'til death tears us apart

GeschichteMystery / P12
15.05.2009
06.07.2009
11
10116
 
Alle
45 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
 
Lisa und ich haben uns mal wieder an was rangetraut^^
es ist alles frei erfunden! also, keine doofen kommentare von wegen 'sowas unrealistisches' *grins*.
und jz viel Spaß!


------------


„Uwe mach schon“, ängstlich klammerte sich Pia an ihren besten Freund. Sie und Uwe waren gerade auf dem Weg nach Transsilvanien um ein paar Tage zu entspannen.
„Ich versuch‘s ja schon Pia, aber das doofe Ding will nicht anspringen!“, mit diesen Worten trat er abermals mit dem Fuß gegen das große Autorad, was daraufhin verdächtig aufpfiff.
„Super Uwe, jetzt ist der Reifen platt“, murmelte Pia an seiner Brust und spähte um sich. Sie waren mitten im Wald. Um sie herum waren nur Bäume, es war mitten in der Nacht und auch noch neblig.
„Noch schlimmer kann es wirklich nicht mehr werden“, nuschelte sie und im nächsten Moment hörte sie eine Wolf heulen.
„Uwe, ich hab angst“, wisperte Pia ängstlich.
„Ganz ruhig, Süße, ich bin da. Bleib du bei dem Auto, ich schau mich mal nach einem Haus oder so was um“, er lächelte und wollte schon gehen, doch Pia klammerte sich an seinen Arm.
„Bist du blöd? Du kannst mich jetzt doch nicht alleine lassen! Oh nein, wenn dann schauen wir zusammen!“
„Aber Pia, einer muss beim Auto bleiben, unser ganzes Gepäck!“
„Dann nehmen wir das halt mit!“, mit diesen Worten hievte sie ihren Koffer aus dem Kofferraum. Uwe seufzte, widersprach aber nicht und holte seinen Koffer ebenfalls heraus.
So beladen machten sie sich auf den Weg nach einer möglichen Unterkunft für die Nacht zu suchen. Durch den Schnee, der den Waldboden bedeckte, kamen sie aber nur schwer voran. Zu allem Überfluss fing es dann auch noch an zu regnen.
„Da vorne ist ein Licht!“ schrie Pia dann schon fast euphorisch. Der Regen war nicht nur eisig kalt sonder hatte den Schnee inzwischen auch in ekligen Matsch verwandelt. Sie rannte voran, Uwe immer dicht hinter ihr. Das Licht wurde immer größer und breiter. Letzen Endes standen sie vor einem riesigen Schloss. Pia war irgendwie nicht ganz wohl bei der Sache, so ergriff sie Uwes Hand und drückte sich ein wenig an ihn.
„Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten!“, murmelte sie leise.
„Nein Pia, wir sind jetzt schon seit einer Stunde unterwegs, und es war weit und breit nichts zu sehen. Siehst doch eigentlich ganz nett aus“, er versuchte sie ein wenig aufzumuntern, was ihm allerdings nicht gelang.
„Ganz nett aus? Das ist wie in einer dieser schlechten Horrorfilme“, flüsterte sie.
„Ach Pia, sei nicht so abergläubisch“, lachte Uwe und klopfte an dem großen Türhaken. Pia zuckte bei jedem Schlag zusammen und schmiegte sich enger an Uwe.
„Du bist wahnsinnig“, murmelte sie und im nächsten Moment ging auch schon die Türe auf. Ein kleiner Mann, mit etwas buckeligem Rücken stand vor ihnen. Pia zuckte zusammen, als ihre Blicke sich trafen.
„Schönen Gute Abend, wir hatten eine Autopanne und wollten fragen, ob wir hier vielleicht eine Nacht schlafen könnten, bis wir einen Klempner oder so erreichen können“, Uwe lächelte den Mann freundlich an. Der Bucklige legte den Kopf schief.
„Sie wollen hier schlafen?“, fragte er mit gebrochenem deutsch.
„Ginge das denn?“, fragte Uwe. Abermals sah der Bucklige zu Pia. Dann grinste er und machte Platz.
„Natürlich, mein Herr wird sich freuen Gäste zu haben!“, er schmunzelte böse.
„Uwe meinst du wirklich, wir sollten-“
„Komm schon Pia, es ist nur eine Nacht“, hauchte er ihr zu und betrat mit Pia die große Eingangshalle. Es war dunkel, nur ein paar einzelne Kerzenständer mit halb abgebrannten Kerzen erhellten die Halle. Pia runzelte die Stirn und schmiegte sich enger an Uwe.
„Ich bringe Ihr Gepäck nach oben, warten Sie einen Moment, mein Herr wird gleich nach Ihnen sehen“, sagte der Bucklige, nahm den beiden das Gepäck ab und ging davon. Pia schluckte und sah zu Uwe. Dieser sah sich interessiert um und lächelte Pia zu, als er ihren Blick auffing.
„Hab keine Angst Pia, ich bin da“, er lächelte und küsste ihre Stirn. Eine riesige Tür flog auf und im nächsten Moment stand ein großer Mann mit schwarzen Haare, die er zu einem Schwanz gebunden hatte, einem schwarz rotem Umhang und einem breiten grinsen im Gesicht vor ihnen.
„Schönen guten Abend, Willkommen auf meinem Schloss“, begrüßte er die zwei mit dem typischen Rumänischen Akzent.
„Gute Abend, danke dass Sie uns so herzlich aufnehmen“, antwortete Uwe freundlich. Pia schnaubte. Der Typ fühlte sich hier also echt wohl. Pia ging es da ganz anders. Ihr war mulmig zumute, der Schlossherr war ihr nicht sympathisch, er strahlte etwas aus, das ihr nicht behagte.
„Mein Name ist Graf Dirkulescu.“
„Kröger, Uwe Kröger und Pia Douwes“, stellte Uwe sich und Pia vor.
„Haben Sie hunger? Es ist noch etwas da.“
„Nein danke, ich denke wir wollen lieber gleich schlafen“, meldete sich nun Pia zu Wort, Uwe hätte womöglich noch ja gesagt, als ob er es drauf anlegen würde, viel Zeit mit diesen komischen Menschen zu verbringen. Graf Dirkulescu musterte Pia und lächelte, allerdings war es, in Pias Augen, kein Lächeln, eher ein Manöver um sie länger anzustarren.
„Wie es die Dame wünscht, Damir wird Ihnen Ihre Zimmer zeigen.“ Noch bevor Pia sich fragen konnte, wen er meinte, stand der Bucklige von eben neben ihm. Er winkte und Uwe folgte ihm. Pia klammerte immer noch an seine Hand und wurde so von ihm mitgezogen. Allerdings sah sie, solange sie es konnte, auf diesen seltsamen Grafen, der ihren Blick erwiderte. Irgendetwas hatte er an sich, dass sie anzog. Pia schüttelte den Kopf.
„So ein Blödsinn“, murmelte sie zu sich selbst. Damir zeigte zuerst Pia ihr Zimmer. Es war groß und geräumig und einigermaßen einladend.
„Eine schöne Nacht wünsche ich“, grinste Damir und ging weiter. Uwe sah ihm kurz nach und ging schnell zu Pia, um sie an sich zu drücken.
„Schlaf gut, Süße, wenn was ist, ich glaube ich hab das Zimmer nebenan“, er lächelte, küsste kurz ihre Stirn und verlies dann den Raum. Pia sah sich um und entdeckte ihren Koffer. Ohne Uwe war ihr viel unwohler. Sie hatte ein schlechtes Gefühl und sie hatte im Laufe der Jahre gelernt, auf ihr Gefühl zu vertrauen. Immer wieder spähte sie über ihre Schulter und zog sich aus ihrem Koffer ihr seidenes Nachthemd. Abermals sah sie sich um und zog es sich dann über. Schnell huschte sie unter die Bettdecke und kuschelte sich in die Kissen. Was Uwe wohl machte? Ob er schon schlief? Und fühlte er sich genauso unwohl wie sie? Wohl kaum, dazu war er viel zu freundlich zu den Menschen hier gewesen. Der Tag war anstrengend gewesen, dem entsprechend war sie auch ziemlich müde und schloss die Augen. Nach einiger Zeit war sie auch schon eingeschlafen, allerdings war dieser Schlaf kein ruhiger.