From the eyes of a child (Book-Challenge)

GeschichteDrama / P12
Dr. Gregory House
25.04.2009
12.05.2009
8
11905
1
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Titel: Bedauern
Autor: Lady Charena (http://ladycharena.livejournal.com/)
Fandom: House, MD
Episode: --
Pairung: Gregory House, Blythe House
Rating: vor-serie, pg, gen
Beta: T'Len
Archiv: ja
Anmerkung: --

30. Bit of a metaphorical shit heap there, but you know what I mean.


„Es tut mir leid, mein Liebling.” Ihre Stimme war sanft, aber ein wenig zittrig, genau wie ihre Berührung, als sie mit dem feuchten Tuch über sein Gesicht wischte. „Du musst verstehen, dass dein Vater unter sehr großem Druck steht. So viele Menschen sind gestorben; Menschen, die er kannte; seine Kameraden. Es ist nicht... es ist nicht deine Schuld. Es geht vorbei. Dieser furchtbare Krieg wird vorbeigehen und dann wird alles wieder gut.“

Er schwieg, hielt die Augen geschlossen, als sie das kühle, feuchte Tuch gegen die Beule drückte, die sich an seiner Schläfe bildete. Es war nur eine Ohrfeige gewesen, doch er hatte das Gleichgewicht verloren, war über einen Stuhl gestolpert und mit der Seite des Gesichts gegen die Kante einer Kommode geknallt. Inmitten der Verwirrung und des Schmerzes und der Benommenheit, hörte er die verächtliche Stimme seines Vaters; die schneidenden Bemerkungen über seine Ungeschicktheit und wie er es anstellen wollte, in der Welt zu überleben, ohne die Beine länger unter seinen Tisch zu stecken.

Nach einer Weile blendete er ihre Stimme aus; die Worte, an die er nicht glaubte; die Lügen, an die sie nicht glaubte – die nur dazu bestimmt waren, ihre Fassade der glücklichen Familie aufrecht zu erhalten.

Und schließlich konnte sie vor der Botschaft, die ihr die steife Haltung seiner Schultern und sein Schweigen übermittelten, nicht länger die Augen verschließen. Ein letztes Mal tauchte sie das Tuch in die Schüssel mit kaltem Wasser, die sie mitgebracht hatte, wand es aus und legte es zusammengefaltet über seine Stirn.

Sie stand auf, er spürte wie sich die Matratze bewegte, als ihr Gewicht davon verschwand.

Ihre Finger wischten ein paar Wassertropfen weg, die an der Seite seines Gesichts entlang liefen. Und sie seufzte, als er den Kopf abwandte. „Es tut mir leid“, flüsterte sie ein weiteres Mal. Dann ging sie.

Er drehte sich weiter auf die Seite, die Knie hochgezogen fast bis zur Brust, die Arme darum geschlungen. Wenn es ihr Leid tat, warum ließ sie es immer und immer wieder zu? Warum gingen sie nicht einfach weg von seinem Vater...


Ignorance is the night of the mind, but a night without moon or star. Confucius.
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