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Kinder des Mars

GeschichteDrama / P18 Slash
Matian Manhunter
26.06.2009
24.09.2015
4
8.843
 
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26.06.2009 2.603
 
Kinder des Mars


Es erscheint mir noch heute surreal, was damals mit mir geschah. Nur verschwommen erinnerte ich mich daran zurück, wie ich meine Gestalt veränderte.
Ich hatte damals den Auftrag, Dr. Kirk Langstrom zu beschatten, allerdings wurde ich entdeckt, und während eines Kampfes mit ihm zerbrachen die Reagenzgläser mit dem Serum um zu einer Fledermaus zu mutieren. Was ich bis dahin noch nicht ahnen konnte war, dass das Serum verändert worden war, und somit weitaus gefährlicher als der Original. Aufgeschreckt durch die Kampfgeräusche betrat eine Laborantin den Raum. Als sie einen Schrei ausstieß, stieß mein Rücken gegen die Gläser. Ein scharfer Schmerz breitete sich in meinem Rückrat und meinen Eingeweiden aus. Benommen versuchte ich durch ein Fenster nach draußen zu gelangen und drohte zu stürzen, hätte mein Vater mich nicht in diesem Moment aufgefangen. >>Was ist passiert?<< Seine Stimme klang leicht panisch. Unverständliche Worte vor mich hin murmelnd, wurde ich gnädiger Weise bewusstlos. ~ Sie glüht förmlich. ~  >>JLA-Watchtower. Zwei Personen zum beamen. Macht die Krankenstation bereit für einen Notfall!<<

Auf dem Mond angekommen, verlangte Bruce: >>Ich brauche sofort eine Blutanalyse von ihr.<<  >>Ich kümmere mich darum.<< Aufwendig verkabelt lag ich auf der Krankenstation und träumte.
>>Du gehörst mir! Lass uns jagen. Du willst es genauso wie ich.<<   >>Nein. Lass mich.<< Meine Klauen gruben sich in rohes Fleisch, rissen die Bauchdecke auf. Eingeweide schimmerten im Mondlicht. Der Fledermaus lief das Wasser im Mund zusammen. Gerade als sie sich über das Festmahl her machen wollte, wachte ich auf.

Mein Puls beruhigte sich erst, als ich eine angenehm kühle, grüne Hand auf meiner Wange spürte. ~ Sie ist aufgewacht. ~ Der Telepatische Ruf erreichte mein Bewusstsein nur gedämpft. Meine Gedanken fühlten sich vernebelt an. Ich nahm alles wie durch Watte wahr. Noch unter Schock blickte ich J’onn verängstigt an. ~ Ganz ruhig. Dir geschieht nichts. Wir sind bei dir. ~ Mit wir meinte er dass gesamte Team. >>Was ist geschehen? Öffne deinen Geist.<< Seine weiche Stimme durchdrang nur schwer meine Gedanken. Ich musste mich stark konzentrieren, um ihn zu verstehen. Er sah meine Anspannung und legte vorsichtig eine Hand auf meine Stirn. Nachdem er erfahren hatte, was er wissen wollte, blickte er besorgt zu Bruce auf. Dieser hatte die Krankenstation betreten und hielt das Ergebnis der Blutanalyse in der rechten Hand. >>Ihre roten Blutkörperchen werden systematisch zerstört.<< Schweigen folgte. >>Sind dir die Legenden über Vampire bekannt?<< Erschrocken schaute Bruce J’onn ins Gesicht. >>Willst du damit sagen…<<  >>Das sie zum Vampir mutiert? Ja!<<  Der logisch denkende Teil von Bruce’ Gehirn lief Amok. >>Wie können wir ihr helfen?!<<  >>Ich brauche eine Probe des Serums. Vielleicht kann ich so ein Gegenmittel herstellen.<< Wally sprach in die Gruppe, während er die medizinischen Geräte überprüfte. >>Kannst du spüren, wo sich Langstrom befindet, J’onn?<< Eine Pause folgte, während J’onn sich auf das Mischwesen konzentrierte. >>Habe ihn. In einer Villa an der Küste von Kansas.<<  >>Hast du etwas dagegen wenn ich…<< Bruce schaute gehetzt seinen alten Freund an. >>Natürlich nicht. Schließlich geht es um die Familie.<< Während Superman dies sagte bekam sein Blick einen liebevollen Ausdruck. Er wusste was es hieß, wenn man um seine Liebsten fürchtete. Zu oft war Lois in Gefahr geraten.

>>Ich halte es für besser, wenn du nicht alleine das Serum holst.<<  >>Ebenso wie ich.<< Er wandte sich ab und aktivierte das Funkgerät in seinem Ohr. >>Orakel, informiere Nightwing, Robin und Batgirl das ich ihre Hilfe benötige. Sie sollen sich an den folgenden Koordinaten versammeln und weitere Instruktionen abwarten.<<  >>Verstanden Batman.<< Ein Knacken zeigte an, das sie die Verbindung unterbrochen hatte. Kurz darauf knackte es wieder. >>Ja?<<  >>Ich bins. Was ist passiert?<< Es war Dick Grayson. >>Es ist Sarah. Etwas stimmt nicht mit ihr.<<  >>Was genau?<< Dicks Stimme bekam sowohl einen scharfen als auch einen besorgten Unterton. >>Langstrom!<< Stille. Bruce konnte förmlich das Entsetzten spüren, was Dick empfinden musste. >>Hat sie sich…<<  >>Ja! Aber es ist schlimmer als wir dachten.<< Er brachte die nächsten Worte nur schwer über die Lippen. >>Sie ist zu einem Vampir geworden!<<  >>Wie?!<< Dicks Stimme war kalt. Er hatte seine Emotionen zurückgestellt und konzentrierte sich auf die Mission. >>Wir sind uns nicht sicher. Es scheint ein verändertes Serum zu sein.<<  >>Gibt es ein Gegenmittel?!<<  >>Deshalb habe ich euch gerufen! Wir müssen es um jeden Preis bekommen. Ich weiß nicht was sonst passieren wird.<<  >>Hast du etwas dagegen, wenn Babara…?<<  >>Sicher nicht. Schick sie sobald du kannst mit dem Teleporter zu uns.<< Obwohl die Lage mehr als ernst war, genoss er es nach langer Zeit seine Enkelin wiederzusehen.

Auf dem Weg zur Wohnung machte Dick sich Vorwürfe das er seine Frau nicht hatte schützen können. Wie um diese Gedanken abzustreifen, schüttelte er heftig mit dem Kopf. ~Ich muss einen klaren Kopf behalten. Sonst ist Sarah so gut wie tot. Babara soll ihre Mutter nicht verlieren. …Nicht so wie bei mir.~ Auch heute noch dachte er an die Familie die damals verlor. Er war durch und durch ein Kind des Zirkus. Dies sollte sich später bei der Verbrechensbekämpfung als Vorteil herausstellen. Am Anfang noch von Hasss getrieben, lernte er mit den Jahren seine Gefühle unter Kontrolle zu haben. Bruce war seit damals mehr als nur ein Freund für ihn. Er übernahm nach und nach die Vaterrolle und genoss es sichtlich einen Gleichgesinnten an seiner Seite zu haben. Schon früh spürte Dick, das er der einzige war der Bruce davor bewahrte, in den Abgrund zu stürzen. Oder besser gesagt, bewarteten sich sie gegenseitig davor zu straucheln.

Mit Batmans jetzigem Schützling hatte er noch nie zu tun gehabt. Das einzige was er wusste war, das sie schon von Kindesbeinen an zu einer Killermaschine erzogen worden war. Er hatte sich zu Anfang gewundert warum sie nicht sprach, bis Batman ihm später erzählte das sie aufgrund ihrer Killerausbildung das Sprechen nie gelernt hatte. Sie musste schlimmes durchgemacht haben, wenn sie aufgrund dessen nicht sprechen konnte. Noch in diese Gedanken vertieft, spürte er einen Luftzug dicht an seiner Wange. Als er aufblickte, sah er Batgirl vor sich. Er gab ihr mit Körpersprache zu verstehen das sie in der Nähe warten solle. Verstehend nickte sie. Nachdem dies erledigt war, schwang er sich zu seinem Motorrad, das er in der Nähe deponiert hatte. Im Halsbrecherischem Tempo steuerte er auf die Wohnung zu.

Er hatte die Wohnung fast erreicht, als ein großer Schatten drohte, seine Maschine ins Schleudern zu bringen. >>Was zum…?!<< Das einzige was er noch sehen konnte, waren die Schwingen einer Fledermaus. Für Sekunden unter Schock hielt er den Atem an. ~NEIN!~ >>BABARA!<< Der Ruf war ein einziger schriller Schrei. Strauchelnd kam seine Tochter ihm entgegen. Zitternd und mit Tränen im Gesicht, schaute sie ihren Vater verstört an. >>Was, verdammt noch mal, war das?!<<  >>Deine Mutter…. Sie hatte einen Unfall…<<  >>Willst du mir erzählen das… Sie dieses Monster geworden ist?<< Er biss sich auf die Lippen. Nur imstande zu nicken, bestätigte er ihre Frage. >>Großvater möchte dich sehen.<<  >>Aber…!<<  >>Keine Wiederrede!<< Er schwieg lange, bevor er weitersprach. >>Es ist noch nicht mal sicher, das sie überlebt. Ich will dich nicht auch noch verlieren.<< Er weinte bittere Tränen.  >>Daddy.<< Er schaute auf. Seit der Kindheit wurde er von ihr nicht mehr so genannt. Ohnmächtig umarmten sie sich um sich gegenseitig Trost zu spenden. Sich plötzlich erinnernd blickte Babara auf. >>Hier. Es kann euch helfen, sie einzufangen.<< Sie drückte ihm etwas in die Hand das wie ein Peilsender aussah. >>Es ist ein starkes Netz aus Energie. Es wird euch helfen sie unter Kontrolle zu halten.<< Dick nickte entschlossen. Er erinnerte sich das sie mit Johns Hilfe an einem Experiment beschäftigt gewesen war. Genau wie Steel war sie technisch begabt und verbrachte viel Zeit damit neue technische Geräte zu entwickeln. Sie war schon daran gewöhnt die Strecke in seine Werkstatt auf dem Wachtturm zurückzulegen. >>John wird sich sicher auch freuen, dich zu sehen.<< Er rang sich ein Lächeln ab. >>Ja ich weiß.<< Ihre Stimme klang bedrückt. >>Ich bring sie zurück. Das verspreche ich dir.<< Seine Stimme klang entschlossener als er sich fühlte. ~Egal in welchem Zustand.~ fügte er im Stillen hinzu, da er nicht wagte, es laut auszusprechen.
>>Batman, hier Nightwing. Babara ist auf dem Weg zu euch. Was gibt es neues?<<  >>Wir haben das Versteck von Langstrom gefunden. Ich schicke dir die Koordinaten rüber. Sind alle versammelt?<<   >>Nein. Batgirl ist in meiner Nähe aber von Robin wissen wir nichts.<< Eine weitere Stimme klingte sich ein. >>Sorry Leute. Ich sitze bei einer Klassenarbeit fest. Ich kann hier nicht weg. Sonst bleibe ich dieses Jahr schon wieder sitzen.<<  >>In Ordnung. Orakel, versuche Huntress zu erreichen.<< Dies zeigte nur zu deutlich, das wirklich jede Hilfe gebraucht wurde.

Der Mutant kannte nur einen Instinkt: Fressen. Von dem blutigen Geruch einer Schlachterei angelockt landete er auf dem Dach des Gebäudes. Zufällig schaute einer der Schlachter nach oben und schrie. >>Ein Monster!<< ~Du hast keine Ahnung, was ich wirklich bin!~ Der Mutant brachte mit einem Schrei die Fenster zum bersten. Instinktiv warfen sich die Arbeiter der Schlachterei auf den Boden. Die vom Fleischgeruch vernebelten Sinne des Mutanten reagierten langsam als sich ein Arbeiter auf ihn stürzte. Mühelos streifte er den Angreifer ab. Ein kehliges Lachen war zu hören. >>Glaubt ihr ernsthaft, mir schaden zu können?!<<  >>Nicht er … sondern wir!<< Überrascht drehte er sich zu der Stimme um. Batmans Team stand auf dem Dach und schwang sich ins Gebäude. Sarah schrie innerlich um Hilfe. ~Sie können dir nicht helfen. Du gehörst mir!~ Nightwing kam direkt vor Ihr zum Stehen. >>Sarah, Liebling. Komm zurück zu mir. Bitte.<< Er streckte bittend die Hand nach ihr aus. Ihre Augen flehten um Hilfe, die Kreatur jedoch ließ dies nicht zu. Mit einem triumphierenden Brüllen packte sie Nightwing an der Kehle. Röchelnd versuchte er sich aus der Umklammerung zu befreien. Batman gab Cassandra ein Zeichen und diese warf das Netz über den Vampir. Kreischend vor Schmerzen krümmte sie sich zusammen. Noch benommen sog Dick gierig Sauerstoff in seine Lunge. Er meinte für einen kurzen Moment die Stimme seiner Frau zu hören. So nahe als stehe sie in ihrer menschlichen Form direkt vor ihm. >>Hilf mir!<< Es war kaum mehr als ein Flüstern in seinem Kopf. ~Was zum Teufel… Telepathie?!~ Dies alles dauerte nur Sekunden. >>J´onn, bring uns hoch. Sofort.<<  >>Verstanden, Batman. Vorkehrungen wurden getroffen.<<  

Im Watchtower kauerte der Mutant benommen in einem Energiekäfig. Per Telekinese machte J´onn sie bewegungsunfähig. Die Finger auf ihre Schläfe gepresst, versuchte er Sarah ausfindig zu machen. Er fand sie auf dem Boden kauernd, wimmernd vor Angst. Die Bestie stand drohend über ihr, bereit ihre Klauen in ihren Körper zu schlagen. ~BLEIB WEG VON IHR!!~ Sein Befehl ließ die Fledermaus inne halten. Zeit genug, um Sarah wieder die Kontrolle übernehmen zu lassen. Ihr Gesicht war eine einzige Grimasse. ~Tötet mich. Ich will nicht für den Tod Unschuldiger verantwortlich sein. Tötet mich.~ Ihr letzter Satz ging in einem heiseren Schluchzen unter. ~Wir finden einen Weg. Das verspreche ich dir.~ Liebevoll streichelte er ihre Gedanken. Seit ihrer Kindheit hatten sie eine enge Verbindung zueinander. Benommen schüttelte die Fledermaus ihren Kopf. Erst allmählich erkannte sie ihre Liebsten. >>Lasst mich raus. Bitte.<< Ihre Augen, obwohl sie noch immer der Fledermaus gehörten, blickte liebevoll in die Runde. Dies reichte Dick als Aufforderung: er schloss den Käfig auf, öffnete die Tür und half Sarah auf die Beine zu kommen.

Wieder frei, gewann sie ihre alte Stärke zurück. Mit  kräftigen Flügelschlägen erreichte sie den Trophäenraum. Überrascht kam Zauriel näher. >>Sarah? Ich habe gehört was mit dir passiert ist. Kann ich dir irgendwie helfen?<< Sie nickte entschlossen. Sie deutete auf eine alte Zeromienenklinge und Zauriel gab sie ihr. Erschrocken blickte er sie an. >>Jisatsu….?!<< Noch ehe sein Verstand diese Worte begriffen hatte, nahm Sarah ihm die Klinge ab und ging in die hydrophonischen Wälder.
Die Klinge an der Kehle wappnete sie sich für den Tod. >>Darling… bitte… tu es nicht.<< Die Arme flehend nach ihr ausgestreckt, kam Dick auf sie zu. >>Liebst du mich?<< Ihre Stimme klang eiskalt. Es war keine einfache Frage, sondern ein Test. Seine Augen weiteten sich. >>Nein… bitte… verlange das nicht von mir…<< Heiße Tränen nahmen ihm die Sicht auf seine Liebste. >>Ich kann so nicht leben. Nicht mit dem Wissen, dich, Babara oder die Anderen töten zu können. Ich WILL so nicht mehr leben!<<  Sie beide waren niemals sonderlich religiös gewesen, aber er verstand ihre Absicht: Wenn es eine Hölle gab, wollte sie es nicht darauf ankommen lassen, sich dort wiederzufinden. Mit einem verzweifelten Schrei stach er ihr die Klinge ins Herz. Ihr Körper verkrampfte sich einen Herzschlag lang, dann sank sie leblos zu Boden. Noch im Fallen nahm sie ihre menschliche Gestalt wieder an. Zärtlich schloss Dick sie in seine Arme. Ihre Augen strahlten einen letzten Moment Frieden und Bedauern aus. Frieden darüber das sie niemandem mehr schaden konnte und Bedauern weil sie die Menschen die sie liebten im Stich lassen musste.

Als ihr Körper erschlaffte, presste Dick ihren Körper verzweifelt an sich, fast so, als würde seine Liebe ausreichen, ihr neues Leben zu schenken. Ein plötzlicher Schrei ließ ihn aufblicken. >>Neeeeeeeeeeeeiiiiiiin!!!!<< Babara schrie immer wieder. Sie konnte, nein WOLLTE nicht begreifen, das ihre Mutter tot war. Alarmiert durch die Schreie fand sich die Liga augenblicklich in den Wäldern ein. Zauriel zitterte vor Wut. Er biss sich die Lippen blutig. ~Ich hätte es verhindern müssen!~ Geschockt ging Bruce in die Knie. Sollte er wirklich beide Kinder verloren haben?! Jeder in der Liga hatte sie mehr oder weniger gekannt. Sie war eine von ihnen gewesen.


~Wer bist du?~ verwirrt stand Sarah einem entfernt an einem Menschen erinnernden Mann gegenüber. Zumindest glaubte sie das es ein Mann war. ~Morpheus… Ich kenne dich, nicht wahr?~  ~Nein, aber meinem Bruder.~ Das letzte Wort spie er wie einen Fluch aus. ~Warum bin ich nicht im Jenseits?~  ~Das Schicksal hat größeres mit dir vor.~
Ich wusste nicht, was mit mir passieren sollte. Unschlüssig folgte ich ihm, ohne zu Wissen was das Schicksal für ein Spiel mit mir vorhatte.
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