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Familie gesucht

von Happy
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Charlotte "Chuck" Charles Emerson Cod Ned Olive Snook
29.03.2009
24.06.2009
7
6.641
1
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Dieses Kapitel
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29.03.2009 705
 
Schlaf, Kindchen, schlaf...



Unter den erwartungsvollen Blicken seines Hundes und - der in der Küchentür stehenden - Chuck, begann Ned den Strampler von Ned-Junior aufzuknöpfen, um anschließend die Windel zu entfernen. Diese hielt er mit zwei Fingern in die Höhe und sah abwechselnd zwischen ihr und dem Baby hin- und her, bevor er sich verzweifelt nach einer geeigneten Ablage für die volle Wegwerfhose umsah. Währenddessen  nutzte Ned-Junior seine Chance und unternahm den Versuch sich wie ein kleiner Wurm zu winden, um sein Umfeld besser betrachten zu können. „Nicht!“, rief Ned erschrocken, nachdem er die Windel auf einer alten Zeitung losgeworden war und nun Ned-Juniors Abenteuerlust bemerkte. Er hastete zum Sofa und brachte das Baby wieder in eine sichere Position zurück. Der Kleine gluckste vor Freude und begann mit den Beinchen zu strampeln. „Schön, wenn wenigstens einer von uns seinen Spaß hat.“, bemerkte der Kuchenbäcker lächelnd und griff sogleich nach der Dose mit dem Babypuder, die Chuck neben die saubere Windel gelegt hatte. Mit einem skeptischen Blick begann Ned das Puder auf dem Babypo zu verteilen, wobei jedoch das Meiste davon in seinem Gesicht, auf dem Sofa und dem Hund landete, der sich daraufhin weniger erfreut in eine andere Ecke verzog. Ned rief ihm noch eine Entschuldigung hinterher, bevor er sein Werk betrachtete. Er hatte alles sorgfältig eingepudert, einschließlich sich und das Möbelstück. Jetzt musste er nur noch die saubere Windel anbringen. Das konnte doch nicht so schwer sein, oder?  
Zunächst brauchte Ned ein wenig Zeit, um herauszufinden, wie er die Windel richtig halten und in Position bringen musste. Die nächste Schwierigkeit bestand in der korrekten Anwendung der Klebestreifen, die die Windel zusammenhalten sollten.
Schlussendlich hatte Ned es geschafft, dass die Windel an dem Baby hängen blieb, wenn auch nicht unbedingt so, wie es sein sollte. Er zog Ned-Junior den Strampler über und sah ihn erleichtert an. „Das lief doch gar nicht mal so schlecht, oder?“
Digby gab zur Antwort ein kurzes zustimmendes Bellen von sich, während Ned-Junior sich eher unbeeindruckt gab. Der Kuchenbäcker überlegte, ob er Chuck rufen sollte, damit sie Ned-Junior in die Küche brachte, doch dann ergriff er selbst die Initiative und hob den Kleinen hoch.

Chuck, die alles beobachtet hatte, war gerührt, als sie sah, dass Ned das Baby in den Arm nahm. Als die beiden auf sie zu kamen, musste sie unweigerlich grinsen. Ihr Freund sah ein wenig fertig aus und hatte zudem überall Puder im Gesicht. Doch auch auf der Nase von Ned-Junior befanden sich Rückstände des weißen Pulvers.
„Du hast dich tapfer geschlagen.“, sagte Chuck stolz, woraufhin Ned verlegen grinste und das Baby ein wenig von seinem Körper weghielt, damit Chuck ihn gefahrlos nehmen konnte. „Ich bringe hier noch das Chaos in Ordnung.“, sagte Ned. Chuck nickte und verschwand mit dem Baby in der Küche, wo sie zunächst das Puder aus dem Gesicht des Kleinen entfernte und ihn dann fütterte.

So sehr ihn sein neues Umfeld und seine Ersatzeltern, einschließlich dem Hund, auch faszinierten, gegen die Müdigkeit konnte er nicht ankämpfen und so fielen ihm nach dieser Mahlzeit schließlich die Augen zu und nur einen Augenblick später schlief er auf Chucks Schoß ein. Diese wiegte ihn eine Weile hin- und her, während Ned den Tisch abräumte. „Ich glaube er fühlt sich wohl bei uns.“, flüsterte Chuck lächelnd, woraufhin der Kuchenbäcker sich umdrehte und die beiden mit einem verträumten Blick ansah.

Beim Herrichten des Schlafplatzes mussten Ned und Chuck improvisieren, da ihnen kein Babybett oder ähnliches zur Verfügung stand. So wurde Digby kurzerhand ausquartiert und musste sein Körbchen gegen das Sofa tauschen.
„Es ist nur für kurze Zeit, versprochen.“, sagte Chuck, während sie eine Decke für den Hund ausbreitete und ihn als Entschädigung ein wenig kraulte. Anschließend ging sie ins Schlafzimmer zurück, wo Ned bereits den Hundekorb hergerichtet und von Haaren befreit hatte.
Kurz nachdem Ned-Junior darin eingekuschelt war, fiel er in einen sanften Schlaf.
Auch Ned und Chuck legten sich bald schlafen. Im Gegensatz zu dem Kuchenbäcker fand Chuck jedoch nicht den Weg ins Land der Träume. Alle paar Minuten sprang sie auf, um nach dem Kleinen zu sehen, weil sie meinte ein Geräusch vernommen zu haben. Irgendwann blieb sie einfach neben dem Körbchen sitzen, wo sie schließlich doch noch einschlief.
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