Rache des Bösen

GeschichteDrama / P12
Arthur Underwood Bartimäus
17.05.2009
23.10.2009
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17.05.2009 443
 
Schwärze.
Tiefe, alles umhüllende Schwärze.
Und Schmerz.
Nur dies war Arthur Underwood geblieben, der zusammengerollt und zitternd auf dem kalten Steinboden lag. Tränen rannen seine Wangen hinab und brannten wie Feuer in seinen Augen.
„Warum?“
Warum nur?
Bitterlich schluchzend warf er sich auf dem Boden herum, als könne er dadurch den Schmerz vertreiben. Seine Hände waren längst wund gescheuert, ebenso seine Knie.
Grob war er gepackt wurden und in den Tower von London geschleift worden, und nach wie vor hatte er keine Ahnung warum und wofür er büßen sollte.
„Marta......“, flüsterte er heiser und ein erneuter, krampfartiger Schluchzer entfuhr ihm.

Er war, wie jeden verdammten Tag, von der Arbeit aus der Abteilung innerer Angelegenheiten nach Hause gekommen, und hatte die Haustür schief in den Angeln vorgefunden. Überstürzt war er ins Haus gehastet und war sogleich auf der Blutlache ausgerutscht, die auf dem gekachelten Flurboden stand. Er hatte sich jedoch schnell wieder aufgerappelt und war, dem süßlichen Blutgeruch folgend, in die Küche gerannt.
Dort fand er sie.
Reglos auf dem Boden liegend, fast so als würde sie nur schlafen.
Doch die gewaltige Blutlache in der sie lag zerstörte diesen Eindruck sofort.
Kaum war er neben seiner Frau in die Knie gebrochen, kaum hatte er ihren fehlenden Atem und ihren fehlenden Puls bemerkt, traf ihn ein derber Tritt ins Kreuz. Er schlug der Länge nach auf den Marmorboden und schmeckte Blut, das ihm aus Mund und Nase schoss.
Er konnte nicht mehr klar denken....mühsam versuchte er sich auf dem Boden liegend umzudrehen, doch der nächste Tritt schmetterte ihn wieder zurück auf die Steinfliesen. Für kurze Zeit schwanden ihm die Sinne, und Dunkelheit breitete sich in seinem Kopf aus. Doch im nächsten Augenblick wurde er durch ein schallendes Lachen und eine Ohrfeige wieder zurück ins Hier und Jetzt gerissen.
Mühsam öffnete er die Augen.
„Unmöglich....“, flüsterte er.....“ nicht du...“
Der Mann, der breitbeinig über ihm stand beachtete die Worte nicht und stieß einen schrillen Pfiff aus. Sofort materialisierte sich neben ihm ein Dämon. Ob es ein Kobold, Foliot oder sogar ein höherer Dämon war vermochte Underwood nicht zu erkennen. Das Geschöpf packte ihn und schlug ihm einmal direkt ins Gesicht. Sofort verlor er die Besinnung.

Nun lag er hier, halb wahnsinnig über den Tod Martas und mit zwei angebrochenen Rippen, die jeden Atemzug zur Qual machten.
„Warum?.....“
Diese Frage schoss ihm wieder und wieder durch den Kopf, während die Wärme aus seinem Körper wich.
Er ahnte nicht, dass ihm die Antwort bald offenbart würde, und auch nicht, dass sie sein Leben in seinen Grundfesten erschüttern würde.
Noch während seiner Grübeleien. die vor allem von Schmerz und Trauer geprägt waren, wurde die Kerkertür quietschend entriegelt.....
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