Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Brave Starr: Oneshots

von Meg-Giry
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
21.06.2009
11.06.2011
27
29.897
2
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.06.2009 2.376
 
Tortured

Rassisiermesserscharfe, riesige Krallen fliegen auf mich zu. Krallen die sich in sekundenschnelle in meinen Körper schlagen werden; Haut, Muskeln, Sehnen durchtrennen, gar an Knochen ritzen.
Ich kenne dies zur Genüge. Weiss welche unerträglichen Schmerzen mich erwarten, weiss wie unabwendbar diese Bestrafung wird und versuche noch nicht einmal auszuweichen.
Resigniert drehe ich meinen Kopf zur Seite, schliesse die Augen, warte auf die Schmerzen.

Was ist nur schief gelaufen?
Früher war mein Erster Mann doch genau so entschieden hinter meinen Zielen her wie ich. Wann hat das umgeschlagen? Seit wann reagiere ich mit diesem Hass auf ihn und wieso erfreue ich mich seiner Schmerzensschreie.
Vielleicht lag der Anfang darin, dass ich dir nie sagen konnte, weshalb ich dich wirklich erwählte.
Millimeter vor seiner Brust stoppt meine Klaue. Er bemerkt es nicht – oder es ist ihm gleich, denn er verharrt weiterhin unbeweglich.

Die erwarteten Schmerzen bleiben aus – zumindest vorerst. Doch ich wage nicht mich auch nur eine Sekunde zu entspannen. Zu gut kenne ich die morbiden Vorlieben meines Herrn.
Seine spitzen Krallen kratzen über meine Brust, schneiden den Stoff meines Hemdes mühelos in Streifen, doch ohne die darunter liegende Haut zu verletzen.
Ich bin verwirrt, verstehe nicht, welche Folter der Semidrache sich nun wieder erdacht hat oder was sein merkwürdiges Grollen bedeuten mag.
Schon wandert seine Klaue weiter über meinen Leib, befreit mich von den letzten Fetzen dessen, was mein Hemd und mein Halstuch gewesen sind.
Mit sachtem Druck umrundet die Krallenspitze meine Brustwarze. Auch wenn ich dies nicht will, reagiert mein Körper augenblicklich und ich ziehe scharf die Luft ein.

Wie empfindlich er reagiert.
Ich wiederhole die Berührung augenblicklich, fühle wie sich sein Körper weiter anspannt und kann ein selbstgefälliges Grinsen nicht unterdrücken. Meine zweite Pranke gesellt sich wie von selbst zu der anderen, sucht und findet schnell die empfindsamen Stelle an Tex’ Rücken und Hals. Mit äusserster Vorsicht entwickle ich ein Gespür für den richtigen Druck und entlocke ihm schliesslich gar ein leises Keuchen.
Dies ist der Moment, der etwa in mir verändert. Entschieden schlitzt die Kralle meines rechten Daumens Chaps und Jeans meines Untergebenen auf.

Mein Herz hämmert heftig aber zum ersten Mal seit ewigen Zeiten ist es nicht pure Angst, die es zu Höchstleistungen antreibt.
Stampedes Krallen wecken ein Verlangen in mir, das ich seit langem unterdrücke. Etwas, was ich schon beinahe vergessen hatte, wie es sich anfühlt – doch mein Körper offenbar nicht!
Während meine niederen Instinkte gerade nach MEHR und Erfüllung schreien, kämpft mein Verstand auf verlorenem Posten dagegen an.
Ich. Will. Das. Nicht.
Nicht hier, nicht so und vor allem nicht mit Stampede, der mich nur quälen will.
Mir entweicht ein Keuchen als Stampedes Krallen diese empfindliche Stelle an meinem Rücken finden. Und im nächsten Moment realisiere ich, dass ich splitternackt vor dem Semidrachen stehe.
Verdattert starre ich in leuchtende Augen, die ein seltsames Verlangen spiegeln.

So viel wundervolle, nackte, lila Haut, Augen die sich langsam auf halbmast senken, als meine Kralle von seiner Hüfte nach vorn wandert.
Wieso ist mir der Glanz in diesen roten Augen, die Sanftheit seiner Haut, die Schönheit seiner Stimme nicht aufgefallen?
War es doch dies, was mich IHN erwählen liess:
Tex – mein Tex.
Ein dunkles, abgehacktes Stöhnen lässt meine Aufmerksamkeit wieder voll auf den Mann vor mir konzentrieren.
Er wankt leicht und scheint mit seinem Gleichgewicht zu kämpfen. Doch da ist schon mein Arm, ihn zu stützen, zu halten.

Meine Vernunft hat schon längst aufgegeben, denn Denken fällt mir viel zu schwer. So ergibt sein meine Innerstes den Klauen Stampedes.
Er fängt mich als meine auf, als meine Knie zu versagen drohen und Sekunden später ist er über mir. Sein Schuppiger, plötzlich viel kleinerer Körper drängt sich gegen meinen. Unwillkürlich schlinge ich meine Arme um ihn, ziehe ihn dichter an mich.
Ich will ihn fühlen. Schon so lange habe ich nichts mehr gefühlt.

Es geschieht alles von selbst.
Ich erinnere mich weder wie ich in meine kleinere, nur zweieinhalb Meter grossen, Form wechsle, noch wie ich Tex zu Boden und mich auf ihn legte. Erst als seine Finger sich in meine Schuppen verkrallen, setzt mein Verstand kurz ein.
„Teeex…“ Ich grolle den seinen Namen voller Verlangen, lecke über den Hals meines Untergebenen während ich meine Erregung hart gegen seine dränge. Sogleich erschauert mein Schurke, hebt sich mir entgegen, sobald ich den Druck wieder etwas löse.
Sein kehliges Stöhnen weckt uralte Instinkte in mir. Noch bevor ich es richtig begreifen kann, vergraben sich meine Fangzähne schon in der lila Schulter. Ein erstickter laut zwischen Lust und Schmerz, sowie der Geschmack von Blut versetzen mich in einen Rauschzustand und lassen meine niederen Triebe endgültig überhand gewinnen. So nehme ich wonach mein Körper verlangt, vergrabe mich tief in dieser heissen Enge.
Wie Tex sich aufbäumt und ich ihn noch fester an mich reisse, bekomme ich nur am Rande mit.
Als mein Hirn seinen Dienst zumindest teilweise wieder aufnimmt, liege ich keuchend auf meinem Geschöpf. Auch er ringt nach Atem, bebt am ganzen Körper und lässt seine „Krallen“ weiterhin in meiner Haut stecken.
Dieses Gefühl, dass nun mein Innerstes erfüllt  ist unbeschreiblich. Nichts was ich je kennen lernte lässt sich damit vergleichen.

Stampedes zufriedenes Gesicht ist das Erste was ich erblicke, als ich aus meinem Rausch erwache. Und bevor ich wirklich zum Denken komme, presst er seinen Mund auf meinen, schmiegt seinen warmen, erstaunlich weichen Körper an meinen.
Alles was ich zu stande bringe, ist in diesen innigen Kuss zu keuchen, abwesend löse ich die Nägel aus seiner schuppigen Haut und platziere sie auf seinem Rücken. Ich glaube ich streichle ihn sogar. Doch so genau kann ich das nicht sagen, zu sehr lenkt mich seine Zunge, die die meine umspielt, ab.

Atemlos beende ich den Kuss nach, wie mir erscheint, einer Ewigkeit und betrachte lächelnd mein Wesen, lasse meinen Blick über seine schweissnasse Haut wandern. Da erblicke ich es – leuchtend rot vom frischen Blut prangt die Wunde auf Tex Hex’ Schulter.
Ich bin fassungslos – nicht nur dass ich ihm in die Schulter biss, meine Krallen taten, ohne mein bewusstes Zutun, ihr übriges. Nun trägt mein Untergebener das Mal – mein Mal. Jenes Zeichen, dass unsere Spezies nur ihrem Lebensgefährten in die Haut ritzt.
Mein Unterbewusstsein hat also in ihm meinen Partner erblickt. Aber wie konnte mir dies nur passieren?! Ausgerechnet jetzt, wo ich seit beinahe zwei Jahrzehnten endlich wieder… Moment mal – dass muss es sein. Es hat sich einfach zu viel Druck aufgebaut, so dass ich dem erstbesten mein Mal einpräge – egal wie freiwillig oder unfreiwillig er dabei mitspielte… Das ist nur ein fehlgeleiteter Uhrinstinkt und hat nichts weiter zu…
„Stampede?“ Die träge, mir so gut bekannte Stimme Tex’ reisst mich in die Wirklichkeit zurück. Endlich schaffe ich es mich von ihm zu lösen, neben ihn zu rollen. Was merkwürdigerweise mit einem Knurren seinerseits quittiert wird, dabei müsste er doch erleichtert sein, dass ich endlich von ihm ablasse…
Ich starre gerade Löcher in die Decke meiner Höhle, erwarte jeden Moment das Zischen einer Teleportation oder die schwere Eingangstür – kurz meinen Schurken verschwinden zu hören, als sich eine Hand sachte auf meine Brust legt.
„Bereust du es?“
„Merkwürdige Frage – und überhaupt, was machst du noch hier?“
„Merkwürde Antwort“, kontert mein Erster Mann und beginnt mit seiner Hand Kreise zu ziehen.
„Hast du keine angst… Dass ich das wiederhole?“ Mist, wie so muss meine Stimme zittern? Und wieso streicht seine Hand über die empfindlichen Stellen meiner Brust?

Das nenn’ ich ja mal spannend. Mein „Herr und Meister“ bietet mir hier gerade seine ungeschützte Brust dar und seufzt leise unter meinen Berührungen.
Und ich denke nicht einmal daran diese Tatsache auszunutzen – jedenfalls nicht so, wie ich es noch vor kurzem getan hätte. Mein Hirn plant da ganz anderes mit dem kleinen Drachen. Etwas, dass ich noch vor wenigen Stunden nicht vorstellen konnte zu tun – geschweige denn daran glaubte, dass es mir tatsächlich Spass machen würde.

Mit einem Mal ist er über mir. Seine Augen leuchten wie die reinsten Keriumkristalle als sich sein Mund entschieden auf den meinen presst.
Ungeahnte Gefühle überfluten mich regelrecht. Ich kann mich gegen den Rausch nicht erwehren – will es auch nicht. Zu schön ist es ihn zu schmecken, zu fühlen…
Ich kann nicht verstehen weshalb er mich nun mit solchen Zärtlichkeiten beschenkt. Nie zuvor hatte er mich auch nur freiwillig berührt und jetzt KÜSST er mich und…
Erschrocken stelle ich viel zu spät fest wie viel Blut sich in meinen unteren Regionen bereits wieder gesammelt hat.

Während der Semidrache noch mit seiner Verwirrung beschäftigt ist, ergreife ich entschieden die Initiative und umfasse sein empfindlichstes Körperteil.
Augenblicklich hallt sein tiefes Grollen durch die Höhle. Ja, du grosser Drache – nun bist du sozusagen in meiner Hand.
Und während ich dein seinhartes Glied massiere ist es mir eine Freude zu sehen, wie du dich, gefangen in der Lust und Begierde, unter mir räkelst, keuchend nach mehr verlangst. Doch diesen Wunsch kann ich dir noch nicht erfüllen.

„Oh Tex… bitte…“
Mein Körper fühlt sich an, als würde er jeden Moment explodieren, doch du verweigerst mir die Erlösung, folterst mich weiter auf diese verheissungsvolle Art.
Dann, mit einem Mal hältst du inne. Erzürnt knurre ich auf, will dich mit meinen tauben Armen packen, dir klarmachen was ich will, als meine verschleierten Augen dein Grinsen erkennen.
Wenig später keuche ich heftig auf, als du mich tief in dir aufnimmst.

Knurrend schlägt der Semidrache seine Klauen in meine Taille und meinen Hintern, drängt sich mit einem so heftigen Stoss ganz in mich, dass es mir den Atem verschlägt.
Bebend kralle ich mich in seine Brust, als weitere, nicht minder heftige Stösse folgen, mir die Sinne schwinden lassen, bis nur meine Instinkte diesen wilden Ritt vorantreiben.
Wie von weiter Ferne höre ich meinen Schrei der Extasse und kurz darauf jenen von Stampede – der Verdächtig nach meinem Namen klingt…

Tex liegt immer noch weggetreten auf meiner Brust, als sich mein Bewusstsein wieder ziemlich gut aus den letzten Nachwehen der Lust befreit hat.
Sachte mit Hilfe meiner Magie, streiche ich die blutigen Spuren der Leidenschaft von seinem Körper. Mein Gefährte soll keine Narben davon tragen. Und wenn ich schon dabei bin…

Als ich langsam wieder in die Wirklichkeit zurückdrifte, glaube ich erst an einen Traum. Eingehüllt in Magie und beschützt von Stampedes starken Armen will ich nichts mehr als den Moment geniessen.
„Tex… Ich muss dir etwas beichten…“ Unüberhörbar wie schwer dem Semidrachen die Worte fallen. „Ich… das Mal auf deiner Schulter, das ich mit Zähnen und Klauen in deine Haut… Es tut mir leid – es war nicht so geplant! Aber mein Unterbewusstsein scheint dich als meinen Gefährten erkannt zu haben und mich als deinen.“
Diese Worte, muss ich erst etwas auf mich wirken lassen. Nur langsam begreife ich, was dies für mich bedeutet.
„Ich… also ich will dich nicht zwingen…“
„Warte Stampede! Was bedeutet „Gefährte“ bei deiner Rasse?“
Naja, ich will wenigstens erstmal wissen ob ich aufgefressen werde oder so was. Wenn ich schon mal eine Wahl habe.

Ich zögere ehe ich endlich zu meiner Erklärung ansetze:
Erwählt man bewusst oder unbewusst einen Gefährten, so ist man mit ihm verbunden und muss für ihn einstehen so lange das Mal sichtbar ist. Es bleibt durch Magie so lange sichtbar, wie die Gefühle des Anderen bestehen. Wie lange es bleibt ist deshalb im Voraus nie klar. Jedoch halten die die Unbewusst gesetzt wurden, meist ein Leben lang.
Aber ob bewusst oder unbewusst gewählt. Jeder muss seinen Gefährten mit Respekt behandeln, ihn schützen vor Leid und Gefahr. Doch hat der Erwählte auch das Recht den Bund abzulehnen und muss dann in jeder Hinsicht frei gelassen werden…
Meine Stimme zittert und ich muss mich beherrschen ihn nicht zu erdrücken, als ich die entscheidende Frage stelle: „Tex – möchtest du mein Gefährte sein?“

Noch nie habe ich Angst in diesen gelben Augen gesehen – noch nie bis heute.
Vielleicht lass ich mir gerade deshalb Zeit mit meiner Antwort. Nach all dem was er mir angetan hat, das Leid, die Schmerzen, die Angst. Aber andererseits: die Zuneigung der letzten Stunden, die Leidenschaft und Zärtlichkeit der letzten Stunden zeigten mir vollkommen Andere Seite von ihm. Auch dass ALLE meine Narben auf einmal verschwunden sind…
So folge ich – reichlich spät – meinem ersten Impuls. „Ja. Lass es uns versuchen.“ Immerhin ist seine Nähe die einzige, die ich neben der Carrion Bunch, auf diesem Planeten je erfahren habe.

Ja! Er hat ja gesagt!
Glückshormone durchströmen meinen Körper bis in jede Faser.
Ich verspreche Tex ein guter Gefährte zu sein – so lange er mich an seiner Seite wünscht – und besiegle meine Worte mit einem langen, innigen Kuss.
Schneller als ich mich versehe bin ich wieder auf ihm, entlocke dieses dunkle Stöhnen seiner Kehle.

Irgendwie geht alles zu schnell für mich.
Berauscht von diesem intensiven Kuss bemerke ich nicht recht, wie seine Hände über meinen Körper wandern.
Es fühlt sich alles so anders an als beim ersten Mal. Er ist so erstaunlich sanft, hält sich selber zurück und gibt mir umso mehr.

Wie wunderschön er ist, wenn er sich ganz seinem Verlangen hingibt.
Ich beobachte ihn ganz genau, achte auf jede einzelne Regung in seinem Gesicht, auf jeden Muskel seines Körpers. Er braucht nicht zu sagen,  was er mag und was nicht – ich sehe es augenblicklich und reagiere noch im selben Moment darauf.
So treibe ich ihn immer weiter.

Was auch immer die Eidechse mit mir anstellt, er soll bloss nicht aufhören.
Als er schliesslich seine lange, so unendlich geschickte Zunge einsetzt, löst sich meine Welt gänzlich auf.

Immer noch am ganzen Körper bebend, liegt Tex in meine Armen. Als ich sein Haar ordne, öffnet er die Augen einen Spalt, blicht mich kurz verwirt an und schmiegt sich lächelnd an meine Brust.
„Bist du müde mein Süsser?“
Da deine Antwort nur aus einem leisen Schnarchen besteht, beschliesse ich dich ins Bett zu verfrachten. Das alles war wohl doch etwas viel für dich.
Vorsichtig hebe ich meinen Gefährten – nackt wie er ist – auf meine Arme und trete durch die kleine Tür ins Hexagon.
Dort erwartet uns bereits Tex’ ganze Bande die uns fassungslos angestarrt.
„Ist er…“ stammelt die Schlangenfrau.
„Er schläft“, raune ich wobei ich meinen Blick erneut auf meinem Partner ruhen lasse.
„Wir haben Schreie gehört und…“  Skuzz blickt mich sezierend an und beginnt plötzlich breit zu grinsen und nickt mir verstehend zu.
Mist – dabei habe ich doch versucht NICHT rot zu werden. Und wo ist eigentlich Tex’ Zimmer?

Ende
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast