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Trauma

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Salazar Slytherin Severus Snape
16.03.2009
17.04.2010
21
81.312
146
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Dieses Kapitel
14 Reviews
 
16.03.2009 4.344
 
Hey, da bin ich mal wieder und auch das neue Kapitel ist on. Hoffe es gefällt all meinen Kommischreibern und den Schwarzlesern, die zu faul sind einen Kommi zu hinterlassen. ^^
Keine Sorge, ich bin ab und an auch mal ziemlich schreibfaul diesbezüglich. Es freut mich ja, dass ihr meine Geschichte gerne lest.

Nun wünsche ich viel Spaß beim lesen. (Fehler könnt ihr behalten.^^)
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Kapitel 10

So schnell, dass keiner wirklich reagieren konnte, stand Harry auf und rannte aus dem Salon. Die Erinnerung an seinen Paten war immer noch sehr schmerzhaft. Er wollte eigentlich nur noch auf sein Zimmer. Doch als er um die Ecke bog, rannte er in jemanden. Harry verlor das Gleichgewicht und fiel nach hinten. Doch die Person, in die er hineingerannt war, hielt ihn noch rechtzeitig fest. Verlegen sah Harry hinauf und sah, dass es Severus war. Als dieser Harry’s tränenverschmiertes Gesicht sah, bekam er einen sorgenvollen Blick.

„Was ist denn los Harry? Warum weinst du?“ Fragte er und löste sich so von Harry, damit dieser seine Hände zum Gebärden benutzen konnte.

>>>Meine Eltern sind wach und sitzen mit Salazar und meinen Großeltern im Salon.<<< Fing Harry an und Severus seufzte.

„Aber deswegen weinst du nicht oder?“ Fragte Severus wieder, da er Harry doch sehr gut kannte und dieser schüttelte seinen Kopf.

>>>Mein Vater fragte gerade, wieso ich hier wohne und nicht bei Sirius.<<< Meinte Harry und warf sich Severus in die Arme. Der legte ganz perplex seine Arme um Harry und strich ihm beruhigend über den Rücken. Auch flüsterte er ihm beruhigende Worte ins Ohr, bis Harry sich einigermaßen beruhigt hatte. Was aber eine Weile dauerte.

„Dein Vater war schon immer gut darin Themen anzuschneiden die schmerzhaft sind. Aber leider muss ich ihn ja auch verteidigen. Schließlich wusste er ja nicht, was alles bisher passiert ist. Sicherlich klärt Salazar die beiden jetzt auf. Nun wisch deine Tränen weg und geh wieder zu ihnen.“ Sagte Severus sanft und gab Harry einen Kuss auf den Kopf. Dieser seufzte, ließ Severus los, wischte sich die Tränen weg und dankte Severus. Als Harry langsam wieder hinunter zum Salon ging, sah Severus ihm hinterher und fasste einen, für ihn, wichtigen Entschluss.

Immer wieder musste Harry sich selbst beruhigen, während er dem Salon immer näher kam. Vor der Salontür atmete er noch einmal durch und ging dann leise hinein. Als erstes fiel ihm auf, dass seine Mutter in den Armen seines Vaters lag und zu weinen schien. Langsam ging er zu ihnen und legte eine Hand auf die Schulter seiner Mutter. Erschrocken sah Lily ihn an und nahm ihn dann in die Arme.

„Mein armer Junge.“ Meinte sie und zog ihn auf ihren Schoß. Vorsichtig sah Harry zu seinem Vater, der ihn traurig ansah.

„Es tut mir so leid. Weil ich Peter mehr vertraut habe als ich sollte, musstest du so leiden.“ Meinte James und nahm eine Hand von Harry und drückte sie sanft. Doch Harry schüttelte nur den Kopf.

„Sicherlich möchte Harry euch sagen, dass ihr es nicht wissen konntet.“ Meinte Salazar und Harry sah ihn dankbar an.

„Bleibt Harry denn stumm, oder wird er eines Tages wieder sprechen?“ Fragte Lily sanft und strich ihrem Sohn durch die Haare. Schließlich hatte er die Illusion wieder von sich genommen, als er in sein Zimmer rennen wollte.

„Devon Zabini meint, dass Harry das Trauma erst überwinden muss, ehe er wieder sprechen kann. Es ist also möglich, dass er eines Tages wieder reden kann. Möglich ist aber auch, dass er es nie wieder kann.“ Erklärte Salazar und Lily schloss Harry fester in die Arme. Eine ganze Weile saßen sie schweigend beieinander, als plötzlich Harry’s Magen knurrte. Der wurde leicht rot und die Erwachsenen mussten schmunzeln.

„Gehen wir in den Speisesaal. Es ist wirklich langsam Zeit zum Essen. Mein Sohn und einige seiner Todesser werden auch dabei sein, doch sie werden Ihnen nichts tun. Etwas schief ansehen, doch ansonsten wird es keine Angriffe geben.“ Lily und James nickten, als sich alle erhoben und zum Speisesaal gingen. Lily war nicht gewillt ihren Sohn loszulassen und ging so, Arm in Arm, mit ihm dorthin. Harry strahlte und war unendlich froh seine Eltern wieder zu haben. Im Speisesaal waren wirklich schon einige Todesser und Tom. Lily zuckte kurz zusammen, als sie die roten Augen von Tom sah und Harry strich ihr beruhigend über den Rücken und lächelte sie an. Schließlich ging er mit ihr zum Tisch und setzte sich einfach. Die anderen folgten ihm und setzten sich ebenfalls. Anfangs war Lily noch etwas ängstlich, doch beruhigte sich, als sie sah, dass Harry sich hier wohl fühlte. Tom wollte gerade etwas sagen, als Harry anfing zu gebärden.

>>>Severus wird nicht zum Essen erscheinen. Es ist wegen meinem Vater, da er diesem nicht unbedingt begegnen will.<<< Salazar nickte und eröffnete das Essen. Harry nahm sich den leeren Teller neben sich und packte etwas von dem Essen darauf. Dann rief er eine Hauselfe, gab dieser den Teller.

~Gib das bitte Severus und frag ihn, ob er mit mir heute Einkaufen gehen will. Ohne meine Eltern.~ Dachte Harry und die Hauselfe verbeugte sich, da sie ja seine Gedanken hören konnte. Sie verschwand und Harry nahm nun für sich etwas zu essen. Verwundert hatten Lily und James dem zugesehen und Harry lächelte nur und fing dann an zu essen. Kurz bevor er fertig war, kam die Hauselfe von vorhin und reichte ihm einen Zettel. Verwundert nahm er ihn und las.

          „Ich warte in der Eingangshalle.“

Harry lächelte, aß schnell zu Ende und stand dann auf.

>>>Ich gehe mit Severus einkaufen und ihr …<<< Dabei zeigte er auf seine Großeltern.

>>>…werdet meiner Mutter endlich sagen, dass ihr ihre Eltern seid. Ich fühle, dass sie es noch nicht weiß. Sagt ihr was passiert ist und ihr sie gesucht habt. Sie wird euch schon glauben.<<< Mit diesen Worten, gab er seinen Eltern je einen Kuss auf die Wange und ging hinaus. Lächelnd sah er, dass Severus schon wartete und ihm einen Wintermantel hinhielt, als er ihn kommen sah.

„Na dann wollen wir mal. Wo willst du als erstes hin?“ Fragte er dann und Harry meinte, er müsse erst einmal nach Gringotts. Severus nickte und schon apparierte er sich mit ihm vor die Zaubererbank. Dort ließ Harry sich zum Bankdirektor führen, der ihn auch gleich freudig empfing.

„Was kann ich für Sie tun?“ Fragte er auch gleich und Harry schüttelte die dargebotene Hand.

>>>Ich bin bezüglich meiner Eltern hier. Wie sich herausstellte leben sie noch und waren bis heute Vormittag in einer Art Stasis.<<< Diesmal übersetzte Severus und Mr. Grace nickte.

„Nun wollen Sie ein neues Potterverlies eröffnen und Ihren Eltern das Geld zurückgeben.“ Harry nickte und der Bankdirektor nahm ein Formular hervor. Er füllte es aus und gab es Harry.

„Dies ist der Betrag, der vorher im Potterverlies war. Sie brauchen nur noch zu unterschreiben. Danach schicke ich ihren Eltern gleich eine Eule mit dem Schlüssel. Sobald beide ihren Schlüssel in der Hand halten, wird ihnen etwas Blut entnommen und die Verliese sind mit einem Blutschutz versehen.“ Zufrieden nickte Harry und unterschrieb. Schließlich hatte er durch das Black- und Gryffindorerbe noch genug Geld auf seinem Konto. Als dies erledigt war, bat Harry um Diskretion bezüglich des ‚Auferstehens seiner Eltern‘, die ihm der Direktor natürlich versprach. Danach gingen Harry und Severus aus der Bank und gleich zu Madam Malkins. Dort bestellte er eine komplette Ausstattung für seine Eltern und sah sich auch einen Katalog mit Kleidung an. Er zeigte auf die gewünschte Kleidung und eine Mitarbeiterin schrieb sich alles auf. Danach schrieb Harry die Farben auf, die er dafür haben würde und welche Stoffe verwendet werden sollen. Madam Malkins war sehr begeistert und versprach alles bis zum nächsten Morgen fertig zu haben und ihm zuzuschicken.

„Na hoffentlich gefällt ihnen das auch.“ Meinte Severus und Harry zuckte mit den Schultern. Schließlich gingen sie noch zum Buchladen, wo er sich die bestellten Bücher abholte. Natürlich war Severus neugierig, doch Harry lächelte nur und Severus schüttelte mit dem Kopf. Danach ging es zu einem Schmuckladen, wo er für Narzissa ein silbernes Geschmeide, für Lucius Manschettenknöpfe mit Smaragden und für Draco eine silberne Uhr mit einem Drachen als Hintergrundbild kaufte. Dann ging es noch in einen Schreibwarenladen in die Apotheke und zum Quidditchladen. Danach setzten sich die beiden zu Fortescue und aßen ein Eis.

„Würdest du  mich kurz in die Nocturngasse begleiten? Ich hätte da noch etwas wichtiges zu erledigen.“ Fragte Severus und nippte kurz an seinem Kaffee.

>>>In Ordnung, aber nur, wenn du morgen mitfeierst. Sollte mein Vater sich daneben benehmen, dann schmeiße ich ihn hinaus.<<< Wieder nahm Severus einen Schluck, doch nur um sein Grinsen zu verstecken. Dieser Junge war einmalig und war sich sicher, dass er eine richtige Entscheidung getroffen hatte. Sein grinsen wurde breiter, als Harry seinen besten Hundeblick aufsetzte und leicht seine Unterlippe hervorschob. Wenn Harry ihn so ansah, dann wusste er, dass er nie nein sagen könnte.

„In Ordnung.“ Meinte Severus und Harry strahlte von einem Ohr zum anderen. Harry verschlang rasch sein restliches Eis und Severus trank seinen Kaffee aus. Sofort kam der Kellner und Severus bezahlte. Sie verließen das Eiscafe und gingen zur Nocturngasse. Dort steuerte Severus zielstrebig einen Laden an und Harry staunte nicht schlecht, als er sah, dass es ein Tattooladen war. Verwirrt folgte Harry ihm hinein und fragte sich, ob Severus sich ein Tattoo stechen lassen wollte. Kaum waren sie drinnen, kam auch schon ein junger Mann zur Theke.

„Was kann ich für Sie tun?“ Fragte dieser und sah Harry skeptisch an.

„Ich möchte diesem jungen Mann hier ein bestimmtes Tattoo stechen lassen.“ Meinte Severus und Harry riss die Augen auf.

„Doch er soll es erst Morgen sehen, da es ein Weihnachtsgeschenk ist. Keine Sorge, er ist mit seinen sechzehn schon Volljährig.“ Meinte Severus und der Mann hinter der Theke nickte.

„Ich bin Xell, folgen Sie mir nach hinten. Sie haben das Motiv dabei?“ Severus nickte und folgte Xell in den hinteren Teil des Ladens. Auch Harry folgte ihnen und fühlte sich wie betäubt. Severus wollte ihm ein Tattoo schenken, das er erst morgen sehen darf?

„Wo soll es denn hin?“ Fragte Xell und wies Harry an sich zu setzen.

„Auf den rechten Unterarm, Innenseite.“ Antwortete Severus und Xell nickte.

„So junger Mann, dann ziehen Sie doch mal Ihren Mantel aus und krempeln Ihren Hemdärmel nach oben. Dann verbinden wir Ihre Augen. Keine Angst, es wird nicht so wehtun wie bei den Muggel.“ Leicht mulmig zumute, zog Harry seinen Mantel aus und krempelte sein Hemdärmel des rechten Armes nach oben. Severus verband ihm nun die Augen und Harry zitterte leicht. Sofort reichte Severus das Motiv weiter und meinte es soll ein schwarz/grau Tattoo werden. Dann legte er seine Hände auf Harry’s Schultern und beruhigte ihn damit. Dann spürte Harry, wie ihm die feinen Härchen vom Unterarm entfernt wurden und Xell platzierte das Motiv so, wie Severus ihm mit einem Nicken anwies. Kurz danach ging es los und Harry verspürte ein unangenehmes kribbeln, doch schmerzhafter wurde es nicht und Harry hielt die ganze Zeit still. Schließlich war er schlimmeres gewohnt. Nach einer halben Stunde war es vorbei, das Tattoo mit einer Heilsalbe eingecremt und mit schwarzer Folie abgedeckt.

„So, dass war’s und ist blickdicht verpackt. Bis morgen muss die Folie drauf bleiben und dann ist auch alles verheilt.“ Teilte Xell mit und Harry nahm die Binde ab. Neugierig sah Harry auf die Folie und seufzte dann. Er wollte Severus Wunsch respektieren und bis morgen warten. Er zog sich wieder an und folgte Xell und Severus wieder in den Verkaufsraum, wo Severus gerade bezahlte. Danach apparierten sie zurück nach Slytherin Manor. Harry verabschiedete sich mit einer Umarmung von Severus und brachte seine Geschenke in sein Zimmer. Als er dort ankam, sah er, dass die Sachen für seine Eltern schon angekommen waren. Natürlich hatte Madam Malkins eine Nachricht dazu geschrieben und gemeint, dass sie seine Bestellung gleich vor allen anderen gefertigt habe und sie deshalb schon fertig waren. Anbei war auch eine Rechnung. Diese schickte er auch gleich nach Gringotts und wies auch noch gleich an dreißig Galleonen, für die schnelle Zeit, mehr zu zahlen.

Als er Letum damit weggeschickt hatte, machte er sich daran, die anderen Geschenke einzupacken. Damit fertig ging er dann hinunter in den Salon, wo er die anderen und seine Eltern vermutete. Er lächelte, als er seine Mutter, zwischen ihren Eltern erblickte.

„Du bist wieder zurück.“ Stellte Salazar fest und Harry nickte.

>>>Ja und jetzt habe ich Hunger.<<< Lachend erhoben sich die anderen und auch seine Eltern lächelten, als sie hörten, was Harry gebärdet hatte. Geschlossen gingen sie in den Speisesaal. Dort saß wieder Tom und auch einige Todesser, sowie die Malfoy’s und die Zabini’s.

„Kommt er wieder nicht?“ Fragte Tom und Harry schüttelte den Kopf, als er sich setzte.

>>>Aber er feiert morgen mit. Das hat er mir versprochen.<<< Meinte er grinsend. Nun sahen ihn einige geschockt an.

„Onkelchen hat versprochen mitzufeiern? Wie hast du das denn geschafft?“ Fragte Draco und Harry packte seinen Hundeblick wieder heraus. Alle, bis auf Blaise Zabini und Harry’s Eltern fingen an zu lachen.

„In Ordnung, dann fangen wir mal an zu essen.“ Meinte Salazar schmunzelnd und schon erschien das Essen. Sofort schlug Harry zu, da ihn der Einkaufsbummel doch sehr zugesetzt hatte. Nach dem Abendessen, gingen alle in den Salon und unterhielten sich eine Weile, ehe sie ins Bett gingen. Harry war sehr aufgeregt und fragte sich, was er wohl alles bekommen würde. Sein bestes Weihnachtsgeschenk hatte er ja schon. Er hatte seine Eltern zurück. Glücklich lächelnd lag Harry im Bett und konnte erst nach einer langen Zeit einschlafen.

*** *** *** *** ***

Als er am nächsten Morgen aufwachte, streckte er sich erst einmal und richtete sich auf. Sofort spürte er, dass sein rechter Unterarm nicht mehr kribbelte. Schnell nahm er die Folie ab und besah sich staunend sein Tattoo. Er sah sofort, dass es eine Art Wappen war. Außen verlief eine Bordüre aus Schlangen, die wie ein Schild geformt war. Darin war ein Kessel zu sehen, aus dem Dampf kam und zwei verschlungene ‚S‘ auf dem Rumpf hatte. Oben auf dem Schild lag eine kleine Krone. Fasziniert strich Harry über das Motiv und fragte sich, was dies wohl zu bedeuten hätte. Da fiel sein Blick auf den Nachttisch und sah dort einen Brief liegen. Dieser war eindeutig von Severus.

      „Lieber Harry,
        ich schreibe dir diese Zeilen, weil ich dir dies nicht vor den anderen
        und vor allem nicht vor deinem Vater erzählen will. Es ist einfach zu
        persönlich und ich weiß nicht wie er darauf reagieren wird.
        Es geht um das Tattoomotiv.
        Dies ist mein Familienwappen. Das Wappen der Snape’s. Jedes
        Familienmitglied erhält es bei seiner Volljährigkeit. [ Harry schluckte.]
        Du liest richtig. Ich nehme dich hiermit in meine Familie auf.
        Du bist mir sehr wichtig geworden und da ich sonst keine Erben, bis
        auf Draco habe, wirst du nun ebenfalls Erbberechtig. Ich hoffe du nimmst
        dieses Geschenk an. Solltest du es nicht haben wollen, so kannst du es
        dir jederzeit entfernen lassen.

        Severus“

Geschockt sah Harry auf den Brief. Severus hatte ihn in seine Familie aufgenommen? Er war nun ein Teilerbe? Wieder musste Harry schlucken und Tränen stiegen ihm in die Augen. Dann fing er an zu strahlen. Er hatte einen zweiten Vater erhalten. Schnell sprang er aus dem Bett, schnappte sich ein paar Sachen und ging duschen. Nach zehn Minuten war er fertig, trocknete sich ab und zog sich an. Dann stürmte er aus dem Zimmer und Richtung Labor. Sicherlich fand er Severus dort und nicht in dessen Zimmer. Dort angekommen, stellte er fest, dass er wirklich dort war und konzentriert an einem Trank braute. Leise setzte Harry sich etwas entfernt hin und beobachtete ihn. Schließlich war Severus fertig und füllte den Trank ab. Natürlich hatte er Harry’s Anwesenheit schon bemerkt und sah diesen nun an. Nun stand Harry wieder auf und umarmte Severus. Der schloss ihn erleichtert in die Arme und atmete einmal durch. Dann trennten sie sich wieder und Harry lächelte.

„Du nimmst es an?“ Fragte Severus noch leicht unsicher und Harry nickte.

>>>Ja und es ist mir eine Ehre zu deiner Familie zu gehören. Ich mag dich auch sehr gern.<<< Severus lächelte und dieses Lächeln erreichte auch seine Augen.

„Gehen wir Frühstücken, die anderen warten sicherlich auch schon auf uns.“ Harry nickte und gemeinsam gingen sie zum Speisesaal. Dort drückte Harry kurz Severus Hand, ehe sie nacheinander den Raum betraten. Alle sahen sie nun an und einige mussten grinsen. Auch Lily lächelte, nachdem sie sich kurz gewundert hatte. Dann fiel Harry’s Blick auf seinen Vater und der gefiel ihm nicht. Wütend funkelte James Severus an.

„Bitte sagt mir nicht, dass ich mit Snievelus Weihnachten feiern muss.“ Meinte er abfällig und Harry wurde wütend. Wie konnte man sich nur so verhalten.

°°Sag mal spinnst du?°° Zischte Harry auf Parsel und alle zuckten zusammen. Sein Vater sah ihn entsetzt an. Salazar seufzte und übersetzte, was Harry sagte.

°°Ich dachte du wärst inzwischen erwachsen geworden, doch nein du führst dich auf wie der letzte Idiot. Du hast kein Recht Severus so zu beleidigen, geschweige denn auf ihm herum zu trampeln. Er war es, der mir immer wieder das Leben gerettet hat, während DU in Stasis lagst. Während du ein friedliches Schläfchen gehalten hast ist ER für mich da gewesen und ist in der Zeit zu einer Art Vater geworden. Er kennt mich besser als du es je könntest.°° Mit diesen Worten ging Harry an Severus vorbei und rannte hinaus. Tränen liefen ihm das Gesicht hinunter und alle sahen ihm geschockt hinterher. Keiner ahnte, dass dieser so für den Tränkemeister empfinden würde.

„Das hast du ja mal wieder toll hinbekommen Potter. Kaum wieder unter den Lebenden, bist du dabei deinen Sohn zu verlieren. Ich wusste, dass du dich nie ändern wirst.“ Meinte Severus knurrend und ging Harry Umhangwedelnd hinterher. James schluckte und sah seine Frau an. Diese sah ihn ebenso wütend an, wie Harry.

[Hier wollte ich eigentlich einen Cut machen, doch habe mich dagegen entschieden. ^^]

„Wirklich Klasse. Ich dachte, das mit Severus hätte ich dir ausgetrieben. Nun sieh wieder zu, wie du deinen Sohn besänftigen kannst, oder du wirst die nächste Zeit in einem anderen Zimmer schlafen.“ Drohte Lily und James seufzte. Was war nur passiert? Gerade noch war sein Sohn ein kleiner Fratz und nun schon so groß und erwachsener als er es sein sollte. Er wusste nicht, wie er mit ihm umgehen soll. Harry hatte Recht, er kannte ihn nicht und wird ihn wahrscheinlich nie so gut kennen wie es Snape konnte.

„James, du solltest Severus wirklich nicht mehr beleidigen. Harry hat Recht, du benimmst dich wie ein sechzehnjähriger Teenager und nicht wie ein Erwachsener. Egal was für ein Problem du mit Severus hast, du solltest es vergessen. Schon wegen deinem Sohn zuliebe. Severus ist extra für ihn mit hierher gekommen. Severus wollte dir nicht begegnen, da er genau wusste, wie du reagieren würdest, doch Harry wollte ihn bei der Weihnachtsfeier mit dabei haben.“ Meinte Salazar und James schloss seine Augen. Klar er hatte mit Lily darüber gesprochen, doch seine Eifersucht ist nun mal nicht unter Kontrolle zu bringen. Er sollte nun wirklich verstehen, dass Snape nur ein guter Freund von Lily war und für Harry nun eine Art zweiter Vater geworden ist.

„Wo könnte er jetzt sein?“ Fragte James und erhob sich, da klatschte Salazar in die Hände und fragte eine Hauselfe, wohin Harry und Severus gegangen waren.

„Beide sind auf dem Zimmer von Master Harry.“ Sagte Korna, der erschienen war und sah traurig aus. Der Hauself hatte einen regelrechten Narren an dem Jungen gefressen und schien ihn schon als Meister zu sehen. Salazar seufzte.

„Zeige Harry’s Vater bitte den Weg dorthin.“ Wies Salazar an und Korna verbeugte sich, ehe er zur Tür ging. James folgte ihm und überlegte sich, was er zu den beiden sagen sollte. Eine Entschuldigung war das mindeste und vielleicht auch eine Erklärung, auch wenn es schwer fallen sollte.

„Master Harry sehr traurig und will sich nicht wieder beruhigen. War sehr aufgeregt, bevor er gestern in Krankenhaus gegangen. Danach war er sehr glücklich. Mister James hatten kein Recht ihn so zu verletzen. Er und Master Severus so gute Freunde und nun auch eine Art Familie. Bitte Mister James, Master Harry und Master Severus nicht wieder so verletzen.“ Bat Korna unterwegs und James seufzte.

„Ich hatte nicht vor ihn zu verletzen. Ich wusste ja nicht einmal, dass die beiden sich gut verstehen. Eigentlich dachte ich ja, dass Severus ihn eher herablassend behandeln wird. Mir ist bewusst, dass ich einen großen Fehler begangen habe und versuche es nicht wieder zu tun.“ Korna nickte und blieb vor einer Tür stehen.

„Dies ist Zimmer von Master Harry.“ Meinte Korna dann und verschwand nach einer leichten Verbeugung. James holte noch einmal tief Luft, ehe er anklopfte. Soviel Anstand hatte er doch.

***zuvor bei Harry, als er hinausgerannt war***

Wütend und sehr von seinem Vater enttäuscht, rannte er die Treppen hinauf und in sein Zimmer. Verdammt, wie konnte sein Vater nur so engstirnig sein? Er hatte doch tatsächlich geglaubt, dass sein Vater erwachsen genug war um über alte Jugendstreitigkeiten hinwegzusehen. Ausgerechnet heute an Weihnachten musste er so ein Arsch sein. Beinahe wünschte er sich, dass sein Vater wieder in Stasis lag. Über diesen Gedanken war er so erschrocken, dass er wieder anfing heftig zu weinen und schmiss sich aufs Bett. Da klopfte es und Severus steckte seinen Kopf zur Tür hinein.

„Hey.“ Meinte dieser nur und Harry setzte sich aufrecht hin.

>>>Tut mir leid wegen vorhin. Ich hätte nie gedacht, dass mein Vater so kleinlich ist.<<< Meinte er und Severus trat zu ihm.

„Genau deshalb wollte ich ja nicht mit ihm in einem Raum sein. Außerdem ist nicht nur er so kleinlich. Ich war es ja auch.“ Meinte Severus, setzte sich und nahm Harry in den Arm

>>>Aber du hattest einen besseren Grund, als er es je haben wird.<<< Gebärdete Harry etwas umständlich und Severus seufzte.

„Vielleicht, doch du warst es, der erwachsener war als ich.“ Gab Severus zurück und Harry schniefte.

>>>Doch du hast deinen Fehler eingesehen. Mein Vater scheint dies nicht zu tun. Niemand hat das Recht auf einem anderen herumzuhacken, nur weil ihm dessen Nase nicht gefällt.<<< Meinte er und Severus lachte auf.

>>>Sorry.<<< Meinte Harry dann und wurde leicht rot.

„Hey, ich nehme das nicht persönlich. Ist nun mal eine Redensart. James hat sicherlich eingesehen, dass er einen Fehler gemacht hat. So wie ich Lily kenne, hat sie ihm mit irgendetwas gedroht. Sollte er zu dir treten, dann hör ihm zu und entscheide dann, ob du ihm verzeihen kannst oder nicht. Außerdem hast du doch diesen fantastischen Aurablick, ob er die Wahrheit sagt oder nicht.“ Gab Severus zurück und Harry seufzte. Severus wischte ihm die Tränenspuren weg und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. In dem Moment klopfte es und die Tür ging auf. Beide sahen zur Tür, in der James stand und schluckte.

„Darf ich eintreten?“ Fragte er leise und sah sehr betreten auf den Boden. Anscheinend waren die beiden wirklich gute Freunde geworden. Er musste seine Provokationen wohl runterschlucken, wenn er es sich mit seinem Sohn nicht ganz verderben will. Harry nickte leicht, sein Vater trat ins Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Dann kam er zu den beiden und blieb einige Schritte vor ihnen stehen. Er holte noch einmal tief Luft und fing dann an zu reden.

„Ich wollte mich in aller Form bei euch beiden, für meine Worte, entschuldigen. Harry du hast Recht, ich sollte mich wirklich meinem Alter entsprechend verhalten. Doch leider bin ich in mein altes Muster gefallen, als ich dich so vertraut mit ihm gesehen habe. Ich war schon damals sehr eifersüchtig, auch wenn kein Grund dafür bestand.“ Nun sah er Severus an.

„Ich weiß, dass du mit Lily nur sehr gut befreundet warst … bist. Du warst näher an ihr dran als ich und ich begann dich zu schikanieren und bloßzustellen. Lily sollte mich mehr betrachten als dich. Die Aufmerksamkeit bekam ich auch, nur nicht so wie ich wollte. Es war für mich schon überraschend, als sie plötzlich mit mir ausging“ Versuchte James sich zu erklären und Harry sah, dass er die Wahrheit sagte und nickte Severus unbemerkt zu.

„Ich verspreche mich in Zukunft anders zu benehmen. Keine Provokationen oder Beleidigungen mehr. Zu mindestens versuche ich es.“ Severus hob eine Augenbraue nach oben und Harry seufzte. Schließlich stand er auf und sah seinen Vater durchdringlich an.

>>>Ich glaube dir vorerst. Außerdem möchte ich, dass ihr beiden euch die Hand gebt.<<< Geschockt stand Severus auf und sah Harry mit geweiteten Augen an. James blickte nur dumm aus der Wäsche, da Severus noch nicht übersetzt hatte.

„Wir sollen was?“ Fragte er und Harry sah ihn bittend an und Severus stöhnte bei dem Hundeblick.

„Du hättest Black nie begegnen sollen.“ Knurrte er und sah dann zu James.

„Harry meint, dass er dir vorerst glaubt und wir beide uns die Hand geben sollen.“ Nun sah James seinen Sohn an und als er diesen Hundeblick sah, seufzte er nur und trat einen Schritt näher an Severus heran.

„In Ordnung.“ Schon reichte er Severus die Hand. Dieser sah skeptisch auf die dargebotene Hand, ehe er sie Harry zuliebe nahm und leicht schüttelte.

„Harry zuliebe.“ Meinte er nur und schon ließen sie sich wieder los. James nickte und trat nun vor seinen Sohn. Schließlich nahm er ihn in den Arm.

„Ich wollte dir nicht wehtun. Bitte verzeih mir irgendwann.“ Hauchte er und Harry liefen nun Freudentränen hinunter.

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Sooooo, dies war es auch schon und ich hoffe es hat einigermaßen gefallen. ^^

Bis zum nächsten Kapitel (was sicher noch etwas dauern könnte).

LG
Sevara Snape
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