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CrAzY CaNdY

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Willy Wonka
08.07.2009
20.08.2016
66
129.872
14
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
08.07.2009 2.769
 
Schonwieder ein Kapitel, das nach einem Song benannt wurde. "Roll With The Punches" von Lenka. (eine tolle Sängerin übrigens).Es bedeuted übersetzt sowas wie "Die Dinge so nehmen, wie sie sind" oder "mit etwas klarkommen und es akzeptieren".Ich finde Songs sind immer äußerst inspirierend für Kapiteltitel.^^
Ich werde versuchen diese Woche noch ein bisschen zu Schreiben, weil ich ab 5.März meine Fahrschule beginne und damit voll ausgebucht bin xD Wünscht mir Glück :)
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57.Roll With The Punches

“Nicht zu fassen”, empörte Zoey sich aufgebracht. “Diese blöde Greenwald hat mir eine 5 gegeben. Dabei hab ich dieses Mal sogar gelernt für ihren idiotischen Mathetest.”
Zoey zerknüllte wutentbrannt den Zettel und warf ihn im Vorbeigehen in einen Mülleimer.
“Vielleicht solltest du deine Hausaufgaben nicht immer von Martin machen lassen.”, schlug ich vorsichtig vor.
“Ach komm schon. Würdest du deine Hausaufgaben noch selbst machen, wenn dein Freund es besser könnte?”
Dazu müsste er es erstmal besser können, dachte ich und musste an Willys misslungenen Versuch denken mir bei den Mathehausaufgaben zu helfen. Doch da ich Zoey noch nichts von meiner Beziehung mit ihm erzählt hatte, verkniff ich mir den Kommentar.
“Nimm’s nicht so schwer, ich habe auch nur eine 4 bekommen.”, versuchte ich sie aufzuheitern.
“Ich hasse die 11te Klasse jetzt schon. Schon die Farbe der neuen Schuluniformen ist völlig daneben. Blau hat wenigstens zu meinem Teint gepasst. Dieses Rot-Schwarz steht mir kein bisschen, findest du nicht auch? Ich seh darin aus wie einer von der englischen Leibgarde der Queen.”
Ich zuckte zur Antwort mit den Schultern.
“Wenigstens müssen wir keine Fellhüte tragen und den ganzen Tag ernste Mienen ziehen.”
“Hier gibt es auch nicht gerade viel zu lachen.”, erwiderte sie, knallte ihre Schultasche auf den Stuhl und ließ sich dann daneben auf ihren Sitzplatz fallen. Die Stunde begann und unsere Geografie Lehrerin erläuterte eine Aufgabe, in der wir in Teams eine Straße unserer Stadt analysieren mussten.
“Jedes Team sucht sich eine Straße aus, von denen die ich euch zur Wahl stelle. Ihr lauft dann nach und nach die Geschäfte ab und befragt die Mitarbeiter nach dem Geschäftsführer, Besitzer, Gründungszeit und Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens.”, erklärte sie den Schülern euphorisch. “Ich  lasse das jedes Jahr von den Schülern machen und es ist erstaunlich dann festzustellen, was sich nur in ein paar Jahren verändert in unserer kleinen Stadt. Vor ungefähr 15 Jahren haben die Schüler von damals mit den Aufzeichnungen begonnen. Ihr könnt also eure anschließenden Berichte mit den alten vergleichen und eure Schlüsse daraus ziehen. Auf die Auswertung gibt es dann ebenfalls eine Note.” Nachdem sie noch eine Weile geredet hatte, forderte sie uns auf uns in Dreier-oder Viererteams zusammenzufinden. Zoey und ich schauten uns an und sie kam  dann sofort zu mir hinüber. Da ein Mädchen übrig war (sie war nicht besonders beliebt), mussten wir sie in unserer Gruppe aufnehmen. “Ich habe bereits die Namen der verfügbaren Straßen an die Tafel geschrieben. Entscheidet euch also möglichst schnell für eine davon und gebt mir Bescheid.”

Ich überflog schnell die Liste mit den Namen und mein Blick blieb ungewollt bei der Cherry Street hängen.
“Ich bin für die Cherry Street. Dort gibt es eine Menge kleiner Läden.”
“Ja, was aber auch heißt, dass wir viel schrieben müssen.”, meinte Zoey etwas abgeneigt. “Nehmen wir lieber eine kurze Straße mit wenigen Geschäften.”
Ich stöhnte.
“Lassen wir doch einfach Amber entscheiden.”
Als sie ihren Namen hörte, blickte Amber überrascht auf. “Was soll ich entscheiden?”, fragte sie aufgekratzt.
“Welche Straße wir nehmen.”, rief Zoey unüberhörbar laut.
Das Rothaarige Mädchen warf einen irritierten Blick an die Tafel und kniff konzentriert die Augen zusammen.
“Versuchs mal damit.” Zoey griff nach der Brille, die vor Amber auf dem Tisch lag und hielt sie ihr vor sie Nase.
“Ohh Danke.”, seufzte sie. “Ich bin praktisch blind ohne meine Brille.”
“Und schwer von Begriff wohl auch.”, meinte Zoey zähneknirschend.

Amber schien es allerdings relativ egal zu sein, welche Straße wir nahmen und so entschieden wir uns letztendlich doch für die Cherry Street, die zum Glück noch nicht an ein anderes Team vergeben wurde. Zu dritt machten wir uns dann mit einem Notizblock und einem Stift auf den Weg in die Cherry Street.
“Fangen wir am besten auf der einen Straßenseite an. Vielleicht bei ‘Terry’s Tierparadies’.”, sagte ich und war schon unterwegs dahin. Die anderen beiden folgten mir schweigend. Es dauerte lange bis wir genügend Interviews zusammen hatten, um daraus eine gescheite Analyse durchzuführen, vor allem weil einige so unfreundlich waren und uns keine Auskunft geben wollten, solange ihr Chef es nicht erlaubte.
“Erinnere mich daran, dass ich nie wieder diese Apotheke betrete.”, redete Zoey auf mich ein. “Diese schrullige Frau dort verkauft einem bestimmt nur Sachen mit gemeinen Nebenwirkungen an ihre Kunden. Vor der würd ich mich in Acht nehmen.”
“Du bist paranoid.”, antwortete ich und kritzelte etwas auf den Zettel.
“Sie hatte Ähnlichkeiten mit meiner Tante Helen.”, entgegnete Amber mit piepsiger Stimme. “Vor der hatte ich schon als Kind so viel Angst, dass ich mir immer die verrücktesten Krankheiten ausgedacht habe, bevor sie zu Besuch kam. Aber dann hat sie mir immer widerwärtige Medizin mitgebracht, von der ich dann erst richtig krank geworden bin. Das war eine hinterhältige Rache von ihr. Sie konnte mich nämlich nie leiden.”
“Irgendwie kann ich Tante Helen verstehen”, wisperte meine Freundin mir zu. Allerdings fand ich, dass es ein Wenig fies von ihr war so von Amber zu reden. Sie war zwar ein bisschen schusselig, aber sonst eigentlich ganz nett.  

Sam, der Kioskbesitzer, mit dem mein Dad befreundet war, war froh mich zu sehen und schenkte uns dreien jeweils einen Kaugummi, nachdem er uns fast zehn lange Minuten enthusiastisch die Entstehungsgeschichte seines Kiosks erzählt hatte.
Als wir dann vorm Candy Store standen, dem letzten Laden auf unserer Liste, war ich ein Wenig nervös. Es war eigentlich unnötig hineinzugehen, weil ich bereits alles über ihn wusste, was wir für die Analyse brauchten, doch ich wollte es mir nicht nehmen lassen hineinzugehen.
Amber ging mit geschlossenen Augen hinein und murmelte leise etwas vor sich hin.
“Du darfst nichts essen. Nein, Amber. Davon wirst du dick. Das sind viel zu viele Kalorien.”
Ich brauchte nur Zoey anzusehen, um zu wissen, was sie darüber dachte und ich war bemüht nicht in einem Lachkrampf auszubrechen.
“Hi Wendy.”, begrüßte ich die junge Frau hinter dem Thresen.
“Charly!”, rief sie überrascht. “Kommst du auch mal wieder hierher?”
“Ja, allerdings nur für eine Schulaufgabe. Wir müssen die Chery Street analysieren.”
Sie lachte.
“Na das klingt ja wirklich spannend.”, sagte sie ironisch. “Ich hab gehört in der Fabrik läuft es gut.”
“Ich denke schon.”
“Ich beneide dich. Ich hätte auch so gerne dort gearbeitet.”, schwärmte Wendy.
“Ach du kannst eigentlich froh sein. Im Candy Store ist es viel aufregender. Hier hat man wenigstens noch mit den Kunden zu tun. In der Fabrik ist man von der Außerwelt abgeschnitten.”, versuchte ich sie aufzuheitern.
“Das wird zumindest Willy gefallen. Er ist ja praktisch ein Einsiedler.”
“Ähm ja.”, hüstelte ich. “Ich denke er ist glücklich mit seinem neuen Arbeitsplatz.”
“Wenn ihr wollt spendier ich euch eine Tafel Schokolade.”, bot sie an.
“Oh nein, oh nein, nur keine Schokolade.”, flehte Amber und vergrub ihr Gesicht in den Händen.
“Her mit der Schokolade!”, grinste Zoey. “Das wird lustig.”
Nachdem Zoey Amber die nächste halbe Stunde mit der Schokolade terrorisiert hatte, machten wir uns auf den Weg in die Schule zurück, wo wir unsere Notizen überarbeiten und ergänzen sollten.
“Hab ich dir schon erzählt, dass ich gestern mein Vergrößerer bekommen habe?”, erzählte mir Zoey, als wir zu dritt über unseren Unterlagen saßen. “Jetzt hab ich endlich alles zusammen und kann alle meine Fotos selbst entwickeln. Ist das nicht cool?”
“Oh wow, das würd ich zu gerne sehen.”
“Dann komm heute Nachmittag zu mir. Ich kann dir zeigen, wie man das macht und dann kannst du’s selbst ausprobieren.”
“Also ich weiß nicht… heute Nachmittag?”
“Du musst doch heute nicht arbeiten, oder?”, fragte sie.
“Nein, das nicht.” Aber eigentlich wollte ich zu Willy, was ich ihr jedoch nicht sagen konnte. Nicht jetzt jedenfalls. Allerdings wäre dieser Nachmittag vielleicht eine gute Gelegenheit ihr davon zu erzählen. “Also gut, ich komme.”, entschied ich schließlich.
“Schön, so gegen um 4?”
“In Ordnung.”

*

Um 4 Uhr stand ich dann vor dem großen Haus der Winters und klingelte.
Das Hausmädchen öffnete die Tür.
“Hallo, ich möchte gerne zu Zonefey.”
“Miss Winter ist bereits unten im Keller und wartet auf Sie.”, sagte sie und nahm mir meine Jacke ab.
“Das klingt wirklich gruselig.”, erwiderte ich und nahm dann die Treppe, die nach unten führte. Ich war noch nicht oft dort unten gewesen, aber für einen Keller, wo andere ihre überschüssigen Sachen bis an die Decke stapelten, war es bei den Winters immer außergewöhnlich aufgeräumt. Ich öffnete die Tür, doch es war ziemlich düster.
“Bist du wahnsinnig? Mach die Tür zu.”, zischte  mir eine Stimme aus der Dunkelheit entgegen. Schnell schloss ich die Tür hinter mir.
“Bist du das, Zoey?”
“Nein, ich bins, Dracula.” Sie zerrte an meinem Arm und zog mich von der Tür weg.
“Das erklärt dann auch, warum du hier im Dunkeln hockst.”
“Also Charly.”, sagte Zoey. “Erste Lektion: dies ist eine Dunkelkammer und deshalb muss es für gewöhnlich dunkel sein, verstehst du?”
“Da oben brennt aber eine kleine rote Lampe. Was ist damit?”
“Das ist eine Dunkelkammerbeleuchtung. Schwarz-Weiß-Filme sind nur blau und grünempfindlich, deshalb benutzt man eine Rotlichtlampe für die Entwicklung. Für Farbfilme hab ich allerdings noch eine Lampe mit grünem Licht.”
“Anscheinend kennst du dich gut aus.”, stellte ich beeindruckt fest.
“Ich habe fast alles über Fotografie und Fotoentwicklung gelesen und jetzt bin ich bestens ausgerüstet. Allerdings hast du gerade mein Fotopapier belichtet. Das kann ich jetzt wegwerfen.”
“Tut mir Leid.”, erwiderte ich tonlos.
“Zum Glück hab ich eine Großpackung Fotopapier bestellt.”
Allmählich gewöhnte ich mich an die schwache Beleuchtung und konnte Zoeys Umrisse in der Düsternis besser ausmachen.
“Komm schon.”, forderte sie mich auf. “Ich zeig dir, wie ich das Fotopapier belichte. Ich hab vorhin schon alles richtig eingestellt am Vergrößerer. Der Rest ist eigentlich ein Kinderspiel.” Sie stand vor dem Gerät und legte das Fotopapier in einen Rahmen unter das Objektiv des Vergrößerers. Anschließend drückte sie auf einen Knopf auf einer Uhr, die direkt daneben lag. Plötzlich erschien das Bild in leuchtender Form auf dem Fotopapier. Es war ein Bild von mir und Zoey. Und ich erkannte sofort, dass es auf der Eröffnungsfeier gemacht worden war. Ich erinnere mich daran, dass Ruby es aufgenommen hatte, als wir zusammen an unserem Tisch saßen.
“Wow.”, murmelte ich fasziniert. Das Licht verschwand nach ein paar Sekunden wiederund Zoey nahm das Papier aus dem Rahmen.
“Jetzt kommt der chemische Teil.”, meinte sie und steuerte eine lange Arbeitsplatte an, auf der vier Schalen mit Flüssigkeiten standen. Zoey betätigte wieder eine Uhr, die einer Eieruhr nicht ganz unähnlich war und tauchte das Fotopapier mit einer Zange in die Flüssigkeit der ersten Schale. “Das Entwicklerbad.”, erklärte sie. “Es macht das latente- das heißt das unsichtbare Bild auf dem Papier sichtbar. Allerdings dauert das ein Bisschen.”
Als die Uhr ertönte, zog Zoey das Foto mit der Zange wieder aus der Schale und ließ es abtropfen. Und tatsächlich. Das Bild war bereits sichtbar.
“Nächster Halt: Stoppbad.”, fuhr Zoey fort und ließ das Papier ins nächste Bad gleiten. “Und zum Schluss kommt das Fixierbad, damit es länger haltbar gemacht wird und dann kommt das Bild in die Wässerung, um die Restchemie herauszuwaschen.”
Das Foto war jetzt bereits in der dritten Schale. “Du kannst jetzt das Licht einschalten.”
Ich tastete neben der Tür nach dem Lichtschalter und musste den Raum dann erst einmal im Hellen betrachten. Alles war vollgestellt mit Messbechern, Glasgefäßen und Chemiebehältern. Ich stellte mich wieder neben Zoey und beobachtete, wie sie das Papier ins Wasser legte.
“Das ist ein schönes Bild von uns.”, sagte ich.
“Find ich auch.”, stimmte sie mir zu.
“Zoey, ich muss dir was sagen.”, meinte ich plötzlich, weil ich es nicht mehr aufschieben wollte. “Es geht um Willy und mich, also…”
“Ihr seid zusammen.”, sagte sie und lächelte mich an, während mir meine Gesichtszüge entglitten.
“Woher weißt du das?”
“Ich bin doch nicht blind, so wie unsere liebe Amber. Du warst in den letzten Wochen wie verwandelt. Um genau zu sein seit der Eröffnungsfeier. Manchmal sitzt du im Unterricht da, starrst mit abwesendem Blick an die Tafel und lächelst in dich hinein.”
“Du beobachtest mich während des Unterrichts?”, fragte ich brüskiert.
“Wenn es wieder besonders langweilig ist, dann schon.”, gab sie unbefangen zu. “Ich bin allerdings ein bisschen verärgert, dass du mich nicht eher informiert hast. Ich dachte wir wären gute Freundinnen.”
“Ich denke ich habe dich früh genug informiert, da wir erst seit gestern zusammen sind.”
Jetzt wirkte sie verwundert.
“Okay, das hatte ich nicht erwartet.”, sagte sie. Dann stahl sich wieder ein Lächeln in ihr Gesicht. “Allerdings freu ich mich für dich. Dein erster Freund. Und auch noch dein Chef. Du bist ein wirklich böses Mädchen.”
Ich senkte beschämt den Kopf.
“Das ist doch kein Verbrechen.”, nuschelte ich.
“Das nicht, aber ein kleiner Skandal ist es schon. Die Presse freut sich bestimmt über Neuigkeiten von unserem talentierten Chocolatier. Darauf kannst du Gift nehmen. Und die nehmen garantiert kein Blatt vor den Mund. Ich glaube du hast dich da auf keine einfache Sache eingelassen, Charly. Du darfst nie vergessen, dass er berühmt ist.”
“Keine Sorge. Das vergess ich bestimmt nicht.”, knurrte ich. Ich wusste natürlich, dass meine Freundin recht hatte, aber trotzdem mochte ich ihre Moralpredigt nicht. Da kam ich mir gleich vor, als würde ich mit meinem Dad reden. Zoey nahm das Bild endlich aus dem Wasser und hing es zum Trocknen mit einer Klammer an eine Leine.
“Zu blöd, dass ich noch keinen Trockner habe. Es dauert ziemlich lange bis die Fotos von alleine völlig getrocknet sind.”, sprach Zoey vor sich hin.
“Es ist komisch jetzt plötzlich einen Freund zu haben. Ich weiß nicht genau, wie ich mich jetzt gegenüber ihm verhalten soll. Muss ich jetzt jeden Tag zu ihm gehen und ihm beim Arbeiten zusehen? Ich meine, ich bin gerne bei ihm, aber es ist nicht gerade sehr spannend nur in seinem Büro herumzusitzen. Ich weiß nicht, wie er sich das vorgestellt hat.”
Zoey blickte mich an und runzelte die Stirn.
“Er kann doch auch mal zu dir kommen. Unternehmt etwas zu zweit. Geht miteinander aus und habt Dates. Amüsiert euch. Plaudert miteinander oder küsst euch… ganz gleich. Du bist nicht dazu gezwungen nur zu ihm zu gehen. Eine Beziehung ist immer etwas zweiseitiges. Ein Geben und Nehmen, wie bei Geschäftspartnern, nur dass es nicht um Finanzen geht. Aber so in etwa ist das auch. Wenn er mit dir zusammen sein will, wird er doch wohl auch etwas mit dir unternehmen wollen.”
“Wenn du das sagst, klingt das einfach.”, seufzte ich.” Allerdings vergisst du, dass wir gerade weil er eben berühmt ist, uns nicht einfach auf der Straße sehen lassen können. Alle würden sofort bescheid wissen.”
“Das wird sich auf Dauer nicht vermeiden lassen, Charly.”, meinte sie ernst. “Diesen Kompromiss müsst ihr wohl beide eingehen, wenn ihr euch liebt.”

Ich lehnte mich auf die Arbeitsplatte und dachte nach. Sie hatte wieder einmal Recht. Es würde wohl nicht lange dauern bis irgendjemand herausfand, dass wir ein Paar waren. Schon in dem Artikel über die Eröffnungsfeier wurde darüber spekuliert. Was sie jetzt brauchten, war nur noch eine Bestätigung ihrer These. Das war wohl auch der Grund, weshalb Willy sich in letzter Zeit nie draußen aufhalten wollte. Er wollte nicht gesehen werden. Schon gar nicht mit mir. Es war offensichtlich, dass er wieder Angst hatte es könne ihn in ein schlechtes Licht rücken. Schließlich war er eine Art Vorbild für eine Menge Kinder da draußen, die seine Süßigkeiten und ihn verehrten. Andererseits war es doch normal, dass er in seinem Alter eine Freundin hatte. Dafür konnte man ihn ja nicht verurteilen. Ich war mir allerdings nicht sicher, wie die Sache aussah, wenn sie herausfanden, dass ich seine Angestellte war.
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Ich habe Zoey ein Hobby gegeben, von dem ich Dank meiner Ausbildung zur Fotolaborantin viel Ahnung habe...irgendwie hab ich sie sofort als Fotonärrin gesehen. Es passt gut zu ihr, wie ich finde.

Achja, und ich hab ja schonmal gesagt, dass ich mich immer von Dingen aus meinem eigenen Leben inspirieren lasse. Die Straßenanalyse mussten wir damals auch in Geografie machen. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich fand es irgendwie lustig das mit einzubringen. Dialogmäßig lass ich mich immer etwas von den "Gilmore Girls"-Gesprächen inspirieren, obwohl meine natürlich nicht halb so witzig sind.

Reviews sind wie immer gern gesehen...nur keine Scheu ;)
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