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Resurrection, damnit!

von LeS Lenne
GeschichteHumor / P18 / MaleSlash
Seishiro Sakurazuka Subaru Sumeragi
02.07.2009
07.01.2011
18
25.130
 
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02.07.2009 423
 
Es sah alles noch aus wie immer. Nur dass ihm jetzt der raue Stoff des Sofas auf eine ganz neue Art und Weise gefiel. Seishirou ließ seine Krallen in ihn sinken und zupfte behäbig und satt die einzelnen Fäden heraus. Sie verfingen sich in seinem Fell, aber das störte ihn nicht. Im Gegenteil; sich zu putzen war eine sehr entspannende Tätigkeit. Er rollte sich auf den Rücken und ließ den Schwanz langsam Kreise in die Luft malen. Inzwischen konnte er seinen neuen Körper beherrschen. Die Katzengedanken waren noch immer störend. Es hatte aber auch etwas Gutes, immer auf den vier Tatzen zu landen. Ob er wohl als Katze nur noch acht Leben hatte, weil eines verbraucht war? Oder womöglich war sie schon öfter gestorben, bevor er in den Körper gefahren war? Vielleicht lag darin der Grund, für die mehreren Leben einer Katze. Dass immer wieder ein neues Bewusstsein in den Körper einfloss, bis der Körper davon so zerstört war, dass es nicht mehr weiterging.
"Katze?" Subarus Stimme drang von der Haustür bis ins Wohnzimmer.
Seishirou miaute, um ihn zu sich zu locken. Das gelang ihm sogar. Anfangs war das schwerer gewesen. Da hatte er Subaru kratzen und beißen müssen, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Inzwischen lebten sie seit drei Monaten zusammen im Sakurazukamori-Anwesen und hatten sich aneinander gewöhnt.
Seishirou schnurrte bei dem Gedanken. Das wäre in seinem Menschenleben nie gegangen. Zumindest war er davon ziemlich überzeugt. Genaues sagen konnte man dazu aber nicht, das war ihm selbst klar, und manchmal, wenn er nachts Katzenträume träumte, dann stellte sich in diesen diese Frage und wurde doch nie beantwortet. Es war frustrierend.
Subaru ließ sich neben ihm auf die Couch sinken. Er starrte auf den zerkratzten Stoff. "Du sollst das nicht machen."
"Miau!" Seishirou sprang in Subarus Schoß und rollte sich dort ein.
Subarus Hand war kalt, als er sie auf Seishirous Rücken legte und ihn träge kraulte. Blut verklebte Seishirous Fell. Er schüttelte sich und fauchte leise.
"Ob er wohl sauer wäre, wenn er das sehen würde?"
Seishirou miaute; das bedeutete: nein. Natürlich konnte Subaru ihn nicht verstehen, soweit war er schon längst gekommen. Aber den Reflex zu antworten abzuschalten war überraschend schwierig.
Subaru hob ihn hoch, vor sein Gesicht und starrte ihn an. An den Tatzen hingen immer noch Couchfäden. Seishirou schüttelte die Pfoten, um sie loszuwerden. Es funktionierte nicht wirklich.
Subaru schmunzelte und zog die Fäden heraus. Ohne dass er es hätte kontrollieren können, schnurrte Seishirou. Er war auf dem richtigen Weg!
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