Hiding my heart away

von kuyami
GeschichteRomanze / P12 Slash
Die deutsche Nationalmannschaft Werder Bremen
17.05.2009
17.05.2009
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17.05.2009 2.457
 
Sooo... ihr habt also trotz der schrecklichen Summary hierher gefunden  ^^
Dann jetzt erst Mal das wichtigste:

Pairing: Clemens Fritz / Per Mertesacker
Rating: P 12 Slash
Warnings: Slash und One-Shot. Mehr gibts nicht zu befürchten ^^
Disclaimer: Mir gehört (leider^^) keiner der beiden und das hier ist alles reine Fiktion und basiert allein auf meinen seltsamen Gedanken. Auch verdiene ich hiermit kein Geld und beabsichtige es auch nicht.
Widmung: Meiner lieben Sammy-chan gewidmet, die mich überhaupt erst mit dem Clemens/Per-Virus angesteckt hat und sich dann auch noch mutigerweise als Beta angeboten hat ^^ Danke für alles =)

Und nun wünsche ich viel Spaß =)  Achja: Reviews sind natürlich erwünscht, wie immer :)


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Clemens.
Das war alles. Einfach nur Clemens.
In seinen Gedanken, in seinen Träumen, seine warme Haut unter seinen großen Händen, seine Stimme in seinem Ohr, sein Geruch, der ihn umgab. Clemens.

Noch bevor Per die Augen aufschlug, wusste er, dass es noch nie einen Morgen gab, an dem er lieber aufgewacht wäre und noch nie einen Morgen, an dem er es so sehr hasste.
Langsam begann er seinen Körper wieder zu spüren und mit all seinen Sinnen die Situation, in der er sich befand, aufzunehmen, während er die Augen weiter geschlossen hielt.
Unter sich spürte er eine weiche Matratze und sein Kopf war auf flauschige Kissen gebettet.
Die Sonne schien schon so hell ins Zimmer, dass sie sogar durch seine geschlossenen Augenlider drang. Doch das war nicht wichtig. Das alles war nicht wichtig. Nicht die Kissen, nicht die Sonne. Nichts davon.
Nur das leise und gleichmäßige Atmen neben sich. Der Atem, der leicht seine nackte Schulter streifte und sich dann auf seiner Brust verlor.
Die Haarsträhne, die leicht seine Schulter kitzelte und der Kopf, der an selbige gekuschelt war.
Die warme, männliche Hand auf seinem Bauch.
Der Körper neben ihm.
Clemens neben ihm.
Noch immer brachte es Per nicht über sich, die Augen zu öffnen. Vielleicht aus Angst, dass dann alles vorbei sein könnte, vielleicht aus Angst, dass alles dann erst richtig anfing.
Stattdessen schmiegte er seinen Kopf, bedacht darauf ihn nicht aufzuwecken, an Clemens' Kopf und sog seinen Duft tief in sich ein, bis ihm fast schwindlig wurde. Nur, um ihn dort zu behalten, wenn er gehen musste. Denn er musste gehen.
Doch noch nicht jetzt. Es war noch Zeit, noch ein kleines bisschen Zeit.


„Per? Das ist Clemens.“
Unwillkürlich musste Per schlucken. Er konnte es zwar nicht erklären, doch kaum hatte er Clemens gesehen, da spürte er, wie es ihn praktisch zu ihm zog. Als er sich dann auch noch zu ihm umdrehte und mit seinen schlanken Fingern die moderne Sonnenbrille abnahm, während die Sonne sein blondes Haar zum Glänzen brachte, da wusste Per, dass er nicht entkommen konnte.
„Hey.“, begrüßte ihn Clemens' Stimme freundlich und er streckte ihm mit einem strahlenden Lächeln die Hand entgegen. Fasziniert ergriff Per sie und war überrascht, wie warm, fest und gleichzeitig sanft ein Händedruck sein konnte und wie ein einziger Blick in die Augen eines noch völlig Fremden ihm so den Atem rauben konnte.



Wer war eigentlich auf die Idee gekommen, dass sie nach dem Spiel noch zusammen feiern sollten? Bei demjenigen musste Per sich auf jeden Fall noch bedanken. Schließlich hatte ihn derjenige in Clemens' Arme gebracht. Wenn auch nur für eine Nacht, so war es doch mehr gewesen als er sich erhofft hatte. Denn wenigstens ein einziges Mal in seinem Leben Clemens' Liebe zu spüren war es, wofür es sich zu leben lohnte. Für dieses eine Mal.


Arm in Arm torkelten sie durch die Straßen und Pers Arm lag um Clemens' Schulter wie ein Schraubstock. So schnell würde er ihn nicht wieder loslassen. Er wollte ihn nicht loslassen. Nicht heute Nacht.
Noch während Clemens sich in seine Hüfte krallte, um nicht um zufallen und er für  einen sicheren Stand für sie beide sorgte, spürte er, wie der Alkohol nun gänzlich verschwunden war. Was sollte man auch von zwei Bier erwarten? Den ganzen Abend hatte er sich daran festgehalten und war versucht gewesen, Clemens nicht allzu oft und allzu auffällig anzustarren, wenn er mit glänzenden Augen über die Witze ihrer Mannschaftskollegen lachte. Er hatte gar keine Zeit gehabt, viel zu trinken. Viel zu beschäftigt war er mit dem Kleinen gewesen. Schon wieder.
Er war nicht betrunken gewesen, nicht mal annähernd. Und doch bemühte er sich jetzt nicht, dies zu zeigen. Stattdessen torkelte er genau so unsicher wie Clemens und erweckte den Eindruck sich an ihm festhalten zu müssen, nur um ihn einfach berühren zu können.
„Du schläfst am Besten bei mir.“, nuschelte Clemens ihm mit rauer Stimme ins Ohr und umfasste seinen Körper noch etwas fester. Per nickte nur stumm und manövrierte sie beide zu Clemens' nahe gelegener Wohnung.
Wenn es nicht sein musste, dann würde er diese Nacht ganz bestimmt nicht allein verbringen.
Denn das Leuchten in Clemens' Augen, nachdem er zugestimmt hatte, heute Nacht bei ihm zu schlafen, brannte in ihm wie ein Feuer und sorgte dafür, dass seine Finger zitterten als er schließlich die Tür aufschloss und nach dem Lichtschalter tastete.

Der Gedanke an Clemens' Augen holte ihn schließlich wieder in die Realität zurück. Was würde geschehen, wenn sie sich nach dieser Nacht, die sie zusammen verbracht hatten, wieder in die Augen sahen? Würde sich etwas in Clemens' Blick verändert haben, oder würde Per noch immer auf eine Wand aus rein freundschaftlicher Zuneigung stoßen?
Vorsichtig öffnete er die Augen und brauchte kurz, bis er sich an das Licht gewöhnt hatte. Einige Zeit lang starrte er gedankenverloren an die Decke und versuchte, sich selbst klar zu machen, was genau eigentlich passiert war und wie es nun weiterging.
Er hatte mit dem Mann geschlafen, in den er sich vor über einem Jahr verliebt hatte und der bisher nicht mehr als ein guter Freund gewesen war, das war Fakt.
Doch wie würde es weitergehen? Waren sie immer noch Freunde, wenn Clemens aufwachte?
War immer noch alles in Ordnung zwischen ihnen, wenn Clemens die Augen aufschlug und sich in Pers Armen wieder fand? Oder würde Clemens ihn abweisen und nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen?
Doch so wie er Clemens' kannte,  würde er es sicherlich mit einem schelmischen Lächeln und der Erklärung, dass Alkohol wohl einiges bewirken konnte, abtun und sie wären immer noch Freunde.
Sein Herz ziepte nun zum ersten Mal unangenehm. Ja, sie würden danach noch Freunde sein. Und doch war es nicht das, was Per sich sehnlichst wünschte.
Für einen kurzen Moment setzte sein Herz aus und er hielt den Atem an. Clemens' Hand auf seinem Bauch hatte kurz gezuckt, doch dann hatte er im Schlaf nur etwas vor sich hin gemurmelt und sich schließlich noch etwas näher an Per geschmiegt.
Der wagte es nun wieder zu atmen und fühlte sein Herz nun angenehm schnell gegen seine Brust klopfen.
Wozu zweifelte er, wozu machte er sich Gedanken über die Zukunft?
Das war doch alles egal.
Denn Clemens lag noch immer tief schlafend neben ihm und sein Atem streifte immer noch angenehm warm seine nackte Haut. Er war noch immer hier, bei ihm. Nichts anderes war wichtig.
Vorsichtig wagte Per nun einen Blick zur Seite auf Clemens Gesicht. Noch immer hatte sein Herz sich nicht wieder beruhigt und das würde es auch nicht wieder tun, so lange Clemens ihm so nahe war, das wusste er.


Niemals hätte er Clemens bedrängt und es wäre ihm niemals eingefallen, sich Clemens auf diese Art und Weise zu nähern. Doch als der Kleine nun vor ihm stand und ihm tief in die Augen sah, da fanden seine Hände wie von selbst den Weg zu Clemens' Nacken.
Zögernd machte Clemens einen Schritt auf ihn zu, noch einen und war nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt. Per konnte jede einzelne Sommersprosse sehen, seine Zunge, wie sie über seine Lippen leckte.
Sanft und ohne nachzudenken strich er ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht und beobachtete, wie Clemens sich augenblicklich unter seinen Berührungen entspannte.
Wieder begann sein Herz laut zu klopfen und drohte vor Sehnsucht nach Clemens zu zerspringen.
Dieser legte nun seine Hand auf Pers Brust, genau dort hin, wo sein Herz war.
Langsam machte er einen weiteren Schritt auf Per zu und zog ihn schließlich mit der anderen Hand sanft zu sich herunter, fuhr ihm kurz durchs zerstrubbelte Haar, streichelte seine Wange und ließ seine Hand dann dort verweilen, als er Per nun mit einem Kuss den Atem raubte.
Ungläubig keuchte Per auf, schloss Clemens aber instinktiv in seine Arme. Nach kurzer Zeit begriff er auch, dass dies nicht der Zeitpunkt war, um sich Gedanken zu machen, sondern es war die Zeit um Clemens endlich zu zeigen, was er fühlte. Die Zeit zu genießen.
Und noch nie hatte er einen Kuss so sehr genossen, noch nie hatte er so viel Gefühl in einen Kuss gelegt, noch nie so große Leidenschaft empfunden und doch hatte er auch noch nie so viel Angst gehabt, als Clemens sich langsam wieder von ihm gelöst hatte.
Schnell suchte und fand er seinen Blick. Seine Hände zitterten vor Aufregung, was er dort sehen würde.
Irgendetwas war anders, das konnte Per erkennen. Doch was vermochte er nicht zu sagen.
Seine Finger kraulten Clemens' Haaransatz während sie sich weiter tief in die Augen blickten.
Auf seiner Brust spürte er noch immer Clemens' Hand, deren Daumen nun sanft hin- und her strich. Genau über sein Herz.
Er hatte sein Herz schon vor so langer Zeit berührt. Doch nicht nur auf diese Weise.

Aufmerksam beobachtete er Clemens' Gesicht, das von der Sonne sanft angestrahlt wurde, so, als ob sie ihn nur ins rechte Licht setzen, aber nicht aufwecken wollte.
Und er sah so unglaublich schön aus, wie er da lag, den Kopf an seine Schulter geschmiegt, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, das Gesicht voll von seinen niedlichen Sommersprossen, die ihm immer etwas Kindliches verliehen und dazu sein von Bartstoppeln eingerahmtes Kinn. Die Überbleibsel seines letzten Drei-Tage-Bartes, den er sich von Zeit zu Zeit wachsen ließ, weil er der Meinung war, damit männlicher zu wirken, wie er Per anvertraut hatte. Um ehrlich zu sein, machte ihn das noch niedlicher und in Pers Augen noch begehrenswerter. Doch das hatte er lieber für sich behalten.
Ohne genau zu wissen, warum flüsterte er ganz leise: „Ich liebe dich.“ Und war sich im nächsten Moment sofort sicher, warum er es gesagt hatte. Das wusste er genau.
Weil es die Wahrheit war.
Weil er sich noch nie so vollkommen gefühlt hatte, einfach nur hier, mit Clemens an seiner Seite, aneinander geschmiegt in seinem Bett.
Der schöne Mann zu seiner Rechten bewegte sich ein weiteres Mal im Schlaf, rückte noch etwas näher an Per und schlang seinen Arm fest um seinen Körper.
Ein Lächeln umspielte Pers Lippen als er Clemens vorsichtig durchs Haar fuhr, nur um sein hübsches Gesicht noch etwas genauer beobachten zu können.
Die Sonnenstrahlen, die darauf fielen, es zu streicheln schienen,machten es noch schöner.
Clemens war immer schön.

Sie hatten die ganze Zeit kein Wort gesprochen. Weder nach dem ersten Kuss, noch nach einem der folgenden. Auch nicht, als sie endgültig in Clemens Schlafzimmer gestolpert waren und sich aufs Bett fallen hatten lassen. Alles war still gewesen, bis auf ihre Küsse, ihren lauten, schweren Atem und das leise Stöhnen, das hin und wieder das Zimmer füllte.
Doch sie mussten auch nicht reden. In diesem Moment war einfach klar, was passieren würde. Was passieren musste, weil sie es beide so sehr wollten, dass es weh tat.

Und noch nie war Clemens schöner gewesen, als letzte Nacht, als er dann unter ihm gelegen hatte, mit glänzenden Augen, roten Wangen und leicht geöffneten Lippen, denen hin und wieder ein leises Stöhnen entfuhr. Noch nie waren sie beide schöner gewesen, so ineinander verschlungen, ineinander versunken.

Als er sich dann einige Zeit später wieder neben Clemens in die Kissen sinken ließ wusste er, dass er sich noch nie lebendiger gefühlt hatte, als in den letzten Minuten, in denen er mit Clemens vereint gewesen war, als sie eins gewesen waren.

Doch jetzt, wo alles vorbei war, da überkam ihn ein anderes Gefühl. Schon als Clemens sich gestern Nacht in seine Arme gekuschelt hatte und dort eingeschlafen war, hätte er es wissen müssen.
Sie hatten miteinander geschlafen. Doch das war es auch gewesen. Sie waren kein Paar, würden es nie sein. Es war nur Sex gewesen. Ein einziges Mal. Ohne Wiederholung.
Nur Sex... seufzend streichelte er Clemens Arm, der um seine Mitte geschlungen war und beobachtete ihn noch eine Weile.
Für ihn war es mehr gewesen. Nicht nur einfach Sex. Doch das würde er Clemens nicht sagen können. Das ging nicht.
Deshalb musste er weg. Er musste gehen. Jetzt.
Denn schon bald würde Clemens aufwachen, sich in dieser Situation, in seinen Armen, wiederfinden.
Und genau das wollte er ihm ersparen. Er wollte ihm ersparen, mit ihm ein erzwungenes Gespräch darüber zu führen und wollte ihm den Blick in seine eigenen Augen ersparen, die ihm sagen würden, was ihm die letzte Nacht bedeutet hatte.
Vorsichtig wand er sich aus Clemens warmen Armen, schlüpfte unter der Bettdecke hervor und sammelte seine Klamotten vom Boden auf, die er sich schnell überzog.
An der Tür drehte er sich noch ein Mal um und brachte ein letztes Lächeln zu Stande, während er den schlafenden Engel beobachtete, bevor er sich mit Tränen in den Augen abwandte und schnellen Schrittes die Wohnung verließ.
Er verließ sie in dem Glauben, dass Clemens vielleicht sogar ohne Erinnerung an die letzte Nacht aufwachte. In dem Glauben, dass Clemens gestern genug getrunken hatte, um die Situation für ihn rechtfertigen zu können. Im Gegensatz zu ihm.
Und er verließ die Wohnung, verließ Clemens, mit derselben Sehnsucht, mit der er sie betreten hatte. Gerne wäre er länger geblieben. Vielleicht sogar für immer.

Clemens erwachte blinzelnd von einem lauten Türknallen. Er brauchte nicht erst die Augen zu öffnen, um zu sehen, dass Per weg war. Er wusste es einfach. Von der anderen Seite des Bettes drang schon die Kälte zu ihm hinüber und schien sein Herz einfrieren zu wollen.
Per war weg.
Bestimmt war er heute Morgen aufgewacht, hatte sich voll Schrecken in seinen Armen wiedergefunden und hatte dann fluchtartig die Wohnung verlassen. Bestimmt hatte er genug getrunken gehabt, um die Situation für ihn rechtfertigen zu können. Im Gegensatz zu ihm.
Bestimmt sah er es nur als einen Ausrutscher an, der aufgrund von übermäßigem Alkoholgenuss schon mal vorkommen konnte.
Doch wie gern hätte er jetzt mit ihm geredet. Ihm einfach nur von seinen Gefühlen erzählt, die er schon so lange zu verstecken suchte.
Wie gerne hätte er ihn gefragt, ob er nicht noch etwas länger bleiben wollte. Vielleicht sogar für immer.


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Und wen eine Fortsetzung interessiert, der folge bitte diesem Link:
http://www.fanfiktion.de/s/4a771fd90000513c06d00fa2
=)
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