Das Ende ist der Anfang

GeschichteHumor / P16
Emppu Vuorinen Tarja Turunen
19.04.2009
02.06.2009
4
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Samstag 17 th of June / Munic

15:13 pm

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"Tarja, Tarja, Tarja," riefen Massen von Fans, die gespannt auf die neue Show der Sängerin warteten.

"Ich weiß nicht so recht", hörte man Tarja hinter der Bühne noch zu Marcello sagen, der ihr wieder und immer wieder Mut zusprach.
Tarja fühlte sich nicht sonderlich gut. Sie war schon am Morgen mit dem falschen Bein auf gestanden und nun hatte sie immer noch so ein mieses Gefühl in der Magengegend.

"Bekommst du etwa deine Tage", fragte er seine Ehefrau sarkastisch, doch diese sah ihn nur an. "Ich zeig dir gleich wer seine Tage bekommt und das bin bestimmt nicht ich", konterte sie etwas gereizt.

Doch nichts desto Trotz, die Fans warteten, alles war bereit und sie betrat die Bühne. Marcello schüttelte nur seinen Kopf. Jedes Mal das Gleiche, dachte er sich. Zu erst muss ich sie morgens aus dem Bett ziehen, dann bekommt sie Magenkrämpfe, dann Lampenfieber, darauf wird sie zickig und wenn sie dann erstmal auf der Bühne steht, muss ich sie bald runter kratzen, da sie nicht mehr gehen will.

Tarja war in ihrem Element. Passion and the Opera und die Fans gehörten ihr. Eigentlich gehörte alles ihr und gerade das liebte er an seiner Frau. Sie wusste genau, was sie tat.
Weitere Lieder folgten und dann kam es. Tarja sang gerade den Refrain von Enough und setzte zum Headbaning an, als plötzlich irgendein verliebter und vernarrter Fan etwas auf die Bühne warf.

Es sollte ja ein Liebesbeweis sein, was dieser ihr schenken wollte. Ja, er schenkte ihr was, nur nicht das, was sie gebrauchen konnte. Auch eine Lind Pralienenschachtel kann gefährlich werden, wenn man sie falsch wirft.
Praktisch war seine Idee ja gut, doch Taktisch schlechtes Timing, denn die Schachtel traf Tarja direkt beim Banging an der Stirn.

Ihre Stimme erlösch, ein Stöhnen war zu hören und dann war Tarja weg. Zum Glück hatten ihre Mikrofone keine Kabel, denn da hätte man sie wahrscheinlich raus friemeln dürfen.


Als Tarja zu sich kam, stellte sie fest, das ihr Kopf ziemlich schmerzte. "Man man", hörte man ihre Stimme sehr matt. "Macht die Lampen aus. Wofür bezahle ich euch eigentlich?" Jetzt war sie nicht nur misslaunt, sondern auch geblendet, denn die brütende Sonne ließ sie nichts sehen. Sie fasste sich einmal an die Stirn, "Memo an mich, Maik und Steve feuern", wo sie wahrscheinlich am nächsten Tag eine Beule haben würde, öffnete ein kleines Bisschen ihre Augen und schrie hysterisch auf. Fünf Indianer standen über ihren Kopf hinweg und starrten sie an.

"Ai, ist das putzig", hörte sie einen von ihnen sagen, doch wirklich verstanden hat sie ihn nicht.

Sie schreckte hoch und sah sich um. "Verdammt, wo bin ich", fragte sich die Sängerin, nichts sehend außer gehende Wüste mit ein Paar Streuchern und Büschen und jede Mege Felsen dazu halbe Krater im Boden.
Sie begann sich im Kreis zu drehen um wirklich sicher zu sein, das sie wahrlich von Sand eingekreist war.

"Na toll", sagte sie und ließ dabei den Kopf hängen. "Sand im Getriebe ist nicht gerade das was ich mir gewünscht hatte." (Na liebe Tarja, das knirschen hätten wir doch gerne gehört)

Die Indianer waren sehr Gastfreundlich. Vielleicht mochte es daran liegen, das sie an ihrer Kleidung interessiert , - und oder von ihrem Styling und Schminke fasziniert waren.
Das wusste niemand so genau.
Sie baten sie mit ihnen ins Lager zu kommen und sie folgte. Doch so weit sie auch sah, es ihr Auge zuließ, sah sie nur männliche Indianer. Einige saßen mit einer Friedenspfeife an ihrem Feuerchen, grinsten sich einen, während die Anderen wohl mit sich selbst im Kriegsfuß standen, da sie sich selber bekämpften. Um so mehr sie ihnen zu sah, um so schneller kam ihr ein Gedanke. Oh mein Gott, die Beiden vor mir sind Schwul.

Plötzlich hörte sie einen Schrei, der eher an eine Sirene erinnerte und sah wenige Sekunden später einen halb bekleideten Indianer aus einem Zelt rennen, gefolgt von einem Weiteren, der sich nur noch mit seiner Hand schütze.
Ihre Augen rissen sich auf und blieben mit hoch gezogene Augenbraue oben. Das hatte sie noch nie erlebt. Anscheinend, so dachte sie, wollte der eine sich nicht von dem Anderen nehmen.....
Sie schüttelte ihren Kopf. Nein, bloß nicht weiter denken, dachte sie sich und blickte trotzdem den schreienden Indianer hinter her. Es war der Häuptlingssohn, wie es sich darauf herausstellte.

"Setzen, setzten", sagte der Indianer neben ihr und drückte sie auf den Boden. Der Häuptling trat zu ihr, sah sie an und hielt ihr die Pfeife hin.
"Nein, danke" entgegnete sie, dabei die Hand abwegend. "Ich bin nichtraucher!"

Der Häuptling setzte sich direkt neben sie, zog an der Pfeife und die Sängerin verschwand in einer dicken Rauchschwade.
Selbst ihr Husten half nicht mehr, da sich jeder Zentimeter ihrer Lunge mit feinstem Heckenrauch füllte. Nachdem sie wieder durch schüttelnde und wedelnde Hände, eine klare Sicht hatte, waren ihre Augen mit einem leicht rötlichen Schleier gefärbt.
Sie blickte auf, nickte einmal und erhob sich, doch was sie nicht wirklich mitbekam war, das die Erdanziehungskraft stärker war.
Sie setzte sich hin und atmete aus. "Also", gab sie leise von sich. "Ich hab ja schon einiges von Toumas und Marco gerochen, aber das. Was zum Finne ist das?"
Da war es. Wie in Zeitlupe drehte sie sich um und rieb sich die Augen. Eine Frau!
Sie lachte laut auf und verstummte im nächsten Moment wieder. Noch eine Frau! Und da...Eine weitere!

Gerade als sie sich umdrehen wollte, sie wusste nicht mal mehr warum sie sich drehen wollte, war sie von Frauen um- zingelt! Alle starrten sie an. Eine weisse Frau, mit schwarzen Haaren, schwarz geschminkt und in so einer Kleidung hatten sie noch nie gesehen. Sie wurde innerhalb einer Sekunde zum Schauobjekt und Tarja bekam Angst.

Frauen waren ihr immer symphatisch gewesen, jedoch von ihnen eingekreist zu werden war ihr unangenehm. Vor Schreck begann sie zu weinen. Wie lächerlich, dachte sie sich und doch konnte sie nicht aufhören. Die Frauen sahen sie an und alles stürmte los, wollte sie trösten.

Tarja hatte sich ruckartig auf ihre Schienbeine gekniet, ihren Kopf duckend in ihren Armen genommen und blieb so, da sie etwa zwanzig Handpaare anfassen wollten.

Doch plötzlich war es still. Was war los?
Vorsichtig blickte sie auf und stellte erleichtert fest, das sich die Frauen verzogen hatten. Schweißperlen waren auf ihrer Stirn sichtbar und sie atmete auf.

Sie schüttelte ihren Kopf. Ich träume, dachte sie sich, doch stellte fest, das ihr Kopf ziemlich hämmerte.
Versuch Nummer Zwei aufzustehen, doch auch dieser misslang ihr sichtlich.
Ein Indianer stürmte zu ihr und versuchte ihr auf zuhelfen, doch sie fuchtelte nur mit ihren Händen. Doch dann merkte sie wie sie über den Boden regelrecht schwebte.

"I believe I can fly", sang sie leise, kaum hörbar. "R. Kelly ist schon immer komisch gewesen", fügte sie noch hinzu und schlief just in diesem Moment ein.
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