Nie mehr ohne dich!

GeschichteAllgemein / P6
28.04.2009
28.04.2009
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Mein schlimmstes Erlebnis mit meinem Persocom … Eli, ich will dich nie mehr verlieren!!!

„Mimo!“ rief eine sanfte und liebevolle Stimme und weckte mich aus meinem Traum. „Eli … ich will noch schlafen!“ murmelte ich und drehte mich noch einmal um. Ich spürte einen weichen Busen an meinem Rücken und schrack zusammen.
„Dann will Eli auch noch schlafen!“ meinte mein Persocom fröhlich und drückte sich an mich. „Schon gut, ich stehe schon auf!“ murmelte ich und schlappte mich zum Bad. Müde Duschte ich, putzte mir die Zähne und zog mich an. „Mimo, du kommst zu spät!“ rief Eli und stellte mir ein Lunch auf dem Tisch. „Danke!“ ich hob ihre hellgünen Haare zur seite, küsste sie auf die Stirn und verließ das Haus. Jeden Morgen war es dasselbe! Ich stand auf, Eli machte mir mein essen und ich ging zur Arbeit. Ich komme nach Hause und Eli hat mir ein Bad eingelassen. Sie schrubbt mir meinen Rücken und kocht dann etwas leckeres … jeden Tag dasselbe … Nur an diesem Tag sollte sich etwas veränderen.

Am Abend kam ich nach Hause und Eli lag auf dem Fußboden. „Eli, hast du schon Wasser eingelassen?“ fragte ich und sah in das unberührte Bad. Im Allgemeinen sah noch alles so aus, wie ich es am Morgen verlassen hatte … „Eli?“ ich rüttelte an ihr und sah ihre leeren Augen. Schnell hob ich sie auf und schleppte sie zu meinem besten Freund. Der kannte sich aus mit Persocoms.

„Tut mir Leid, Mimo! Aber ich kann keinen Fehler feststellen!“ meinte Eliot und setzte seine Brille ab. „Ich könnte sie für dich einschicken und du bekommst dann einen Ersatz!“ „Mit dem selben Charakter?“ fragte ich. „Nein, komplett neu!“ „Dann lieber nicht!“ meinte ich und nahm sie wieder mit zu mir.
Ich setzte sie an die Wand und sah sie an.
„Was ist nur los mit dir?“ fragte ich doch sie reagierte nicht. „Eli ..“ flüsterte ich und streichelte ihre Hand.
Ein summen ertönte und ich zuckte zurück. Eli fing an ihre Datenplatten zu scannen und lud etwas hoch. Gespannt sah ich zu wie sie arbeitete, doch nachdem sie sich wieder runterfuhr passierte nicht mehr.
Resignierend machte ich mich an das Abendessen. Zum ersten Mal in meinem Leben. Eli war seit fünf Jahren an meiner Seite. Seid ich von zuhause weggelaufen war.
Ich verbrühte mich zweimal an dem Heißen Dampf und ruinierte eine Schlüssel, indem ich sie auf eine Heiße Herdplatte stellte.
Nach einer Stunde ließ ich mir eine Pizza liefern. Die Küche sah katastrophal aus und ich verzog mich ins Wohnzimmer und aß im Stillen.

Am nächsten Morgen verschlief ich zum ersten mal und verpasste die letzte U-Bahn zur Arbeit. Ich musste mir ein Taxi nehmen …
Da ich kein Mittagessen dabei hatte, musste ich mir in der Mensa etwas kaufen. Es schmeckte fast so widerlich wie mein Kochversuch vom Vortag.

Dies war definitiv mein schrecklichster Tag überhaupt…

Ab Abend schloss ich die Tür auf und vor mir stand eine schlanke Gestalt und lächelte mich an. „Hast du einen schönen Tag gehabt, Mino?“ fragte mich eine liebevolle Stimme und ich starrte ununterbrochen in die Goldenen Augen. „Eli?“ fragte ich überrascht und fiel dem Mädchen um den Hals. „Aber Mimo, was hast du denn?“ „Ich habe dich so vermisst!“ weinte ich und die ganze Last der letzten zwei Tage viel von mir ab.
„Aber wieso denn? Du warst doch gerade mal 8 Stunden weg!“ meinte Eli und servierte ein großes Abendessen. Die Küche blitzte und die Wohnung war aufgeräumt.
„Ja, schon. Aber du warst doch ausgeschalten und ich konnte dich nicht mehr hoch fahren!“ meinte ich und sah sie erstaunt an. Sie hatte nichts mitbekommen.

Im Nachhinein erfuhr ich, dass es sich um eine reguläre Software Erneuerung handelte. Und von da an, freute ich mich jeden Tag, wenn er so gewöhnlich und war, wie alle anderen auch.

Ohne Eli währe ich aufgeschmissen … dafür dankte ich ihr jeden Tag und küsste sie statt auf die Stirn auf den Mund. Nun war auch ein Wunsch von ihr in Erfüllung gegangen, von mir wie eine Freundin behandelt zu werden.
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