sie eindringlich an.
„Okay gut.“,seufzte Judy, wenn auch nicht vollkommen überzeugt.
Ich bedankte mich und setzte meinen Weg fort. Als ich da war, überkam mich ein seltsam flaues Gefühl. Doch ich nahm all meinen Mut zusammen und hämmerte so laut ich konnte gegen die schwere Tür.
Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis die Tür geöffnet wurde. Doch es war nicht Willys Gesicht, was mir entgegenblickte. Es war das von Henry.
„Oh...ist Willy da?“, entgegnete ich sichtlich verwirrt.
„Nein, tut mir Leid, Charlotte. Er hat sich frei genommen. Ich bin sozusagen seine Stellvertretung bis er wieder da ist.“
Ich glaubte mich verhört zu haben.
„Frei genommen? Willy?“, stammelte ich. „Sie meinen....er hat Uuurlaub?“ Das Wort wollte mir kaum über die Lippen kommen, so absurd war es in Verbindung mit Willy.
„So hab ich das zumindest verstanden. Er hat nur einen Zettel hinterlassen mit der Anweisung hier alles zu managen, so lange er weg ist.“, erklärte Henry sachlich.
„Und wie lange ist er weg? Und wo soll er überhaupt sein. Ich mein, er wohnt doch hier.“
„Ich weiß leider nicht viel mehr als du. Nämlich nichts außer das, was ich dir bereits gesagt habe. Ich kann dir nicht weiterhelfen.“ Er blickte mich entschuldigend an und mir kam wieder die peinliche Situation in den Sinn, wo er Willy und mich beim küssen erwischt hatte. Das alles kam mir jetzt jedoch wie ein Traum vor, so lange schien das schon her zu sein.
„Okay, trotzdem danke.“, sagte ich und versuchte mich an einem Lächeln. „Ich geh dann mal an die Arbeit.“

Henry nickte nur und schloss dann die Tür. Da stand ich nun da. Verwirrt, verärgert, besorgt....alles zur gleichen Zeit. Was dachte sich Willy dabei? Wo war er hingegangen? Und wann würde er wiederkommen?
Mir kamen die Tränen. Die tiefe Verzweiflung in mir ließ sich kaum in Worte fassen. Am liebsten wollte ich nach Hause und mich in meinem Bett ausheulen. Was dachte er sich dabei, mich einfach so hier zurückzulassen, ohne mir Bescheid zu geben, was Sache war. Er ließ mich einfach im Ungewissen. Nach dem Interview im Fernsehen vor zwei Tagen dachte ich, dass nun alles gut wird, doch ich hatte mich getäuscht. Es wurde schlimmer. Viel schlimmer.
___________________________

Und? Was sagt ihr?
Ein paar Reviews wären echt nett :D
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast