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Ballkleid - oder ein Zauberspruch mit Folgen

von Fae2705
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Elphaba Thropp Glinda/Galinda Upland of the Upper Uplands
04.06.2009
04.06.2009
1
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04.06.2009 752
 
Disclaimer: Die Charaktere gehören leider nicht mir, deswegen ich borge sie mir auch nur von Gregory Maguire und Stephen Schwartz aus.

Ballkleid - oder ein Zauberspruch mit Folgen


„Elphie, jetzt wo wir Freundinnen sind, mache ich dich zu meinem neuen Projekt.“

„Das ist wirklich nicht nötig.“

„Ich weiß, dass ist ja gerade das Nette an mir.“

Und das waren die Worte, die die Katastrophe zum laufen brachten. Galinda hielt stolz ihren ersten Zauberstab in der Hand. Sie hatte schon einen Plan, was sie als erstes zaubern würde. Sie wollte das unscheinbare Kleid, den Kittel ihrer neuen Freundin, in ein umwerfendes pinkes Ballkleid verwandeln.
Pink passte gut zu Grün.

„Und jetzt... verwandle ich deinen schlichten Kittel in ein atemberaubendes Ballkleid!“, erklärte Galinda stolz, wollte sie doch Elphaba und sich selbst beweisen, dass Madame Akaber sich nicht in ihrem Talent getäuscht hatte.

Elphaba erhob sich vorsichtig von ihrem Bett. Hoffentlich brachte Galinda jetzt nichts durcheinander?! So wie sie ihre neue Freundin einschätzte würde diese eine kleine Katastrophe anrichten.
Vielleicht stand sie gleich mit einem viel zu kleinen Kittel vor Galinda.
Aber zum Glück besaß Elphaba noch drei weitere Kittel. Die würde Galinda schon nicht verzaubern. Andernfalls würde Elphaba ihrem Vater schreiben und um Geld für einen neuen Kittel bitten. Wo Frexspar Thropp doch so ungern Geld für seine grüne Tochter ausgab.


„Ballkleid!. . .  BALLKLEID!!!!“

„Galinda, vielleicht solltest du“, begann Elphaba, nur um von Galinda sofort unterbrochen zu werden.

„Ist das Ding überhaupt an?“

„Soll ich mal? Vielleicht hältst du ihn nur falsch.“

„Oh, nein nein nein! Trag einfach den Kittel, der ist eigentlich total schick! Obwohl, ich versuch es ein letztes Mal . . . . Ballkleeeeeeid“, Galinda war ausgerutscht und zu Boden gestürzt.

Und genau das hatte zu einer kleinen Katastrophe geführt.
Ja, doch, man konnte es als Katastrophe bezeichnen, was Galinda da vollbracht hatte.

Ihr Zauberspruch hatte am Ende doch noch funktioniert.
In gewisser Weise.
Nur leider zu gut.
Elphaba trug keinen Kittel mehr.
Sie trug nichts.

Galinda hatte ihrer Freundin den Kittel und auch ihre Unterwäsche vom Körper gezaubert.
Nackt stand sie nun vor Galinda, nur noch mit ihren Stiefeln an den Füßen.

Beide Mädchen brauchten einen Moment um zu erkennen, was da eigentlich passiert war.

„Elphie, du bist ja“, begann Galinda, aber dann brach sie ab.

Was wollte sie sagen?
Es war egal. Aber ihre Worte hatten ausgereicht, dass Elphaba aus ihrer Erstarrung erwachte und nach ihrer Bettdecke griff um sich darin einzuwickeln.

„Also zaubern kannst du“, stelle Elphaba mit einem Anflug von Ironie in der Stimme fest, während sie sich versuchte die Decke fest um den Körper zu wickeln.

„Vielleicht sollte ich es noch mal versuchen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal besser und du trägst dann ein Kleid“, schlug Galinda vor.

„Lieber nicht“, erklärte Elphaba und suchte nun nach ihrem Nachthemd.

„Dann gib mir DAS“, erklärte Galinda und riss Elphaba das einfache, vom vielen waschen inzwischen grau gewordene Nachthemd aus der Hand.

„Galinda“, Elphabas Stimme nahm einen warnenden Tonfall an.

„Ich will, dass du etwas schönes trägst.“, erklärte sie trotzig.

„Ich brauch nichts Schönes. Sieh mich an, ganz egal was du mir anziehst, ich werde nie schön sein, immer grün“, erklärte Elphaba und ließ in einem Anflug von Mut die Decke zu Boden sinken, so dass Galinda ihren nackten, grünen Körper sehen konnte.

Woher dieser plötzliche Anflug von Mut kam, konnte Elphaba nicht sagen.
Lag es am Zauberspruch?
Lag es an der Gesamtsituation?
Sie wusste es nicht.
Seit Jahren hatte keiner sie nackt gesehen und jetzt zeigte sie sich freiwillig nackt dem Mädchen, dass sie vor Stunden noch gehasst hatte, das nun ihre Freundin war.

„Aber du bist schön“, entgegnete Galinda.

„Lüg mich nicht an.“, bat Elphaba.


„Doch“, erwiderte Galinda und trat ganz dicht an ihre Freundin heran. Sie konnte fast schon ihren Atem spüren. „Für mich bist du eine Schönheit.“

Vorsichtig streckte Galinda den Arm aus und fuhr mit den Fingerspitzen Elphabas Arm hinunter, bis zu deren Hand. Ihre Finger verflochten sich unwillkürlich miteinander.

„Du bist schön“, wiederholte Galinda.

„Nur für dich“, erwiderte Elphaba.

Beide waren wie hypnotisiert.
Irgendetwas war anders seit Galindas Zauberversuch.
Irgendetwas fühlte sich nicht mehr so an wie vorher.
Aber es fühlte sich gut an.

Wer hätte gedacht, dass ein kleiner missglückter Zauber dazu führen würde?

„Nur für mich.“

Und durch eine unsichtbare Macht geleitet stellte sich Galinda auf Zehenspitzen und küsste ihre Freundin auf die Lippen, ganz zart, nicht mehr als der Flügelschlag eines Schmetterlings, war diese Berührung.

„Wunderschön“, flüsterte sie, als sich ihre Lippen trennten. Galindas andere Hand ruhte nun auf Elphabas Taille.

ENDE
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