Sorry seems to be the hardest word

von Saphy89
GeschichteDrama / P12
Audrey Parker-Nichols Drake Parker Josh Nichols Megan Parker Walter Nichols
27.06.2009
14.12.2010
7
5635
1
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Josh konnte es nicht glauben. Er saß in der Küche und starrte zur Tür. Jeden Moment könnte Drake hereinkommen und ihn mit den neuesten Informationen aufklären. Doch das würde nicht passieren. Langsam bildeten sich Tränen in Josh's Augen, die dann langsam an der Wange herunter liefen. Er konnte es nicht verstehen, wollte es auch nicht. Hinter ihm öffnete sich die Schwenktür und sein Vater, Walter kam herein. Er hatte die schlimme Nachricht bei seinem Fernsehsender erfahren und ist sofort nach Hause gefahren. Ihm traf es auch wie ein Schlag, irgendwie mochte er ja den Racker, obwohl sie kaum miteinander zu tun hatten. Josh drehte sich abrupt um und sah Walter mit Tränen in den Augen an.

Langsam und vorsichtig legte der Vater seine Hand auf die Schulter seines Sohnes. Er konnte Josh nur zu gut verstehen, in seinem Alter hatte er ebenfalls seinen Bruder verloren. Doch er wollte ihn etwas alleine lassen, damit er über den Schmerz hinweg kam. Also schritt Walter an ihm vorbei zum Kühlschrank und nahm die Milch hinaus. Kurz bevor er die Küche wieder verließ, drehte er sich zu Josh. „Wenn du reden möchtest, wir sind immer für dich da.“ Ohne ein weiteres Wort ging Walter aus die Küche und ließ Josh mit seinen Gedanken alleine.

Doch lange hielt es der 20-Jährige nicht aus. Er sprang auf, packte seine Jacke, zusammen mit dem Schlüssel und verließ das Haus. Sinnlos lief er durch die Straßen von San Diego zum nächstliegenden Park. Dort setzte er sich auf eine Parkbank, nahe eines kleinen Sees und starrte auf die Wasseroberfläche. Hier gingen die beiden Brüder im Sommer immer schwimmen, wenn sie kein Geld für den Schwimmpark hatten. Wirklich alles erinnerte ihn hier an Drake. Schnell stand Josh wieder auf und ging im Park weiter entlang.

Dann verließ er ihn und lief Richtung Heimat, doch an der Kreuzung vor dem Haus wurde er aufgehalten. Es war Craig und Eric, die, wie es aussieht, immernoch miteinander zusammen etwas unternehmen. „Hey Josh. Schon lange nicht mehr gesehen? Wie geht es dir denn?“ wollte Eric wissen. Traurig sah Josh die zwei Freunde an und erzählte, was passiert ist. „Drake ist tot?!“ fragte Craig nochmal nach. Beide mochten Drake nicht wirklich, da er sie nur ausnutzte, doch das kam jetzt doch etwas überraschend. Fragen, weshalb er starb wollten sie nicht. Sie versuchten einfach nur es so einfach zu machen wie möglich. Josh nickte den Kopf und ließ ihn dann hängen. Drake fehlte ihm wirklich, nicht nur seine kleine Frechheiten, sondern auf die kleinen Raufereien. Es wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn sie sich nicht gestritten hätten. „Ich bin ja schließlich daran schuld. Hätten wir uns nicht gestritten, wäre er nicht aus dem Haus gestürmt und jetzt tot.“ flüsterte Josh. Den Namen seines Bruders wollte er nicht mehr aussprechen, es tat ihm einfach zu weh. „Jetzt schiebe die Schuld doch nicht auf dich selbst.“ äußerte sich Eric und klopfte auf die Schulter von Josh. „Genau, ich bin mir auch sicher, dass du nicht daran Schuld bist.“ stimmte Craig zu. „Ich habe ihn einen Dödel genannt und dann ist er aus dem Haus gestürmt. Natürlich bin ich Schuld daran.“ berichtete Josh und muss erneut die Tränen zurückhalten, die sich in seinen Augen bildeten. Lange hielt sich Josh auch nicht mehr bei den zwei Strebern, wie Drake sie immer nannte, auf und ging dann weiter, ins Haus hinein.

Die Jacke landete auf dem nächsten Stuhl und der Schlüssel hängte er an die kleine Statue, wo Josh immer seinen Schlüssel einhängte. Dann drehte er sich um und wollte hoch ins Zimmer. Vielleicht verulkte man ihn und Drake würde oben im Bett liegen. Vielleicht war er heimgekommen, als Josh das Haus verließ und es war nur alles ein schlimmer Albtraum.

Langsam drehte Josh den Türknopf um und betrat das Zimmer von sich und seinem Bruder Drake. Alles schien normal zu sein. Drake's Bett war gemacht und es sah sogar so aus, als sei es seit Tagen nicht mehr benutzt worden. Es war schön ordentlich zusammengefaltet, was man von dem jungen Mann eigentlich nie behaupten konnte. Es war auch richtig sauber, wenn man bedenkt, dass der Bruder viel unterwegs war. Doch wer saß da auf der Couch und sah Fernsehen? Josh ging die drei Treppenstufen nach unten und sah sich die Person genauer an. Braune Haare? Konnte dies etwa die 14-Jährige Stiefschwester Megan sein? Nein, sie hatte immernoch lange Haare, diese gingen etwa nur bis zum Hals. Das konnte doch nicht unmöglich... „...Drake?“ fragte Josh leise und unsicher nach. Seine Stimme zitterte richtig. Die Person auf der Couch drehte sich augenblicklich um und Josh traf erneut der Schlag. Es war wirklich sein Bruder Drake, aber nicht so wie er ihn kannte. Er sah extrem blass aus und auch nicht so, ja sichtbar. „Ich... ich dachte, du... du bist tot?“ wunderte sich Josh und wich einige Schritte zurück. Drake stand auf, er war es wirklich in Lebensgröße nur nicht so sichtbar, wie er sonst immer war. „Ich bin auch tot, Josh.“ antwortete er klipp und klar. „Aber... aber...“ stammelte der Schwarzhaarige und zeigte mit dem Zeigefinger auf seinen Bruder. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Drake ging einige Schritte auf ihn zu. Josh schreckte zurück und fiel die Stufen nach oben, wo er sitzen blieb. Die Tränen in den Augen kamen wieder zurück. War er nun völlig verrückt geworden? Er sah seinen eigenen toten Bruder vor sich stehen, als einen Geist.
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