Das Ende ist der Anfang

GeschichteHumor / P16
Emppu Vuorinen Tarja Turunen
19.04.2009
02.06.2009
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Am nächsten Morgen, als sie erwachte, stellte sie erschrocken fest, das sämtliche Flüssigkeiten ihres Mundes auf das mobolisierte Kopfkissen getreten waren und dieser nun völlig ausgetrocknet war. In der Hoffnung das es nur ein irrsinniger Traum gewesen war, sah sie sich um "Ich brauch...wo ist ein Spiegel", sagte sie und schrie auf, als sie das Zelt sah, in dem sie lag.

"Neeeeiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnn", ertönte es aus ihrem Munde, was zu Folge hatte das ein Glas in dem daneben liegenden Zelt zersprang.  Nun frag ich mich doch glatt, woher die Indianer Gläser hatten. Anmerkung des Autors!
Sie rannte aus dem Zelt, sah das Pferd und überlegte gar nicht lange. Nachdem sie sich dann endlich oben rauf gezerrt hatte, ziellos nach den Zügeln griff, das Pferd angetrieben hatte, musste sie feststellen, das sie gar nicht reiten konnte. Das Pferd hatte anscheinend nicht seinen besten Tag. Anscheinend hatte es das falsche Gras gefressen gehabt und so tüdelte es gemächlich, Eile mit Weile, los.

Aus dem näheren Umfeld hörte sie noch jemanden sagen, das nicht zu schnell geritten werden sollte und sie sagte: "Wie schnell denn dann?" Was eher als Frage gestellt war, da sie ein kleiner Junge im Spatziergang überholte.

Dieser grinste sie nur an, winkte ihr kichernd zu und sie senkte den Kopf. "Nein", sagte sie leise. "Das kann doch wohl alles nicht wahr sein."
Sie stieg wieder ab, nahm das Tier an den Zügeln und beschloss lieber zu Fuß zu gehen, da sie dann schneller wäre als zu reiten.
Gegen Mittag stellte sie fest, das sie ihren Ehemann ziemlich vermisste. Sie wollte nach Hause, ein herrlich wohltuendes Bad nehmen, da der Sand bereits nicht nur im Getriebe steckte, dabei sanfte Musik hören und vielleicht noch ein Gläschen Champus zu sich nehmen und danach einfach nur noch in ihrem mollig kuscheligen Bett einschlafen.
Leider Gottes blieb es nur eine Illlusion ihres Verstandes.
In der Ferne sah sie einen kleinen Flusslauf. Sie rieb sich ihre Augen. Nein, es war keine Fatermorgana, es war wirklich Wasser. Unachtsam ließ sie das Pferd, Pferd sein und rannte los. "Wassssserrr", hörte man nur noch ihre kräftige Stimme, die dabei Geröll hinunter kommen ließ. Versteinert blieb sie stehen und sah den vielen Felsbrocken zu, wie diese auf sie zu gerollt kamen.  (Lauf Forrest, lauf. Ach nein, das war der falsche Film)
Während die Steine rollten, bemerkte sie das ihr nicht mehr viel Zeit blieb um zu flüchten. Sie rannte los, währe da nicht das Wasser gewesen.
Nachdem sie mitbekam, das sie von Kopf bis Fuß nass war, musste sie auch feststellen, das das Wasser sehr kalt war.
Die Haare ihrer Haut standen nicht nur zu Berge, sondern verliehen der Sängerin noch eine perfekte Körperambiente.
Ihre Haut schimmerte rot und die Lippen färbten sich lila.
Ihr schien es, das sogar das Pferd sie gerade auslachte, da es sie anstarrte und wieherte. "Na warte", fluchte sie leise. "Aus dir mach ich noch Pferderague!"

Stille ward. Das Pferd verstummte und rannte davon. Sie hinter her. Als sie zum stehen kam, sich umsah, bemerkte sie das sie sich verlaufen hatte. Prima, dachte sie sich. Der eine Indianer hatte ihr noch gesagt, nach dem dritten Felsen links ab und nach dem 8 Strauch wieder links laufen.
Das üble war nur, das hier gar keine Sträucher oder Büsche waren.
Sie setzte sich hin und merkte das sie einen Sonnenbrand bekam, ihre Haut brannte und sie war maulig.
Lange konnte sie hier nicht verweilen, soviel stand schon mal fest. Sie blickte gen Himmel und hörte vogelähnliche Laute. Sie war doch nicht ganz alleine. Freudestrahlend suchte sie die Tiere und schrie auf als sie 3 Geier in der Luft umkreisten. (Manchmal möchte man doch lieber denken, das man alleine ist )
Ohne lange darüber nach zudenken lief sie davon, doch die Geier folgten ihr. Nicht weit entfernt sah sie einen Hügel.
"Yes", gab die Sängerin siegessicher von sich und hielt gezielt auf dem Hügel zu und doch war sie nicht sicher, denn hinter dem Hügel befand sich ein riesiges Feld.
Ohne zu zögern riss sie zwei bis drei Pflanzen aus dem Boden und nahm sie mit sich.
Wenigstens, so dachte sie zu mindest, wenigsten konnte sie so Rauchzeichen geben. Doch wie sollte sie Feuer machen.
Einmal nachgedacht und schon kam ihr die Idee. "Ich hab doch noch", sagte sie leise und zückte aus ihrer Hosentasche einen kleinen Spiegel. (Warum müssen Frauen immer Spiegel mit sich schleppen? )
Rasch setzte sie sich hin, zupfte an den Pflanzen herum, hielt den kleinen Spiegel im richtigen Winkel und schon brannte das herrliche Grün lichterloh.
Nun blicken wir einmal zurück ins Lager der Indianer wo der Stammeshäuptling mit seinem Sohn am kleinen Feuer saß und Friedenspfeife rauchte.

Nukua, so hieß der Sohn blickte zum Himmel und verzog fragend seine Augen zusammen. Er konnte nicht glauben was er da sah. Im herrlichen Blau waren Rauchzeichen, die er nicht richtig deuten konnte, daher tippte er seinen Vater gegen die Schulter und fragte ihn, ob ein neuer Stamm dazu gekommen wäre.
Doch als dieser ihm seine Frage verneinte und ihn fragte, wie er darauf komme, deutete der Sohn mit dem Zeigefinger zum Himmel, wo noch immer sehr gut lesbar "I walk alone" geschrieben stand.

Selbst Tarja amüsierte sich mittlerweile prächtig über ihr Rauchzeichen, denn was sie nicht bedacht hatte war, das es keine normale Tabackplantage gewesen war. Und so lieber Leser, war unsere "ach ja, Nichtraucherin" wieder völlig high.
Nachdem das komplette Grün nun herunter gebrannt war, kam auch schon ihre Rettung.  Rasch stellte sie sich, als würde sie per Anhalter fahren wollen gut sichtbar hin und streckte den Daumen hervor.
Als sie jedoch ihre Rettung betrachtete begann sie herzhaft zu lachen, denn vor ihr saß ein Indianer im rosafarbenden
Lederoutfit auf einem weissen Pferd.
"Hao", kicherte die Sängerin und hielt ihm die Hand entgegen. Nukua stieg von seinem Pferd, nickte und roch wenige Sekunden später die Ursache für das Verhalten der Schwarzhaarigen.

Und so ging es los. Nukua versuchte sie auf das Pferd zubekommen, was sich als schwerer herausstellte, als er es sich gedacht hatte.
Selbst sein leises Fluchen blieb ihr nicht verborgend und so verzog Tarja nur das Gesicht. "Du willst doch wohl nichts über meine Figur sagen oder", fragte sie ihn. Doch er gab ihr keine Antwort. Was vielleicht auch daran liegen mochte, das er ihre Sprache nicht verstand. ( Macht nichts lieber Indianer, diese Sprache ist auch schwer zu verstehen.)
Nachdem sie es dann endlich nach etwa zehn Minuten geschafft hatten, ritten sie zurück zum Lager. Doch mitten im Ritt, begann sie völlig schief und krumm "Über den Wolken" zu singen. Nukua verzog schmerzverzerrt sein Gesicht, denn das was die Sängerin von sich gab, klang für ihn noch schlechter, als das geheulte des Koyoten letzter Nacht.
Es mochte allerdings auch daran liegen, das dieser wohl glücklich Beschäftigt gewesen war und die Lady hinter ihm unzurechnungsfähig.
Als sie im Lager angekommen waren, wollte sie nur noch ein Zelt für sich. Der Häuptling musste sie wohl falsch verstanden haben, denn er schickte sie direkt in ihren Alptraum.
Nichts ahnend betrat sie das Zelt, wollte eigentich nur noch ihre Ruhe und riss wenige Sekunden später die Augen auf.
Sie war nicht nur high, sondern auch mit etwa 20 Frauen alleine in diesem Zelt und da wusste sie, das sie keine Ruhe bekommen würde.
In einer Ecke sah sie eine rothaarige Squar sitzen, schüchtern und still schweigend wurde sie von dieser betrachtet, während eine Andere nervös an der Hose der Sängerin zupfte und andeutete, das sie platz nehmen solle.
Nun saß sie mitten im Kreis und wusste nicht, was sie davon halten sollte.
Angestrengt hörte sie ihnen zu, versuchte die Laute zu verstehen und schmunzelte, da es sich ziemlich lustig anhörte.
Doch eines erkannte sie. Das Wort Chiahuahua.
Lachend gab sie "Oh, den haben wir bei uns auch" von sich und stockte in ihrem Reden.
Das sie allerdings aneinander vorbeiredeten wurde ihr erst bewusst, als sich zwei der Damen an ihrer Kleidung schickten und anfingen diese zu öffnen.
Innerhalb einer Sekunde stellte sie fest, das diese Frauen auf das gleiche Geschlecht standen und das diese sie doch gerne als Dessert genommen hätten.
Auf Schlag war Tarja nüchtern und begann um sich zu schlagen. Sie musste regelrecht drum kämpfen, das sie aus dieser Mäute raus kam.
Einige bekamen Schläge auf ihre Finger, als diese Stellen berührten, die die Sängerin gar nicht so witzig fand.
Andere wurden weg geschubst, da sie ihr wahrlich alles vom Körper nehmen wollten, während der Rest sich faszinierend ihrer Corsagé widmeten.
Histerisch schrie Tarja auf: "Geht alle weg von mir. Los. Hey, lasst das. Finger weg. Das ist.....das...ich....mein.....Fasst mich nicht an!"
Sie sprang auf, hielt sich die restliche Kleidung fest und rannte aus dem Zelt. Dort ein Baum!

(Allerdings frage ich mich jetzt, wo zum Teufel der Baum nun her kommt??? )

Sogar Tarja wunderte sich ein wenig und doch fand man sie in windes Eile oben in der Spitze sitzend und schallend lachend.  "Haha", lachte sie laut. "Das habt ihr wohl nicht gedacht, was? Versucht doch mich hier runter zu bekommen!"
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