Threesome Unison (Axis Powers Hetaria)

GeschichteRomanze / P12 Slash
01.07.2009
01.07.2009
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Hallo, allerseits!

Diesmal möchte ich eine kleine Homage an Axis Powers Hetaria in Form meiner storynahen Interpretation von Folge 5 des Animes veröffentlichen. ^.^
Hierbei habe ich die japanischen Namensbzeichnungen für Deutschland (Doitsu), Norditalien (Itaria Benechiano) und Japan (Nihon) belassen, damit sie auch wirklich wie humane Charaktere erscheinen und als Menschen agieren können - wie in der Serie auch.

Disclaimer: Der Anime Axis Powers Hetaria ist nicht mein geistiges Eigentum. Alle Dialoge sind den Untertiteln entnommene Übersetzungen aus Folge 5 und durch Anfühungszeichen als Zitate gekennzeichnet.

Reviews sind mir immer willkommen. ^.~
Have fun!

Eure Chaos



Threesome Unison

So weit man nur schaute, erstreckte sich das phantastische Blau und streichelte stetig in sanften, anschmiegsamen Schwüngen und leise schleichendem Rauschen das sonnengleißende, schwül flirrende Weiß des samtig feinen Sandstrands, der angenehm unter den bloßen Fußsohlen kitzelte. Das milde Meeresaroma schmeichelte erfrischend in der Nase und die über den Tag leicht gebräunte Haut verströmte den Duft nach Sommersonne. Es war heiß und kaum ein Lüftchen regte sich in dieser friedlichen Südseeinselidylle, die zwingend zum Relaxen einlud.
Diese Situation zu erleben, bedeutete die Erfüllung eines kleinen Traums.
Sie waren zu Dritt in dieser von einer Steilklippe umsäumten Bucht und das unwillkürliche Urlaubsgefühl hatte sie - von dem allzeit sorglosen Itaria Benechiano angesteckt - allesamt gewiss ergriffen. Während Itaria vergnüglich und mit etlichen Wohlbefinden bekundenden Lauten durch die lauen Fluten planschte und strampelte, hatten Nihon und Doitsu die Aufforderungsversuche ihres Bündnispartners, es ihm gleich zu tun, gekonnt ignoriert und vorgezogen, es sich an Land bequem zu machen. Der Blonde saß mittlerweile in schlichter Cappy, Unterhemd und kurzen Militärhosen locker auf einem umgekippten Baumstumpf und beobachtete mit entspannter Aufmerksamkeit den in quietschgelben Shorts schwimmenden Pastaliebhaber, der ihm immer wieder mal enthusiastisch etwas zurief und winkte. Doitsu reagierte dennoch eher in geringem Maße, wenn er es überhaupt für nötig befand, etwas zu erwidern – wenn ihn manche Gesten des anderen insgeheim berührten, so regten ihn die nutzlosen Ergebnisse doch eher auf. Und offenbar war diese Situation für ihn ohnehin so etwas wie ein Survivalcamp statt Ferien und man sah ihm an, dass er sich seinem Freund gegenüber doch irgendwie verantwortlich fühlte, so wie er über diesen wachte.
Nihon seufzte still, derweil er seine beiden Bündnisgenossen so betrachtete. Er gehörte erst kürzlich zu diesem eigenwilligen Gespann und zog es daher vor, zunächst aus wohl gesonnen höflicher Distanz seine Mitstreiter zu analysieren und sich ihnen anschließend allmählich Stück für Stück zu nähern. So sehr ihn Itarias beinahe kopfloses, irrational seltsames Verhalten und Doitsus etwas einschüchternd direkte, ein wenig zu forsche Art doch irritierten, suchte der Schwarzhaarige doch innerlich unweigerlich ihre Nähe. Immerhin erhoffte er sich von dieser Situation auch ein bisschen, dass er die beiden würde besser kennen lernen und ein intimeres Verhältnis zu ihnen würde aufbauen können… Von der idyllischen Umgebung und Itarias Ausgelassenheit beflügelt wagte der zurückhaltende Nihon sich in unaufdringlicher Annäherung zu Doitsu zu gesellen und ihm zu verraten: „Ich wollte schon immer mal so wie jetzt auf einer Südseeinsel entspannen…“ Von dem Blonden erntete er ein feines, zustimmendes Schmunzeln und einen sanften Blick aus sonst allzu ernsten blauen Augen.
Doch so paradiesisch diese unbewohnte, vom Meeresblau isolierte Insel auch war, die zwei waren sich einig, dass sie möglichst bald gerettet werden wollten – der anstrengende Nichtsnutz dort im seichten Wasser hatte ihre Lage nicht einmal verstanden, obschon die gestrandeten Achsenmächte ein riesiges S.O.S. in den Sand gemalt hatten!

Das angenehme Gespräch wandelte sich bald in eine kleine taktische Besprechung, die Doitsu mit einfachen Sandzeichnungen ihrer Kontrahenten und militärisch angehauchten Klatschkommentaren illustrierte. Offenbar durchschaute der hoch gewachsene Blonde die „Liaisons“ und „Beziehungsgeschichten“ der Alliierten ziemlich gut, erwähnte aber die Entwicklungen zwischen ihnen Dreien mit keinem Wort und Nihon fühlte sich still und heimlich ein wenig im Unklaren. Sie hatten ohne Zweifel ein Bündnis geschlossen, als sie bei ihm daheim unter dem Kotatsu den Vertrag unterzeichneten. Doch welcher Natur war dieses nun? Doitsu und Itaria waren scheinbar schon ein Weilchen ganz gute Freunde, aber galt dies auch für Neuling Nihon? Dass er für den Pastafreak wohl bereits fest in dieses Team integriert war, merkte er daran, dass der Brünette ihm in seiner überschwänglichen Art hin und wieder aufdringlicher wurde als ihm lieb war. Und bei Doitsu war er offenbar auch willkommen, da dieser Nihon offen und mit lockerer Freundlichkeit begegnete, was den Asiaten dazu brachte, sich dem Europäer aus eignem Antrieb heraus subtil wie eine sich soeben entfaltende Kirschblüte zu öffnen. Wenn man es so betrachtete, war er still zu derart zarten Banden durchaus geneigt und würde eine eindeutigere Entwicklung in diese Richtung sogar begrüßen, wenn er ehrlich zu sich war…
Aus den Gedankengängen gerissen wandten sich die beiden Gesprächspartner zu dem zweiten Europäer um, als dieser soeben erfreut aufjuchzte: „Geschafft! Pastaaa!“ Doch ganz schön geschockt und etwas entfremdet starrten der Blonde und der Schwarzhaarige auf die irgendwie unwirkliche Szene vor ihnen: Itaria tanzte jubilierend auf einem riesigen Sandberg um eine gigantische, kunstvolle Sandskulptur in Form einer vierfach mannshohen Portion Spaghetti herum. Das Gebilde war dabei so detailgetreu, dass man glatt die ebenfalls skulpturierte Gabel ergreifen und die halb darauf aufgerollten Nudeln verspeisen wollte, wüsste man nicht, dass es sich um klitzekleine, vom Meer fein gemahlene Steinchen handelte! Der infantile, seltsame Kerl war ein laufendes, weltfremdes Mysterium in ihrem Team, was er immer wieder mit diversen Sinnlosaktionen bewies… - und einfach so unglaublich, dass es einem glatt die Worte verschlug.

Später am Abend war es noch immer reichlich warm. Dennoch hatten sich die drei ein Licht in der sternklaren Finsternis entzündet und um das leise knisternde und heiß flackernde Lagerfeuer zusammengerottet, das ihre Gesichter in rotgoldene tanzende Schatten tauchte. Itaria schlummerte bereits selig zusammengerollt und brabbelte manchmal lautstark und zusammenhangslos im Schlaf, als beteiligte er sich gar an Doitsus und Nihons leiser Unterhaltung. Über den Tag war glücklicherweise das Eis zwischen ihnen in der sonnigen Gluthitze geschmolzen und so konnte der Asiat dem Größeren schon mit einem unbefangenen Lächeln von dem Vorschlag für ihren Teamnamen berichten, den sich der Brünette und Nihon ausgedacht hatten: „Wie wäre es mit ‚Suujiku’? Das bedeutet ‚unsere Häuser verbinden sich, und dann dreht sich die restliche Welt ganz um uns’…“ Der Blonde befand dies etwas zögerlich für einen doch recht ungewöhnlichen Namen, doch überzeugte ihn die Aussicht auf das höchst mögliche Ziel. Er lächelte allzu sanft und übersetzte: „Auf Deutsch wäre das ‚eine Achse’.“ „Klingt cool“, sagte Nihon ganz salopp, ehe der schlafende Itaria auch seinen Senf dazu gab und seine Gliedmaßen streckte, derweil er sich dies im Traume allzu bildlich vorstellte.
In trauter Übereinstimmung war ihre Dreiecksbeziehung nun also aussagekräftig getauft – und Nihon war still glücklich darüber, denn es kam ihm gar so vor, als hätte sich dadurch auch sein Verhältnis zu Doitsu geklärt: kam es denn nicht beinahe schon einer unausgesprochenen Bigamie gleich? So konnte er es ohne weiteres genießen, einfach nur schweigend neben diesem am Feuer zu sitzen und gemeinsam aufs unendlich weite Meer zu schauen, derweil sich der infantile Brünette vor ihnen sorglos einkuschelte. Wenn sich der zierliche Asiat dieses Bild noch einmal genauer vergegenwärtigte, kam ihm nun allerdings unwillkürlich eine andere Familienkonstellation in den Sinn, bei welcher er sich schier als Braut vorkam mit einem minderjährigen Südeuropäer als Schutzbefohlenen. Diese Imaginationen verschwieg er allerdings wohlweislich vor seinem erdachten blonden Bräutigam, ehe dieser womöglich noch seine manchmal durchaus zärtlichen Seiten ihm gegenüber zurücknahm und wieder den herrischen, harschen Militär zur Schau trug…
Doch diese Vorstellung war anscheinend nicht ganz so abwegig: unabhängig von einander legten die drei so unterschiedlichen Bündnispartner unterbewusst ein regelrecht einvernehmlich „rollentypisches“ Schlafverhalten an den Tag, während sie an der erloschenen Feuerstelle wie auf einem großen Ehebett aus Sand friedlich bei einander lagen. Dies zumindest konnten die im Gebüsch auf dem Kliff versteckt durch Ferngläser spannenden Alliierten am nächsten Morgen gut bezeugen…
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