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Die Entführung

von Lady86
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Al Mualim Altaïr Ibn-La'Ahad Rafiq Robert de Sable
07.04.2009
07.10.2012
60
390.037
10
Alle Kapitel
275 Reviews
Dieses Kapitel
17 Reviews
 
 
07.04.2009 635
 

Hinweis:
Die Handlung meiner ersten Fanfiktion orientiert sich nicht an der Handlung des Spiels. Ich leihe mir lediglich einige Charaktere für meine Story aus.
Leider habe ich auch nicht viel Ahnung von der Geschichte der Kreuzzüge und bitte daher um Nachsicht bei evtl. historischen Ungenauigkeiten.
Bei dieser FF handelt es sich eine Romanze, weshalb die Beziehung der Hauptcharaktere auch im Vordergrund steht. In diesem Zusammenhang wird es auch zu sexuellen Handlungen kommen. Da Altair ein Assassine ist und meine Geschichte zu Zeiten des Krieges spielt, gehören Kampfszenen und Blutvergießen ebenso zur Story wie romantische Augenblicke.
Freue mich schon auf eure Reviews.
Aber nun viel Spaß beim Lesen!




Prolog


England, A.D. 1200


Lady Madeleine, Baronin von Gernswick, versuchte ihren jüngsten Sohn Jack zu beruhigen. Er wollte einfach nicht stillsitzen, sondern mit seinem älteren Bruder Barik mitkämpfen.

Doch er war noch zu klein. Sanft drückte Madeleine den Kleinen an sich. Er sah seinem Vater schon jetzt unheimlich ähnlich, bis auf die Augen, die so blau wie ihre eigenen waren. Sie war sich sicher, dass ihr Liebster als zweijähriger ebenfalls so ausgesehen haben musste.

Lächelnd strich sie ihrem Sohn durch die dunklen Locken und küsste ihn auf die Wange. In dem Moment schrie sie schmerzhaft auf und warf einen leicht säuerlichen Blick über ihre Schulter.

Hinter ihr stand ihre fünfjährige Tochter Lilia, die ihr das lange blonde Haar neu frisierte oder es zumindest versuchte. Madeleine tastete ihren Hinterkopf ab, aber sie schien noch keine kahle Stelle zu haben. Ihre Tochter blickte sie unschuldig aus klaren blauen Augen an.

Von ihren drei Kindern war sie ihr am ähnlichsten. Jedenfalls äußerlich, denn vom Wesen her entsprach sie eher ihrem Vater.

Madeleine lächelte ihre Tochter an. „Ich glaube du bist mit deinem Kunstwerk noch nicht fertig, Lillie.“

Kichernd fing die Kleine wieder an, am Haar ihrer Mutter herum zu zerren. Jack jammerte immer noch und strampelte, weil er seinem großen Bruder helfen wollte, ihren Vater zu besiegen. Madeleine musste ihn irgendwie beruhigen.

„Wenn dein Papa gleich mit dem Training mit Barik fertig ist, dann kämpft er auch gegen dich. Aber jetzt bleib hier bei mir und lass ihn noch etwas üben, damit er gegen dich auch eine Chance hat.“

Die letzten Worte hatte sie absichtlich etwas lauter gesagt, damit auch ihr Göttergatte, der ihren ältesten im Schwertkampf trainierte, es hörte. Dieser schnappte hörbar nach Luft, lachte dann aber, als er dem Angriff von Barik geschickt auswich.

Madeleine betrachtete ihn kopfschüttelnd. Nein er hatte in den letzten neun Jahren nichts verlernt. Immer noch schien er ihr unbesiegbar. Obwohl für ihn, dem das Kämpfen einmal so viel bedeutet hatte, es nun nur noch Nebensache war. Als er sich vor über neun Jahren für sie entschieden hatte, hatte er dem Kämpfen auch den Rücken gekehrt, genau wie seiner Heimat, die so fern war, dass es ihr wie eine andere Welt erschien.

In diesen Jahren war er ruhiger geworden und hatte hier in der wohl entlegensten  Gegend Englands, fern ab von Intrigen und Kriegen, seinen Frieden gefunden.

Nur wenn sie ihn wie heute mit ihrem Sohn kämpfen sah, erinnerte er sie an das, was er einst gewesen war und was sie einst gewesen war. Er war ein gefürchteter Assassine gewesen und sie sein Missionsziel. Er hatte sie entführt und gleichzeitig befreit. Doch auch sie hatte ihn befreit, wenn auch auf eine ganz andere Weise. Die Ereignisse, die sie zueinander brachten, lagen nun schon bald zehn Jahre zurück.

Damals hätte sie nie gedacht, dass ihr Leben einmal so verlaufen könnte. Sie verzog wieder schmerzhaft das Gesicht, als Lillie fest an ihrem Haar zog. Nein damals hatte wohl keiner damit gerechnet, dass sie einmal so zusammen leben würden, denn beinahe hätte sie ihn für immer verloren. Bei dieser Erinnerung schauderte es sie. Sanft drückte sie ihren Sohn an sich, als ihre Gedanken weiter abschweiften…
 
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