Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Brave Starr: Oneshots

von Meg-Giry
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
21.06.2009
11.06.2011
27
29.897
2
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.06.2009 659
 
Zur Abwechslung wieder ein kleiner OS - mit den Charas die ich mir wie immer nur mal eben ausborge, gebrauche und wieder zurückstelle. *gg*


FELSSTURZ


Mit einem lauten Grollen bricht der Tunnel direkt vor mir zusammen. Nur dank meiner Pumakräfte kann ich noch zurück weichen. Dennoch fügen mir kleine Felsbrocken viele Schrammen zu.
Nun bin ich gefangen, gefangen in der Dunkelheit mit einer Laterne – deren Energie bald aufgebraucht sein wird. Der Rest meiner Ausrüstung liegt unter den Trümmern begraben.
Mein Ausgang aus dem Höhlenlabyrinth ist einmal gewesen. So inspiziere ich die beiden anderen Wege.
Bei jedem Geräusch fahre ich zusammen. Immer wieder packt mich die Furcht, es könnte ein neuer Steinschlag entstehen, oder gleich die ganze Höhle zusammenbrechen.
Meine „Ausgänge“ scheinen auch nur Sackgassen zu sein. Beide sind sehr eng und ich kann ihr Ende nicht erblicken. Ein kalter Schauer läuft mir beim Gedanken, in einem dieser schmalen Spalten stecken zu bleiben, über den Rücken.
Nein – lieber werde ich hier bleiben, in dieser kleinen Höhle. Verloren bin ich so oder so, denn niemand erwartet mich vor morgen zurück.

***

Ich quetsche mich weiter durch die enge Felsspalte. Das merkwürdige Gefühl, dass ich seit diesem Grollen habe, treibt mich voran.
Als ich endlich eine breitere Stelle erreiche, blicke ich auf ein zusammengesunkenes Häufchen Marshall. Er wendet mir den Rücken zu und hört mich nicht kommen.
„Marshall, alles in Ordnung mit dir?“ Zu meiner Überraschung reagiert er nicht darauf. Besorgt nähere ich mich ihm.
„Marshall?“
Obwohl ich mehrere Risse in seiner Uniform, sowie Blut an seiner Schulter sehe, scheint er nicht ernsthaft verletzt zu sein. Oder kann ich es nur nicht erkennen?
Ich sinke neben ihm in die Knie und berühre in vorsichtig am Arm. „Brave Starr?“
Endlich reagiert er, wendet mir sehr langsam den Kopf zu. „Tex?“ Seine Stimme klingt merkwürdig matt und fremd.
Aber noch mehr als die Stimme erschrecken mich seine Augen. Sie wirken leer – das Leuchten, welches sie sonst ausstrahlen, verschwunden. Dafür erfüllt sie etwas anderes – Panik, nackte Angst.
„B… bist du verwundet?“ Auch wenn mir bewusst ist, wie wichtig es nun ist Ruhe zu bewahren, kann ich nicht verhindern, dass meine Stimme zittert.
„Ich bin gefangen… komme hier nicht mehr hinaus – zu eng…“
Langsam beginne ich sein Verhalten zu verstehen. Der Marshall steht unter Schock! Ich muss ihn hier hinausbringen. Aber, ob er das zulässt ist eine andere Frage.
Zögernd lege ich einen Arm um ihn. Die erwartete Gegenwehr bleibt aus. Also rücke ich näher und ziehe ihn gegen mich, bis er an meine Brust lehnt. Er gibt ein Geräusch von sich, dass ich nicht deuten kann und im nächsten Moment klammert er sich an mir fest, krallt sich regelrecht in meinen Rücken. Ich lasse ihn gewähren und ignoriere den Schmerz, als er an einer frischen Narbe kratzt.
Ich flüstere ihm beruhigende Worte zu, verspreche, ihn hinaus zu bringen und lege auch meinen zweiten Arm um ihn. Als er schliesslich den Kopf auf meine Schulter legt, wage ich den Versuch und teleportiere uns nach draussen.

Als wir – mit einigem Abstand zum Berg – draussen wieder materialisieren, atme ich auf.
Brave Starr klammert sich immer noch an mir fest. Nicht dass es mich stören würde, aber ich finde, ich sollte ihn doch darauf hinweisen, dass er in Sicherheit ist.
„Marschall – wir sind draussen“, sage ich leise, während ich sanft über seinen Rücken streiche.
Es vergeht ein langer Moment, ehe er seinen Kopf hebt und erst mich, dann seine Umgebung ansieht.
Er löst sich etwas von mir – leider – und seine Züge, ja seine ganze Haltung entspannt sich.
„Danke Tex!“
Auf seine Worte achte ich kaum. Denn seine Augen sind erfüllt von einer Dankbarkeit, die sich nicht aussprechen lässt.
Ich lächle ihn an und nicke.

Widerstrebend lösen wir uns schliesslich.
„Och, ist die Show schon vorbei?“ Thirty-Thirtys Stimme lässt uns beide zusammenzucken.
„Wie lange stehst du schon da; Big Partner?“ Brave Starr klingt so verlegen wie ich mich fühle.
„Lange genug!“ ist alles was der Hippodroide, sehr breit grinsend,  antwortet.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast