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Neils Sieg

von IckeBFR
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Neil Perry
14.06.2009
14.06.2009
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„Du bist uneinsichtig, Neil. Du hast Möglichkeiten, von denen ich nicht mal zu träumen gewagt hätte! Ich werde nicht zulassen-...“
„Ich muss dir doch wenigstens sagen können, was ich empfinde!“
„Na schön, dann sag mir, was du empfindest!“


„Gut! Dann hör mir verdammt nochmal auch zu! Ich hasse dich, ich hasse deine Art, einfach über mich zu bestimmen! Ich bin ein eigenständiger Mensch! Wenn du so weitermachst, verlierst du mich! Es ist toll, wenn du gerne Medizin studiert hättest, aber ich will das nicht! Ich will nicht so werden, wie du immer werden wolltest! Ich bin nicht du, zum Teufel!“

„Neil! Wie kannst du es wagen, so mit mir zu reden?“

„Ganz einfach: Indem ich nur noch gewinnen kann, da du mich jeglichen Sinnes beraubt hast, den mein Leben noch hatte! Ich bin nicht der Uneinsichtige, sondern du! Du willst nicht einsehen, dass du mich zerstörst! Ich will Schauspieler werden!“

„Du wirst die Schule nicht hinschmeißen, Neil!“

„Das hatte ich auch nicht vor! Ich verlange nur mehr Freiheiten! Ich stehe in allen Fächern auf 1! So lange ich so gut bin, lass mich meine Freizeit selbst gestalten!“

„Das hat dir dieser Mr. Keating eingeredet!“

„Nein, hat er nicht. Stell dir vor, ich war schon immer unglücklich damit, dein Leben leben zu müssen!“

„Jetzt hör endlich auf damit! Morgen werde ich dich auf Wellton abmelden und dich auf die Militärakademie in Braydon schicken!“

„Merkst du nicht, dass du im Kreis argumentierst? Erst erklärst du mir, welche großen Opfer du doch für mich bringst und jetzt willst du das jahrelang gezahlte Schulgeld so verschwenden? Das ist nicht sonderlich intelligent, oder?“

„Neil! Ich verbitte mir diesen Ton! So redest du nicht mit mir!“

„Tu ich nicht? Ich dachte, dass ich das schon die ganze Zeit mache!“

„Neil, für diese Frechheiten wirst du zahlen! Geh sofort auf dein Zimmer!“

„Glaubst du wirklich, ich würde nach alldem noch auf dich hören? Jetzt, da ich weiß, was mein Ziel ist? Nun, da ich nichts mehr zu verlieren hab? Und nein, ich bin nicht respektlos geworden, ich hab den Respekt endlich wieder gefunden, den Respekt mir gegenüber, der von allen immer wieder unterdrückt worden ist! Pah! Ich gebe nicht auf. Ich hab schon zu lange zugesehen, wie ihr mich zerstört habt, mich unterdrückt habt!“

„Wir haben dich nicht unterdrückt! Du weißt nicht, was gut für dich ist!“

„Tja, ich kann mir schon denken, dass alles, was mir gefällt und Spaß macht schlecht ist. Ich frag mich nur, wie es so viele Schauspieler schaffen zu überleben, in den winzigen Villen und mit dem kleinen Vermögen, dass uns für 50 Jahre ernähren würde.“

„Du bist nicht in der Situation Sarkasmus anwenden zu können! Ich bin dein Vater, ich bestimme! So lange du...“

„Blablabla. Du kannst mich mal! Hast du irgendwann mal irgendwas gemacht, mit dem du dir meinen Respekt verdient hättest? Nein, hast du nicht! Du wirst mich nicht von Hellton abmelden, du wirst mich nicht mehr so unterdrücken, ich werde neben der Schule schauspielern und mich später selbst für meinen Beruf entscheiden. Wenn dir das nicht passt, versetz dich doch einfach in meine Lage! Du warst früher in derselben Situation! Du wusstest, was du willst, doch dein Vater hat es dir nicht erlaubt. Du warst auch ohnmächtig  vor Wut, doch du hast dich gefügt. Etwas, was ich nicht machen werde. Entweder hast du das Gefühl vergessen oder du willst, dass ich auch leide, weil dir das Glück nicht vergönnt war!“

„Neil. Ich will nicht, dass du leidest. Du bist mein einziger Sohn. Ich will nur, dass du später einen Job hast, mit dem man sich ernähren kann, ich will nicht, dass du irgendwann mal hungern musst, nur, weil du deine Schule nicht fertig gemacht hast.“

„Ich hab es doch gesagt. Ich will meine Schule nicht hinschmeißen. Ich will nur nebenbei schauspielern. Ich weiß ja gar nicht, ob ich es professionell machen will. Lass mich doch meine Schule machen, ohne Erfolgsdruck, dann, wenn ich graduiert habe, entscheide ich mich für einen Studiengang. Du kannst mir gerne Tipps geben, aber nicht über mein Leben bestimmen.“

„Tom, der Junge hat recht. Der Junge von den Smith ist weggelaufen, weil er es nicht ertragen hat.“

„Schau, sogar Mum sagt, dass ich recht habe. Vater, sei doch endlich einsichtig. Rede vernünftig mit mir. Diskutiere mit mir, meinetwegen. Aber bestimme nicht über meinen Kopf hinweg, weil ich mit deinen Entscheidungen leben muss, lange nachdem du dann schon tot bist.“

„Gut, Neil. Du hast mich überzeugt. Solange deine Schulnoten nicht darunter leiden, darfst du Theater spielen und deine Freizeit gestalten. Morgen werde ich dich zurück nach Wellton bringen. Und jetzt gehen wir ins Bett. Gute Nacht, Neil.“

„Gute Nacht...Dad.“
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So, ich hoffe euch gefällt meine Idee. Vielleicht bekomme ich auch das ein oder andere Review...
LG
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