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Wie in alten Zeiten

von Requat
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Duke L'Orange Grin Mallory MacMallard Nosedive Flashblade Tanya Gertrude Vanderflock Wildwing Flashblade
12.03.2009
09.04.2009
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10.502
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12.03.2009 1.635
 
Hallo, willkommen zu meiner ersten Mighty Duck Fanfic. Es überkam mich einfach. Hier bekommt ihr erst mal ein kurzes Kapitel zur Einstimmung. Viel Spaß.

Die Figuren der Mighty Ducks gehören mir nicht und ich mache kein Geld mit ihnen.
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Der Unfall

„Und rein mit dir!“, rief Nosedive, als er den Puck Richtung Tor schoss. Zielsicher rutschte die Hartgummischeibe über das Eis, aber Wildwing schaffte es ein Tor zu verhindern.
„Guter Schuss, kleiner Bruder!“, rief der Teamkapitän der Mighty Ducks dem jüngsten Teammitglied zu. „Aber nicht gut genug.“
„Wirst sehen, den Nächsten versenke ich“, kündete Nosedive an, kehrte auf seine Position zurück. Wildwing spielte Duke, der auf der Centerposition stand, den Puck zu.
„Na los, L’ Orange“, sprach Mallory den Einäugigen an. „Dann lass mal eine Strategie hören, wie wir an Grin und Tanya vorbei kommen.“
Wie bei jedem Training hatten sich die Ducks in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine bestand aus den drei Angriffsspielern, die andere aus den beiden Verteidigern und dem Torwart. So konnte jeder auf seiner Position spielen.
Nachdenklich blickte Duke über die Eisfläche. In seiner Funktion als Center, hatte er die Aufgabe seinen beiden Teamkollegen möglichst viele Torchancen vorzubereiten. „Okay, los geht’s.“
Gerade wollte Duke den Puck an Mallory übergeben, als eine laute Stimme erklang: „Leute, hey, Leute, hört euch das an!“
Aufgeregt rannte Phil Palmfeather, selbsternannter Manager der Mighty Ducks, in das Eishockeystadion von Anaheim.
„Phil…“ Duke hatte ein ungutes Gefühl, aber auch die restlichen Spieler tauschten einen kurzen Blick aus. Ihrem Manager hatten sie schon die peinlichsten Werbeaktionen zu verdanken. Je begeisterter der Anzugträger war, desto unangenehmer wurde es für die Ducks.
„Ich spüre beunruhigende Schwingungen“, sagte Grin leise.
„Ich auch und das nicht wegen den extra scharfen Tacos, die ich zum Frühstück hatte“, murmelte Nosedive.
Dennoch fuhren die Enten zur Bande, an der Phil bereits, außer Atem, wartete, begeistert mit ein paar Zetteln wedelte.
„Was gibt es Phil?“, fragte Wildwing.
„Wir haben den Werbevertrag“, strahlte Phil die Enten an. „Das wird perfekt.“
„Was für ein Werbevertrag?“ Misstrauisch verschränkte Mallory ihre Arme.
„Ihr werdet ab jetzt verschiedene Firmenzeichen und Werbesprüche auf euren Klamotten tragen“, eröffnete der Mann mit dem Pferdeschwanz.
„WAS?!“
„Ja, ist das nicht toll?“ Phil war total begeistert.
„Das kannst du knicken“, protestierte Nosedive, bekam ein heftiges Nicken seiner Teamkollegen. „Ich bin keine wandernde Reklametafel.“
„Papperlapapp, das wird euch gefallen.“ Phil ließ sich durch die entgeisterten Blicke nicht den Spaß verderben. „Wir werden euch ein wenig herrichten…hm…Duke, zieh mal deinen Helm aus.“
„Meinen Helm?“ Verwundert zog der einst berüchtigtste Juwelendieb von Puckworld die Stirn kraus, tat aber dann wie ihm geheißen. Als er den Helm abgenommen und zur Seite gelegt hatte, kam darunter seine leicht rebellisch anmutende Frisur zum Vorschein.
„Ja, du bist perfekt für die Werbung der ‚Pirats’.“ Phil schien äußerst zufrieden. „Mir deiner Augenklappe und der Frisur, werden sie dich unbedingt haben wollen.“
Während Duke sich fragte, was bitte ‚Pirats’ waren, wendete sich ihr Manager an Mallory. „Und du, Mallory, meine Schöne, du bist perfekt für die Kosmetik Werbung von Miss Mary.“
„Kosmetikwerbung?“, wiederholte Mallory. Zwar schminkte sie sich auch, aber dafür Werbung zu machen, war etwas ganz anderes, besonders, wenn es auf den Klamotten stand.
„Und Nosedive, du wirst hierfür Werbung machen.“ Phil hievte ächzend seinen Aktenkoffer auf die Bande, öffnete ihn und holte eine merkwürdige Kugel, die die Größe eines Fußballs hatte, daraus hervor.
„Was ist das?“ Nosedive nahm Phil den Ball ab, keuchte leise. „Mann, das Teil ist aber schwer.“
„Das ist ein Spezialball, hat noch keinen Namen“, erklärte der Manager. „In einem Augenblick ist er schwer und dient dem Training der Muskeln, aber wenn man den kleinen Knopf da drückt…“
Phil deutete auf einen roten Punkt, der sich auf dem Ball abzeichnete. „…wird er ganz leicht. Das wird der Schrei des Sommers.“
„Davon habe ich schon gehört.“ Tanya schob ihre Brille zurecht. „Der Ball ist aus einem speziellen Material, das sein Gewicht unter bestimmten Temperaturen verändert, ohne seine Form einzubüßen.“
„Cool.“ Interessiert untersuchte der Jüngste der Ducks den Ball. Das wäre doch auch was für ihn. Nachdenklich blickte er auf den roten Knopf. Irgendwie schrie dieser geradezu danach gedrückt zu werden. ‚Eigentlich sagt mir meine innere Stimme, dass ich das lassen sollte, aber hey, sonst erfahre ich nie, was passiert, wenn man den Knopf drückt.’
„Allerdings ist die Technik noch nicht ausgereift“, fuhr Tanya, ganz die Wissenschaftlerin fort. „Wenn man nämlich den Zustand…“
Die Blonde unterbrach sich. Nosedive hatte den Knopf gedrückt. Kaum war dies geschehen, schoss der Ball regelrecht aus seinen Händen in die Luft und knallte gegen die Anzeigentafel, hinterließ darin eine Delle. Der Ball selbst krachte zu Boden, genau auf die Eisfläche.
„Oupsi“, entkam es dem Jüngsten.
„Das Ding ist aber nicht ungefährlich.“ Wildwing fixierte den Ball, der von selbst über das Eis hüpfte, weitere Spuren hinterließ. Fast war es so, als würde er von Jemanden gesteuert werden.
„Ach was“, winkte Phil ab. „Das sind nur noch ein paar kleine Schönheitsfehler…“
Der Ball krachte gegen den Torkasten, warf diesen um.
„Schönheitsfehler?“, wiederholte der Anführer der Ducks.
„Na ja.“ Phil rieb sich mit seinem violetten Tuch über die Stirn, musste sich gleich darauf ducken. Der Ball zischte knapp über ihn hinweg.
„Wir müssen das Ding abschalten, ehe es uns das Stadion zerlegt! Zeit für einen Kostümwechsel“, bestimmte Wildwing, berührte seine Spielerkleidung. Diese verschwand, machte seinem normalen Kampfoutfit Platz. Seine Freunde nickten, wechselten ebenfalls ihre Klamotten und setzten zur Verfolgung des merkwürdigen Balls an. Grin gelang es ihn mit beiden Händen zu fassen. Aber statt das eigentliche Spielzeug halten zu können, zog dieses den großen Erpel über das Eis.
„Grin, ich helfe dir!“ Nosedive legte einen Hechtsprung hin, warf sich auf Grins Beine und versuchte ihn zu halten. Gemeinsam rutschten sie über das Feld.
„Oh, oh!“, entkam es Grin.
„Ich mag es nicht, wenn du oh, oh sagst“, murmelte Nosedive, versuchte zu erkennen, was seinen Freund zu dieser Aussage verleitete. Er hob den Kopf. „Oh, oh! Autsch!“
„Das tat weh“, kommentierte Duke, kniff sein dunkles Auge kurz zusammen, als seine beiden Teammitglieder gegen die Bande krachten.
„Schmerz ist eine Illusion“, murmelte Grin wie immer, wenn er irgendwo dagegen stieß. „Eine Illusion, die sehr, sehr wehtut…“
„Ich will noch nicht aufstehen“, war der Kommentar Nosedives dazu. „So viele Sterne.“
„Oh man. Jetzt mache ich dieses Teil fertig. Ducks rocks!“ Mit hocherhoben Schläger, der im Gegensatz zu der Schutzkleidung nicht verschwunden war, machte sich Mallory an die Verfolgung des Balls, den Grin natürlich losgelassen hatte. Aber auch Wildwing und Duke versuchten ihr Glück. Nur Tanya beschloss das Problem logisch anzugehen.
„Ah, ich habe ihn!“, rief Wildwing, verlor den Boden unter den Füßen. „Nein…Korrektur…er  hat mich! Argh, entschuldige Mallory.“
„Schon gut. Geh runter von mir, ich bin kein Kissen!“
„Phil, gibt es zu dem Ball keine Fernbedienung?“, fragte die Erfinderin den Manager, der sich unter den Zuschauersitzen zu verstecken versuchte. Es gelang ihm nur teilweise, sein Bauch war im Weg. „Die liegt in meinem Wagen.“
„Na toll, da liegt sie warm und trocken“, warf Duke ein, der gerade versuchte den Ball zu erwischen. Hätte es der Einäugige nicht besser gewusst, er hätte dieses merkwürdige Ding für ein Geschenk von Dragaunus gehalten. Allerdings hatten sie den Echsen erst vor wenigen Wochen eine derartige Niederlage mit der Zerstörung ihres Portals beigebracht, davon hatten sie sich sicher noch nicht erholt.
„Ha, habe ich dich“, grinste der Spieler mit der Dreizehn, als er es schaffte den Ball mit seinem Schwert in eine Ecke des Spielfeldes zu schlagen.
„Mach ihn ja nicht kaputt“, rief Phil aufgeregt.
„Ach, ich bin ganz sanft“, antwortete Duke. Mit voller Wucht krachte der Ball gegen die Bande, prallte daran ab und traf den Einäugigen direkt an der Stirn. Es ging so schnell, dass der Sportler nicht einmal mitbekam, wie er das Gleichgewicht verlor und auf das Eis krachte. Duke verlor das Bewusstsein.

„Lebt er noch?“
„Dive, du solltest dir solche Kommentare verkneifen.“
„Entschuldige Bruder.“
„Er atmet jedenfalls noch.“
Irgendwas legte sich auf seine Stirn, eine Hand. Langsam schlug Duke sein Auge auf, blickte in das Gesicht einer Ente mit Brille, deren Gläser rosafarben waren.

„Er kommt zu sich.“ Tanya ließ ihre Hand sinken.
„Duke?“ Wildwing beugte sich herab. „Alles noch dran?“
„Glaube schon.“ Langsam richtete der einstige Dieb sich auf, bemerkte jemanden hinter sich. Grin half ihm, stützte den Teamkameraden.
„Hey, Duke, wie viele Finger sind das?“ Nosedive hielt Duke seine Hand hin.
„Hm…“ Duke fixierte die Hand des anderen. „Zwei.“
„Stimmt. Und wie viele Füße hat ein Tausendfüßler?“, wollte der Jüngste wissen.
„Ähm…Tausend?“, antwortete der ehemalige Dieb, rieb sich über seine Stirn.
„Eigentlich sind es nicht so viele“, merkte Tanya an.
„Duke, Baby, ein Glück ist deinem Kopf nichts passiert, sonst hätten wir einen Maskenbildner anrangieren müssen.“ Phil wischte sich wieder mit seinem Tuch über die Stirn. „Was schaut ihr mich so vorwurfsvoll an, es war nicht meine Schuld.“
Die Ducks seufzten. Irgendwie wunderten sie sich nicht mehr über Phil.
„Hast ja eine ganz schöne Beule, L’ Orange.“ Mallory tippte Duke gegen die entstehende Beule.
„Autsch.“ Der Einäugige verzog kurz sein Gesicht. „Was ist passiert?“
„Du hast den komischen Ball gegen den Schädel bekommen, den Phil angeschleppt hat“, antwortete Nosedive, vermied es zu erwähnen, dass er den Ball aktiviert hatte. „Aber keine Sorge, Mallory hat ihn abgeschossen.“
„Auf meine gute Puckkanone ist eben Verlass“, sagte die Rothaarige, strich dabei liebevoll über ihre Waffe.
„Das wird der Werbeagentur nicht gefallen“, sagte Phil unglücklich. „Hoffentlich wollen sie ihn nicht ersetzt haben.“
„Hauptsache ist doch, dass Duke wieder zu sich gekommen ist.“ Wildwing richtete sich auf. Er war erleichtert. Immerhin war das älteste Teammitglied eine ganze Weile bewusstlos gewesen.
„Duke hat eben einen harten Schädel“, grinste Nosedive keck. „Der spaltet, statt sich spalten zu lassen.“
„Aha.” Duke ließ von seiner Stirn ab, blickte sie an. „Dann habe ich jetzt noch eine Frage. Wer seid ihr?“

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Danke fürs Lesen.
MfG
Requat
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