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Familie gesucht

von Happy
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Charlotte "Chuck" Charles Emerson Cod Ned Olive Snook
29.03.2009
24.06.2009
7
6.641
1
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29.03.2009 704
 
Krisensitzung


Als Emerson Cod das Pie Hole betrat, an dessen Tür ungewöhnlicherweise das Geschlossen-Schild hing, war dem Detektiv sofort klar, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmte. Seine Vorahnung wurde je bestätigt als er an den Tisch trat, an welchem Ned, Chuck und Olive Platz genommen hatten. Die drei sahen den Angekommenen erwartungsvoll an, während dieser mit einem missmutigen Blick auf Chucks Schoß sah, auf dem es sich das Baby gemütlich gemacht hatte und alle Anwesenden neugierig musterte. „Jetzt sagt mir nicht, dass ihr das Baby wieder zum Leben erweckt und dadurch die Mutter umgebracht habt!“
Ein schnelles und einstimmiges Nein war die Antwort und ließ Emerson erleichtert ausatmen, als er sich neben Ned auf die Bank fallen ließ.
„Ned-Junior lag heute morgen vor Neds Tür.“, erklärte Chuck knapp. „Was?!“, rief Emerson verwirrt und sah fragend zwischen dem Baby und dem erwachsenen Ned hin und her. „Das ist dein Kind, Ned??“
„Nein!!!“, riefen nun Ned und Chuck im Chor und erklärten Emerson die Situation.
„Und woher wisst ihr, dass er auch Ned heißt?“, wollte der nun vollends verwirrte Emerson dann wissen, während er sich eine Tasse Kaffee eingoss, den Olive zwischenzeitlich gemacht hatte. „Wir wissen nicht wie er wirklich heißt, aber wir können ihn ja nicht die ganze Zeit mit ´Baby´ oder ´Kleiner´ ansprechen.“, antwortete Chuck und grinste das Baby dann wieder an. „Chuck und ich fanden, dass Ned-Junior ganz gut zu ihm passt.“, fügte Olive noch erklärend hinzu.
Ned, der genau wie Emerson eben erst erfahren hatte, dass Chuck und Olive das momentan elternlose Findelkind heimlich getauft hatten, fand das ziemlich verwirrend, dass die Wahl des Namens auf seinen eigenen gefallen war. Der Kuchenbäcker ging jedoch nicht weiter darauf ein, denn es gab schließlich wichtigere Dinge zu klären. „Ich würde sagen, dass wir uns aufteilen. Zwei von uns machen sich auf die Suche nach den Eltern von... Ned-Junior - oder wie immer er heißen mag - und die anderen beiden gehen für ihn einkaufen.“, schlug Ned vor und notierte sich sogleich einige Dinge, die ihm in den Sinn kamen, wobei ihm klar wurde, dass er keine Ahnung von Kindern hatte. „Also ich würde mich um die Ermittlungen kümmern, wenn ihr nichts dagegen habt...ich hab es nicht so mit Kleinkindern.“, sagte Emerson, wobei ihn sein "Geschäftspartner" schief ansah. „Das war auch so vorgesehen, Emerson, da du ja, ausgehend von den hier Anwesenden, der einzige Detektiv bist.“, erwiderte Ned und sah dann Olive an, die schon aufgeregt auf ihrem Platz auf- und abhüpfte. „Darf ich auch? Ich will auch ermitteln!“, rief sie mit quiekender Stimme, was Ned-Junior dazu veranlasste dieses Geräusch nachzumachen. „Oh wie süß!“, kommentierte Chuck das Verhalten des Kleinen und begann sogleich ihn zu knuddeln. Emerson verdrehte nur die Augen und versuchte sich von der Niedlichkeit des winzigen Geschöpfs nicht erweichen zu lassen, da es ihn nur schmerzlich an seine verschwundene Tochter erinnerte.
„Also gehen Ned und ich einkaufen.“, sagte Chuck nach ihrer Knuddel-Attacke. „Meinst du ihn oder mich?“, fragte Ned, wobei er zuerst auf den kleinen Ned und dann auf sich selbst deutete. „Euch beide!“, gab Chuck lachend zurück, während sie ihrem Freund neckisch zuzwinkerte.
„Dann lasst uns gehen.“, schlug Emerson schnell vor, bevor noch jemand auf die Idee kam ihm den kleinen Ned auch mal in die Hand zu drücken oder auf den Schoß zu setzen. Er machte sich mit Olive auf den Weg in sein Büro, wo er zunächst prüfen wollte, ob zur Zeit irgendwo in der Gegend ein Baby als vermisst gemeldet wurde. Chuck und Ned machten sich währenddessen mit Ned-Junior auf den Weg zum Auto.
Das Pie Hole musste an diesem Vormittag wohl oder übel geschlossen bleiben.

„Ich setze mich mit ihm nach hinten.“, erklärte Chuck, als sie den Wagen erreicht hatten. Der Kuchenbäcker hielt ihr die Tür auf und wartete bis sie auf die Rückbank geklettert war. Anschließend nahm er hinter dem Lenkrad Platz und warf einen prüfenden Blick in den Rückspiegel. „Es kann losgehen.“, sagte Chuck lächelnd, während Ned-Junior begeistert in die Händchen klatschte. „Ihm scheint der Ausflug jetzt schon zu gefallen.“, stellte Chuck fest und schnallte sich und das Baby an. Ned nickte nur und hoffte, dass die Polizei sie unterwegs nicht anhalten würde.
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