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Brave Starr: Oneshots

von Meg-Giry
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
21.06.2009
11.06.2011
27
29.897
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21.06.2009 2.299
 
Wieder einmal habe ich mir die Herren aus New Texas bei L. Sheimer geliehen.
Wenn man bedenkt, dass dies eigentlich ein PWP werden sollte….
Hätte je ahnen können, dass es anders als geplant kommt.


Dunkel


Was ist passiert? Ich erinnere mich nur noch an den Zusammenstoss mit der Affenkatze. Aber was war dann? Und wieso ist es so dunkel?
Hab ich mir das eben nur eingebildet oder sind da wirklich Schritte?
„Hallo? Bitte, können sie mir helfen?“

***

Mitten im Schritt erstarre ich. Diese Stimme würde ich überall wieder erkennen.
Einen Moment denke ich tatsächlich daran einfach weiterzugehen, raus aus dem Höhlensystem – ihn einfach seinem Schicksal zu überlassen und ihn hoffentlich bald los zu sein. Doch der Beiklang seiner Stimme lässt mich zögern. Er klingt so verloren und hoffnungslos – so gar nicht der Marshall den ich kenne.
Seufzend verändere ich mein Aussehen und meine Stimme mittels meiner Magie. Auf lästige Diskussionen und ein „Du bist verhaftet Tex Hex!“ hab ich nun wirklich keinen Bock.

„Was ist denn geschehen?“ spreche ich den, auf dem Boden sitzenden Marshall an. Er hat einige Schrammen, scheint aber sonst nicht ernsthaft verletzt zu sein.
Zumindest denke ich das – bis er, anstelle einer Antwort, hilfesuchend die Arme in meine Richtung steckt.
Er scheint tatsächlich blind zu sein.
Langsam beuge ich mich zu ihm, ergreife seine Hand, sehe die Hoffnung in seinem Gesicht aufblitzen.
„Ich bringe dich zum Doc, Marshall“ raune ich ihm zu.
Und ausser für die Stimme, brauche ich meine Verwandlungsmagie nicht mehr. War eh zu anstrengend das ganze.

Der Doc starrt uns ganz schön an, als wir in seine Praxis stolpern. Naja, ist ja auch eine eher ungewöhnliche Szene, wie der Marshall schon fast an mir, dem meistgesuchten Verbrecher,  hängt.
Doch nach einer Schrecksekunde und meinem Zeichen, begrüsster er uns gelassen. Sogleich kümmerte sich, mit professioneller Besorgnis, um seinen Patienten.

***

Sofort erkenne ich die dunkle Stimme des Krannarztes
Eigentlich hatte ich gehofft, mein fremder Helfer würde mich zu Doc Clayton bringen. Doch die Praxis des Krann war wohl näher. Zudem vertrauen ihm viele hier im Outland mehr – besonders die etwas zwielichtigen.
„Also Marshall“, beginnt Slim beinahe schnurrend zu sprechen. „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Krallenspuren und Bisswunden sind nicht tief. Auch ihre Augen werden sich schnell erholen.
Die vorübergehende Blindheit stammt gewiss nur vom Schock. Dennoch rate ich ihnen, den Verband die nächsten drei Tage dran zu lassen. Einfach damit sie die Augen nicht überreizen.“
Ich nicke zögernd und überlege mir gerade, diesbezüglich eine zweite ärztliche Meinung einzuholen, als der Krann zum meine Überraschung anhängt: „Lassen sie den Verband morgen bei meinem Kollegen wechseln.
Te… ähm ich meine Jonathan; würden sie meinen Patienten nach Haus begleiten?“
Wie? Ist das der Name meines Retters? Und war etwa die ganze Zeit hier?
Schon höre ich eine gebrummte Zustimmung und fühle die vertraute warme Hand auf meiner Schulter.  
Alles an meinem Retter, mit Ausnahme der Stimme, kommt mir so vertraut vor: seine Worte; schon allein wie er sie wählte und betonte, sein Geruch, auch nur seine Nähe hatte etwas vertrautes. Und wenn mich diese starken Hände so sanft fassen, fühlte ich mich geborgen. So vertraue ich ihm im wahrsten Sinne blind, als er mich aus der Praxis und auf das Turbomuli zieht, welches der Doc uns leiht.
Langsam fordern die Strapazen der vergangenen Stunden ihren Tribut. Immer schwerer fällt es mir, meine Augen offen zu halten.
Doch ehe ich meinen Begleiter um eine Rast bitten kann – schlingt er einen Arm um meine Mitte, zieht mich dichter an sich, bis ich ganz gegen ihn lehne und raunt leise an mein Ohr: „Ich halte dich…“

***

Armer Marshall. Das muss ihn ganz schön mitgenommen haben. Wer weiss schon, wie lange er in der Höhle auf Hilfe warten musste.
Wie vertrauensvoll er sich nun an mich schmiegt… Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen hätte ich so was zu hoffen gewagt.
Ich muss mich wirklich bei Slim bedanken. Dass er MIR überlassen hat Brave Starr heim zu bringen – und dann noch dem Pony Meldung machte, behauptete der Marshall müsse über Nacht bei ihm bleiben und Ruhe haben…
Dabei bei weiss dieser verschlagene Krann doch genau…
Oh, mist – meine Gedanken sind ja schon ganz wirr. Wenn ich so weitermache, lenke ich das Turbomuli noch in die nächste Felswand!
Ich hätte uns ja gerne teleportiert. Aber ich will und darf mich nicht verraten. Sonst ist dieser schöne Moment viel zu schnell zu Ende. Doch vielleicht…
„Marshall?“ Keine Reaktion. Dann ist er wirklich weggenickt – mein Süsser.
Lächelnd steuere ich das Turbomuli in die nächste Felsnische und bremse ab. Wir stehen kaum, da hebe ich schon den schlafenden Mann auf meine Arme und teleportiere uns in seine Wohnung – um genau zu sein, in sein Schlafzimmer.
Vorsichtig lege ich meine kostbare Fracht auf das grosse Bett. Und ehe ich mich selber stoppen kann, wandern meine Hände bereits über diesen wunderschönen, muskulösen Körper, schälen ihn aus den teilweise zerfetzten, verschwitzten Kleidern.
Himmel – ich sollte aufhören so lange ich noch denken kann! Doch schon befreie ich ihn aus seiner Hose, werfe sie achtlos zu Boden, zum Rest der Uniform.

***

Starke, unendlich sanfte Hände streichen über meinen Körper, hinterlassen ein Glühen, ein Verlangen nach mehr, auf meiner nackten Haut.
Mein Körper erkennt meinen Retter, bevor mein Verstand es kann – und so schmiege ich mich bereits diesen warmen Händen entgegen.
Wie lange ist es her, dass jemand mich so berührt hat? So zärtlich, liebevoll, mich behandelt hat, als währe ich etwas Kostbares…

***

Ein leises Seufzen entweicht Brave Starrs Lippen und reisst mich wieder in die Wirklichkeit.
Was habe ich mir nur dabei gedacht mich so gehen zu lassen? Richtig: GAR NICHTS! Mit Denken war’s bei der Konstellation Brave Starr und Bett eh schon vorbei…
Bestürzt blicke ich auf das Objekt meiner Begierde herab. Er ist bis auf seinen Boxershorts bereits nackt.
Endlich beherrsche ich mich, ziehe meine erkundungsfreudigen Hände von seiner Hüfte und Brust zurück. Und vernehme ein unwilliges Knurren?! Was ist denn jetzt los?

***

Wieso hört er auf?
Ich versuche seine Hand zu packen, doch greife ich ins Leere. Blöder Verband – vielleicht sehe ich ja bereits etwas ohne ihn.
Doch viel weiter komm ich nicht. Schon werden meine Finger sanft aus den Bandagen gelöst. Während mein Held eindringlich aber zugleich sehr besorgt auf mich einredet. „Nicht! Bitte Brave Starr, du musst ihn noch lassen.“
Einen Moment bin ich nur vollkommen verwirrt. Doch dann packe ich seine Hand, ehe er sie mir wieder entziehen kann. Einem Gefühl folgend hauche ich einen Kuss auf seine Fingerkuppen, ehe ich sie wieder, sehr bestimmt, an meine Hüfte lege.

***

Kaum fühle ich seine Hand an der meinen, schmilzt meine hart erkämpfte Beherrschung. Und als ich seine Lippen an meinen Fingern fühle, ist alles zu spät.
Viel zu schnell für meinen Verstand, übernehmen meine Instinkte das Kommando, lassen meine Hände über nackte Haut wandern, finden erstaunlich schnell und präzise die richtigen Stellen, was meinem Liebling wunderschöne Töne entlockt.

Es ist kaum zu glauben. Auch wenn mein süsser Marshall nicht ahnt, WER sein Retter ist, bewegt er sich verlangend MEINEN Händen, MEINEM Körper entgegen.
Ich kann mich schon lange nicht mehr stoppen. Seine Haut an meiner, seine keuchende Stimme die mehr will – mehr von MIR.

***

Seine Hände sind überall, berühren und verwöhnen mich. So unglaublich zärtlich, aber auch besitzergreifend.
Ich gebe mich ihm mit meiner ganzen Leidenschaft hin. Will ihn halten, verwöhnen, ihm etwas zurückgeben von der Liebe die er mir Schenkt.
Doch als meine Hände zu seinem Gesicht wandern hält er Inne, ergreift beide Handgelenke und platziert meine Hände auf seiner Hüfte. Ich verstehe zwar nicht, wieso er sein Gesicht verbergen will, doch sobald ich diesen knackigen Hintern unter meinen Fingern fühle und er mich in einen neuen Kuss zieht, ist es mit Denken eh vorbei.
Auf Wogen der Leidenschaft lass ich mich davontragen, geniesse dieses wundervolle Gefühl einfach wieder verwöhnt zu werden.
Mein benommenes Hirn registriert wie er mich schliesslich mit äusserster Vorsicht in besitz nimmt. Ich keuche verlangend auf, dränge mich ihm entgegen und überlasse meine Körper voll und ganz meinem Retter.

***

Als sich mein Bewusstsein wieder aus den Tiefen hervordrängt, liege ich zitternd in den Armen meines Marshalls. Benommen streicht er meinen Rücken, und sein Gesicht zeigt einen wirklich seligen Ausdruck.
Ob ich zu weit gegangen bin?
Wahrscheinlich wird er mich eines Tages dafür hassen. Aber jetzt gerade kann ich nicht anders als mich an diese breite Brust schmiegen und die Welt für ein paar Minuten zu vergessen.

Es fiel mir so unglaublich schwer meinen Liebsten zurück zu lassen. Doch kaum war er im Reich der Träume, wickelte ich ihn in die Decke und verschwand.
Hoffentlich wird er glauben, die vergangen Stunden seien nur einem Traum entsprungen, oder er hält mich für jemand anderen.
Wie kann ich ihm je gegenübertreten, sollte er erfahren wer ich bin. Das ich es war, den ihn liebte, immer wieder über die Klippe der Leidenschaft stiess…
Besser er weiss es nie.

***

Wo ist mein Held?
Als ich erwachte waren meine Arme leer und von meinem Held fehlte jede Spur.
Doch so leicht gebe ich nicht auf. Ich will und werde meinen Jona wieder finden. Immerhin habe ich im Büro genügend Möglichkeiten die Einwohner von New Texas zu überprüfen.

Mist – so ein verfluchter Mist!
Nicht nur, dass ich immer noch blind bin – Doc Clayton hat auch gemeint, ich müsse den Verband noch ein paar Tage dran lassen – viel schlimmer ist, mein Liebster bleibt verschollen.
Nirgendwo finde ich Informationen über meinen Jona. Alle, die ich mit diesem Namen in der Einwohnerliste fand, passen sonst nicht ins Profil. Selbst nachdem ich meine Deputies nötige mir zu helfen, gibt es keine Neuen Erkenntnisse.
Und Doc Slim – tja, der weiss entweder nichts weiter über meinen mysteriösen Helden, oder hüllt sich absichtlich in Schweigen.

***

Was habe ich da nur angestellt.
Tag und Nacht denke ich nur noch an Brave Starr. Sogar meine Bande nerve ich schon mit meiner Tagträumerei.
Aber ich kann nicht anders. Immer wieder sehe ich vor mir, wie sich sein muskulöser Körper unter dem meinen vor Lust wand, wie seine Finger über meine Haut glitten…
Hach, mein Liebster!
Dabei dachte ich, mein Verlangen würde erlöschen, wenn ich ihn einmal erobert habe. Aber nun will ich ihn umso mehr! Und mit jedem Tag, der vergeht wird es schlimmer.
Schon längst hat mein Marshall den Schock überstanden und kann wieder sehen. Nun habe ich erstrecht keine Chance mehr mich ihm unbemerkt zu nähern…
Mist – alles nur Mist!

***

„Schhht… Lass mich einfach machen mein Liebster. Einverstanden?“
Die Stimme meines Liebsten dicht an meinem Ohr, holt mich aus meinem leichten Schlaf. Und natürlich bin ich einverstanden. Wie hat sich mein Körper und mein Geist in den letzten zwei Wochen nach ihm gesehnt…
Sanft bindet Jona mir ein Tuch um die Augen, ergreift dann meine Handgelenke und bindet sie am Bettpfosten fest, währen er mir leiser zuraunt: „Verzeih mein Liebster – aber es muss sein…“
Anstelle einer Antwort, recke ich mich ihm entgegen, erwidere seinen zärtlichen Kuss voller Leidenschaft und Verlangen.

***

Ich hatte es einfach nicht mehr ausgehalten; wollte nur noch zurück in die Arme meines Marshalls.
Schliesslich entschied ich mich, alles auf eine Karte zu setzen und tauchte diese Nacht einfach bei ihm auf, wieder mit meiner magisch verstellten Stimme. Und bevor mein Süsser auf die Idee kommt, mich im schwachen Licht des Mondes zu mustern, verbinde ich ihm die Augen und binde seine Hände fest – denn hier und heute wird nicht gemogelt.
Immerhin fürchte ich, mich nicht mehr bremsen zu können, selbst wenn er nicht wollte.
Genau dieses Verlangen machte mir solche Angst, dass ich meine Gefühle so viele Jahre unterdrückte.
Doch mein Süsser wehrt sich nicht – im Gegenteil! Seine Küsse verschlingen mich beinahe und sein Körper drängt sich dem meinen geradezu fordernd entgegen.
Oh, mein geliebter Marshall.

***

Erhitzte Haut, die sich an meiner reibt, Hände die vorsichtig und zärtlich über meine empfindlichsten Stellen wandern, mein Verlangen noch steigern, mich heftig erschauern und aufkeuchen lassen. Ich will meinen Unbekannten fühlen, ganz an und in mir spüren…

***

Unsere Kleider habe ich mit etwas Magie schon längst verschwinden lassen. Nun presse ich mich fest an Brave, dass er meine Erregung deutlich fühlen kann, genauso wie ich die seine.
Meine Hand wandert auf die Hüfte meines Liebsten und weiter zu seinem Hintern. Sofort ernte ich ein Keuchen, nur um gleich darauf selber heftig aufzukeuchen. Mit diesem einen Hüftschwung schafft es mein Brave Starr tatsächlich, sich so an mir zu reiben, dass sich mein Verstand kurzerhand geschlagen gibt.
Eigentlich wollte ich es sanfter angehen, aber so siegte schliesslich die Leidenschaft.
Mit einem leisen Aufknurren drang ich in den Mann unter mir, der sich mir mit einem Aufkeuchen entgegendrängte, seine Beine um meine Hüften schlang.
Mit immer heftigeren Stössen liess ich meiner Leidenschaft freien lauf.

***

Zwei dunkle Schreie hallen durch mein Schlafzimmer und ich schlinge meine Arme um meinen Liebsten. Ja, meine Bärenkräfte haben sich selbstständig gemacht und so habe ich mich unbemerkt losgerissen.
„Ich liebe dich, mein Tex Hex“, raune ich sanft – und mit einiger Verzögerung erstarrt mein Liebster.
„Wie… was… WOHER?“ Seine Stimme zittert und er will sich aufrichten. Doch mit sanfter Gewalt presse ich ihn wieder fester an mich.
„Keine Sorge mein Liebster.“ Um meine Worte zu unterstreichen, hauche ich ihm einen Kuss auf die Wange und streiche ihm sanft den Rücken. „Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis ich es begriff – aber alles an dir war so vertraut. Doch erst Gestern, als wir uns im Duell gegenüberstanden, hab ich begriffen, das du mein Held, mein Retter bist!“

***

Was soll ich da noch sagen?!
Ich löse die Augenbinde meines Liebsten, blicke in sanfte braune Augen, in welchen ich am liebsten ertrinken würde und beuge mich zu einem sanften Kuss hinab.
Mein Marshall – nun ist kein Zauber mehr von Nöten und darf ihn endlich ganz als ich selber verführen. Endlich wird er nicht mehr nur meinen Zweitnamen leidenschaftlich oder zärtlich raunen.

Ende
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