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Melmum - Verfluchtes Paradies

von MacBaylie
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery / P16 / Gen
22.04.2009
28.10.2009
20
60.531
1
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22.04.2009 2.423
 
1. Kapitel


Quendolin Quinn,

manche sagen, dieser Name sei eine Strafe, andere wiederum halten ihn für den Künstlernamen schlechthin. Quendolin selbst ist inzwischen der Meinung, er ist Zweites. Das war aber nicht immer so.

Als sie noch zur Schule ging, wurde sie ständig ihres Namens wegen gehänselt. Alle sagten, so einen komischen Namen hätten sie ja noch nie gehört und dass ihre Mutter sie nicht lieb hätte, sonst hätte sie ihr einen ordentlichen Namen gegeben. Sie nannten sie Querolin, Quengelkinn und wer weiss wie noch alles.
Dann kam noch hinzu, dass sie ausschließlich Sachen trug, die ihre Mutter selber schneiderte. Nicht, dass es hässliche Klamotten waren, ganz im Gegenteil. Anfangs kamen oft Mitschülerinnen auf sie zu und fragten, von wem denn dieses oder jenes Teil sei und wo sie es gekauft hätte, als sie antwortete, ihre Mutter habe das genäht, verzogen sie nur herablassend die Gesichter und meinten scheinheilig, sie hätten ja gleich gesehen, dass es nicht von einem der angesagten Labels sein könne.
Und als sie dann auch noch als sehr gute Schülerin auffiel, der augenscheinlich alles zuflog ohne etwas dafür tun zu müssen, war ihr Freakdasein beschlossen.
Zu Beginn war sie deswegen oft sehr traurig und ziemlich verletzt, bemerkte jedoch sehr schnell, dass sie mühelos in andere Welten abtauchen konnte und solche Oberflächlichkeiten eher bedauernswert fand.
Damals konnte sie noch nicht begreifen, warum alles so war, wie es war,
aber dieser Tag sollte noch kommen.

Heute, mit 22, ist Quendolin Lebenskünstlerin - so nennen es die Leute - und auf der Suche nach dem Geheimnis ihres Daseins.


Köln 2009

Quendolin ist auf dem Weg nach Hause. Sie sitzt an der Bushaltestelle und blättert gedankenverloren in dem Buch, welches sie sich gerade aus der Universitäts-Bibliothek geliehen hat.
Ihre Sinne sind noch mit dem Duft und der Schönheit der vielen alten Bücher und dem jungen Mann, den sie im Lesesaal gesehen hatte, beschäftigt. Was er wohl las, fragt sie sich. Es muss etwas sehr altes gewesen sein, soviel konnte sie aus der Entfernung sehen, außerdem befand er sich im Lesesaal für Historische Schriften. Wie ein Geschichtsstudent oder jemand, der sich für Archäologie oder Theologie interessierte, sah er jedenfalls nicht aus. Dunkle Locken, die ihm bis über die Schultern fielen, zerrissene Jeans und eine graue Jacke mit seltsamen, schwarzen Zeichen darauf. Seine Augen, sie konnte sie nur für den Bruchteil einer Sekunde sehen, als er sich umdrehte, in den Sessel fallen lies und die Füße auf den Tisch legte. Tiefgrün waren sie, oder türkis?  Da war etwas Geheimnisvolles in ihnen, etwas, das ihr einen leichten Schauer über den Rücken trieb.

Sie schüttelt sich kurz und widmet sich ihrem Buch. „Die Schlafwandler“
ist der Titel. Auf dem Buchumschlag ist nur ein großer schwarzer Rabe zu sehen. Die junge Frau hat keine Ahnung, worum es in dem Buch geht, denn heute ist Lotto-Tag. Lotto-Tag nennt Quendolin den Tag, an dem sie einmal im Monat, außer der Reihe in die Bücherei geht und sich wahllos irgendein Buch aus einem der vielen der Regale nimmt.
`Gottseidank ist es nicht wieder so ein Alt-Asiatischer Ratgeber zur Bekämpfung von Hämorriden, denkt sie schmunzelnd. Das war schon mächtig unappetitlich, zu sehen, wie man im alten Asien versuchte dem Problem Herr zu werden.

Mit leicht quietschenden Bremsen kommt der Bus an der Haltestelle zum Stehen, öffnet die vordere Tür und Quendolin steigt ein. Sie geht durch bis zur hintersten Bank, dort sitzt sie am liebsten. Außer ihr befinden sich nur noch zwei weitere Fahrgäste im vorderen Teil des Busses.
Ihr Blick fällt wieder auf den Raben und den Titel des Buches welches sie immer noch in der Hand hält. Schlafwandler formt sie tonlos mit den Lippen und keine Minute später versinkt sie auf unerklärliche Weise in einer alten, von Erinnerungen durchzogenen Geschichte.

  *


1993 Köln, nachts um 3

Wackelpudding, überall grüner Wackelpudding.
Die 7 jährige Quendolin stand in der Küche der geräumigen 4 Zimmer-Wohnung, die sie zusammen mit ihrer Mutter Pauline bewohnte. Vor dem geöffneten Küchenfenster hörte man leise den Rhein dahinplätschern und das Mondlicht warf zart, glänzende Streifen an die Stellen, an denen sich kleine Wellen brachen. Das Kind, bekleidet mit einem geblümten Schlafanzug, schien unentwegt aufs Wasser zu sehen und dennoch verrichtete es seine Arbeit ohne etwas zu verschütten oder fallen zu lassen. Sie kochte literweise Wackelpudding, den sie dann einfach auf den Küchentisch goss. Diesen hatte sie zuvor sorgfältig mit Alufolie umrandet. Die leeren Töpfe trug sie zur Spüle, reinigte sie und stellte sie leise wieder in den Schrank zurück. Aus dem Brotkasten nahm sie ein Fladenbrot und legte es vorsichtig mitten in die noch flüssige Masse. Dann ging sie in ihr Zimmer und kam mit einer großen gelben Kiste, in der sich Spielsachen befanden, zurück. Mit sicherem Griff, den Blick immer noch zum offenen Fenster gerichtet, fing sie an Playmobil-Figuren aus der Kiste hervor zu holen. Fische, Seepferdchen, kleine Steinchen und algenartige Pflanzen wurden kunstvoll arrangiert und in der Glibbermasse auf dem Tisch versenkt. Auf dem Brot fanden Palmen, Blumen, Tiere, ein kleiner Wald und einige Häuschen ihren Platz. Einen Steg mit angebundenem Ruderboot befestigte sie auch noch an dem Backwerk, welches inzwischen noch mit einem Rand aus Paniermehl umzogen war. Zum Schluss holte sie 3 Figuren, eine Frau, einen Mann und ein Baby, aus der Tasche ihrer Schlafanzughose und setzte sie liebevoll in das Boot.
Sie räumte die Küche auf, wendete den Blick vom Fenster ab, lächelte ihr Kunstwerk an und ging mit der Spielkiste bepackt in ihr Zimmer zurück.
Ein paar Minuten später lag sie tief schlafend und zusammengerollt in ihrem Bett. Auf ihrem Nachttisch warf eine, sich sachte drehende Lampe kleine Sterne an die Zimmerdecke.

Ein Schrei ließ Quendolin aus dem Schlaf hochschrecken und sie saß kerzengrade im Bett. Erschrocken warf sie ihre Bettdecke beiseite, sprang benommen aus ihrem kuscheligen Lieblingsdomizil um nachzusehen was los war. Sie hatte noch nicht ganz die Zimmertüre erreicht, als sie ihre Mutter seufzen und schluchzen hörte:
„Ohhhh, nein, das gibt‘s doch gar nicht!“
Panisch öffnete das Mädchen die Tür um rauszustürmen, als erneut die aufgebrachte Stimme ihrer Mutter ertönte:
„Das ... das ...mein Gott ist das schön!“
„Mama, Mama, was ist denn passiert?“, keuchte Quendolin als sie um die Ecke kam.
Schlagartig blieb sie stehen und starrte auf den sehr veränderten Küchentisch. Ihre Augen wurden groß wie Fußbälle und ihr Unterkiefer hing herab. Noch bevor sie sich einigermaßen erholen konnte, stürzte Pauline auf sie zu und umarmte sie.
„Quenni, das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich je bekommen habe. Du hast aber auch immer Ideen, mein Gott, meine eigene Insel, so wunderschön, ich kann‘s kaum glauben, und wie echt alles aussieht. Wann hast du das nur alles gemacht? Ich hab gar nichts davon mitbekommen. Danke, danke, danke. Da muss ich gleich ein Foto von machen.“
Quendolin war total perplex und konnte gar nichts sagen, aber ihre Mutter ließ sie ja eh nicht zu Wort kommen.
Kurz darauf brach lediglich, ein: „Was ... ist das?“ aus dem Mund des Mädchens heraus.
„Das ist das Wunderschönste, was mir jemals geschenkt wurde, ich danke dir meine Kleine.“
„Aber Mama, das ist nicht von mir“, stotterte Quendolin“, „mein Geschenk für dich ist noch in meinem Zimmer und es ist bestimmt keine Glibber-Insel auf dem Küchentisch!“
„Du willst mich veräppeln“, kicherte Pauline, „von wem soll es denn sonst sein?“
„Keine Ahnung“, das Mädchen zog die Stirn kraus, „vielleicht von Biene, die hat doch noch einen Schlüssel von uns und verrückt genug für so was ist sie auch, die macht doch ständig so ein Zeugs. Klar, Biene muss es gewesen sein, wer sonst“, sprudelte es etwas unsicher aber dennoch erfreut aus Quendolin heraus. Froh darüber, die Sache geklärt zu haben bewunderte sie noch einmal dieses außergewöhnliche Gebilde, machte eine Kehrtwende um nun auch ihrerseits der Mutter ihr Geburtstagsgeschenk zu holen.  
Pauline schaute ihrer Tochter nachdenklich hinterher und ihr Blick fiel auf einen kleinen, eingetrockneten grünen Fleck, unten an der Schlafanzughose.
Selbst ohne dieses Relikt und mit dem Wissen, dass ihre Freundin Biene nicht in der Stadt war, weshalb sie auch ihre Geburtstagsfeier verschoben hatte, war ihr klar was hier geschah. Die Geschichten, die ihre Mutter und ihre Großmutter immer erzählten waren wahr und holten sie gerade ein um zu erinnern, dass auch sie ihre Tochter eindringlich damit vertraut machen sollte. Die Kette durfte nicht unterbrochen werden um somit die Hoffnung, auf ein Ende dieses geheimnisvollen Fluches, aufrecht zu erhalten. Während dieser Gedanken betrachtete Pauline verträumt ihren Küchentisch.
Ein wogendes Meer aus grünem Wackelpudding, das von der Sonne angestrahlt in verschiedenen Grün -Türkis und Blautönen, glänzend und leicht wellig vor ihr lag. Darin tummelten sich fröhlich Wale, Delfine, Seepferdchen und kleinere bunte Fische. Ein wunderschöner weißer Strand mit bunt schillernden Muscheln umsäumte eine kleine Insel. An Land sah sie eine Vielfalt an Tieren herum laufen, Bäume und Pflanzen die sich im Wind wiegten. Ein bunter, in allen Farben leuchtender Blumengarten zierte das orientalisch anmutende, schlossähnliche Häuschen, welches sich mit seinen verzierten Türmchen, auf einer kleinen Anhöhe der Sonne entgegenzustrecken schien.
Sie konnte sich nicht von dem Anblick lösen, sie kannte diese Insel, roch die salzige Luft, hörte das sanft rauschende Meer und fühlte den warmen Wind, der ihr weich durchs Haar strich. Versunken in dem Traum, der sie in so vielen Nächten schon begleitet hatte, schreckte sie plötzlich auf. Irgendetwas war anders. Ihr Blick glitt auf das kleine Boot am Steg. Da saßen Leute drin. In ihrem Traum war das Boot immer leer gewesen und überhaupt, auf der ganzen Insel waren nie Menschen zu sehen.
Pauline schüttelte sich, verwarf ihre wirren Gedanken und machte sich daran das Frühstück zuzubereiten.

Fröhlich hüpfend kam Quendolin in die Küche. In der Hand hielt sie eine kunstvoll, mit schwarzen Schriftzeichen und goldenen Bändern verzierte Papierrolle. Freudestrahlend überreichte sie der Mutter ihr Geburtstagsgeschenk.
Pauline entglitten die Gesichtszüge und um ein Haar wäre ihr die Kaffeetasse aus der Hand gefallen. War das etwa die Schriftrolle von der ihre Großmutter immer erzählt hatte? In Sekundenbruchteilen schossen ihr all die Dinge durch den Kopf, die sie nie ernst nahm und bisher auch meistens erfolgreich ignorieren konnte, was nun aber wohl nicht mehr möglich war. Sie fing sich schnell wieder und hoffte, dass ihre Tochter nichts bemerkt hatte.
Lächelnd nahm sie das Geschenk entgegen und machte sich sogleich daran dessen Geheimnis zu lüften. Sie entfernte vorsichtig die goldenen Bänder und betrachtete die außergewöhnlichen, mit dicker Tinte gezeichneten Schriftzeichen. Nie zuvor hatte sie etwas in dieser Art gesehen.
„Was sind das für Zeichen?“, fragte sie fasziniert, „haben sie etwas zu bedeuten?“
„Nein!“ schnaufte Quendolin ungeduldig, „hab ich mir ausgedacht ... aber mach doch endlich mal auf, wie kann man sich nur so lange mit der Verpackung aufhalten.“
Pauline wollte die Ungeduld ihrer Tochter nicht weiter strapazieren und beeilte sich etwas, da entdeckte sie noch ein Siegel. Behutsam versucht sie es zu öffnen ohne es zu beschädigen, denn auch hier war ein, ihr unbekanntes Zeichen eingebrannt, doch die hibbeligen Bewegungen und augenrollenden Blicke ihrer Tochter trieben sie weiter an, und es zerbrach. Nun entrollte sie die Papiere und hervor kam die Skizze und der Schnittmusterbogen eines Kleides.
Dieser Anblick raubte Pauline den Atem und ihr schossen dicke Tränen in die Augen.

Vor einigen Jahren hatte Pauline Quendolin eine Geschichte erzählt - was sie eigentlich ständig tat, denn die beiden zelebrierten regelmäßig, regelrechte Erzählorgien - in dieser Geschichte berichtete man von einem traumhaften Kleid, welches so schön und kunstvoll gearbeitet war, dass jeder, der es nur ein einziges mal gesehen hatte, es nie wieder vergessen würde.
Es war aus einem Stoff, dessen Rot-Ton man mit Worten nicht beschreiben konnte, der so seidig fiel als würde er liebevoll die Haut seiner Trägerin streicheln. Bänder und eine angedeutete Schleppe verzierten die Rückseite, eingearbeitete Ketten und aufgestickte Ornamente die Vorderseite. Um die schmale Taille schlängelte sich ein goldglänzendes Band und auch die Nähte waren golden umsäumt.

Da Pauline Schneiderin war und dieses prachtvolle Kleid sie, allein aus der Erzählung heraus, nicht mehr los lies, versuchte sie jahrelang solch ein Kunstwerk zu erschaffen, was ihr aber leider nie gelang. Sie war zwar eine hervorragende Näherin aber mit dem Zeichnen und entwerfen von Modellen hatte sie so ihre Probleme.
Ohne Schnittmuster war sie aufgeschmissen.
Und nun schenkte ihre kleine, erst 7 jährige Tochter ihr einen selbst erstellten Schnittmusterbogen, mit allem Drum und Dran, für genau dieses Kleid. Exakt so hatte sie es sich vorgestellt. Alles stimmte. Selbst die unbeschreiblich schöne Farbe war perfekt gemischt und verlieh der Zeichnung etwas Magisches.
Wie konnte dieses Kind sich nur nach so langer Zeit noch an die Geschichte erinnern und vor allem, wie konnte sie das gleiche Bild im Kopf haben?
Spätestens jetzt war Pauline klar, dass sie keinen Tag länger warten durfte um ihrer Tochter, auch wenn sie erst 7 Jahre alt war, von dem Fluch zu erzählen, der angeblich seit über 300 Jahren auf ihrer Familie lag. Ungeachtet dessen, dass sie selber bisher nicht wirklich daran glauben konnte und nicht einmal genau wusste worum es im Endeffekt ging, würde sie ihr alles erzählen, was sie darüber wusste.

Mit einer stürmischen Umarmung und Tränen in den Augen bedankte sie sich bei Quendolin und schlug ihr vor, den heutigen Tag doch gemütlich bei ein paar Erzählungen zu Hause zu verbringen. Es würde Kakao und Kuchen geben und sie hätten mal wieder einen ganzen Tag zu zweit.
Das Mädchen war heilfroh, dass ihr Geschenk so gut ankam und freute sich riesig auf den weiteren Verlauf des Tages. Es gab für sie nichts Schöneres, als mit ihrer Mutter in die Märchenwelt abzutauchen.

 *


„Endstation, bitte alles aussteigen“, dringt es dumpf an Quendolins Ohr. „Hallo, junge Dame, sie müssen hier aussteigen - Endstation.“
Quendolin streckt sich kurz, packt das Buch in ihre Tasche, winkt dem Fahrer, der sie leicht kopfschüttelnd angrinst zu und verlässt eilig den Bus.
Das ist nicht das erste Mal, dass sie ihre Haltestelle verpasst  und zu weit gefahren ist aber heute kommt es ihr sogar gelegen denn so kann sie noch am Rhein entlang spazieren und von der Dönerbude, die auf dem Weg liegt, etwas fürs Abendessen mitnehmen.
Sie geht die Straße entlang und biegt in den kleinen Weg ein, der hinunter zum Fluss führt. Der Anblick des Wassers, wie es ruhig und leicht wellig dahin fließt, lässt sie tief durchatmen und gleichzeitig sonderbare Überlegungen in ihren Kopf schießen.
Wie kann es sein, dass ich Mutters Gedanken sehen und fühlen konnte?
Sie denkt an das Meer aus Wackelpudding, die Insel, das Kleid welches ihre Mutter nach ihrem Schnittmuster geschneidert hatte und das sie dann auf dem Schul-Abschlussball tragen durfte, die Schriftzeichen die sie auf die Papierrolle gemalt hatte......
Die Zeichen...- ...Die Jacke ...-...Die Bibliothek ...
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