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Sleepovers feat. M&Ms on tour

GeschichteHumor / P6 / Gen
09.04.2009
14.04.2009
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3.207
 
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09.04.2009 2.930
 
Let's travel


,,Man, bin ich froh, dass diese Schuljahr zu Ende ist“, seufzte Frankie und ließ sich auf einen Stuhl fallen.
Sofort kam Mister S., der Besitzer des einzigen und besten Café´s von Cresent Bay, dem Beach Hat Café, zu ihnen.
,,Was kann ich meinen besten Gästen bringen?“, fragte er strahlend in die Runde.
,,Wir hätten gerne fünf Smoothies!“, meinte Frankie mit einem breiten Lächeln. Mister S. nickte lachend:
,,Warum frag ich eigentlich noch. Der Sleepover Club bestellt doch seit Jahren immer das gleiche!“
Der Sleepover Club bestand aus fünf Mitgliedern: Francesca ,,Frankie“ Thomas, die vorlaute Anführerin, ihrer besten Freundin Kendra ,,Kenny“ Tam, die sportliche Asiatin, der kreativen und Pferdenärrin Lindsey ,,Lyndz“ Collins, der auf Mode bedachten Fliss und der smarten Engländerin Rosie Cartwright, die erst seit kurzen dazu gehörte. Sie nannten sich der ,,Sleepover Club“, weil sie jedes Wochenende mal bei der einen mal bei der anderen übernachteten. Eine tolle Sache, sowie die Mädchen selbst fanden.
,,Wie sieht dein Zeugnis aus Rosie? Ich wette lauter A's“, meinte Lyndz.
,,Na ja, in Mathematik habe ich bloß ein B“, sagte Rosie beschieden. Kenny verdrehte die Augen:
,,Bloß ein B? Man ich wäre froh darüber!“
,,Wie sieht denn dein Zeugnis aus?“, grinste Frankie.
,,Kein Kommentar“, murmelte ihre beste Freundin. Sie wussten alle, dass Kenny außer in Chemie und Sport nicht gerade der ,,Lerntyp“ war.
,,Also mir persönlich sind Noten nicht so wichtig“, sagte Fliss und warf ihre blonden Haare zurück.
,,Oh, natürlich braucht man als Supermodel kein gutes Zeugnis“, spottet Kenny, um die Sache mit ihrem schlechten Zeugnis zu überspielen.
,,Könnten wir vielleicht aufhören über Noten und Schule zu reden?“, fragte Rosie.
,,Genau, wie sollten uns lieber auf einen tollen, gemeinsamen Sommer freuen“, grinste Frankie, ,,also was wollen wir machen?“
,,Jeden Tag zum Strand“, schlug Rosie vor.
,,Modenshow!“, rief Fliss.
,,Joggen“, schlug Kenny vor und wurde von allen entgeistert angestarrt.
,,Was? Das macht Spaß“, behauptete sie.
,,Ja, dir vielleicht, aber das ist doch viel zu anstrengend und außerdem schwitzt man danach, wäh“, ekelte sich Fliss.
,,Was schlägst du vor Lyndz?“, Rosie stubste ihre beste Freundin, die noch nichts gesagt hatte, an. Lyndz wirkte etwas traurig wie die anderen fanden.
,,Was ist los?“, wollte Frankie wissen.
,,Wisst ihr. . .“, begann Lyndz und sah einem nach dem anderen in die Augen, ,,mein Eltern wollen mit uns nach Amerika fliegen. Zwei Wochen lang! Könnt ihr euch das vorstellen?“
Die anderen vier sahen sie entsetzt an.
,,Aber Lydnz, ich dachte wir wollten die Ferien zusammen verbringen“, meinte Frankie.
,,Ich will auch gar nicht mir, ehrlich, aber meine Eltern bestehen darauf. Das wird sicher furchtbar langweilig ohne euch“, sagte Lydnz bestürzt.
,,Man, das ist ja total gemein!“, empörte sich Frankie sofort.
,,Kannst du denn nicht alleine hier bleiben?“, schlug Kenny vor.
,,Das würden meine Eltern nie erlauben“, lachte Lydnz.
,,Und wenn du sagst das Tom auf dich aufpasst“, mischte sich nun auch Fliss ein, ,,der ist doch schon über achtzehn!“
,,Glaubst du nicht der hat was besseres zu tun als auf seine kleine Schwester auf zu passen? Und außerdem fliegt er mit.“
Jetzt waren alle ratlos. Wie konnten die Collins nur so etwas machen. Der Sleepover Club zwei Wochen ohne Lyndz? Selbst die Vorstellung war schon furchtbar. Sie mussten sich etwas einfallen lassen.
,,Und was ist, wenn wir einfach alle mitkommen“, schlug Rosie schließlich vor.
,,WAS?“, riefen die anderen gleichzeitig.
,,Das ist unmöglich!“
,,Wie sollen wir das bezahlen?“
,,Unsere Eltern werden das nie erlauben!“
Alle riefen durcheinander. Rosie stieß einen Pfiff aus und es war sofort still.
,,Leute, wir können´s doch einfach mal versuchen. Jeder fragt seine Eltern. Wenn sie ,,Nein“ sagen, dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.“
,,Es wäre natürlich schon super mal zusammen zu verreisen“, sagte Lydnz schließlich.
,,Besonders nach Amerika“, fügte Rosie hinzu.
,,Wo wollen deine Eltern denn genau hin?“, wollte Kenny nun wissen.
,,Ich glaube auf irgendeinen Campingplatz in Nevada, der nach einer berühmten Schauspielerin benannt ist mitten in einem Nationalpark.“
,,Nevada? Las Vegas?“, rief Frankie begeistert.
,,Was ist mit Las Vegas?“, meinte einer Stimme hinter ihr. Die Mädchen sahen auf und ihre Mienen verfinsterten sich.
,,Ach ihr seid´s“, murmelte Lyndz.
,,Ein bisschen mehr Begeisterung bitte“, meinte Matthew und setzt sich auf einen Stuhl neben Frankie. Seine Freunde Michael und Marco taten es ihm gleich.
Matthew, Michael und Marco waren die männlichen Gegenspieler des Sleepover Clubs. Sie wurden die M&Ms genannt und brachten die Mädchen immer wieder in Schwierigkeiten.
Matthew war ihr Anführer, hinterhältig, aber schlau, Michael war der Zwillingsbruder von Lydnz und somit der Spion, wenn es um die SOCs  ging. Marco, der letzte im Bunde, war der Sohn zweier italienischer Imbissbesitzer. Er war etwas schüchtern und schon lange heimlich in Fliss verliebt, die allerdings bis vor einem halben jahr nur noch Augen für Ryan Scott, dem Mädchenschwarm gehabt hatte.
,,Also was wollt ihr in Las Vegas?“, grinste Matthew und sah in die Runde.
,,Das geht euch nichts an“,sagte Rosie abweisend.
,,Die reden bestimmt über unseren Trip nach Nevada oder Lyndz“, meinte Michael.
,,Und wenn schon. Das hier ist privat“, sagte Kenny, ,,und wir wären euch sehr dankbar, wenn ihr jetzt verschwinden würdet!“
,,Bye, bye“, winkte Frankie.
,,Wieso? Wir sind doch gerade erst gekommen“, Matthew lehnte sich in seinem Stuhl nach hinten.
Die Mädchen sahen sich kurz an, zwinkerten sich zu und standen dann alle gleichzeitig auf. Die M&Ms waren zu überrascht, um etwas zu tun.
,,Warte! Wollt ihr nicht eure Smoothies haben!“, rief Mr. S ihnen hinterher.
,,Tut uns Leid, aber leider ist Ihr Laden von Ungeziefer befallen!“, rief Kenny über die Schulter und die SOCs liefen lachend davon. Es war ein tolles Gefühl die Jungs einfach so sitzen zu lassen.

Die Mädchen liefen sofort nach Hause, um ihre Eltern von den Reiseplänen zu überzeugen.

Bei Fliss ging die Sache am schnellsten über die Bühne. Ihre Mutter war gerade dabei die Rosenhecke zu schneiden.
„Mom?“
„Ja, Felicity?“
Fliss atmete tief ein:
„Du und Andy wollt doch dieses Jahr alleine in den Sommerurlaub fahren und und mich bei Grandma lassen, wäre es nicht viel besser, wenn ich zusammen mit meinen Freundinnen wegfahren würde?“
„Und wohin?“
„Lyndz´s Eltern würden mit uns nach Amerika fliegen.“
„Nach Amerika? Wirklich? Das wäre ja eine großartige Chance für euch“, ihre Mom lächelte.
„Also darf ich?“
„Klar, wir bezahlen dir den Flug auch, wenn du dafür etwas von der Welt sehen kannst. Dürfen die anderen denn auch?“
„Bestimmt.“

Doch darin irrte sich Fliss, denn bei Frankie lief es ganz anders. Sie versuchte ganz diplomatisch zu bleiben, doch ihre Eltern waren sehr streng in der Beziehung.
,,. . . wir würden viel lernen bei dieser Reise. Verantwortung und Zusammenhalt und-“
„Frankie wir haben nein gesagt“, wiederholte ihr Vater, „deine Mutter hat gerade ein Baby bekommen, da haben wir nicht den Nerv, dass unsere ältere Tochter durch die Weltgeschichte reist.“
,,Aber Dad, es wäre. . .“, begann Frankie, wurde jedoch von ihrer Mutter unterbrochen:
„Und wer würde das bezahlen?“
„Na ja . . . ich dachte . . . ihr . . .eventuell“, sagte Frankie kleinlaut.
„Francesca Thomas wir sind doch nicht deine Bank“, polterte ihr Dad und weckte damit seinen Sohn, der bis eben noch geschlafen hatte. Seufzend erhob sich ihre Mutter vom Sofa, um nach ihm zu schauen. Frankie verschränkte die Arme und starrte finster vor sich hin.

Bei  Kenny lief es ähnlich erfolgreich. Ihre Mutter hielt ihr einen Vortrag darüber, dass man diese Verantwortung den Collins nicht überlassen könne und ihr Vater meinte, dass man diese Reise viel zu teuer sei. So sehr Kenny auch bettelte, ihre Eltern gaben nicht nach. Und als dann ihre Schwester sich auch noch einmischte und sich beschwerte, dass es ungerecht wäre, wenn Kenny eine solche Reise machen sollte, schien die Schlacht verloren.
Doch die Diskussion nahm eine Wendung, als Kennys Grandma dazu kam.
„Ich werde diese Reise bezahlen“, meinte sie lächelnd.
„Aber das geht doch nicht“, meinte Mrs. Tam kopfschüttelnd und ihr Mann begann zu fluchen.
„Natürlich geht das. Ich habe in den letzten Jahren viel gespart und es ist genug da um die Reisekosten locker zu decken. Ich möchte, dass Kenny diese reise macht und da könnt ihr beide euch auf den Kopf stellen.“
Wenn sich eine alte Dame mal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann lässt sie sich nicht mehr davon abbringen. Kennys Eltern mussten schließlich nachgeben und willigten ein, auch wenn sie vorher mit Lyndz´s Eltern darüber sprechen wollten. Überglücklich fiel Kenny ihrer Granny um den Hals und bedankte sich tausendmal.
,,Nichts zu danken“, meinte diese, „aber verspreche mir, dass du uns ein Andenken mitbringst.“ Kenny versprach es.

„Es tut mir leid, aber ich weiß nicht, wo ich das Geld dazu her nehmen soll“, sagte Mr. Cartwright zu seiner Tochter und schnaubte dann:
„Die Zeitung hat meinen Artikel über „Teppichböden“ nicht angenommen, Sie meinten, dass es eher etwas für ein Haushaltsmagazin.“
„Aber Dad, ich würde dann ganz alleine hier sein, während alle anderen verreisen“, jammerte Rosie.
„Und das wäre einfach Schade, Dad!“, lachte ihr Bruder, der gerade in seinem Rollstuhl in die Küche rollte, „außerdem würde diese Reise sicher Rosie' s Horizont etwas erweitern. Dann würde sie die beste Schriftstellerin aller Zeiten werden, weil sie schon so in der Welt herum gekommen ist.“
„Also gut, wenn die Collins damit einverstanden sind. Ich bekomme das Geld schon zusammen. Wir verkaufen dann einfach ein Paar Sachen“, meinte ihr Vater.
„Oh, danke, danke, danke, Daddy!“, Rosie fiel ihrem Vater um den Hals.
„Wo habe ich denn bloß meine Lesebrille schon wieder hin gelegt?“, fragte dieser bloß, nachdem seine Tochter ihn wieder los gelassen hatte, und kratzte sich nachdenklich am Kopf.
„Sie ist auf deinem Kopf“, kicherte Rosie und zeigte sie ihm.
„Ich glaube ich werde noch verrückt“, murmelte Mr. Cartwright und verschwand in seinem Arbeitszimmer.
„Danke für deine Hilfe“, meinte Rosie zu ihrem Bruder.
„Hey, jetzt bin ich dich endlich einige Wochen los“, meinte dieser nur, aber er lachte dabei.

Kenny, Fliss und Rosie durften also schon mit, aber die schwierigste Aufgabe blieb noch: Lyndz musste ihren Eltern nur noch die „brilliante“ Idee beichten. Die ganze Familie saß abends zusammen im Wohnzimmer. Alle waren zufrieden und so fand sie es eine gute Idee, dass Thema besser gleich an zuschneiden.
„Mom? Dad?“, fragte sie.
„Ja?“, sagten beide gleichzeitig und sahen ihre Tochter an.
Lyndz biss sich auf der Unterlippe herum. Wie brachte man so etwas seinen Eltern bei?
„Also wegen unserer Reise“, begann sie, „sie ist doch schon ganz schön groß und lange... und ich wollte meine Ferien eigentlich mit den anderen verbringen...“
„Es kommt gar nicht in Frage, dass du hier bleibst“, meinte ihr Vater sofort.
„Nein, das wollte ich auch gar nicht sagen“, sagte Lyndz schnell.
„Aber worum geht es dann?“, fragte ihre Mutter.
„Also...könnten wir...na ja...“, sie begann zu stottern, „könnten wir meine Freundinnen nicht einfach mit nehmen?“
„Bestimmt nicht“, ihr Bruder Michael sprang sofort auf und sah seine Schwester böse an, „ich verbringe meine Ferien sicher nicht mit dem Tussen- Club!“
„Also nein. Ich glaube das ist unmöglich“, schüttelte auch ihr Vater den Kopf, „wer soll denn das ganze bezahlen? Wir sind doch keine Millionäre.“
„Ihr müsstet das gar nicht bezahlen. Die Eltern der anderen bezahlen das ganze. Und außerdem: Mit mehreren macht es sicher viel mehr Spaß. Und wir würden uns alle auch benehmen. Wir sind doch keine Babys mehr. Bitte, Mom! Bitte Dad!“
„Auf keinen Fall Lyndz! Das wäre doch viel zu viel Trubel. Es sollte doch eigentlich ein friedlicher Familienurlaub werden.“
Lyndz machte ein enttäuschtes Gesicht. Eigentlich hatte sie damit rechnen müssen, dass es nicht funktionierte, aber trotzdem hatte sie noch ein kleines bisschen Hoffnung gehabt.
Mrs. Collins hatte bis jetzt noch gar nichts gesagt, aber jetzt setzte sie sich für ihre Tochter ein:
„Also ich finde das eigentlich eine ganz gute Idee!“
„Wirklich?“, fragte ihre Tochter erfreut.
„Wirklich?“, fragte ihr Mann geschockt.
„Ja“, sagte sie, „wir fahren ja bloß campen und da machen mir die Paar mehr Mädchen nichts aus. Ich Jungen seid ja immer in der Überzahl, da kann das doch nicht schaden, oder?“
„Dann möchte ich meine Freunde aber auch mit nehmen“, erklärte Michael sofort.
„Siehst du, wohin das führt? Am besten nehmen wir noch alle unsere Freunde und Nachbarn mit“, meinte Mr. Collins sarkastisch.
„Ach komm schon, das wird sicher lustig. Wir nehmen Fliss, Mathew, Kenny, Frankie, Marco und Rosie mit. Das sind genug, um ein Jungen- und ein Mädchenteam zu bilden“, meinte seine Frau und lächelte.
„Aber die sind wie Katz und Maus“, jammerte ihr Mann weiter, „das werden doch schreckliche Tage!“
„Ach Quatsch, Dad, sieh´s doch mal von der guten Seite: Wenn die Sleepovers und M&Ms sich immer in den Haaren liegen, dann kannst du dich mit Mom einfach zurück ziehen und musste dich nicht darum kümmern“, lachte Tom.
„Dann bringen sie sich noch irgendwann gegenseitig um“, knurrte sein Vater.
„Vielleicht lernen sie sich ja auch eine bisschen mehr kennen und legen ihren Kleinkrieg bei“, meinte Mrs. Collins. Lyndz und Michael sahen sich an und dachten das gleiche:
„Träum weiter, Mom!“
Doch dieses Argument schien Mr. Collins letztenendlich zu überzeugen.
„Also von mir aus, aber wenn sie sich total daneben benehmen, dann fliegen wir sofort nach Hause. Sagt das euren Freunden“, drohte er.
„Aber klar, Daddy“, meinte Lyndz fröhlich.
„Wir werden uns wie Engel benehmen“, meinte Michael übertireben, aber hielt die Fingen hinter dem Rücken verschränkt.

Gleich am nächsten Nachmittag hielten die Sleepovers ein Treffen bei Frankie ab.
„Mom und Dad haben grünes Licht gegeben“, erzählte Lyndz lachend.
„Ich darf auch mitkomen“, jubelte Fliss.
„Mein Dad muss zwar das Geld noch zusammen bekommen, aber bis zu den Sommerferien hat er es geschafft“, erklärte Rose.
„Und ich bekomme das Geld von meiner Granny gestiftet“, meinte Kenny glücklich.
„Man so eine Oma möchte ich auch mal haben“, schüttelte Rosie den Kopf.
„Und was ist mit dir?“, kenny stieß ihre beste Freundin an. Frankie hatte bis jetzt noch nichts zu diesem Thema gesagt, was ziemlich ungewöhnlich für ihre Verhältnisse war.
„Ich darf nicht“, murmelte sie.
„Was?“, riefen die anderen vier im Chor und sahen sie entsetzt an.
„Meine Eltern sind halt schwere Verhandlungspartner!“, murrte Frankie.
„Man, aber ohne dich macht doch das ganze kein bisschen Spaß“, meinte Rosie betrübt. Die anderen stimmten ihr zu.
„Und wenn wir nochmal mit ihnen reden?“, schlug Fliss vor.
„Das bringt doch auch nichts, wenn sie sich eine Meinung gebildet haben, dann bleiben sie auch dabei“, seufzte Frankie niedergeschlagen.
„Das wollen wir doch mal sehen“, meinte Kenny voller Enthusiasmus und erhob sich.
„Komm Frankie!“, Lyndz zog sie hoch und hinter den anderen her. Geschlossen gingen sie hinunter, wo Mrs. und Mr. Thomas gerade Zeitung lasen. Sie sahen auf, als die Mädchen sich in einer Reihe vor ihnen aufbauten. Sie alle machten ersnte Gesichter.
„Frankie sagt, dass sie nicht wollen, dass sie mit uns in die Ferien verreist“, meinte Kenny.
„Ja, das stimmt“, sagte Frankie's Vater und legte seine Tageszeitung beseite.
„Und warum nicht?“, fragte Fliss, „wenn' s um' s Geld geht, dann ist das doch kein Problem. Unsere Eltern wären sicher bereit Ihnen etwas zu leihen und außerdem könnten wir doch wieder arbeiten. So wie damals mit dem Autowaschen. Wir-“
„Um das Geld geht es doch gar nicht“, unterbrach sie Mrs. Thomas.
„Aber worum dann?“, fragte Lyndz.
„Es geht darum, dass Franceska etwas mehr Verantwortung übernehmen sollte. Sie ist jetzt eine große Schwester und da kann man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand. Man muss auch mal ein „Nein!“ ertragen können ohne gleich patzig zu werden, Man bekommt nicht immer alles, was man sich wünscht“, erklärte Mr. Thomas ruhig.
„Aber diese Reise wollten wir alle zusammen machen und unsere Eltern haben auch alle „Ja!“ gesagt und außerdem würde Frankie dort eine Menge Verantwortung übernehmen. Wir fahren ja schließlich nicht zum Campen an den Strand, sondern nach Amerika, was auf der anderen Seite der Welt liegt“, versuchte es Kenny nochmal und Fliss fügte hinzu:
„Es wäre einfach ein Verbrechen, wenn sie uns ohne Frankie fahren lassen. Ohne sie wäre die Reise sicher nur halb so spaßig!“
Frankie's Eltern sahen sich an. Wie konnten sie gegen diese Argumente noch ankommen?
Sie konnten nicht. Sie gaben sich am Ende geschlagen und die Mädchen veranstalteten zur Feier des Tages, und um noch über die bevorstehende Reise zu diskutieren, einen Sleepover bei Kenny.
„Also Leute, ihr wart echt große Klasse“, jubelte Frankie und umarmte alle der Reihe nach.
„Ich schätze unsere Sommerferien werden echt super!“, lachte Rosie
„Ja, nur wir fünf, die Collins und Amerika. Keine Schule, keine Hausaufgaben und vor allem: Keine M&Ms, die uns das Leben schwer machen“, Kenny ließ sich rücklings auf ihr Bett fallen.
„Also was das betrifft“, meinte Lydnz und kaute wieder auf ihrer Unterlippe.
„Ach komm schon, Lyndz, dein Bruder ist doch harmlos alleine“, sagte Fliss.
„Das ist es ja gerade: Die Jungs kommen auch mit“, erklärte Lyndz.
„Nein“, brachte Frankie nur hervor. Die Festtagslaune war auf einmal wie verflogen.
„Sag das, dass nicht wahr ist!“, Kenny's Stimme war auf einmal ganz hoch.
„Doch, tut mir Leid, aber Michael hat darauf bestanden“, seufzte Lyndz.
„Na toll“, Fliss schüttelte den Kopf und ließ sich auf ihren Schlafsack plumpsen, „das kann ja heiter werden!“
„Wir und die M&Ms in einem Flugzeug“, murmelte Frankie und schüttelte sich.
„Ach kommt schon. So schlimm kann es doch nicht werden“, versuchte Rosie die anderen wieder etwas aufzuheitern, „Amerika ist groß. Wir und die werden sich kaum sehen und außerdem sind wir in der Überzahl. Wir sind denen doch immer einen Schritt vorraus.“
„Du hast Recht, Rosie. Wir machen uns ein Paar ganz tolle Tage auf Sleepover- Art“, pflichtete Lyndz ihr bei.
„Aber ein Drama wird das trotzdem“, prohezeite Kenny.
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