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Sohn des Vierten

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Hinata Hyuga Kakashi Hatake Naruto Uzumaki Sai Sakura Haruno
02.07.2009
29.11.2009
32
142.165
21
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02.07.2009 4.207
 
Wieder einmal saß er allein in den Zweigen eines Baumes. Verborgen vor den Augen der anderen Dorfbewohner. Keiner konnte seine Gefühle nachvollziehen. Keiner seine Weigerung verstehen sich dem Unausweichlichen zu beugen. Für einen Ninja gehörte der Tod zum täglichen Leben. Natürlich wusste er das, aber er hatte nie ihre Leiche gesehen. Es stand lediglich das Wort des Hokage für ihren Tod. Und dem neuen Hokage vertraute er nicht. Dieser Mann würde ohne mit der Wimper zu zucken lügen. Erst recht, wenn er dadurch glaubte ihn unter Kontrolle halten zu können. Ihn, der ein Held des Dorfes war. Und zwar einer, der noch am Leben war.
Durch seinen Sieg über Pein war er in eine Position geraten, in der ihm der Hokage nichts anhaben konnte. Das ganze Dorf würde ihn lynchen. Doch was nutzte es ihm ein Held zu sein, wenn die Person, die er liebte, fort war? Sie war auf Patrouille gewesen. Er hatte nicht mitgehen dürfen. Es war zu gefährlich, wenn er das Dorf verließ, wenn Akatsuki auf ihn träfe. Als ob er mit denen nicht fertig würde. Immerhin hatte er ihren Anführer besiegt. „Wo bist du nur? Du fehlst mir so sehr.“ Naruto legte seinen Kopf auf die angewinkelten Beine.

„Und du bist sicher, dass er hier ist Sai?“ fragte Sakura ihren Teamkameraden. „Ja, immer wenn er wieder seinen Gedanken nachhängt, zieht er sich in die Krone eines der Bäume hier am Fluss zurück.“ „Er kann sie einfach nicht loslassen, nicht wahr?“ „Nein, dafür liebt er sie zu sehr.“ „Es tut mir echt leid, aber die Anbu haben berichtet, dass den Angriff niemand überlebt haben kann. Ich wünschte es wäre anders, aber er muss endlich akzeptieren, dass Hinata tot ist. Nur dann kann er weiter machen.“ „Du weißt doch wie stur er ist. Ohne einen Beweis, wird er sich mit ihrem Tod nicht abfinden.“ Sakura nickte betrübt. Sie und Sai erreichten den Fluss. „Naruto, bist du hier?“ rief Sakura.

Er hob seinen Kopf. Seine Teamkameraden waren auf der Suche nach ihm. Sai und Sakura. Auch sie hatten sich mit Hinatas Tod abgefunden und versuchten ihn ebenfalls zu überzeugen, dass es keine Chance mehr gebe, dass sie den Angriff überlebt hätte. Doch warum waren sie auf der Suche nach ihm? Da sie ihn sowieso finden würden, konnte er auch zu ihnen hinunter springen. Er ließ sich vom Ast rutschen und landete vor seinen beiden Kameraden. „Ihr habt mich gesucht?“ fragte er müde. „Ja, wir haben mal wieder eine Mission. Du darfst mit, allerdings müssen uns Kakashi und Yamato begleiten, damit der Hokage dich gehen lässt.“ „Besser als hier zu versauern.“
Die drei liefen zum Büro des Hokage und meldeten sich bei Danzou. Kakashi und Yamato waren bereits anwesend. „Wie ich sehe, seid ihr nun vollzählig. Es geht um eine A-Mission. Wir haben Nachricht erhalten, dass es an der Grenze zwischen dem Feuerreich und dem Regenreich zu Übergriffen feindlicher Ninjas gekommen ist. Amegakure bestreitet mit den Vorfällen etwas zu tun zu haben. Wir haben Antrag gestellt im Regenreich Nachforschungen anstellen zu dürfen um die Schuldigen zu finden, jedoch hat uns Amegakure strenge Auflagen gestellt, wen sie ins Land lassen.“ Danzou war anzusehen, dass ihm diese Kröte, die er offensichtlich hatte schlucken müssen, gar nicht schmeckte. „Die Anführerin von Amegakure hat verfügt, dass lediglich das Team von Naruto Uzumaki ins Land gelassen würde, jedes andere würde als Feind betrachtet.“ „Da wir die Schuldigen für die Angriffe finden müssen, erhältst du eine Sondergenehmigung zum Verlassen des Dorfes Naruto. Nach Beendigung der Mission gilt wieder, dass du dich nur innerhalb des Gebietes von Konoha aufhalten darfst.“ „Verstanden“ antwortete Naruto monoton.

Sie standen nun am Tor von Konoha. „Endlich kann ich das Dorf mal wieder verlassen“ meinte Naruto. Ein wenig von seiner sonstigen Fröhlichkeit kehrte in seine Stimme zurück. Sakura und Sai werteten das als Hoffnungsschimmer. Es war nicht gut, dass Naruto immer nur über dem Verlust Hinatas brütete und keine Möglichkeit hatte sich abzulenken. „Sag mal Naruto, welche Beziehung besteht eigentlich zwischen dir und der Anführerin von Amegakure?“ fragte Kakashi. „Das erzähle ich euch, wenn wir außerhalb der Reichweite des Dorfes sind“ antwortete er knapp und sprang los um von den Mauern, die ihn derzeit so sehr einengten, wegzukommen.

Nach drei Stunden Reise ließ Kakashi das Team anhalten, um kurz eine Pause zu machen. „Also Naruto, wir dürften jetzt weit genug vom Dorf entfernt sein, dass du offen sprechen kannst“ meinte Yamato. „Das stimmt wohl. Also meine Verbindung zur Anführerin von Amegakure. Es ist so, dass sie mir den gemeinsamen Traum von Yahiko und Nagato, ihren beiden besten Freunden anvertraut hat. Konan, Nagato und Yahiko waren genau wie ich Schüler von Jiraiya. Wir alle versuchen Frieden in dieser Welt der Shinobi zu schaffen, wie ihn Jiraiya herbeigesehnt hat.“ „Moment mal, eine ehemalige Schülerin von Jiraiya?“ fragte Kakashi ihn erstaunt. Naruto nickte nur. „Wann hast du sie denn kennengelernt?“ Naruto hatte diese Frage befürchtet. Aber er wollte seine Freunde nicht anlügen. „Im Kampf gegen Pein. Sie war das weibliche Mitglied der Akatsuki, die im Dorf waren um mich zu fangen. Und damit ihr euch nicht aufregt, die ist nach dem Tod von Nagato, der der echte Pein war, aus der Organisation ausgetreten. Ihre Verbindung zu Akatsuki war Nagato. Übrigens, der Körper von Pein, der die Fähigkeit hatte, Dinge anzuziehen und wegzuschleudern, war Yahikos Leiche. Das hat sie mir gesagt, als wir uns getrennt haben. Sie wollte die Körper ihrer toten Freunde in Amegakure begraben.“ „Ist da noch mehr, was wir wissen sollten, bevor wir nach Ame gehen?“ fragte Kakashi. „Nicht dass ich wüsste. Konan ist nun die Anführerin des Dorfes, weil Nagato tot ist. Er hatte die Position vorher inne. Das ist der Grund, warum nur ein Team in dem ich mich befinde, ins Land gelassen wird. Aber ich hätte mal eine Frage an dich Sensei Kakashi.“ „Was für eine denn Naruto?“ „Du warst doch der Schüler des vierten Hokage, nicht wahr?“ „Ja, das ist richtig.“ „Könntest du mir mehr über ihn erzählen? Nicht nur, was für ein toller Ninja er war, sondern auch was für ein Mensch er war?“ „Das kann ich machen, aber warum interessierst du dich so für ihn?“ „Weil er mein Vater war.“
„Wie bitte, du bist Sensei Minatos Sohn?“ fragte Kakashi. „Woher weißt du das Naruto?“ fragte Sakura aufgeregt. „Als ich die Kontrolle über Kyubi verloren habe, weil ich dachte Pein hätte Hinata umgebracht, war ich kurz davor das Siegel das ihn in mir einsperrt, zu lösen.“ „Das also war der Grund, ich habe auf meiner Hand gesehen, dass immer mehr Schwänze erschienen sind und habe mich zu Tode erschrocken, als sie plötzlich auf neun stiegen.“ „Ja ich konnte einfach den Schmerz nicht mehr aushalten und der Fuchs hat das ausgenutzt. Er sagte, er würde mir helfen und diejenigen bestrafen, die meinen Schmerz verursachten. Als ich jedoch schon die Hand am Siegel hatte, erschien in meinen Gedanken der vierte Hokage. Er riss mich vom Siegel weg. Da hat er mir gesagt, dass ich sein Sohn bin.“ „Aber wir konnte er dieses Monster nur in seinem eigenen Sohn einsperren?“ fragte Sakura entrüstet. „Er sagte, er hätte keine andere Wahl gehabt. Er würde glauben, dass ich eines Tages die Kraft von Kyubi kontrollieren könnte und dass ich im Kampf gegen dieses Akatsuki Mitglied mit der Maske ohne spezielle Fähigkeiten keine Chance hätte. Dieser Typ hat damals Kyubi beim Angriff auf Konoha kontrolliert und hat alle Manöver meines Vaters vorausgesehen. Es muss sich um einen unglaublich starken Kämpfer handeln. Stärker als Pein. Nagato wurde nur von ihm ausgenutzt durch seinen Hass auf Konoha.“

„Was weißt du denn bisher über deinen Vater Naruto?“ fragte Kakashi. „Nur dass er der vierte Hokage war und das Dorf vor Kyubi gerettet hat, dabei allerdings sein eigenes Leben verlor. Ich kenne weder seinen Namen, noch den meiner Mutter. Ich weiß nicht mal, von wem ich den Namen Uzumaki bekommen habe.“ „Na gut ich schlage vor, wir setzen uns, die Geschichte kann länger dauern“ sagte Kakashi. Die anderen nickten und machten es sich so gut es ging auf Baumstämmen bequem. Also, fangen wir mit den Namen an. Der Name deines Vaters war Minato Namikaze. Deine Mutter hieß Kushina Uzumaki. Sie haben sich kennengelernt, als Kushina mit ihrem Team während der Chunin-Prüfungen nach Konoha gekommen ist. Sie haben sich ziemlich gefetzt, wenn ich die Geschichten richtig im Kopf habe. Ich war zu dem Zeitpunkt noch ein kleines Kind. Als ich dann mit Obito und Rin in das Team von Sensei Minato kam, war er noch nicht mit ihr zusammen. Sie lebte bei ihrer Familie im Strudelreich. Sensei Minato war ein wunderbarer Mensch und ein unglaublich starker Shinobi. Wie du weißt, hat er das Rasengan entwickelt. Er hatte jedoch auch eine ganz besondere Kunst, die ihm seinen Spitznamen einbrachte. Er konnte sich anhand von speziellen Kunais wie diesem hier“ er holte ein seltsam geformtes Kunai, das drei Klingen hatte und leicht verbogen war, aus seiner Tasche und zeigte es Naruto und den anderen „die er als Markierungen benutzte, mittels Raum-Zeit-Ninjutsu durch die Gegend teleportieren. Dieses Kunai hier hat er mir zu meinem Antritt als Jonin geschenkt. Dass ich es immer bei mir hatte, hat mir bei einer Mission das Leben gerettet, weil er sich zu mir teleportiert hat, um mich und Rin zu retten.“ „Wie lautete der Spitzname meines Vaters?“ fragte Naruto nach. „Er wurde Yellow Flash genannt. Äußerlich bist du ihm ziemlich ähnlich, deine Haarfarbe und die Augen hast du definitiv von ihm geerbt.“ „Wenn er dem Vierten so ähnlich sieht, warum hast du dann nicht vorher schon vermutet, dass Naruto sein Sohn ist?“ fragte Sai. „Weil mir der dritte Hokage gesagt hat, dass der Sohn meines Senseis beim Angriff von Kyubi gestorben ist.“ Sakura und Sai sahen sich entsetzt an. Wieso hatte der Dritte so eine Lüge verbreiten lassen?
„Ich weiß schon, was ihr sagen wollt, ihr fragt euch warum der Dritte es immer geheim gehalten hat, nicht wahr?“ fragte Naruto seine Freunde. „Ja, die Frage drängt sich einfach auf, nicht wahr?“ sagte Sakura. „Mein Vater meinte, er hätte es getan um mich zu schützen. Wenn bekannt geworden wäre, dass ich der Sohn des Vierten bin, hätten es viele Feinde auf mich abgesehen gehabt. Schon allein deshalb, weil er so unglaublich stark war.“

„Nun ja, das wäre soweit erst mal das, was über deinen Vater als Ninja zu sagen wäre. Wir waren später auf einer Mission an der Grenze des Strudelreiches, als wir auf Kushina mit ihrem Team trafen. Sensei Minato hat sich ziemlich gefreut sie wieder zu sehen. Vor allem, weil aus dem frechen Mädchen, dass er aus der Prüfung kannte, eine schöne junge Frau geworden war. Deine Mutter hatte dunkelrote Haare, die ihr weit den Rücken hinunter reichten. Wir hatten ein paar Schwierigkeiten mit feindlichen Ninjas, die es darauf abgesehen hatten, deine Mutter zu entführen um mit ihr ihren Vater zu erpressen, doch sie waren deinem Vater nicht gewachsen. Er entschied den Kampf in Sekundenschnelle für uns. Kushina nahm uns aus Dankbarkeit mit zu ihr nach Hause. Dort staunten wir nicht schlecht, weil keiner von uns damit gerechnet hatte, dass wir im Haus des Fürsten des Strudelreiches landen würden. Nachdem Kushina ihm die ganze Geschichte erzählt hatte, dankte er uns überschwänglich für die Rettung seiner jüngsten Tochter.“ Sakura unterbrach Kakashi kurz. „Das würde ja bedeuten, Kushina war eine Prinzessin des Strudelreiches, nicht wahr?“ „Ja, das stimmt Sakura. Dazu war sie der Liebling ihres Vaters, auch wenn er sich dauernd wegen ihres übermütigen Charakters Sorgen um sie machen musste. Sie wollte einfach nicht wie eine Prinzessin behandelt und wie ein rohes Ei im Palast eingesperrt werden. Sie wollte mit ihren Freunden zusammen das Strudelreich beschützen. Sie wollte eine von ihnen sein.“ „Scheint so, als ob Naruto einige ihrer Charaktereigenschaften geerbt hätte“ meint Yamato.
„Sensei Minato traf sich häufig abends mit Kushina. Obito, Rin und mir war völlig klar, dass er sich Hals über Kopf in Kushina verliebt hatte. Nach einiger Zeit mussten wir zurück nach Konoha. Immerhin herrschte Krieg und wir wurden dort gebraucht. Kushina überredete schließlich ihren Vater sie mit nach Konoha gehen zu lassen. Auch sie hatte sich in Sensei Minato verliebt und wollte ihn nicht verlieren. Da er nicht bleiben konnte, war die einzige Möglichkeit, dass sie zusammen sein konnten, dass sie ihm in seine Heimat folgte. Dafür stellte sie sogar ihren Wunsch zurück das Strudelreich als Ninja zu beschützen. Nun ja, nach einer Woche kamen wir schließlich wieder in Konoha an und die Ankunft Kushinas war das Top Gesprächsthema. Der dritte Hokage nahm sie freundlich als Kunoichi in Konoha auf. Es war eine einmalige Chance die Beziehungen zum Strudelreich zu intensivieren. Hochzeiten, die Reiche miteinander verbanden, wurden seit jeher begrüßt, da sie ein guter Weg waren, Bündnisse zu sichern. Der Dritte spekulierte auf eine baldige Heirat der beiden. Allerdings sollte das noch dauern. So tapfer dein Vater im Kampf auch war, in Sachen Liebe hatte er nicht wirklich eine Ahnung.“ „Erinnert mich an Naruto“ meinte Sai nachdenklich. „Hey, was meinst du damit wieder Sai?“ fragte Naruto beleidigt. „Das sogar er schneller geschaltet hat als du, was die Gefühle von Hinata für dich betraf du Depp“ meinte Sakura. Sofort bedauerte sie Hinata erwähnt zu haben. Narutos Stimmung verschlechterte sich augenblicklich. „Naruto, es tut mir leid, ich wollte dich nicht daran erinnern. Ich weiß, wie sehr du sie vermisst.“ Sakura senkte den Blick. Warum nur hatte sie geredet ohne nachzudenken? „Ich werde sie finden. Ich weiß, ihr glaubt mir nicht, dass sie noch lebt, aber ich werde nicht aufgeben und sie suchen. Vielleicht finde ich schon auf dieser Mission eine Spur. Aber ich glaube einfach nicht, dass sie tot ist. Nicht bevor mir jemand ihre Leiche zeigt.“ Naruto sah seine Teamkameraden entschlossen an.

Kakashi hielt es für besser mit der Geschichte fortzufahren. „Nun ja, Kushina zog auf jeden Fall zu Sensei Minato ins Namikaze-Anwesen. Da der Namikaze Clan seit jeher ziemlich klein gewesen war, lebten die Mitglieder der Familie in ein paar Häusern an der westlichen Mauer Konohas. Dein Vater war der Sohn des Oberhauptes des Clans und galt als absolutes Genie. Seine Eltern freuten sich sehr, als ihr Sohn ihnen seine Freundin vorstellte. Bisher hatte er sich von den jungen Frauen im Dorf eher belästigt gefühlt auch wenn er immer sehr höflich die Bitten um ein Date abgelehnt hatte. Irgendwann endete auch der dritte Ninja Weltkrieg und eine Epoche des relativen Friedens brach an. Schließlich hat er nach Jahren Kushina gefragt ob sie ihn heiraten will, sie hat ja gesagt. Dann merkte sie, dass sie mit dir schwanger war Naruto. Die beiden entschieden sich dafür, nach deiner Geburt zu heiraten, weil Kushina in ihrem Hochzeitskleid eine gute Figur machen wollte. Als sie etwa im vierten Monat schwanger war, wurde Sensei Minato zum vierten Hokage ernannt. Das war der Grund, warum Orochimaru das Dorf verließ. Jiraiya versuchte noch ihn aufzuhalten, doch er ließ sich nicht zurückholen. Er hatte die vierte Generation werden wollen und dass ihn so ein Jungspund wie dein Vater daran gehindert hatte, kratzte an seinem Ego. Das Dorf blühte unter der Regierung deines Vaters auf. Alle erwarteten mit Spannung deine Geburt. Als es dann soweit war, eigentlich hatten alle erst zehn Tage später damit gerechnet, war dein Vater überglücklich. Die Geburt verlief problemlos. Doch dann griff Kyubi Konoha an und alles versank im Chaos.“ Kakashi hörte mit seiner Erzählung auf. Es war nicht nötig weiter zu sprechen. Naruto hatte Tränen in den Augen. „Weißt du was mit meiner Mutter passiert ist?“ fragte er vorsichtig. „Deine Mutter wurde später unter den Toten in Konoha identifiziert. Es war wohl so, dass die Evakuierung des Dorfes zu viel Stress bei ihr ausgelöst hat und sie anfing zu bluten. Ankos Mutter, die in ihrer Nähe war, als es passierte, sagte sie hätte noch versucht mit einem Erdjutsu zu verhindern, dass du und die anderen die aus dem Krankenhaus evakuiert wurden, von Trümmern erschlagen wurden.“ „Verstehe“ sagte Naruto leise schluchzend.

Nach zehn Minuten glaubte Kakashi, wäre es an der Zeit weiter zu gehen. Sie mussten die Grenze bald erreichen. Bevor sie aufbrachen, bat Naruto sie noch um etwas. „Bitte behaltet meine Abstammung zunächst noch für euch. Wenn zum Beispiel Danzou das erfährt, könnte er versuchen es gegen mich einzusetzen.“ „Wie sollte er das schaffen?“ fragte Sakura erstaunt. „Was glaubst du wird passieren, wenn ich ein paar Jahre älter bin und noch stärker werde? Ich glaube er sieht mich jetzt schon als Gefahr an und traut sich nur nicht mir was anzutun, weil ich im Dorf als Held gefeiert werde. Deshalb lässt er mich auch nicht aus dem Dorf raus. Er will mich unter Kontrolle halten. Wenn jetzt rauskommt, dass ich der Sohn des Vierten bin, könnte er mich als Konkurrent für seine Position sehen.“ „Das stimmt“ stimmte Yamato Naruto zu. „Wir alle wissen, wie skrupellos Danzou ist. Und Naruto ist mit seiner Abstammung und seinen Fähigkeiten tatsächlich der logische nächste Kandidat für das Amt des Hokage. Der einzige Punkt, der gegen ihn spricht, ist sein Alter. Die verkalkten Berater der Fürsten werden niemals einen Sechzehnjährigen wählen. Shikaku hat mir berichtet, wie die Versammlung ablief, auf der beschlossen wurde, dass Danzou der Hokage wird.“ „Sag mal Captain Yamato“ begann Sakura „gab es denn keinen Gegenkandidaten zu Danzou?“ „Doch, aber Shikaku wurde von Danzous geschickter Manipulation der Wahrheit ausgebootet. Er hatte jemand anderen vorgeschlagen, der auch bis zu Danzous Verunglimpfung des Dritten ernsthaft in Erwägung gezogen wurde.“ „Wen denn?“ fragte Sakura erneut. „Kakashi.“ „Du wärst auf jeden Fall die bessere Wahl gewesen Sensei Kakashi“ meinte Naruto ernsthaft. „Danke Naruto. Das ehrt mich“ antwortete Kakashi lächelnd. Die Gruppe brach auf.

Wie üblich regnete es in Amegakure. Seit Nagato nicht mehr lebte, gab es auch niemanden mehr, der den Regen steuern konnte. Das bedeutete Pausen vom Regen waren nun extrem selten geworden. Konan saß in ihrem Büro und studierte die Berichte der Grenzposten. Es hatte zwei weitere Angriffe gegeben. Drei der Ninjas aus Amegakure waren dabei leicht verletzt worden, die Angreifer jedoch waren geflohen. In ein paar Stunden sollte das Team aus Konoha die Grenze erreichen. Sie hatte angeordnet, dass man sie umgehend zu ihr bringen sollte. Wenn Naruto dabei wäre, würde sie das Team herzlich begrüßen. Wenn nicht, konnte sich der verdammte Hokage auf eine Lieferung seiner Ninjas in Einzelteilen gefasst machen. Warum nur hatte ausgerechnet Danzou der neue Hokage werden müssen. Dieser Teufel, der mit dafür verantwortlich war, dass Yahiko tot war. Konan nahm den nächsten Bericht zur Hand. Wie erwartet war noch keine Veränderung des Zustands der Komapatientin eingetreten. Vor einer Woche hatte eins ihrer Teams das schwerverletzte Mädchen an der Grenze zum Feuerreich gefunden. Wer sie war, konnte man nicht feststellen. Es war sowieso ein Wunder, dass sie ihre Verletzungen bisher überlebt hatte. Die Ärzte aus Ame hatten ihr Bestes getan um ihr zu helfen. Jetzt lag sie unter Beobachtung auf der Intensivstation. Vielleicht konnte ja das Team aus Konoha sie identifizieren. Es bestand immerhin die geringe Chance, dass sie eine Kunoichi aus dem Dorf war.

„Da vorne ist die Grenze“ sagte Yamato. „Dann sollten wir uns langsam nähern und keine Angriffsposition einnehmen“ erwiderte Kakashi. „Wir brauchen uns gar keine Mühe geben uns zu verbergen, die Ninjas haben uns bereits bemerkt und folgen uns seit einer geraumen Weile unauffällig“ meinte Naruto gelassen. „Woher weißt du das?“ fragte Sakura. „Ich habe meine Fähigkeit Chakra zu spüren während meiner Zwangspause im Dorf ziemlich verbessert. Ich hatte ja durch den Eremiten-Modus einen guten Anhaltspunkt, wie es sich anfühlt. Hey, ich weiß, dass ihr da seid. Kommt raus und zeigt euch. Ihr habt doch den Auftrag uns zu eurer Anführerin zu bringen!“ rief er laut in Richtung der getarnten Ninjas. „Vor den Augen der Gruppe erschienen vier Ninjas mit dem Stirnband von Amegakure. „Ich bin beeindruckt, dass du uns so schnell bemerkt hast. Es ist richtig unsere Anführerin hat uns angewiesen ein Team aus Konoha unter einer bestimmten Voraussetzung nach Amegakure zu bringen.“ „Diese Voraussetzung war, dass ich in diesem Team bin. Mein Name ist Naruto Uzumaki.“ „Kannst du das beweisen?“ fragte einer der Ninjas. „Eure Anführerin hat mir zum Abschied ein Geschenk überreicht. Es handelte sich um einen Strauß Papierblumen.“ „Das ist korrekt, du scheinst der zu sein, der du vorgibst. Folgt uns, wir bringen euch zum Engel.“ Die Ame-Nins liefen voraus, die Konoha-Nins folgten ihnen, nachdem sie sich Regenmäntel angezogen hatten.

Zwei Stunden später standen sie vor den Toren Amegakures. Die Ninjas führten sie durch das Tor. „Beeindruckend wie hoch die Türme hier sind“ meinte Sakura. „Ja, viel höher, als alle Gebäude, die wir in Konoha haben“ stimmte Naruto ihr zu. Den Rest des Weges liefen sie schweigend hinter den Ame-Nins her. „Wir sind da, das ist der Turm unseres Engels. Ich muss darauf bestehen, dass ihr eure Waffen hier am Eingang abgebt. Sie werden euch nach der Audienz zurückgegeben, wenn der Engel so entscheidet. Naruto legte ohne zu zögern seine Kunaitasche und seine Shuriken ab. Zögerlich folgten die anderen seinem Beispiel.
Einer der Ninjas begleitete sie zu einer Tür, die in der Mitte einen Schlitz zu haben schien, vor der er auf einen Knopf drückte. Über der Tür begann eine Anzeige zu leuchten. „Was genau ist das?“ fragte Naruto neugierig. „Das ist ein Aufzug. Damit kann man in die oberen Stockwerke gelangen ohne die Treppen benutzen zu müssen. Es ist eine neue Erfindung, die unser Gott vor seinem Tod gemacht hat.“ „Beeindruckend“ sagte Sai. Ein Tonsignal erklang und die Türen öffneten sich. Der Ame-Nin ging voran, die anderen folgten ihm. Er drückte auf einen Knopf mit der Aufschrift 8 und die Türen schlossen sich. Der Aufzug stieg in die Höhe. Die Konoha-Nins fühlten sich etwas unwohl. Schließlich stoppte der Aufzug und die Türen öffneten sich erneut. Sie waren auf einem Flur hoch oben im Gebäude angekommen. „Folgen Sie mir bitte, ich bringe Sie zum Büro unseres Dorfoberhauptes“ sagte eine Frau, die die Gruppe vor dem Fahrstuhl erwartet hatte. Der andere Ninja drückte erneut einen Knopf im Fahrstuhl und die Türen schlossen sich wieder.
Die Frau führte sie den Flur entlang. Vor einer Garderobe hielt sie an. „Sie können Ihre nassen Mäntel hier aufhängen. Ich denke das Gespräch mit dem Engel wird länger dauern.“ Die fünf taten, was die Frau vorgeschlagen hatte. Anschließend führte sie sie vor eine Tür aus dunklem Holz und klopfte an. „Ja bitte“ hörten sie eine weibliche Stimme rufen. Die Frau öffnete die Tür. „Engel Sama, die Ninjas aus Konohagakure sind eingetroffen.“ „Danke Tami, du kannst dich jetzt zurückziehen, ich werde dich rufen, wenn ich dich brauche.“ Die Frau verneigte sich und verließ das Büro wieder, die Tür hinter sich schließend. „Du bist wirklich gekommen Naruto Uzumaki“ stellte Konan lächelnd fest. „Ja, allerdings. Ich freue mich dich wiederzusehen Konan.“ Naruto trat an den Schreibtisch und reichte Konan die Hand. Diese ergriff sie und erwiderte Narutos Händedruck. „Darf ich dir meine Begleiter vorstellen? Das sind Kakashi Hatake, mein Sensei, Sakura Haruno und Sai, meine Teamkameraden und Yamato der zweite Captain meines Teams.“ „Ich freue mich Sie kennenzulernen. Nehmen Sie doch Platz. Im Sitzen redet es sich leichter.“ Konan deutete auf eine Sitzecke, in der zwei Sofas und drei Sessel standen. Sie kam hinter ihrem Schreibtisch hervor und ging mit der Gruppe hinüber. Sie selbst wählte einen der Sessel. Die anderen beiden wurden von Yamato und Kakashi belegt. Naruto und Sai saßen auf dem einen Sofa, Sakura auf dem anderen. „Euer Hokage“ sie spuckte das Wort fast aus „hat mir eine Nachricht zukommen lassen, dass er um die Erlaubnis bittet Nachforschungen wegen den Angriffen an der Grenze anstellen zu dürfen. Ich möchte dazu sagen, dass auch meine Ninjas in derartige Grenzüberfälle verwickelt wurden und wir einige leicht Verletzte hatten. In den letzten Tagen gab es allein zwei Überfälle.“ „Können Sie irgendetwas über die Angreifer sagen?“ fragte Kakashi. „Leider nein. Wir haben keinerlei Informationen von wo die Angreifer kommen und was ihre Ziele sind. Es sind auch scheinbar nicht dieselben gewesen. Also muss eine größere Gruppe dahinter stecken. Wir haben vor einer Woche eine verletzte junge Frau an der Grenze gefunden. Sie liegt derzeit im Koma auf der Intensivstation unseres Krankenhauses. Wir erhoffen uns von ihr Informationen, falls sie je aus dem Koma erwachen sollte.“ „Wie sieht die Frau aus?“ fragte Naruto aufgeregt. „Ich wollte eure Gruppe sowieso gleich ins Krankenhaus bitten, weil ich hoffe, dass ihr sie identifizieren könnt. Wir konnten nur feststellen, dass sie nicht aus dem Regenreich stammt.“ Konan merkte, dass Naruto auf seinem Stuhl nervös wurde. ‚Kann es sein, dass sie es ist? Ist es möglich, dass sie sich schwer verletzt hierher gerettet hat? Kann ich hoffen sie wieder zu finden?‘ „Was ist los Naruto?“ fragte Konan. Naruto schreckte aus seinen Gedanken auf. „Ich bin auf der Suche nach einer jungen Frau, die mir sehr viel bedeutet Konan. Bitte, können wir schnell zum Krankenhaus gehen? Ich möchte wissen, ob sie es ist.“ Kakashi und die anderen sahen sich bedrückt an. Naruto klammerte sich verzweifelt an jeden Strohhalm. „Natürlich, das lässt sich machen. Wir können über einen unterirdischen Tunnel zum Krankenhaus gelangen, es ist das Gebäude nebenan. Nagato hat den Tunnel anlegen lassen um ohne durch den Regen zu müssen hinüber gelangen zu können.“ „Danke Konan“ sagte Naruto und stand auf.
Kakashi und Yamato zuckten mit den Schultern. Sie konnten die Mission nicht weiter führen, so lange Naruto nicht mitkam. Er war schließlich der einzige, dem die Anführerin Ames traute.
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