Beyond the night

von Iceblue
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Clark Kent Lex Luthor
07.06.2009
07.06.2009
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07.06.2009 755
 
Hallo ihr Lieben!^.^*wink*
Meine erste FF- und SV-Story, deshalb ist das Ganze wahrscheinlich noch etwas holprig, trotzdem hoffe ich dass ihr viel Spaß beim Lesen habt! =)
Die ff spielt irgendwann in der ersten Staffel denke ich. Es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich SV geguckt habe, aber jetzt, wo es in Tele5 nochmal ganz von vorn ausgestrahlt wird, ist die alte Begeisterung wieder da!^^ Also ich hoffe ihr verzeiht mir diverse Wissenslücken und den nicht gerade einfallsreichen Plot. Ich werde versuchen mich im Laufe der Zeit zu steigern! =)
Und jetzt geht’s auch endlich los! Viel Spaß!

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Der Tag war kühl und windig. Lex schmiegte sich zufrieden in den Ledersitz seines Sportwagens, während ihm der Fahrtwind um die Ohren brauste.
Plötzlich sprang aus den vorbeifliegenden Feldern ein gewaltiger Schatten vor seine Windschutzscheibe.

Er träumte, träumte von sehnsüchtigen graugrünen Augen, in denen ein seltsam fernes Licht zu leuchten schien. Ja, schau mich an und dann küss mich. Ich küsse so gern…
Stattdessen klatschte etwas unsanft auf seine Wange. Er blinzelte verwirrt und stöhnte. Sein Kopf fühlte sich an, als wäre er damit frontal gegen eine Betonmauer gekracht. Und es war so unglaublich schwer die Augenlider zu heben, er wollte lieber weiterschlafen, zurücksinken in die samtige Dunkelheit. Wieder machte seine Wange Bekanntschaft mit diesem unverschämten, klatschenden Etwas. Jetzt reichte es aber! Mühsam zwang er seine Wimpern auseinander. Nanu, träumte er etwa doch noch? Graugrüne Augen mit Sternenlicht darin… nur der Ausdruck war falsch, in diesem Blick schmissen Furcht, Panik und Hoffnung eine gemeinsame Party - auf der er anscheinend die Hauptattraktion war.
„Kannst du mich hören Lex?!“
Ja, und sogar sehen. Wobei letzteres wesentlich angenehmer ist, warum zum Teufel musst du so brüllen?!
Er stöhnte.
„Hör zu Lex, bleib ganz ruhig, du hattest einen Unfall. Ich hab schon einen Krankenwagen gerufen.“
Grelles Sonnenlicht bildete eine Aureole um das windzerzauste dunkle Haar und das besorgte Gesicht seines Freundes über ihm.
„Du würdest einen prima Engel abgeben Clark.“, flüsterte er heiser. Als seine Zunge sich bewegte, entfaltete sich der widerlich metallische Geschmack von Blut in seinem Mund. Aber die Aktion hatte sich gelohnt, ein Hauch von Erleichterung überflog das Gesicht seines Freundes.
„Hey, ich nehm dir aber nicht die Beichte ab“, versuchte er zu scherzen, „also denk nicht mal dran abzuhauen, verstanden?“
Abhauen? Seh‘ ich so schlimm aus?
Offensichtlich, denn er konnte nicht mal den kleinen Zeh bewegen und das nasse Gefühl an seinem Hinterkopf war auch nicht gerade aufmunternd. Eine warme Hand schob sich in die seine. Ein Pferd galoppierte in seinem Kopf auf und ab. Das Stampfen der mächtigen Hufe dröhnte in seinen Ohren. Der Engel über ihm verschwand für ein paar Sekunden im Nebel.
„Lex!“
Verdammt, er wollte schlafen… Aber die leuchtenden Augen des Engels bettelten so herzerweichend um Aufmerksamkeit, dass er sein Bewusstsein zum Auftauchen zwang.
Clark. Nicht Engel. Es fiel ihm momentan schwer das auseinander zu halten. Er brauchte etwas um sich wachzuhalten, also konzentrierte er sich auf das über ihm schwebende Gesicht… die weichen, halbgeöffneten Lippen, die so… einladend wirkten. Genau wie der Rest des Körpers, der wie so oft in letzter Zeit  in eindeutiger Pose vor seinem inneren Auge erschien. Keine gute Idee. Weiter hoch. Gerade Nase, hohe Wangenknochen - auf die sollte man unbedingt mal einen Kuss drücken – und der Sternenlicht-Blick, der so sorgenvoll auf ihm ruhte und die schmutzigen Gedanken in seiner Seele zum Glück nicht sehen konnte.
Andererseits… er war anscheinend kurz davor abzudanken, oder? Also warum nicht…
„Du machst das mit Absicht, stimmt‘s?“, flüsterte er anklagend.
Die Besorgnis in Clarks Gesicht wich kurzzeitiger Irritation.
„Du schaust mit Absicht so unschuldig, damit ich mir schäbig vorkomme, wenn ich mir vorstelle dich flachzulegen.“
Clark entgleisten sämtliche Gesichtszüge, was bei Lex einen spontanen Heiterkeitsausbruch verursachte, den sein lädierter Körper gar nicht witzig fand.
Der junge Luthor verzog schmerzvoll das Gesicht, während sein Kichern in einem leisen Röcheln verebbte und der Nebel sich verdichtete. Stampfende Hufe in seinem Kopf, irgendwo rauschte das Meer.
Clark entschied für sich kurzerhand, dass sein Freund bei dem Unfall anscheinend einen noch größeren Dachschaden davongetragen hatte, als er gefürchtet hatte und überging die offenherzige Bemerkung.
„Der Krankenwagen wird gleich hier sein.“, brummte er beruhigend und tätschelte die Hand seines Freundes. Lex blinzelte durch den Nebel.
„Versuch nicht abzulenken“, wisperte er vorwurfsvoll, „ich hab Recht, oder?“
„Ja, du hast Recht.“ Verletzte und Verrückte soll man hätscheln.
„Wusste ich’s doch!“ Zufrieden schloss Lex die schmerzenden Augenlider und versuchte das umher stampfende Pferd in seinem Kopf zu ignorieren.

tbc.