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Hogwarts kocht

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P16 / Gen
02.07.2009
24.12.2010
58
40.941
 
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Dieses Kapitel
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02.07.2009 826
 
Mal wieder ein Getränk, muss ja auch sein.. Von Schlingpflanze:

Kalte Sherry-Bowle

Ruhe ist im Schloss eingekehrt. Die Schüler waren alle draußen und genossen die letzten Strahlen der Herbstsonne. Doch plötzlich war ein Poltern zu hören und eine Treppe kam aus einem Turm herunter.
Sybill Trewlany setzte erst einen Fuß auf die Treppe, vergewisserte sich, dass keiner in der Nähe ist, und  setzte den zweiten. Doch als sie dann Schritte im Turm vernahm, zog sie schnell beide zurück. Es sollte sie keiner sehen, denn sie hatte morgens eine schwarze Katze vor dem Schloss gesehen und das konnte einfach nichts gutes verheißen. Die Schritte verstummten wieder und sie kletterte schnell die Treppe hinunter. Bald war Halloween, das Schloss war dekoriert und an jeder dritten Ecke sah sie deshalb eine schwarze Katze. Diese bedeuten zwar nichts schlechtes, dennoch war sie sehr nervös, als sie die Gänge entlangging.
Sie bog um eine Ecke und war bald in der Eingangshalle. Sie spänte hinunter ob sich wer darin aufhielt. Doch auch hier war niemand zu sehen. Sie packte die Gelegenheit am Schopf und ging los. Gerade als sie die Halle schon halb durchquert hatte öffnete sich das Portal.
Severus Snape zog einen Schüler am Ohr in Richtung des Kerkers. “Wag es nicht noch einmal, in der Dunkelheit auf dem Schulgelände herumzulaufen!” Sybill hatte Glück, Severus war so mit sich selbst beschäftigt, dass er sie gar nicht beachtete.
Schnell huschte sie aus der Eingangshalle. Zielsicher steuerte sie einen Korridor an, doch als sie um eine Ecke bog, stand sie in einer Sackgasse. Doch in ihr Gesichtsausdruck zeigte keine Regung.
Sie stellte sich vor das Portrait mit der Obstschale und streckte einen Arm aus. Sicher viele hätten bei diesem Anblick gelacht. Doch Als Sybill die Birne kitzelte sprang eine Türe auf und gewährte ihr den Eintritt in die Küche. Sofort kamen drei Hauselfen auf sie zugerannt. "Was können wir für Sie tun?"
"Ich brauche dringend ein paar Zitronen!" gab sie zur Antwort. "Und Wein, am besten von der Mosel. Und ich brauche einen Sparschäler."
"Miss Trewlany, das tut uns schrecklich Leid, aber wir haben keine Sparschäler mehr. Misteriöser Weise sind alle verschwunden. Wir brauchen die übrigens auch nicht. Aber hier ist der Wein und die Zitronen. Wenn Sie uns jetzt bitte entschuldigen würden, bald ist Halloween und wir haben viel zu tun. "Ja, Halloween, ich weiß", murmelte Sybill.
Sie nahm den Wein und die Zitronen und ging wieder durch die Türe hinaus. Das gibt es doch nicht, dass die Küche keinen Sparschäler mehr hat, dachte sie. Woher krieg ich jetzt so einen? Ihr kam eine Idee. Vielleicht dort, wo alle Dinge sind, die irgendwann auf komischen Weise verschwanden.
Sie setze sich wieder in Bewegung nahm Treppe für Treppe. Sie ging wieder nach oben. Besser gesagt auf direktem Weg in den 7. Stock.
Sie stellte sich vor eine leere Wand, schloss die Augen und ihre Stirn legte sich in Falten. Dann erschien eine Tür und sie ging schnell hinein. Sie steuerte ein Regalfach an und griff nach einer kleinen Flasche. Sie setzte an und stutzte. Sie hatte keine Lust auf Sherry-pur. Sie wollte doch ihr Lieblingsgetränk herstellen. Sie stellte die Flasche wieder hin und dachte nach. Wo zum Teufel soll ich hier einen Sparschäler finden?
Als hätte der Raum sie gehört, fiel ihr Blick plötzlich auf eine Schublade in der nähe. Sie steuerte darauf zu, fasste zum Griff und zog sie auf. Na also! Sie hatte ihren Sparschäler gefunden. Schnell nahm sie ihn heraus. Nun hatte sie alle Zutaten zusammen. Sybill schälte die Zitronen spiralenförmig und außerdem ganz dünn. Jetzt wollte sie die Zitrone in ihr Bowlegefäß füllen. Doch dann bemerkte sich, dass sie keins hatte. Sollte ihr schöner Plan scheitern?
Hektisch schaute sie sich im Raum der Wünsche um. Plötzlich fiel ihr ein Lichtreflex an der Wand auf. Woher der wohl kommen mag? Sie schaute sich um, sah zuerst das Fenster und dann das Goldfischglas. Von da kommt das also..
“Goldfischglas”, murmelte sie, “gar nicht so schlecht”. Doch dann erinnerte sie sich an den nächtlichen Traum. Ein Goldfisch hat ihre Aura zerstört. Sie handelte schnell.
Mit zügigen Schritten ging sie hinüber zum Goldfischglas packte den Goldfisch und ging hinüber zum Fenster. Es gab nur eine Möglichkeit. Sie öffnete es und warf den Goldfisch kurzerhand aus dem Fenster.
Das Wasser goss sie gleich hinterher. Dann hielt sie ihr Bowlegefäß in den Händen. Es konnte weitergehen. Sie packte nun die Zitronenschalen in das Gefäß und goss sie mit 350ml trockenem Sherry auf.
Nun musste sie das ganze 20 Minuten ziehen lassen. Solange wollte sie aber nicht warten. Sie nahm ihren Zauberstab und schwenkte ihn kurz in der Luft. Dann konnte es weiter gehen. Sie nahm den Moselwein und füllte das Glas damit auf.
Sie rührte noch einmal um, roch daran und füllte sich das erste Glas ab. Sie setzte an, trank einen  Schluck und seufzte genusserfüllt.
So kann man einen Herbstabend doch genießen.
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