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*Sweeter Than Chocolate*

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Willy Wonka
09.04.2009
17.12.2009
49
101.604
13
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
09.04.2009 1.290
 
Ich glaub das Kapitel hier ist ein wenig kürzer aber naja XD
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Im Haus angekommen, hatte Mrs. Bucket auch schon liebevoll den Tisch gedeckt.
„Herzlich Willkommen, ihr drei!“, sagte sie fröhlich.“Habt ihr einen netten Nachmittag gehabt?“

Charlie nickte.

„Ja, ich hab Doyna unsere neue Schokolade zu kosten gegeben und sie findet sie Doynalicious!“ Bei dem Wort musste er wieder kichern. Auch Mrs. Bucket musste schmunzeln.

„Doynalicious, so so! Klingt als hättet ihr euch amüsiert.“

Doyna setzte sich neben Mrs. Bucket an den gedeckten Tisch. Das Essen von vorhin schien eine Ewigkeit her zu sein und ihr Magen fing schonwieder an zu rebellieren, diesmal aber lautloser, worüber sie ganz froh war.

„Sag, Doyna! Wie läuft’s eigentlich im Buchladen?“, fragte Mr. Bucket als alle am Tisch saßen und schon begonnen hatten zu essen. Doyna überlegte kurz.

„Hmm…ja, wie immer würd ich sagen. Auf jeden Fall stressig in letzter Zeit. Wir bekommen im ‚Daphne‘ immer mehr Stammkunden.“

„Das klingt doch gut!“

„Ja, ist es auch. Das zusätzliche Geld wollen wir in weitere Regale investieren. Wir haben einfach viel zu wenig Platz für die vielen Bücher…“, seufzte sie.

„Möchtest du immer noch dein eigenes Literaturcafé?“, fragte Mrs. Bucket interessiert.

„Ja, das hab ich vor.“, begann sie unschlüssig.

„Aber..?“, drängte ihre Tante.

„Nun, im Moment wird das schlecht möglich sein. Man braucht ja ein angemessenes Startguthaben um sowas zu ermöglichen und zurzeit hab ich das einfach nicht.“

„Es hat ja auch niemand behauptet, es sei einfach sich selbstständig zu machen.“, sagte Mr. Bucket, während er in sein Käsebrot biss.

„Wieso ausgerechnet ein Literaturcafé?“

Überraschenderweise war es Willy, der diese Frage stellte. Darauf war Doyna nicht vorbereitet.

„Ähm… Tja, ich liebe Bücher eben und ich mag die Idee sich in ein Café setzten zu können, seinen Kaffee zu genießen und nebenbei ein paar Bücher zu durchstöbern. Und wenn einem ein Buch gefällt, dann kann man es sich anschließend auch kaufen.“

Willy lächelte ihr freundlich zu und diesmal war das Lächeln ehrlich, das sah man ihm an.

„Es ist gut Träume zu haben.“, sagte er als wüsste er genau, wovon er redete.

„Nur solange sie nicht nur Träume bleiben.“, sagte Doyna voller Hoffnung.

„Dann solltest du dich beeilen sie zu realisieren.“, sagte er als gäbe es nichts Einfacheres auf der Welt als sich schnell mal einen Traum zu verwirklichen.

„So einfach ist das aber nicht!“, murrte sie.“Ich hab leider keine 10 Millionen auf dem Konto.“, entgegnete sie patziger als sie es eigentlich vorgehabt hatte.

Plötzlich war alles still. Jeder schien bei seiner Bewegung erstarrt zu sein. Gott, was hatte sie jetzt wieder gesagt? Wenn sie eine Schwäche hatte, dann war es die, dass sie ihre Klappe nicht halten konnte und immer gerade das sagte, was sie dachte. Dafür hatten viele Leute kein Verständnis.

„Tja, dann solltest du wohl einfach reich heiraten.“, durchbrach Mr. Bucket die Stille.

„Gibt’s denn ´nen Kandidaten?“, fragte sie ohne zu überlegen.

Es war kein Zufall, dass alle Blicke auf Willy gerichtet waren. Manchmal könnte sie sich selber schlagen. Wie schaffte sie es immer wieder sich in die peinlichsten Momente zu manövrieren. Was war sie doch für ein Tollpatsch. Ein Tollpatsch mit einer großen Klappe.

Willy schien keine Antwort parat zu haben. Schockiert und nervös zugleich, starrte er auf seinen Teller. Armer Willy!, dachte sie plötzlich, obwohl sie sich eigentlich selbst bemitleiden sollte. Doch im Moment konnte sie sowieso keinen klaren Gedanken fassen.
Mrs. Bucket stand plötzliche wie von etwas gestochen auf und räumte den Tisch ab. Alle folgten ihrem Beispiel und fingen nun an wild durcheinander zu reden. Doyna konnte sich keinen Zentimeter bewegen. Warum, wusste sie selber nicht. Ihr war das ganze auf einmal überaus peinlich. Gedankenverloren nippte sie an ihrem lauwarmen Tee. Jetzt fiel ihr auf, dass Willy auch als einziger noch am Tisch saß. Er starrte immer noch gen Tischplatte und sie fragte sich gerade, ob es möglich war an einem Schock zu sterben.

Peinlich gerührt ließ Willy seinen Blick in Doynas Richtung schweifen. Das versuchte er wie es aussah so unauffällig wie möglich, aber Doyna spürte dennoch seinen Blick auf ihr. Sie beschloss ihm tief in die Augen zu sehen um ihm zu zeigen, dass ihm das nicht unangenehm sein sollte. Seine violetten Augen glänzten in dem Kerzenlicht, welches auf dem Tisch stand. Man hatte das Gefühl er versuchte nicht zu blinzeln. Alles was er tat, war sie anzustarren, obwohl das wahrscheinlich keine gute Bezeichnung dafür war. Eigentlich schaute er sie nur an. Doyna fand, dass seine Miene aus irgendeinem Grund traurig aussah. Sie konnte sich jedoch nicht vorstellen, wieso. Gefangen in Willys Augen, stellte sie die Tasse auf den Tisch. Doyna merkte immer noch wie die Buckets durch die Küche wuselten. Seine Augen waren so schön, dachte sie gedankenverloren und empfand plötzlich wieder ein leichtes Gefühl von Scham.

Widerwillig wandte sie ihren Blick ab und stand auf, um Mrs. Bucket wieder beim Abwasch zu helfen. Willy sagte immer noch keinen Ton. Doyna hoffte nicht, dass er seine Stimme verloren hatte…wäre ja schade drum. Innerlich ermahnte sie sich wieder: Was ist eigentlich in dich gefahren, Doyna? Du schwärmst von einem geisteskranken Chocolatier, den du erst seit ein paar Stunden kennst. Das kann nicht dein erst sein, Doyna! Vergiss ihn, vergiss ihn, sagte sie mehrmals zu sich selbst. Sie fragte sich nur gerade, wie sie das anstellen sollte, wenn sie noch zwei Wochen hierblieb in seiner Gegenwart. Aus dem Weg gehen, konnte sie ihn schlecht, denn sie aßen ja jeden Tag zusammen. Sie könnte höchstens einfach nicht mehr zum essen erscheinen, aber das wäre erstens ziemlich auffällig und zweitens würde sich ihre Tante sicher darüber ärgern.

„Sag mal, wie lange willst du den Teller denn noch abtrocknen?“, durchbrach  Mrs. Bucket ihre Gedankengänge.

„Oh…“ Wahrscheinlich stand sie schon seit drei Minuten hier und trocknete ein und denselben Teller ab. „Tut mir leid!“

„Keine Sorge!“, lächelte Mrs. Bucket. „So ist das, wenn man mit den Gedanken woanders ist.“ Doyna fühlte sich ertappt. Ihre Tante war jemand, die andere Menschen leicht durchschauen konnte; das ärgerte Doyna gerade ein wenig, aber sie nahm es ihr nicht übel.

„Du siehst müde aus. Leg dich doch hin! Ich schaffe das schon alleine.“

Ihre Tante wusste genau, dass, was sie jetzt brauchte, Zeit zum Nachdenken war.

„Danke.“, brachte sie nur heraus. Doyna stellte die Tasse hin, die sie gerade abgetrocknet hatte und gab ihrer Tante einen Kuss auf die Wange. Das gleiche tat sie bei dem Rest der Familie, außer bei Willy, der immer noch einsam am Tisch saß und in der Gegend herum starrte. Doyna kämpfte dagegen an, ihn in die Arme nehmen zu wollen. Das ginge wirklich zu weit, dachte sie.

„Gute Nacht, Willy!“, sagte sie freundlich, um ihren Ausbruch von vorhin wieder gut zumachen.

Nachdenklich schaute er sie an.

„Nacht.“, war alles was er sagte. Doyna wollte es ihm nicht noch unangenehmer machen, als es ihm wahrscheinlich sowieso schon war und so entschloss sie einfach zu gehen. Auf dem Weg zu ihrem Zimmer ließen sie ihre Gedanken an seinen traurigen Blick einfach nicht los. Immer wieder sah sie ihn vor sich mit diesem Hundeblick.

Plötzlich fand sie, dass sie dringend schlafen gehen sollte. Morgen sah sie die Dinge bestimmt schonwieder ganz anders. Eine Nacht drüber schlafen, half meistens bei allem und nachdem was heute passiert war, hatte sie den Schlaf dringend nötig. Außerdem gab es morgen schon um 8 Uhr Frühstück. Da denkt man, man hat Urlaub und muss trotzdem in aller Herrgottsfrühe aufstehen. Zudem wusste sie überhaupt nicht, was sie mit dem morgigen Tag anfangen sollte. Das konnte ja heiter werden die nächsten 14 Tage, dachte sie verschlafen und gähnte. Keine 15 Minuten später, fiel sie unglaublich zermürbt in das wundervolle weiche Bett. Besser als zuhause, dachte sie noch, bevor sie einschlief.

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und nicht vergessen....reviews schreiben^^
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