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Der Sommer mit Sam

GeschichteLiebesgeschichte / P16
Dean Winchester John Winchester Sam Winchester
01.04.2009
22.05.2009
21
32.224
3
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
01.04.2009 1.514
 
Vielen Dank für die lieben Kommis und die vielen Anklicke und Favo-Einträge!
Nun - mein Urlaub geht zu Ende und damit auch Freizeit, deshalb noch ein Pitel. Viel Spaß!



“Intuition! Oder frag meine Mom, die hat ihn gebacken.” Ich konnte zwischenzeitlich  schon ziemlich normal mit Dean kommunizieren.

“Gott sei Dank, dann wird er wohl gelungen sein. Dir hätte ich das jetzt nicht zugetraut”, grinste Dean ehrlich.

“Danke für die Blumen!”, sagte ich etwas eingeschnappt. “Wenn ich wollte, könnte ich auch gut backen!”

“Na klar! Wenn ich wollte, könnte ich zum Mond fliegen”, erwiderte Dean.

“Deano!”, sagte Bobbys knarrige Stimme hinter uns. “Bisschen mehr Etikette ja! Was soll die junge Dame denken?”

“Dass ich sie verarsche vielleicht!”, gab Dean zurück.

Ich musste lachen, Dean konnte man nicht böse sein. Aber Sam hatte mich da schon gründlich vorgewarnt, Dean nahm nichts ernst und verscheißerte wirklich jeden. In Sams Zimmer beziehungsweise im Zimmer der Jungs (sabber - hechel) waren Mr. Winchester und der neue Gast zugegen, ein jüngerer Mann mit fast kahlgeschorenem Kopf. Sams Dad saß bei diesem auf dem Bett und dieser Caleb, wie Dean ihn nannte, stand daneben.

Sam lächelte schwach, als er mich sah.

“Nun gut”, meinte Mr. Winchester. “Das müsste genügen, um den Ort mit dem See herauszufinden. Wenn du dich noch an irgendwas erinnern kannst, dann sag es uns. Wir müssen schnell handeln.” Er erhob sich und nickte mir zu. Irgendwie kam ich nicht so recht mit diesem wortkargen Mann in Kontakt - er war freundlich und höflich zu mir, aber er flößte einem unheimlich viel Respekt ein. Man traute sich einfach nicht, den Mann anzusprechen.

Caleb grinste: “Hast du eine Freundin, Sammy? Sonst reißt doch immer Dean die Bräute auf!” Er lachte laut.

Sam wurde rot und Dean meinte nur: “Da sieh mal einer guck, was Caleb? Der schnappt mir die süßesten Girls vor der Nase weg!”

Caleb lachte noch lauter und ich wurde auch rot.

“Okay, wir gehen schon!”, beruhigte Dean. “Übrigens Caleb, du hast eine Lache wie ein geschlachtetes Pferd! Grauenhaft!”

Caleb lachte wieder: “Da hab ich schon manchen Dämon in die Flucht getrieben!”

“Da brauchst du doch gar nicht erst zu lachen! Da genügt doch schon dein Anblick!”, meinte Dean im Hinausgehen.

“Du blödes Arschloch!”, gab Caleb nur zurück.

Sam bot mir einen Platz an. “Die beiden spinnen nur rum!”, bemerkte er.

“Ja, ich merke schon, Dämon und so”, meinte ich.

Sam gelang ein schwaches Grinsen: “Tja, Idioten! Gar nicht ernst nehmen!”

“Hauptsache, es geht dir besser! Hast mir heute ziemlich Angst eingejagt!”, gestand ich.

“Das tut mir leid”, bedauerte Sam.

“Ich bitte dich, man merkte doch, wie schlimm die Schmerzen waren! Hast du das öfters?”, erkundigte ich mich.

“Unregelmäßig”, gab Sam Auskunft.

“Was hat dir dein Dad denn da gespritzt?”, wollte ich wissen.

“Was gegen die Schmerzen und zum Schlafen! Nach so zwei Stunden Schlaf bin ich meist wieder fit!”, erklärte Sam. “Mein Dad war doch Sani in Vietnam, er kennt sich gut aus in medizinischen Dingen.”

Er ließ sich auf sein Kopfkissen zurückfallen. Dabei verrutschte das andere Kopfkissen, Deans, ein wenig und ließ offenen Blick auf ein Messer zu, das einer Sichel ähnelte. Außerdem sah man deutlich den Ansatz einer Waffe - ich wusste damals nicht, dass dies Deans 45er war, seine Lieblingswaffe. Sofort zog Sam das Kissen wieder über die Waffen.

“Weißt du”, sagte er entschuldigend, “wir sind oft  unterwegs und nicht immer in so guten Wohngegenden. Und wir haben schon schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb hat Dean Waffen. Aber mein Dad und Dean haben Waffenscheine, alles legal!”

“Ja klar, kein Problem!” Wir waren in Amerika. Waffenbesitz war keine Frage. Mein Dad und mein Bruder hatten auch Waffenscheine - aber mein Dad bewahrte seine Pistole und das Gewehr im sicheren Waffenschrank auf und nicht unter dem Kopfkissen.

Dean kam herein und brachte ein Glas Wasser, welches er mir reichte. “Für den kleinen Durst”, meinte er.

Sam sah ihn böse an: “Muss das sein?”

“Das weißt du doch”, erwiderte Dean ungewohnt ernst.

Ich war tatsächlich durstig und trank hastig. Wie konnte ich ahnen, dass dem Mineralwasser noch ein guter Schuss Weihwasser hinzugefügt worden war! Dean lächelte, als ich das Glas auf den kleinen Tisch stellte, betrachtete mich aber irgendwie prüfend. “Das Wasser war gut”, sagte ich, um die Situation aufzulockern.

“Das hoffe ich! Die Flasche Mineralwasser kostet immerhin 19 Cent im Supermarkt!”, feixte Dean.

Draußen fuhr einer wie verrückt vor und dann war ein Geräusch von quietschenden Bremsen zu hören. Dean grinste: “Ash trudelt ein!” Er hatte noch nicht mal aus dem Fenster gesehen.

“Habt ihr den angerufen?”, fragte Sam.

“Dad braucht ihn und seinen Spezialcomputer!” Dean verließ das Zimmer.

Sam sah mich an: “Du wirst dich wundern, was  für ein verrücktes Volk wir sind, gelle?”

Ich musste lachen und wehrte kopfschüttelnd ab: “Und lauter Männer!” >Dazu noch verdammt gut aussehende!<, dachte ich. “Gibt es keine verrückten Frauen?”

Sam lachte auch: “Doch - ein paar schon! Deans Dauerflamme zum Beispiel!”

“Hat Dean eine feste Freundin?”, wollte ich wissen.

“Irgendwie schon - aber: Dean wäre nicht Dean, wenn - na ja…” Sam druckste etwas herum. “Dabei ist Jo total nett und voll hübsch - und sie fährt so auf Dean ab!”

Das war verständlich. Dean war … eben Dean! Aber Sam war einfach so süß. Er war klar meine Entscheidung von Anfang an.

“Danke, dass du mir das Handy gebracht hast.” Sam hielt es in seiner Hand. “Carol?” Er sah mich an. “Würdest du mir wohl deine Handynummer sagen?”

Liebend gerne, nichts lieber als das!!! Sam tippte die Nummer ein und gab mir seine. Ich empfand das als absolutes Privileg. “Kuchen hab ich auch noch mitgebracht”, verriet ich.

“Dann muss ich mich beeilen, sonst futtert Dean alles auf!”, lachte Sam. Er machte Anstalten aufzustehen. “Ähm Carol, würdest du dich bitte kurz umdrehen!”, sagte er dann verschämt. “Hab nämlich nur meine Boxers an.” Er trug als Oberteil ein kurzärmliges Shirt. Sam hatte sich nur schnell eine legere Sweathose angezogen, die eigentlich Dean gehörte, wie er mir sagte.

Als wir nach unten gingen, hörte ich Gesprächsfetzen wie Vision, See, Anzeichen von Geistwesen und Wochenendtrip herauf klingen. “Und wegen dem genauen Standort brauchen wir dich und deinen Computer, Ash, also setz dich auf deinen Arsch und liefere uns ein Ergebnis!” Das letztere war von John Winchester gesprochen. Alle waren im Wohnraum. Der Neuankömmling stand nahe der offenen Tür und als wir näher kamen, drehte er sich um.

“Aber hallo, wer ist das denn?”, fragte er und schüttelte seine lange blonde Mähne.

“Das ist doch unser Sammy!”, ulkte Dean.

“Du Riesenross! Ich meine doch”, der langhaarige Mann deutete auf mich “das da!”

“Das” Dean zeigte ebenfalls auf mich “ist ein Mädchen. So nennt man hierzulande weibliche Wesen.”

“Bist ja ein richtiger Scherzkeks heute, Deano!” Der Mann trat näher zu uns und drückte Sam an sich. “Hey Kiddo!” Dann sah er mich an: “Darf ich mich vorstellen?”

“Wieso, wir kennen dich doch schon alle!”, rief Dean dazwischen.

“Schnauze Winchester! Also - ich bin Ash!” Dieser Ash sah mich augenzwinkernd an.

“Aber das interessiert doch keine Sau, wer du bist!”, meinte Dean wieder trocken.

Grummelnd drehte sich Ash zu diesem: “Dean Winchester! Noch ein Wort und du erlebst mich mal von  meiner Arschlochseite!”

Dean war unbeeindruckt: “Hast du auch noch eine andere Seite?”

Caleb mischte sich ein: “Bring mal das junge Mädel hier nicht durcheinander! Außerdem warum sollte sie einen Waldschrat wollen, wenn sie Sammy haben kann!”

Ash sah ihn mit geschlitzten Augen an: “Dich will sie ja nicht, Caleb!”

“Redet nicht so einen Käse!”, motzte Sam und stellte mich vor. “Das ist Carol! Sie wohnt neben uns und geht zu mir in die Klasse.”

“Und sie ist Klassenbeste!”, fügte Dean hinzu. “Unser Streberboy hier muss sich gewaltig anstrengen.” Sam schlug ihm erbost auf die Schulter.

“Dean!”, sagte Mr. Winchester ernst. Dean zuckte nur mit den Schultern.

“Ach, das ist mein Los! Immer schnappen sich die Winchester-Jungs die tollen Bräute!”, seufzte Ash gespielt. Er reichte mir die Hand. “Schön, dich kennen zu lernen.”

Bobby setzte dem Geplänkel ein Ende: “Okay okay! Für Carol ist das weniger schön und jetzt lassen wir die Jugend mal alleine und wenden uns wichtigeren Dingen zu.”

“Ja genau!”, pflichtete Dean bei. “Denkst du, wir haben dich gerufen, damit du hier Süßholz raspelst und einen auf Smalltalk machst? Das können wir selber auch!”

“Ja, das könnt ihr! Aber genaue Standorte bestimmen, das kann nur ich und mein Computer - und wenn du mich noch mal so schwach von der Seite anmachst, dann könnt ihr euch euren Standort vom Weihnachtsmann sagen lassen!”, brummte Ash und winkte mir zu.

“Ach, meinst du, der hat auch so einen Computer?”, warf Dean ein. “Dann sollten wir das in Erwägung ziehen - vielleicht säuft der weniger als du!”

Ash gab ihm eine leichtere Ohrfeige.

Ich wollte etwas Nettes zu ihm sagen: “Tolle Frisur hast du, Ash!”

Ash blühte direkt auf und präsentierte mir stolz sein Haupt: “Nicht wahr? Vorne Business und hinten” er warf den Kopf herum “die Party!”

Alle lachten.

“Apropo Party! Wo bleibt das Bier?”, fragte er dann.

“Im Kühlschrank! Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!”, bestimmte John.

Ash schlug die Beine zusammen und salutierte: “Jawohl Sir!”
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