Sorry seems to be the hardest word

von Saphy89
GeschichteDrama / P12
Audrey Parker-Nichols Drake Parker Josh Nichols Megan Parker Walter Nichols
27.06.2009
14.12.2010
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Ein neuer Tag mit Sonnenschein in San Diego. Doch über dem Haus der Familie Parker-Nichols zogen schwarz graue Wolken auf.
Mit voller Wut knallte Josh Nichols die Haustüre zu und stapfte seinem Bruder, der den Autoschlüssel auf die Durchreiche legte, hinterher. „Was fällt dir eigentlich ein, MEINE Freundin zu küssen?“ fauchte der Klassenbeste. Drake drehte sich abrupt um und bäumte sich auf. „Woher zum Geier sollte ich denn wissen. Dass du mit Elisabeth gehst? Bist du nicht mit dieser Kreatur von Mindy zusammen?“ keifte er zurück.

„So ein Schwachsinn! Du weißt doch, dass Mindy in New York aufs Kollege geht. Ich stehe nicht auf Fernbeziehungen, deswegen habe ich Schluss gemacht.“

„Nein, das wusste ich nicht! Woher auch? Du Dödel erzählst mir ja nichts!“ antwortete Drake sachlich. Josh starrte wütend seinen Bruder an. „Hast du mich gerade einen Dödel genannt?“ fragte er nach. „Ja und weißt du was? Das gebe ich dir sogar schriftlich!“ gaffte Drake. Der Hochgewachsene lachte und warf seinem Bruder vor, er wüsste nicht einmal wie man Dödel schriebe.

Wütend blickte der junge Musiker seinen Gegenüber an. Audrey kam näher und wollte die Situation aufklären. Drake wandte seinen Blick nicht von seinem Bruder, er achtete auch nicht auf seine eigene Mutter. Auf einmal stürmte er los, an Josh vorbei, natürlich rempelte er direkt an die Schulter seines Bruders, direkt zur Haustür hinaus.
Josh und Audrey sagen verwundert hinterher. „Was ist denn mit ihm los?“ fragt nun die Mutter, den Blick immernoch zur Tür gewandt. Josh zuckte mit der Schulter. Er wusste auch nicht, was mit Drake los war.

Den ganzen Tag war der junge Musiker unauffindbar, auch am Abend sah Josh seinen Bruder nicht. Er hatte einige Male versucht, ihm auf dem Handy zu erreichen, Fehlanzeige. „Ach er würde schon wieder auftauchen.“ sagte Josh immer wieder zu sich selbst und las wahrscheinlich die Seite in seinem Chemie-Buch zum zehnten Mal. Aber er musste zugeben, er machte sich Sorgen um seinen jüngeren Stiefbruder. Die beiden waren seit nun 5 Jahre Geschwister und der Student kannte seinen Bruder nur zu gut. Nein, er konnte sich nicht mehr auf das Lernen konzentrieren, also schloss er das Buch und machte es sich auf seinem Bett bequem. Langsam wurde er müde, kämpfte aber nicht dagegen an und so schlief er schnell ein.

Der nächste Morgen brach an. Lichtscheine drangen durch das kleine Fenster und schon klingelte der Wecker, der auf dem Schreibtisch von Josh stand. Ein müde wirkender Arm streckte sich und schaltete den nervenden Wecker aus. Josh streckte sich kurz, dann sah er sich um, schon kamen die Erinnerungen an den gestrigen Streit zurück. Ein flaues Gefühl machte sich in der Magengrube breit. „Das kann nichts gutes heißen.“ dachte sich der 20-Jährige und setzte seine Füße auf dem Fußboden ab. Einmal drehte sich Josh nochmal, dort merkte er, dass das Bett von Drake leer war. War er etwa schon früher aufgestanden, nur um mit Josh nicht reden zu müssen?

Verschlafen schlüpfte Josh in seine Hausschuhe und stapfte hinunter in die Küche. Dort saß eine aufgelöste Audrey. „Guten Morgen.“ begrüßte Josh seine Stiefmutter und augenblicklich sah die Angesprochene hoch und wischte sich die Tränen aus ihren Augen. „Morgen Josh.“ flüsterte sie nur, dann brach die Stimme ab. Fürsorglich sah der junge Mann seine Mutter an und fragte, ob alles in Ordnung sei. Audrey schüttelte so schnell ihren Kopf, dass ihre Haare total verwuschelten. „Josh, du... du musst jetzt stark sein.“ stotterte die zweifache Mutter. Verwirrt sah Josh in die weinenden Augen Audreys. Josh fragte weshalb er stark sein musste? War irgendwas mit Oprah passiert? Nein, davon wüsste er sofort Bescheid. „Drake... Drake ist...“ Audrey stockte und brach in Tränen aus. Josh wusste nicht, was mit Drake war, doch er nahm seine Mutter vorsichtshalber in den Arm und strich ihr über dem Kopf. „Drake... ist bei einem Unfall... um Leben gekommen.“ schluchzte sie und vergrub sich in dem Schlafanzugoberteil von Josh.

Drake... tot? Das konnte nicht sein. Josh verstand die Welt nicht mehr. Er hatte den quirligen jungen Mann noch aus die Tür stürmen sehen und jetzt solle dieser plötzlich tot sein? Das war einfach unmöglich. In seinem Kopf stellte sich nun alles auf Standby, Atmung normal ohne nachzudenken, nur ein schwarzes leeres Loch tat sich auf.
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