Crescent-Moon

GeschichteDrama / P18
18.05.2009
14.11.2009
32
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Dieses Kapitel
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Crescent-Moon

And the day ends hopeless in the moonshine…




Was würdest du tun,
wenn derjenige,
für den du existierst,
den du über alles liebst,
dich nicht mehr sehen möchte,
dich nicht mehr lieben würde?



Love is a wonderful feeling, but
Losing love is disturbing!




Der Tag begann wie jeder andere, war bereits zum Alltag geworden. Jeden Morgen stand eine junge Dame von siebzehn Jahren, genannt Bella, aus ihrem Bett auf, um sich für den Schultag fertig zu machen. Wie jeden Tag wartete ihr fester Freund, ihre große Liebe namens Edward, vor dem Haus an einem silbernen Volvo auf sie, um mit ihr den Weg zur Schule zu bestreiten. Der rote Transporter begann bereits zu rosten, nur ab und zu wurde er zum Einkaufen gestartet.
Vor dem Kleiderschrank verweilte Bella nicht lang. Die blaue Bluse, die Edward so sehr gefiel, sowie eine einfache Jeans wurden angekleidet und mit einer silbernen Kette, die er ihr vor einem Monat geschenkt, besser gesagt abgedrängt, hatte, schloss sie um ihren Hals. Schnell noch die braune Mähne bändigen und ein Blick aus dem Fenster verriet ihr, dass er bereits wartete. Ein Seufzen entglitt ihrer Kehle, wandte sich zum Gehen um und lief direkt zur Haustüre, um Edward hinein zu bitten. Schließlich wollte sie noch frühstücken.
Edward verstand sie, lächelte kurz ihr geliebtes schiefes Lächeln und war bereits eine Sekunde später bei ihr. „Guten Morgen, mein Engel“ hauchte er ihr ins Ohr, küsste dieses liebevoll. „Den wünsche ich dir auch.“ antwortete Bella mit erhöhtem Pulsschlag, wurde leicht rot und lief schnell in die Küche, um sich ein Müsli zuzubereiten…
Ganz normaler Alltag. So fuhren die Zwei zur Schule, wo sich vorerst ihre Wege trennten, nur nach dem langweiligen Unterricht wieder zusammen zu finden.
Heute verspätete der Vampir sich, ungewöhnlich für ihn. Hart schluckte Bella, beschloss einfach ohne ihn zur Cafeteria zu gehen und setzte sich an einen freien Tisch. Ihr Blick glitt suchend durch den recht leeren Raum, zart biss sie sich dabei auf die Unterlippe, sichtlich verunsichert.
Der helle Raum wurde an jenem Tage nicht mit Edwards Anwesenheit beehrt. Die Nervosität stand ihr ins Gesicht geschrieben.
Zur gleichen Zeit befand sich Edward in seinem Wagen, lauschte klassischer Musik, die Augen geschlossen. Man musste kein Genie sein, um zu erkennen, dass er angestrengt nachdachte und wohl mit sich selbst rang.
Unbemerkt blieb es, dass Bella nach der Schule an der Fensterscheibe klopfte. Aus seinen Gedanken hoch geschreckt, stand Edward aus seinem Wagen aus, blickte seiner Liebsten in ihr herzförmiges und schönes Gesicht, auf welchem sich nun die Sorge spiegelte. Ihr Herzschlag flatternd, der Körper leicht zitternd. Sanft strich er mit seinen Fingerspitzen über ihren Wangenknochen, gab jedoch keinen Laut von sich. Die Entscheidung war längst getroffen, er wollte es nicht noch besonders dramatisch gestalten.

„Was ist mit dir los?“ hauchte die Brünette dem Bronzehaarfarbenem entgegen, versuchte Augenkontakt aufzubauen. Dieser schüttelte bloß den Kopf. „Steig ein, ich bringe dich nach Hause.“ sagte er monoton, stieg wieder in sein Auto ein. Bella gehorchte seinem Befehl und befand sich Sekunden später auf dem Beifahrersitz.
Die Fahrt verlief, ohne, dass Edward Bella antwortete, oder überhaupt sprach. „Wo warst du die ganze Zeit? Ich habe dich vermisst.“ versuchte sie es noch einmal, blickte in sein Profil.
Sein Kiefer spannte sich an, die Finger schlossen sich für einen Moment fester um das Lenkrad. So, wie es bereits öfters gewesen ist, wenn Edward sich unwohl fühlte oder angespannt war. „Ich war im Volvo und habe Musik gehört.“ sprach er mit seiner glockenartigen Stimme völlig ruhig als wäre es das Normalste auf der Welt gewesen. Das war es auch. Schon oft hatte er Stunden ausfallen lassen, um einfach in sein Auto zu steigen. Nur die gemeinsamen Stunden mit Bella hatte er nie geschwänzt. Heute war, wenn man von dem ersten Treffen absah, eine Premiere gewesen. „Wieso?“ fragte Bella weiter. Manchmal konnte sie wirklich bereits lästig mit ihrer Fragerei werden.
Edward schüttelte nur den Kopf, fast unmerklich für einen Menschen. „Weil mir danach war.“ antwortete er ausweichend. Sein schlechtes Gewissen machte sich breit, wenn er ihr gar nicht antworten würde. Schließlich traf sie für sein Verhalten keine Schuld.

An Bellas Haus, in welchem sie mit ihrem Vater lebte, hielt Edward, stieg mit Bella zusammen aus. „Bleibst du, Edward?“ fragte Bella ihn, als sie sich gegenüber standen.
„Heute nicht.“ wieder zögerte er mit seiner Antwort, als würde er sich dabei selbst verletzten. Das tat er auch. Der Wille, dies nun zu tun, war nicht besonders groß, allerdings notwendig. „Bella, es tut mir leid, aber ich möchte nicht mehr bei dir sein. Gar nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr, weil ich mit deiner Art nicht mehr zu recht komme und dich nicht mehr liebe. Es tut mir leid, aber meine Familie und ich werden Forks heute verlassen. Wir haben bereits alles geklärt.“ ließ er den Knoten platzen, bevor Bella überhaupt sprechen konnte. Die Worte taten ihm selbst weh, doch er sah es als einzigen Weg an, von Bella loszukommen. Mit Lügen.
Es traf sie wie ein giftiger Pfeil. Niemals hätte sie damit gerechnet, doch nun waren seine Worte ausgesprochen und ihr Herz bekam bereits die ersten Risse. „Du liebst… mich nicht mehr und willst… nicht mehr bei mir sein… du gehst weg?“ stammelte sie in einem Piepston und mit solcher Verzweiflung, dass Edward sie am liebsten in seine starken Arme gezogen hätte.
„Ich liebe dich nicht mehr und wir werden noch heute aufbrechen. Meine Familie und ich. Wir werden dich nicht länger in Gefahr schweben lassen. Bitte akzeptiere meine Entscheidung einfach. Schließlich möchte ich dir nichts vorspielen. Gefühle lassen sich nicht erzwingen.“ redete er mit einer solchen Überzeugungskraft weiter, dass wohl jeder ihm glauben würde. Nun rann der Siebzähnjährigen bereits die erste Träne über die Wange, die sie nicht wegwischte. „Und das wird dir nun auf einmal klar?“ rief sie fast hysterisch heraus und atmete tief durch, weil sie befürchtete gleich umkippen zu müssen. „Ich verstehe dich nicht, ich verstehe dich nicht. Wir waren doch glücklich. Willst du etwa alles hinwerfen? Ohne Grund?“ hauchte sie, zwang ihn ihr in die Augen zu schauen. Er erwiderte ihren Blick eiskalt. „Ich ertrage deine Nähe nicht mehr.“ knurrte er, doch dann wurde seine Miene für einen Moment traurig. Es kostete ihn so viel Überwindung, sich nun ihr zu trennen. Doch es war zu ihrem Besten. „Es wird so sein, als hätte es mich nicht gegeben. Du wirst mich vergessen, irgendwann. Du wirst jemanden finden, der dich wirklich liebt und der dir eine Zukunft bieten kann. Lebe wohl, Bella.“ sagte er emotionslos, küsste ihre Stirn sanft und stieg schnell in sein Auto, um direkt zu starten. Er ließ eine schluchzende Bella zurück, die zusammenbrach…  



Er hat mich die ganze Zeit nur belogen? Er hatte mich überhaupt nicht geliebt und erträgt mich nicht mehr? Seine ganze Nähe zu mir, seine sonst so liebevollen Worte, Liebesschwüre, alles bloß ein gutes Theaterstück? ... Fragen über Fragen, die die junge Dame nicht zu beantworten vermochte. Grauen Wolken sind über ihr Paradies gezogen und würden wohl nicht mehr verschwinden. Selbst, wenn er tatsächlich wieder kommen würde... Hieß das sogleich, dass sie ihm sofort verzeihen würde?
Ich liebe dich über alles. Du hast mir gesagt, dass du mich nie verlassen würdest... Alles bloß leere Versprechen?

War es die richtige Entscheidung? Wird sie nun glücklich? Schwebt sie nicht mehr in Gefahr?  ... Wieder einige Fragen, die sich nun der über hundert Jahre alte Vampir stellte. Zwar hatte es den Anschein, dass auch bei ihm dicke Wolken aufzogen, dennoch hellte sich seine Gedankenwelt ein wenig auf.
Sie kann ein normales Leben führen. Sie muss sich nicht mehr fürchten. Sie wird mich vergessen...

Führt sie wirklich ein normales Leben, muss sie sich nicht mehr Fürchten? Wird sie ihn wirklich vergessen können? Niemals, werde ich ihn vergessen können. Er ist meine große Liebe, niemals werde ich jemand anderen so lieben können, wie ich ihn geliebt habe, auch wenn es einseitige Gefühle waren.Sie muss mich vergessen können, sonst wird sie daran zugrunde gehen. Sie darf sich nicht auf mich beschränken. Irgendwo wird der Richtige für sie sein… - Anscheinend ist dem werten Herrn nicht bewusst, dass gerade er derjenige ist, den Bella so sehr begehrte.

Was würde passieren, wenn einer vom Liebespärchen die Welt der Lebenden verlassen würde? Was würde passieren? Würde der eine dem anderen folgen? Würde man sein Leben für den anderen riskieren? Würde man es irgendwann verkraften?

Schon bald wird sich dies herausstellen. Denn ein eiskalter Psychopath, sogleich ein Mörder, befindet sich bereits in Port Angeles. Vorlieben für junge Frauen mit braunem Haar pflegt er. Besonders zierliche Mädchen sind auf seiner Liste.
Jede Nacht verschwindet eine Dame, wird Tage später in miserablen Zuständen von der Polizei aufgefunden. Meist zu Liebesspielen gezwungen, blutleer mit schweren Verletzungen am ganzen Körper. Manchmal kommen sie auch glimpflicher davon: Nur blutleer.
Ob es bloß ein einziger Mörder war, der sein Unwesen treibt, kann die Polizei nicht behaupten. Es sieht schließlich danach aus, als wären verschiedene Täter an den Opfern zugange, den unterschiedlichen Verletzungsgrad zu urteilen.
Der ganze Staat hofft, dass dieser Killer bald gefasst werden würde. So auch Charlie Swan, der Vater von Bella, der bereits Angst um seine Tochter hat, wenn er arbeiten muss. Nun, wo ihr Freund sie verlassen hatte und sie am Boden zerstört ist. Er macht sich wirklich große Sorgen um sie, überlegt sogar, ob er sie vielleicht zu einem Therapeuten schicken sollte, der ihr mit dem Trennungsschmerz helfen könnte. Doch er traute sich nicht, sie zu fragen. Aus dem Grunde, weil er sie nicht noch weiter hinabziehen möchte, indem er sie als geistig krank abstempelte. – Vielleicht wäre sie in einer Therapie sicher gewesen. Sicherer, als allein in einem großen Haus seine Zeit abzusitzen und auf Edward zu warten, der es nicht in Betracht zog, überhaupt zu Bella zu gehen. Welch Schicksal erwartet Bella? Wird Edward seine Einstellung ändern, bevor es zu spät ist?



Hey ihr Lieben.

Dies ist meine erste FanFiktion und ich bin deswegen vielleicht noch ein wenig unerfahren.
Natürlich würde ich mich über Reviews und Favo-Entrys freuen, die zum Schreiben motivieren. Wenn diese ausbleiben, ist es meistens sehr frustrierend.  
Also bitte ich euch, einfach ein paar kleine Wörtchen zu hinterlassen, die mich immer zum strahlen bringen. Auch Verbesserungsvorschläge und Kritik, sowie Ideen sind erwünscht. Scheut euch nicht.

Ganz liebe Grüße an euch alle,
Heartangel



Videos für die Story

Trailer 1
Leider setzt die Musik eine Sekunde zu früh/spät ein. Neu Hochladen lohnt sich nicht mehr.

http://www.youtube.com/watch?v=XeDjKbeE9wk