Die erste Träne

SongficAngst, Tragödie / P12
Abby Maitland Connor Temple
14.03.2009
14.03.2009
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So, meine erste offizielle Primeval-Fanfic. Meine erste Sonfic übrigens auch. Hab zwei, drei Kleinigkeiten im Text geändert, damit es besser zur Story passt. Und den Refrain hab ich nur einmal eingesetzt. Ansonsten hab ich keinerlei Rechte an dem Song, ebenso wenig an den Charas der Geschichte. Geld verdiene ich damit auch nicht. ^^


Die erste Träne

~Kaum steh ich vor dir, fange ich schon an zu weinen~

Mit Tränen in den Augen betrete ich das Krankenzimmer. Es ist das letzte Mal, dass ich das tun werde.

~Es war kein Wunder, denn es wurde uns schon prophezeit~

Ich schließe die Tür hinter mir und schlucke hart. Der Anblick, wie du in dem Krankenhausbett liegst ist alltäglich geworden; gewöhnt hätte ich mich daran trotzdem nie.

~Das unsere Wege sich im Leben irgendwann mal teilen~

Schon als du eingeliefert wurdest, wussten wir alle, das es schon zu spät war. Dennoch war ich nicht in der Lage die Hoffnung aufzugeben.

~Wir werden uns immer lieben, Danke für die schöne Zeit~

Ich setzte mich an dein Bett und nehme deine Hand. Sie ist eiskalt. Deine braunen Augen treffen meine und ich zwinge mich zu einem Lächeln.

~Du schließt die Augen und ich gebe dir einen letzten Kuss~

Ich kann fast körperlich spüren das du schwächer wirst. Ich stehe auf, beuge mich zu dir runter und berühre deine Lippen vorsichtig mit meinen. Kälte geht von dir aus, dennoch schenkst du mir ein Lächeln, das mehr sagt, als Worte es je könnten.

~Ich frag mich nochmal ob das wirklich hier geschehen muss~

Ich hab gewusst das du mich liebst, einen Beweis dafür hätte ich nicht gebraucht. Doch du hast ihn mir gegeben, als du mir das Leben gerettet hast. Ich will nicht das du gehst. Die Wohnung ist so unglaublich leer ohne dich. Und erst jetzt habe ich bemerkt, wie viel Leben du damals in mein zu Hause mitgebracht hast, das zu unserem zu Hause geworden ist.

~Bin wie versteinert, Nein, ich schaff es nicht mich umzudrehen~

Ich umfasse deine Hand fester. Am liebsten würde ich jetzt weglaufen. Diesen Moment nicht erleben, mir einreden das es nicht passiert. Doch das kann ich nicht. Ich kann nicht weglaufen, kann es nicht, aus dem selben Grund, aus dem du mich nicht im Stich lassen konntest. Mich gerettet hast, um die Folgen wissend, die dir jedoch egal waren, weil in diesem Moment nur ich wichtig für dich war.

~Es ist soweit, ich höre leise „Es ist Zeit zu gehen“~

Und jetzt fordert mein Leben einen viel zu hohen Preis; nämlich dein Leben.

~Die erste Träne fällt, unsere Blicke treffen sich~

Du hast lange gekämpft um mich nicht verlassen zu müssen, weil ich dich darum gebeten habe. Aber jetzt geht es nicht mehr. Ich habe dir gesagt das es okay ist, unter Tränen, aber ich habe es ehrlich gemeint. Auch wenn es mich mehr schmerzt, als alles andere, es ist besser für dich, das wissen wir beide. Ich kann in deinen Augen erkennen das der Zeitpunkt gekommen ist.

~Die zweite Träne fällt, deine Hand streift mein Gesicht~

Ein letztes Mal berühren deine Finger meine Wange, streichen Tränen fort, die ohnehin wiederkommen werden. Doch ich schließe die Augen, speichere diesen Moment tief in meinem Herzen, wie jede Erinnerung an dich. Deine Lippen formen Worte, die ich zitternd erwidere, während du mich ein letzten schwaches Lächeln schenkst. Ein weiterer Moment, tief in meinem Herzen verankert.

~Die dritte Träne fällt, um uns wird es langsam still~

Und dennoch wünsche ich mir so sehr das es nicht geschieht.

~Du gehst...von mir~

Ich habe dein Opfer nie gewollt. Nein, ich wollte nicht sterben, will es auch jetzt nicht, aber der Preis den du zahlen musstest ist einfach zu hoch. Für dich ... Und auch für mich, denn ich weiß das ein Leben ohne dich...mich nicht glücklich machen kann.

~Ich lass dich gehen, halt dich nicht fest~

Dennoch, ich muss dich gehen lassen. Es verletzt, aber ich will nicht das du weiterhin leiden musst.

~Verlier nicht den Mut, der dich gehen lässt~

Ich weiß das es dir unendlich leid tut. Ich streiche über den silbernen Ring an meiner linken Hand. Ja, ich weiß das es dir unendlich leid tut dieses Versprechen nicht einhalten zu können, aber wenn du mich wirklich liebst, dann geh.

~Es ist nun Zeit für dich zu gehen, um frei zu sein~

Es war uns beide nicht leicht. Und es wird mich noch eine Menge Tränen kosten, viel Kraft und jede Menge Überwindung. Überwindung, die Wohnung zu betreten, zu wissen dass das Leben in ihr nie zurückkehren wird; zu Hause zu sein und Rex zu beobachten, wie er an der Tür steht und vergeblich darauf warten das auch du wieder kommst, was niemals geschehen wird; zur Arbeit zu gehen, Mitleid oder auch Schmerz in den Augen der anderen sehen zu können.
Aber das hier ist unausweichlich. Egal wie lange du kämpfst, ich dich kämpfen lasse, du kannst nicht gewinnen. Irgendwann würden wir wieder hier stehen. Tun wir es jetzt, wo wir es gemeinsam beschlossen haben, ich deine Hand halte. Wo es in Ordnung ist, weil ich weiß das du niemals völlig verschwindest, mich deine Qual nicht vollständig in den Wahnsinn treibt, ich noch klar denken kann und weiß das es so das Beste ist.

~Ich werde dich niemals mehr vergessen können~

Ich lösen sanft meine Hand aus deiner uns stehe mit zitternden Knien auf. Eine letzte Geste, die dir eine deiner dunklen Haarsträhnen aus dem Gesicht streicht, ein letzter Kuss auf deine Stirn, auch wenn du ihn nicht mehr spüren kannst.

~Vielleicht werden wir uns wiedersehen~

Ich Lächeln leicht, auch wenn es ein unendlich trauriges Lächeln ist. Ich glaube fest daran das wir eines Tages wieder vereint sein werden. Für diesen Moment werde ich leben und stark sein, so wie ich es dir versprechen musste. Eine gemeinsame Zukunft, wie wir sie uns gewünscht haben, wird es nicht geben, das ist mir schmerzlich klar, aber unsere gemeinsamen Moment werden mir die Kraft geben die ich jetzt brauchen werde. Und ich bete dafür, dich immer um mich herum zu spüren, deine ständige Präsenz wahrzunehmen, dir in meinen Träumen nah zu sein.

~Ich danke dir für diese schöne Zeit, das beweisen dir die Tränen~

Ich liebe dich und werde es immer tun ... Connor.