Du warst mein Leben!

GeschichteRomanze / P16 Slash
Lucius Malfoy Severus Snape
19.04.2009
02.11.2009
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10 Reviews
Dieses Kapitel
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Du warst mein Leben!


Autor: Serena Snape
Kapitel: One-Shot
Altersfreigabe: 16
Pairing: SS/LM
Kategorie: Romanze
Inhalt: Die Vergangenheit lässt uns oft keine Ruhe finden. Kann da Leben weitergehen, wenn man verlor, was einem am Meisten bedeutet hat? Das Schicksal geht oft seltsame Wege.
Disclaimer: Alle Buch-Charas und die HP-Welt gehören JK Rowling.
Warnung: OOC/SLASH
Überarbeitet: 16.11.2011


Mit dem Erstelldatum dieser Story musste ich die neuen Richtlinien in ff.de akzeptieren. Dieses Datum hilft mir daher zu erkennen, wann ich sie anerkannt habe. Alte, vorher erstellte Geschichten waren noch nach den alten Regeln erstellt.

Don´t like it, don´t read it!


Wie einige wissen, habe ich ein eigenes Buch geschrieben und arbeite an einem Zweiten. Das erste liegt bereits bei einem Verlag vor und ich arbeite mit dem Lektorat daran. Wann es also genau veröffentlicht wird, kann ich euch noch nicht sagen, aber es läuft^^
Ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass es euch auch begeistern wird. Ihr erfahrt auf meiner Autoren-Facebook-Seite immer den Stand meiner Projekte. Wer also Interesse hat:

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One-Shot



Es war still im Manor der Familie Malfoy, was in letzter Zeit die Ausnahme war. Täglich hörte man das Weinen und Brabbeln eines Neugeborenen, doch gerade war es sehr still. Woran dies lag? Narzissa, die Dame des Hauses, hielt das Geschrei ihres eigenen Kindes nicht mehr aus und war für ein paar Tage zu ihren Eltern gefahren. Warum auch nicht?
Sie stillte ihren Sohn nicht und die Flasche konnten ihm auch die Hauselfen geben, die sich hauptsächlich um das Kleinkind kümmerten. Oder wie wäre es mit seinem Vater?
Lucius Malfoy hatte sich ein paar Tage freigenommen und hatte nichts dagegen sich um sein Kind zu kümmern. Seinen Sohn, seinen Stammhalter und Erben.
Draco Malfoy war erst einige Tage auf der Welt und fasziniert stand Lucius oft nachts an dessen Bettchen und beobachtete den Kleinen mit einem Lächeln, welches seine Züge in diesem Moment weicher werden lies. Er liebte den Jungen abgöttisch und war Narzissa dankbar für dieses Geschenk. Er hatte nun seinen Erben, der den Namen der Familie weiter führen würde, wie es der Wunsch seines Vaters gewesen war. Es war Bestimmung unter Reinblütern zu heiraten und Nachkommen zu fördern, die das Blut aufrecht erhielten dazu noch ein Junge, einen Erben. Doch wenn es nach Lucius gegangen wäre, hätte sein Leben eine andere Wendung genommen. Ob er Narzissa liebte? Nein, wahrlich nicht! Es war eine arrangierte Ehe gewesen, mehr nicht. In der Wiege lag das Einzige, was sie miteinander verband.

Zart strich Lucius seinem Sohn über die Wange und beobachtete ihn, wie er schlief und seine ersten Eindrücke verarbeitete. Wehmut lag in seinem Blick. So glücklich er über den Kleinen auch war, etwas fehlte in seinem Leben. Jemand fehlte...
Ein Seufzen entrang sich seiner Kehle und er schloss die Augen. Bleiche Haut, schwarze Haare und blasse Lippen formten in seinem Geiste ein Bild, das anzusehen ihm schmerzte, ohne dessen Erinnerung er aber auch nicht leben wollte. Nicht leben konnte!
Severus Snape war es, der sein Herz besetzt hielt. Wie viele Jahre kannte er den Mann nun schon? Er dachte zurück. Wann war er ihm das erste Mal aufgefallen?


Er musste schon einige Jahre in Hogwarts gewesen sein, genau wie er selbst. Aber erst spät hatte er den damals unscheinbaren Jungen wahrgenommen. Dieser war in der fünften Klasse gewesen, er selbst schon in der Sechsten. Schemenhaft war ihm bewusst, den Jungen zuvor schon im Aufenthaltsraum, auf den Fluren oder in der großen Halle gesehen zu haben. Doch bewusst wahrgenommen hatte er ihn an dem Tag, als er in das Büro des Schulleiters gerufen wurde. Dort saß ein schmächtiger Junge von 15 Jahren und ihm wurde aufgetragen, sich um ihn zu kümmern. Warum? Nun, der Schulleiter blieb geheimnisvoll, nur so viel erfuhr er, dass der Junge in der letzten Nacht ein unangenehmes Erlebnis gehabt hatte und das Geheimnis unbedingt gewahrt bleiben müsse.
Toll, Kindermädchen für einen Jüngeren spielen. War er nicht aus dem Alter des Babysittens heraus? Aber so waren die Aufgaben eines Vertrauensschülers nun mal und er hatte den Jüngeren in die Kerker hinab begleitet.

Der Junge war blass und hatte die Nacht auf der Krankenstation verbracht, doch so sehr Lucius vor Neugierde brannte, er fragte nicht, was geschehen war und der Junge hatte von sich aus scheinbar nicht die Lust darüber zu reden. Ein paar Tage fragte er ihn, wie es ihm ginge und behielt ihn im Auge. Doch schnell verlor Lucius das Interesse an dem stillen Jungen und wandte sich aufregenderen Themen des Hauses zu. Kleinkrieg mit Gryffindor und Mädchen. Snape schien alleine klarzukommen.


Ein Jahr verging und Lucius wurde erneut mit dem Jungen konfrontiert. Gerade befand er sich auf einem Todessertreffen. Todesser, eine Gemeinschaft, welche sich um den aufstrebenden Zauberer versammelte, welcher sich selbst als Lord bezeichnete. Lucius war wie die meisten Reinblüter durch seine Eltern in diese neue Gruppe eingeführt worden und auf diesem Treffen wurde ein neues Mitglied aufgenommen. In Mitten eines aus Anhängern seiner Lordschaft gebildeten Kreises kniete ein blasser, dunkelhaariger Junge, welcher gerade das dunkle Mal empfangen hatte und der Lord beauftragte Lucius sich um ihn zu kümmern. Warum wieder er?

Severus Snape war ein Halbblut, seine Mutter war eine Hexe, sein Vater ein Muggel und er hatte alleine zum Lord gefunden. Einer musste ihn unter seine Fittiche nehmen und ihm die Regeln der Todesser näher bringen. Erneut war Lucius zu dessen Babysitter auserkoren, doch diesmal wurde der Andere schon interessanter für Lucius. Ein Anhänger des Lords? Dieser nahm ein Halbblut in seine Reihen auf? Der Junge musste große Fähigkeiten aufweisen.

Was ein Jahr aus einem Jungen machen konnte, begriff Lucius in seinem letzten Schuljahr. Severus Snape machte eine wahre Verwandlung durch. Er war nach einiger Zeit unter Lucius Führung nicht mehr so schmächtig und still. Im Gegenteil, er schaffte sich einen Rang unter den Slytherins, was wahrscheinlich auch mit der Nähe zu Lucius zusammenhing. Nähe, das war es, was sich entwickelte. Lucius war fasziniert von dem jungen Mann. Dessen Intelligenz hob sich deutlich von der seiner anderen Weggefährten wie Crabbe und Goyle ab. Dazu war Severus der Schulbeste, wenn es um Zaubertränke ging und Lucius Noten, welcher eine Klasse über dem Anderen unterrichtet wurde, verbesserten sich rasant. Es war kein Verhältnis der Abhängigkeit, sondern ein beiderseitiges Geben und Nehmen, woraus sich bald eine Freundschaft entwickelte.

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Im Winter setzte Lucius sich durch, nicht die Ferien über zu Hause verbringen zu müssen. Nun, nicht die ganzen Ferien zumindest. Leider musste er die Feiertage nach Hause, um an den üblichen Traditionen und Zeremonien des Hauses Malfoy teilzunehmen, doch am Neujahrsmorgen reiste er bereits wieder nach Hogwarts ab. Er wollte einige freie Tage mit seinem Freund, Severus Snape, verbringen.
Als er die Kerker nach diesem absuchte, erfuhr er etwas Schreckliches, was sein Herz stocken lies. Severus lag im Krankenflügel und umgehend stürzte Lucius dorthin. Erst wollte man ihn nicht vorlassen, doch schließlich lies man ihn an das Krankenbett des jüngeren Schulkameraden.


Lucius Schock saß tief, als er seinen Freund so bleich in den Laken fand.
Was war geschehen? Gryffindors... was sonst! Die üblichen Verdächtigen: Potter, Black & Co. Einer von diesen musste Severus etwas entwendet haben, was ihm so viel bedeutete, dass als sie dieses Etwas auf das Eis des zugefrorenen Sees hinaus zauberten, Severus dem nachgeeilt war. Doch die dünne Eisschicht hatte ihn nicht getragen. Seit jeher war es den Schülern verboten den See bei Eisbildung zu betreten, um Schlittschuh zu laufen. Da für den Kraken der See besonders tief war, trug die Eisschicht nicht mit Gewissheit und die Einsturzgefahr war hoch. Das merkte Severus am eigenen Leibe, denn er brach ein, als er den Gegenstand erreicht hatte. Lupin war wenigstens so anständig und holte direkt Hilfe. Man barg Severus schließlich bewusstlos, die Lungen voll eiskaltem Wasser, aus dem See und konnte ihn wiederbeleben.

Eine eiskalte Hand schloss sich um Lucius Herz. Was wenn es zu spät gewesen wäre? Wenn er Severus nicht mehr lebend wiedergesehen hätte? Ihm wurde bewusst, wie schmerzlich dieser Verlust gewesen wäre. Wie unerträglich, den Freund zu verlieren! Er begriff, der Junge, der ihm ehemals eine Last gewesen war, war nun seine ganze Welt! Liebevoll strich er ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Madame Pomfrey kam wieder in das Krankenzimmer, in dem die beiden Jungs waren und reichte Lucius einen Gegenstand. Es war derselbe, dem Severus auf das Eis nachgeeilt war. Lucius riss seine Augen auf, denn es war ein Bilderrahmen und darin eine Fotografie von... ihm! Severus musste diese irgendwann, ohne dass er es bemerkt hatte, gemacht und gehütet haben wie einen Schatz.
Warum jedoch hatte Severus ein Bild von ihm mitgeführt?
Die Frage hatte er Severus gestellt, nachdem dieser wieder erwacht war. Die sanfte Röte, die dabei Severus Wangen geziert hatte, würde er niemals vergessen und dessen Antwort veränderte sein Leben: Weil... ich mich in dich verliebt habe!
Kitschig? Nein, denn Lucius Gefühle ließen ebenfalls durchblicken, dass Severus mehr für ihn war. Nicht weil er ein Mann war, nein! Die Person, das ganze Wesen DIESES Mannes, vervollständigte seine eigene Person und sein Leben.
Die nächsten Monate waren angefüllt mit Zweisamkeit!

*****


Lucius blinzelte und sah auf seinen Sohn. Seine Sicht war verschwommen und er bemerkte, dass ihm Tränen gekommen waren. Ja, zu dieser Zeit war er überglücklich gewesen! Wieso hatte nicht alles so wundervoll bleiben können? Warum veränderten sich das Leben und damit die Personen in seiner Nähe?
Doch das Schicksal hatte es anders gewollt. Er hatte die Schule nach seinem Abschluss verlassen und wurde gleich durch die Beziehungen seines Vaters ins Ministerium abberufen. Severus machte ein Jahr später seinen Abschluss in Hogwarts. Die räumliche Trennung wurde nun noch vertieft, da Severus ins Ausland studieren ging. Doch sie versprachen sich, danach gemeinsam ein Leben in Glück und Erfüllung zu verbringen. Ein Traum, der doch nur ein Wunschtraum blieb, denn natürlich war das Leben für Lucius anders verplant worden. Bald darauf wurde seine Verlobung bekannt gegeben und ein Jahr darauf, war er schon mit Narzissa Black vermählt worden. Vermählt worden, denn nach seinen Gefühlen und Absichten wurde nicht gefragt!
In einem langen Abschiedsbrief bat Lucius seinen Liebsten um Vergebung und sagte Lebewohl. Doch in seinem Herzen war der Freund geblieben und niemand würde ihn daraus verbannen können.

Er spürte, wie erneut Tränen aufkamen und blinzelte sie trotzig weg. Das änderte schließlich auch nichts an der Tatsache, dass er ohne Liebe leben musste. Sein Sohn würde ihm wahrscheinlich Liebe entgegenbringen, denn Kinder liebten doch immer ihre Eltern, oder? Doch es würde nicht dieselbe Art der Liebe sein. Liebe, die er vermisste! Mit Severus waren sein Geist, sein Herz und sein Körper verbunden gewesen. Doch er sollte nicht mehr darüber nachdenken. Verlorenes bekam man durch trübe Gedanken nicht zurück. Es gab keinen Weg. Was Severus inzwischen machte? Ob er immer noch im Ausland verweilte? Sein Studium musste er inzwischen abgeschlossen haben. Warum kehrte er nicht zurück? War es seinetwegen? Hatte er ihn zu tief verletzt? Er hatte ihm schließlich Lebewohl gesagt. Wie könnte er Severus Übel nehmen, das dieser sich auch nicht mehr meldete? Wozu auch... es gab nichts mehr zu sagen. Er selbst hatte ihr gemeinsames Versprechen gebrochen.

Traurig blickte er auf den weißgoldenen Reif, der an seinem Finger steckte: sein Ehering. Eine Fessel, die ihn an sein Leben und an diese Frau band, die jetzt noch nicht ein Mal bei ihrer Familie weilte.

„Lucius? Verzeih’... eine Elfe, hat mich hereingelassen. Hat sie dir nicht Bescheid gegeben, dass ich hier bin?"
Aus seinen Gedanken gerissen zuckte Lucius zusammen. Diese Stimme... fantasierte er schon? Wünschte er sich so sehr, diese Stimme zu vernehmen, dass er sie schon in seinen Tagträumen hörte? So real!

Langsam hob er den Kopf und sah in ein tiefschwarzes Augenpaar. Schwer schluckte er und lies seinen Blick über die Gestalt im Türrahmen wandern. Schwarzes, kinnlanges Haar, alabasterfarbene Haut, diese feingliedrigen, eleganten Hände die... Moment! Was hielt Severus dort in den Armen? Einen... Teddybären! Severus... sein Gehirn hinkte seinem Blick etwas hinterher. Da stand wirklich Severus in der Tür zu Dracos Kinderzimmer.
Mit drei großen Schritten war Lucius zu dem Anderen gelaufen, der ihn nun überrascht anblickte. Lucius drängte den Teddybären zur Seite und umschlang den Freund aus früheren, glücklicheren Tagen. Kurz schluchzte er auf und vergrub sein Gesicht am Hals des jüngeren Mannes. Wie sehr hatte er ihn doch vermisst. Severus war wieder da! Er war zurückgekehrt, nur das zählte in diesem Moment. Kein Ozean trennte sie noch; nur ihre zwei Welten. Doch darüber wollte Lucius nicht nachdenken.

Überrascht blinzelte Severus. Lucius war aber stürmisch... nach dem Abschied damals, diesem Brief, hatte er mit einer kühlen Distanz gerechnet. Doch nun das! Langsam legten sich seine Arme um den Blonden und tief atmete Severus durch. „Ist etwas nicht in Ordnung, Lucius? Du wirkst so aufgeregt. Ist etwas geschehen? Wo... ist deine Frau?"
Doch Lucius schüttelte den Kopf und heißer erklang seine Stimme. „Unwichtig! Du bist hier... nur das zählt!" Langsam löste er sich jedoch widerwillig aus der Umarmung, sog noch mal Severus Duft ein und sah ihn an, als wäre er ein Geist. Lucius konnte noch immer nicht fassen, dass der Andere wahrhaftig vor ihm stand. „Warum bist du hier?" Nach allem, was er ihm doch angetan hatte. Severus besuchte ihn? Dennoch?
Ein leichtes Lächeln lag um Severus Mundpartie und erreichte die Augen, die oft so kühl wirkten. „Ich wollte mir doch deinen Sohn ansehen... Du hast mir nicht geschrieben, dass du Daddy geworden bist!", damit löste sich Severus ganz von dem Anderen und trat an die Wiege heran. Den Teddybären stellte er davor ab. „Darf ich?", fragte er leise, um das Baby nicht zu wecken. Lucius konnte nur nicken und beobachtete jede Bewegung seines Freundes. Zart strich Severus dem Kleinen über die Wange, wie es Lucius auch so oft tat und lächelte. „Er ist niedlich... wie du!"
Lucius lief rot an und seufzte. Langsam kam er näher und blieb neben Severus stehen.

„Wie du...!", hauchte er ebenfalls und sah Severus mit einem Blick an, der alles sagen müsste. „Du bist zurückgekehrt... ich dachte, du willst mich nie wieder sehen!", verwundert blickte Severus zurück. „Nur weil wir nicht mehr zusammen sind, bin ich dennoch dein Freund!" Es schmerzte, dies konnte er nicht leugnen, doch er wollte für Lucius da sein.

Sanft strich dieser gerade über Severus Arm. „Ich will dich nicht noch mal verlieren... verlang´, was du willst. Aber bitte... bleib´ bei mir!", seine Stimme zitterte unruhig. Mit welcher Antwort müsste er auf diese gewagte Frage rechnen?
Auch Severus bebte leicht. Wie oft hatte er sich diese Worte aus dem Mund des Anderen vorgestellt? Wie oft auf ein Zeichen gewartet? Er hatte mit sich gehadert heute hier her zukommen. Ihm war es schwergefallen, denn seine Gefühle waren noch immer übermächtig. Doch er wollte Lucius nicht ganz verlieren. Als Liebhaber und als Freund. Die Worte des Anderen klangen süß wie Honig in seinen Gedanken nach und doch... das konnte er nicht verlangen. Das wäre Lucius gesellschaftlicher Ruin und er selbst konnte ihm nichts Gleichwertiges anbieten. „Lucius... das kann ich nicht!", hauchte er leise.
In Lucius stürzte sein Traumgebilde in Gedanken schon wieder ein und er senkte den Kopf. Die Stimme war belegt, als er zu antworten versuchte. „Oh... verstehe!"
Severus schüttelte seinen Kopf. „Nein, du verstehst eben nicht...! Ich kann das nicht von dir erwarten. Du hast eine Familie, für die du sorgen musst. Dein Leben ist nun komplizierter geworden, wie meines. Willst du es für Draco auch kompliziert machen? Denk´ an deinen Sohn. Du trägst die Verantwortung für sein Leben, du hast es ihm geschenkt!"

Liebevoll strich er Lucius über die Wange und zog ihn näher an sich. „Aber ich bin bei dir... ich bin für dich da. In jeder Hinsicht... wenn du es willst!"
Mit diesen Worten hob er Lucius Kinn empor und verschloss dessen rosige Lippen mit seinen eigenen in einem zarten Kuss.
Lucius verstand! Er musste sich nicht entscheiden. Er musste nichts aufgeben. Im Gegenteil, er bekam alles! Wie es ein Malfoy gewohnt war!

ENDE