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Konoha oder Suna?

GeschichteLiebesgeschichte / P12
Gaara Hinata Hyuga Naruto Uzumaki Sakura Haruno
19.05.2009
24.01.2010
58
150.464
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19.05.2009 2.416
 
Gaara, der Kazekage saß hinter seinem Schreibtisch vor einem großen Stapel Papierkram. Wie so häufig hatte er schon den ganzen Tag Papierkram erledigt. Wurde das eigentlich nie weniger? Er hatte das Gefühl für jede erledigte Sache brachten ihm seine Mitarbeiter zwei neue. Es klopfte an seiner Tür. ‚Nicht noch mehr Papierkram, bitte!“ flehte Gaara in Gedanken. „Herein.“ Rief er deutlich. Ein junger Ninja aus Sunagakure, der im Rang eines Chunin stand, trat herein. „Kazekage-sama, Besuch für Sie.“ Gaara sah ihn erstaunt an. „Wer kommt denn um diese Uhrzeit noch hier vorbei?“ „Es handelt sich um einen Ninja aus Konoha. Sein Name ist Naruto Namikaze.“ ‚Naruto ist hier? ‘ Die Miene des Kazekage erhellte sich schlagartig. „Lassen Sie ihn herein.“ Der Ninja verschwand durch die Tür und kurz darauf trat Naruto ein. „Hallo Naruto, schön dich zu sehen!“ „Freut mich auch Gaara.“ Die beiden gaben sich herzlich die Hand. „Ich glaub du bist schon wieder gewachsen, als ich dich das letzte Mal gesehen habe, warst du noch nicht größer als ich.“ „Kann gut sein. Ich hab da ehrlich gesagt nie so drauf geachtet“ sagte er gut gelaunt. „Was führt dich zu so später Stunde und auch noch bei einem aufziehenden Sandsturm nach Suna? Gibt es in Konoha Probleme?“ „Ich hoffe mal nicht, ich war seit Monaten nicht mehr dort. Aber wenn ein dringender Notfall vorläge, hätte mir Tsunade eine Nachricht geschickt.“ „Wie kommt es, dass du nicht mehr in Konoha warst?“ Gaara bot Naruto einen Stuhl an und dieser setzte sich ihm gegenüber. „Ich habe eine Langzeitmission erhalten. Ich fungiere als Botschafter für Konoha und ziehe quasi von Dorf zu Dorf um mit den Oberhäuptern zu verhandeln. Bisher war ich recht erfolgreich. Wir haben mit Kumogakure und Kirigakure neue Friedensverträge abgeschlossen, der Raikage in Kumo ist inzwischen sogar ein guter Freund von mir geworden.“ „Wie hast du denn das geschafft? Ich meine nachdem Sasuke versucht hat seinen Bruder zu entführen, weil der auch ein Jinchuriki war, hatte der doch echt einen Hass auf Konoha.“ Gaara war ehrlich überrascht. „Viel habe ich auch Hinata zu verdanken. Sie hat, als wir noch in Konoha waren, begonnen bei Tsunade medizinische Jutsus zu lernen. Sie ist mir ihrer perfekten Chakrakontrolle echt wie geschaffen für die Aufgaben einer Medic-Nin. Auf jeden Fall hat sie schon ein Jahr Ausbildung hinter sich gehabt, als wir aufgebrochen sind. Als wir in Kumo ankamen waren die Bewohner tatsächlich ziemlich abweisend. Doch nach zwei Wochen erkrankte plötzlich der jüngste Sohn des Raikage Schwer. Hinata hat sich um ihn gekümmert und konnte ihn heilen. Seitdem waren die Kumo Ninjas deutlich freundlicher zu uns. Nachdem der Raikage und ich uns mal offen ausgesprochen hatten, verstanden wir uns auf einmal echt gut.“
„Du bist also auf deiner Mission mit Hinata unterwegs. Wie geht es ihr?“ „Den Umständen entsprechend gut.“ „Was bedeutet?“ „Sie ist schwanger. Das Kind kommt, wenn alles normal läuft, in zwei Wochen. Das ist auch der Grund warum wir hergekommen sind.“ „Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich für euch beide.“ Gaara lächelte aufrichtig. „Danke Gaara.“ „Aber sag mal, wäre es nicht besser gewesen nach Konoha zu gehen? Ich meine, immerhin ist Tsunade dort.“ „Das hätte ich gemacht, wenn es möglich gewesen wäre. Leider können Hinata und ich erst mal nicht nach Konoha zurück.“ „Warum? Bei deinen Leistungen müsstest du doch dort als Held gefeiert werden.“ Gaara verstand gar nichts mehr. Temari hatte in ihren letzten Briefen nichts von einer feindlichen Stimmung Naruto gegenüber geschrieben, im Gegenteil. Die Dorfbewohner, die ihn so lange verachtet hatten, betrachteten ihn seit seinem Sieg über die Akatsuki als Helden. Und dann war auch noch herausgekommen, dass sein Vater der vierte Hokage gewesen war. Seitdem bewunderten sie ihn aufrichtig. Tsunade hatte ihm gegenüber vertraulich erwähnt, dass Naruto in spätestens fünf Jahren ihren Posten als Hokage übernehmen sollte. Sie wollte nur die Dorfbewohner erst langsam an den Gedanken heranführen und Naruto praktische Erfahrungen sammeln lassen. Die Mission als Botschafter passte genau in diesen Plan hinein. „Was zum Henker ist in Konoha los?“ „Hinatas Vater, Hiashi Hyuga“ sagte Naruto seufzend. Es war wahrscheinlich eine Erleichterung seinem besten Freund alles zu sagen. „Du weißt doch, dass Hinata und ich nach dem Kampf gegen Pein, also eigentlich Nagato zusammen gekommen sind.“ „Ja, das hattest du mir erzählt.“ „Wir waren beide einfach nur glücklich. Dadurch, dass wir einander gefunden hatte, wäre keiner von uns je wieder allein gewesen. Doch Hinatas Vater will unsere Beziehung einfach nicht akzeptieren. Zudem tyrannisiert er Hinata schon seit sie klein war und hackt auf ihr rum, weil sie in seinen Augen eine Schande für den Hyuga Clan ist. Mich hält er immer noch für ein Monster und selbst auf ein Machtwort von Tsunade hat er erst nicht reagiert. Er wollte Hinata zwingen sich von mir zu trennen und hat ihr damit gedroht sie zu versiegeln, wenn sie ihm nicht gehorcht.“ „Was meinst du mit versiegeln? Etwa das was Neji während eures Kampfes in der ersten Chunin-Prüfung erzählt hat?“ „Ja. Im Hyuga Clan vererbt sich das Byakugan. Um das Erbe zu schützen werden diejenigen, die nicht zur Hauptfamilie gehören mit einem Siegel zum Gehorsam verdammt.“ „Und das wollte er Hinata antun?“ „Ja. Ich war total geschockt, als sie mir das erzählt hat und bin mit ihr sofort zu Tsunade gegangen. Diese kam dann auf die Idee Hinata einfach meiner Mission, die sie schon für mich geplant hatte, als unterstützende Medic-Nin zuzuteilen. Wir verließen das Dorf direkt am nächsten Morgen. Seitdem war ich nur einmal kurz dort um einen Bericht abzugeben. Hinata hat währenddessen außerhalb gewartet. Die Gefahr, dass sie ihrem Vater in Hände gefallen wäre, war einfach zu groß.“ „Das ist ja echt schlimm. Ich verstehe, dass ihr dann zur Geburt hierher gekommen seid. Ihr könnt solange bleiben wie ihr wollt.“ „Danke Gaara. Ich hätte da aber noch eine Bitte an dich.“ „Welche denn?“ fragte er freundlich. „Könntest du eine Nachricht nach Konoha schicken und Tsunade informieren, dass wir hier sind und sie bitte Sakura zur Geburt hierher schicken soll. Sie hat Hinata während der Schwangerschaft immer wieder untersucht und Hinata möchte sie gerne als betreuende Medic-Nin bei der Geburt dabei haben. Tsunade wird das schon geheim halten können, immerhin weiß Hiashi bis heute nicht, dass ich mich mit Hinata verlobt habe und sie schwanger ist.“ „Das mit dem verlobt ist mir jetzt auch neu, gibt’s sonst noch was, dass ich wissen sollte, so in etwa, dass Kyubi auf einmal sanft wie ein Lamm ist.“ Meinte er scherzhaft. „Na ja, sanft wie ein Lamm würde ich nicht sagen, aber er ist auf jeden Fall nicht mehr bösartig. Ich hab mich nach dem Kampf gegen Nagato mal ausgiebig mit ihm unterhalten und Frieden mit ihm geschlossen. Seitdem kann ich seine Kraft gefahrlos nutzen. Er lässt sich sogar beschwören.“ Jetzt entgleisten Gaara die Gesichtszüge völlig. „Du hast dich mit Kyubi angefreundet?“ „Ja. Ich war das ewige Rumgezanke mit ihm echt leid. Und er hat Konoha damals nicht freiwillig angegriffen. Mein Vater hat mir das auch bestätigt, als er in meinen Gedanken auftauchte um zu verhindern, dass ich das Siegel löse. Der Urheber der ganzen Angelegenheit war Madara Uchiha. Das war der Kerl bei den Akatsuki mit der komischen orangenen Maske. Der Blödmann hat sogar Sasuke gegen das Dorf aufgehetzt. Zum Glück ist der wieder in die richtige Bahn gekommen, nachdem ich ihm die Wahrheit über Madara erzählt habe. Ich hatte echt keinen Bock schon wieder gegen ihn kämpfen zu müssen. Ein Uchiha als Gegner reichte völlig. Auf jeden Fall konnte Madara mit seinen Sharingan Kyubi kontrollieren und hat ihn aus Rache für seine Demütigung durch Hashirama Senju, das war der erste Hokage und Madara wollte eigentlich selbst Hokage werden, das Dorf angreifen lassen. Und er war auch der Auslöser für die Auslöschung des Uchiha Clans. Itachi hat das alles auf Befehl hin getan. Sasuke hat mir das später erzählt. Ich war echt geschockt, dass der Ältestenrat und Danzou einen solchen Befehl erteilen konnten.“ „Moment mal, was hat denn der dritte Hokage dazu gesagt, der war doch zu der Zeit im Amt.“ „Der wurde schlichtweg überstimmt.“ Gaara musste sich erst mal sammeln.
„Also, ich schicke Tsunade gerne eine Nachricht, dass ihr hier seid, aber Sakura braucht nicht mehr herzukommen, denn sie ist bereits hier im Dorf.“ Bei diesen Worten legte sich ein Lächeln auf sein Gesicht. Naruto bemerkte das natürlich. „Was ist denn los?“ fragte er neugierig. „Weißt du, am Anfang wollte Sakura ja in der Nähe von Sasuke bleiben, doch sie hat ziemlich schnell gemerkt, dass er sich überhaupt nicht für sie interessierte. Das hat sie ziemlich verletzt. Als dann Tsunade und ich uns darüber berieten wie man die Probleme beider Dörfer lösen könnte, du hast ja mitgekriegt, dass Konoha wenig Kampfninjas hatte nach dem Angriff von Pein, und wir hatten hier in Suna nicht besonders viele hochqualifizierte Medic-Nins kamen wir auf die Idee, dass es eine gute Idee wäre Temari und Sakura jeweils ins andere Dorf zu versetzen. Sakura bildet jetzt hier im Krankenhaus neue Medic-Nins aus und schult die alten nach. Und Temari ist als Jonin in Konoha für ein Team von Genin zuständig. Außerdem wollen sie und Shikamaru ja sowieso in einem Monat heiraten.“ „Das wusste ich noch gar nicht. Ich freue mich für die beiden. Sie sind zwar extrem unterschiedlich, aber passen total gut zusammen. Dann werde ich auf jeden Fall mal Sakura besuchen gehen. Wo wohnt sie denn?“ „Bei mir.“ Sagte Gaara grinsend. „Seid ihr zusammen?“ „Ja, seit einem halben Jahr.“ „Man, das ist ja mal eine gute Neuigkeit. Ich freu mich echt für dich und Sakura.“ „Danke Naruto. Wollen wir dann mal zu ihr gehen?“ „Klar, aber bist du hier schon fertig?“ er deutete auf den Papierberg auf dem Schreibtisch. „Der ist morgen auch noch da.“ Sagte Gaara und führte Naruto aus dem Zimmer.

Hinata erwachte im Krankenhaus in einem weichen Bett. Sie musste wohl eingeschlafen sein auf dem letzten Stück der Reise. Sie konnte sich gerade noch daran erinnern, dass Naruto sie auf seine Arme genommen hatte und gesagt hatte, sie müssten Suna vor Beginn des Sandsturms erreichen, es sei draußen zu gefährlich. Dann hatte er einige der Kunai, die ihm sein Vater zusammen mit diesem unglaublichen Raum-Zeit Ninjutsu hinterlassen hatte, aus seinem Waffenbeutel genommen und war diese immer soweit wie es nur ging vorauswerfend durch den Sandsturm gesprungen. Sie hatten scheinbar Suna erreicht. Lächelnd sah sie auf ihren runden Bauch. Nur noch zwei Wochen, dann würde ihr erstes Kind zur Welt kommen. Sie war so unglaublich glücklich. Narutos und ihr Kind, davon hatte sie immer geträumt mit ihm eine Familie zu gründen. Und wenn es erst geboren war, wollte er sie heiraten. Er hatte ihr vor einem Monat den Antrag gemacht. Er war so süß gewesen. Er hatte in Sukigakure, einem kleinen Dorf im Reich des Wassers in einem Blumenladen extra einen Strauß weißer Rosen gekauft. Er wusste, sie hatte sie in Weiß wesentlich lieber als in rot, auch wenn diese in der Sprache der Blumen Liebe bedeuteten. Woher er den Ring hatte, mit dem er ihr den Antrag gemacht hatte, wusste sie bis heute nicht, das wollte er geheim halten. Er würde ihr den Ort zeigen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen war, hatte er gesagt. Natürlich hatte sie freudig ja gesagt. Er hatte den ganzen Rest des Tages wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt. Es klopfte an der Tür. „Ja bitte.“ Die Tür öffnete sich. Die Kunoichi, die den Raum betrat, kannte Hinata nur zu gut. „Sakura. Was machst du denn hier?“ fragte sie erfreut und setzte sich vorsichtig auf. „Ich arbeite jetzt hier in Suna.“ „Wie kommt das?“ „Na ja, ich brauchte dringend Abstand von Sasuke, ich hab es in seiner Nähe einfach nicht mehr ausgehalten. Als dann Gaara und Tsunade Pläne schmiedeten, wie man die Probleme beider Dörfer, nämlich Sunas Mangel an Medic-Nins und Konohas Mangel an qualifizierten Jonins beheben könne, kamen sie auf die Idee Temari und mich quasi die Plätze tauschen zu lassen. Ich bilde jetzt hier in Suna Medic-Nins aus und Temari ist Teamführerin einer Gruppe Genins in Konoha. Außerdem wollte sie sowieso dorthin, weil sie in einem Monat Shikamaru heiratet.“ „Das sind ja tolle Nachrichten, dass die beiden heiraten. Weißt du, Naruto und ich wollen nämlich auch bald heiraten.“ „Ehrlich, hat er sich endlich ein Herz gefasst und dir einen Antrag gemacht?“ „Ja vor einem Monat. Wir wollen heiraten, wenn das Kind da ist und ich mich etwas erholt habe.“ „Das freut mich so für dich Hinata.“ „Aber sag mal, wenn du jetzt hier in Suna lebst weil du vor allem Abstand zu Sasuke haben wolltest, geht es dir deswegen inzwischen besser?“ fragte sie anteilnehmend. „Ja, mir geht es blendend. Ich habe es endlich geschafft über Sasuke hinweg zu kommen und bin auch neu verliebt und mit demjenigen zusammen.“ „Ehrlich, wer ist es denn?“ Sakura antwortete mit leichtem Rotschimmer auf den Wangen „Es ist Gaara.“ „Ehrlich? Wie schön. Und wie ist es so mit ihm?“ Die beiden führten ein ausgiebiges Gespräch über ihre jeweiligen Liebsten bis es erneut an der Tür klopfte und Hinata denjenigen hereinbat. In der Tür standen Naruto in seinem Reiseumhang und Gaara in seiner Amtskleidung als Kazekage. „Hinata mein Liebling, wie geht es dir?“ fragte Naruto als erstes besorgt. „Gut. Ich hab mich ausgeschlafen und fühl mich wieder fit.“ „Das beruhigt mich.“ Liebevoll hob er ihr Kinn an und küsste sie zärtlich. Als sie sich wieder lösten, stand er auf und begrüßte Sakura mit einer herzlichen Umarmung. „Ich freu mich dich wieder zu sehen Sakura.“ „Ich mich auch Naruto.“ Antwortete Sakura die Umarmung erwidernd. „Hinata hat mir schon ein bisschen was erzählt, herzlichen Glückwunsch zur Verlobung.“ „Danke Sakura. Ich bin echt froh, dass du schon hier bist, dann kann ja bei der Geburt nichts mehr schief gehen.“ Obwohl er das Hinata gegenüber nie zugegeben hätte, machte er sich große Sorgen, dass ihr bei der Geburt etwas passieren könnte. In dieser Hinsicht wollte er unbedingt, dass entweder Tsunade oder Sakura bei ihr wären. Nur diesen beiden vertraute er blind. Gaara trat nun an Sakuras Seite, nachdem sie mit der Begrüßung Narutos fertig war und legte ihr die Arme um die Taille. „Hallo mein Schatz. Bist du für heute mit deiner Arbeit hier fertig?“ „Ja, Hinata war die letzte, nach der ich sehen musste und sie kann auch direkt entlassen werden, sie war ja nur erschöpft. Ihre Werte und die des Babys sind gut.“ „Dann lasst uns doch alle gemeinsam zu uns nach Hause gehen. Ihr könnt bei uns im Gästezimmer wohnen“ bot Gaara an. „Das nehmen wir gerne an“ antwortete Naruto.
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