Nichts ist so wie es scheint

GeschichteAbenteuer / P12
Demir Azlan Frank Wernitz Freddy Sedlack Gebhard Schurlau Konny von Brendorp Thomas Anhoff
27.03.2009
22.09.2019
16
18.308
 
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27.03.2009 1.413
 
Meine Lieben,
mich überkam es heute mittag einfach so, und ich mußte mich hinsetzen und schreiben ... das Ergebnis steht etwas weiter unten... und beinhaltet das erste Kapitel...mehr hab ich noch nicht auf dem Papier, der Rest ist noch in meinem Kopf. Ich weiß leider nicht wie regelmäßig ich zum Weiterschreiben kommen werde ...
Über Kommentare jeglicher Art würde ich mich wie immer freuen .




Nichts ist so wie es scheint



Autor: Little Angel
Typ: Action, Liebe, Drama ….



Disclaimer: Alle Charaktere
und sämtliche Rechte an der Serie „GSG 9“ gehören mir leider nicht.
Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen, sind zufällig
und nicht beabsichtigt. Die Figur der "Dorothea" ist Meine, genauso wie
alle anderen in der Handlung vorkommenden Personen, die sonst nicht in
der Serie GSG 9 auftauchen.




Niemand ist fort, den man liebt, denn Liebe ist Gegenwart


Kapitel 1

Dorothea Steiner  öffnete ihre Wohnungstür und ließ, nachdem sie eingetreten war, die Tür leise ins Schloß fallen. Noch während sie den Haustürschlüssel an den dafür vorgesehenen Haken neben der Tür aufhängte, schlüpfte sie aus ihren Schuhen und ließ diese achtlos so stehen, wie sie waren. Ihren Mantel warf sie einfach über die Lehne des Sofas im Wohnzimmer. Mit Tränen in den Augen stand sie am Fenster und blickte hinaus.
Sie kam gerade von der Beerdigung ihres Bruders. Auch wenn sie die letzten Jahre keinen Kontakt mehr zu einander gehabt hatten, so war er doch irgendwie der Einzigste, der ihr nachdem sie mit ihrem Vater gebrochen hatte geblieben war. Mit ihm hatte sie keinen Streit gehabt, sie hatten sich nur einfach aus den Augen verloren. Aber jetzt war er Tod und sie fühlte eine innere Leere in sich, wünschte sich, sie hätte noch mal mit ihm gesprochen und ihm so einiges sagen können.
Nach einer Weile trat sie vom Fenster zurück und ging ins Schlafzimmer, wo sie die dunkle Kleidung ablegte und anschließend duschte.
Eine Stunde später saß sie im Auto und fuhr Richtung Weißensee. Eigentlich hätte sie sich heute den ganzen Tag freinehmen können, aber sie wollte nicht. So hatte sie nur die Schicht getauscht in der Hoffnung die  Arbeit würde  sie vielleicht ablenken.

3 Monate später

Thomas Anhoff lief sichtlich geschockt und nervös in seinem Büro auf und ab. Das Telefonat eben hatte ihn völlig überrascht und versetzte ihn etwas in Panik. Das war normalerweise nicht seine Art. So schnell ließ er sich nicht aus der Ruhe bringe und eigentlich war er auch darauf geschult worden immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Diesmal war das Anders. Diesmal war er richtig ratlos und vor allem hatte er Angst.

Als es klopfte zuckte er regelrecht zusammen, schaffte es aber, sich sofort wieder zu fangen und im Griff zu haben:
„Ja bitte !“  rief er in Richtung Tür und ließ sich währenddessen in seinen Schreibtischstuhl fallen.
„ Thomas entschuldige, aber weißt Du, wo Helmholtz steckt ?  Ich sollte ihr noch meinen Bericht bringen ?“ fragend steckte Geb seinen Kopf herein.
„Woher soll ich das denn wissen ?“ entfuhr es dem Kommandeur mit etwas gereiztem Unterton, so dass Geb mit einem leisem : „ War ja auch nur eine Frage“  die Tür wieder schloss und seinen Chef alleine ließ. Nachdenklich machte er sich auf den Weg zu den Umkleiden.

Anhoff stützte seinen Kopf in seine Hände und versuchte nachzudenken. Er musste einen Weg finden …. Sollte er …. Nein, besser nicht ….
Dann schien ihm etwas eingefallen zu sein. Er tippte etwas in seinen PC ein, notierte sich dann eine Adresse und verließ sein Büro.

Dorothea war gerade vom Dienst nach Hause gekommen. Ihr Sporttasche lag noch mitten im Flur. Sie war gerade dabei im Bad eine Waschmaschine anzustellen als es an ihrer Wohnungstür klingelte.

„ Hallo Thea !“ etwas verlegen zupfte Thomas Anhoff an seiner Jacke herum und lächelte die schlanke, braunhaarige Frau verlegen an.
„Kommandeur Anhoff, was machen Sie denn hier ?“ fragend öffnete sie die Tür ein kleines Stück mehr, so dass der Bundespolizist die Wohnung betreten konnte.
„Bitte !“ Thea wies ihm mit einer Handbewegung den Weg ins Wohnzimmer.
„Ich hoffe, dass Sie mir vielleicht helfen können…“ begann der „Alte“ und setzte sich vorsichtig aufs Sofa.
„ Kommt darauf an, worum es geht ….wollen Sie denn etwas trinken ?“
„Ja gern, ein Glas Wasser wäre nicht schlecht“
Thea nickte und ging in die Küche um zwei Gläser und eine Flasche Mineralwasser zu holen.
Sie hatte sich überhaupt nicht verändert, war immer noch sportlich und durchtrainiert. Ihr braunes Haar trug sie noch immer lang und wie früher auch meistens zu einem Zopf zusammengebunden.
„Worum geht es denn ?“ Thea stellte die Gläser auf den Tisch und füllte diese zur Hälfte. Während sie die Flasche ebenfalls abstellte setzte sie sich in den Sessel, sodass sie dem Kommandeur der GSG 9 gegenüber in die Augen blicken konnte.
„Das ist eine etwas heikle Angelegenheit… und muss äußerst diskret behandelt werden!“ fing Anhoff an zu erzählen.
Thea nickte: „Ich verstehe. Aber wieso kommen Sie da ausgerechnet auf mich ?“
„Weil Sie wie geschaffen dafür sind, und weil sie sicher großes Interesse daran haben werden“ Er sah sie ernst an.
„Thea, sie waren damals eine ausgezeichnete GSG 9 Beamtin und ich bedauere es immer noch, dass sie aus dem aktiven Dienst damals ausgeschieden sind. Gleich wenn ich die Gründe dafür sehr gut verstehen kann. Ich weiß, dsss Sie sich immer noch fit halten und sich vor allem im EDV-Bereich weitergebildet haben….Ich habe mit ihrem Vorgesetztem gesprochen.“
Thomas Anhoff zögerte kurz und es schien fast so, als ob er einen Moment überlegen würde, ob er das jetzt auch tun sollte, dann griff er in seine Manteltasche und holte einen USB-Stick heraus.
„Können wir den Inhalt davon irgendwo abhören ?“ fragte er.
„Abhören ? Ja, ich habe einen Laptop hier !“ Thea stand auf und holte vom Schreibtisch in ihrem Schlafzimmer das Gerät.
„Ja, abhören. Ich habe hier einen Mitschnitt eines Telefonats, welches
ich heute morgen geführt habe. Alle eingehenden Gespräche, die ich über mein Telefon am Schreibtisch führe, werden mitgeschnitten…ich habe mir einen Kopie aus der Übwachungsabteilung geholt, bevor ich mich auf den Weg zu Ihnen gemacht habe !“
„Ich verstehe !“ Thea nickte erneut und öffnete, nachdem der Laptop hochgefahren war die entsprechende Datei auf dem USB-Stick.
Anhoff: „ Thomas Anhoff, GSG 9“
Unbekannter Anrufer: „Hören Sie mir jetzt gut zu:  Wir haben ihre Koordinatorin Petra Helmholtz in unserer Gewalt…. Nächste Woche beginnt der Prozess gegen Eric Brahms. Wir wollen nur sicher gehen, daß auch niemand eine Aussage gegen Brahms macht. Könnte ja sein, daß von Brendorp doch noch am Leben ist und sein Tod nur getürkt war. Sollte jemand r beim Prozeß eine Aussage gegen Brahms machen ist die Geliebte von von Brendorp tot.
Außerdem werden Sie dafür sorgen,  daß das belastende Material gegen Brahms verschwindet, sonst ist ihre Mitarbeiterin ebenfalls tot…. Kein Wort zu niemanden ! Sollten wir irgendwelche krummen Touren bemerken, dann stirbt die hübsche Dame !…Aber  zuvor
hähähähähä …sie können sich sicher denken, was wir zuvor mit ihr anstellen … !“
Anhoff: „ von Brendorp ist von einem von Brahms Leuten erschossen worden…. Er wird nicht aussagen ….Wo ist Petra ….Woher weiß ich, daß sie noch lebt …?“
Unbekannter Anrufer: „Moment!“
Petra Helmholtz: „Thomas ? Geh nicht auf ihre Forderungen ein …. !“
Unbekannter Anrufer: „ Also, keine Aussage und keine Beweise … dass ist der Deal… wir melden uns !“
Anhoff: „Aber …!“

Thea sah ihren ehemaligen Chef mit großen Augen an.
„Und warum kommen Sie damit zu mir ?“
Anhoff stand auf.
„Thea, weil ich denke, dass Sie genauso Interesse daran haben werden, dass Brahms verurteilt wird, wie ich, wie wir alle. Und weil ich denke, dass wir gemeinsam Petra finden können….!“
„Wir gemeinsam ? Herr Anhoff, ich bin nicht mehr bei der GSG 9….und hat der Anrufer recht ? Ist Konny noch am Leben ?“ Thea war ebenfalls aufgesprungen und nesteltete nervös in ihren langen Haaren.
„Ich weiß, daß sie keine GSG 9 Beamtin mehr sind, aber sie sind immer noch Bundespolizistin und vor allem haben Sie die Ausbildung und die Qualifikation….ich brauche Ersatz für Petra. Es darf nicht auffallen, daß sie entführt worden ist….ich traue Ihnen den Job als Koordinatorin voll zu…..und dann finden wir Petra…..!“
„Brahms sitzt doch im Gefängnis ? Wie kann er verantwortlich für diese Entführung sein ?“
„Ich schätze, der hat noch genügend Männer, die hier draußen für ihn arbeiten….sagen Sie ja, bitte !“ flehend sah Thomas Anhoff die junge Frau an.
„In Ordnung …. Aber Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet: Lebt Konny noch ?“
Anhoff schien einen moment zu zögern, doch dann antwortete er mit fester Stimme:
„ Es tut mir leid, aber Ihr Bruder ist leider tot !“
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