Butterfly Effect (BE I)

GeschichteRomanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Pansy Parkinson
04.03.2009
08.09.2009
86
113906
21
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Dieses Kapitel
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hallihallo!
Ein kurzes, knappes Kapitel mal ebenso zwischendurch *g*
Ich hoffe, es gefällt euch (an der anderen Story arbeite ich bestimmt weiter, kleine Panik...*höhö*)
Alles wie immer: die Figuren und Schauplätze gehören J.K. Rowling, der ich für ihre Kreativität danke (erspart mir 'ne Menge Arbeit... *g*).  
GLG; wiess
PS: Über Kommis freue ich mich natürlich trotzdem! Ich schreibe euch auch eine Dankesmail!  


Der Flügelschlag eines Schmetterlings…

“Findest du mich eigentlich schön?” Sie lächelte ihr Spiegelbild an und warf ihm einen Blick zu. Er zog ironisch die Augenbraue in die Höhe und sparte sich jedes Kommentar. Sie ließ die Arme fallen, die gerade noch die Locken gehalten hatten und drehte sich zu ihm um: “Und was hälst du von den Dessous?” Er lehnte sich auf dem Sofa zurück und legte die Arme auf die Rückenlehne: “Hm… ja, doch, nicht übel…” Sie wackelte aufreizend mit den Hüften und sah ihn unschuldig an: “Nicht übel? Vielleicht sollte ich einfach gehen und jemand anderen nach seiner Meinung fragen?” Gerade, als sie sich umgedreht hatte, packte er sie am Handgelenk und zog sie in eine stürmische Umarmung, die von einem harten, heißen Kuss begleitet wurde. Sie hatte keine Wahl, ihn gewähren zu lassen -was ihr nicht das geringste ausmachte. Grob zerrten seine Hände an der Unterwäsche,  die sie von ihm trennte: “Wie komme ich eigentlich zu der Ehre deines Besuchs?”, fragte er leise. Sie lächelte ihn an: “Du hast es dir doch gewünscht, oder?”, sie küsste ihn -entgegen seiner Art- sanft und weich.  “Und wie,” antwortete er keuchend, bevor er sie hochhob und sie ihre Beine um seine Hüfte schlingen konnte. Er ging zum Bett hinüber und legte sie darauf nieder: “Gott, auf diesen Moment warte ich schon ewig!” Er küsste sie innig, doch durch die heilige Stille des Zimmers drang plötzlich ein unpassender Ton und die Szenerie änderte sich gewaltig. Irritiert öffnete er die Augen -er konnte sich nicht an das Gesicht der Frau aus seinem Traum erinnern.
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“Ich habe von dir geträumt,” er hatte den Kopf auf den angewinkelten Arm aufgestützt und lächelte auf sie hinunter. Sie drehte sich zu ihm um und lächelte verschlafen: “Und was hast du geträumt?” “Wir beide, auf einer Insel irgendwo in Irland. Das Land ist so grün, wie sonst nirgendwo. Irgendwo im Hintergrund ein altes Schloss, grau im Nebel. Die Insel und alles was darauf ist, gehört uns und wir können damit tun, was wir wollen.” Sie lachte über sein schelmisches Grinsen: “Und was wollen wir tun?” Er beugte sich zu ihr hinunter, um sie zu küssen: “Wir wollen uns den ganzen Tag lieben.” “Bei Nebel in nassen Gras? Bist du sicher?” Sie lachte. “Warum nicht?” Sie klapste ihm auf die Schulter und machte Anstalten, aus dem Bett zu steigen: “Das ist alles sehr romantisch. Und was hast du wirklich geträumt?” Er ergriff ihr Handgelenk und zog sie wieder zurück ins Bett: “Wie ich dich auf zwanzig verschiedene Arten liebe und du vor Wonne schreist.” Erneut küssten sie sich. “Das glaube ich dir schon eher.”
                        XXXXX

Ein lauter Knall ließ alle Schüler im Raum erschreckt zusammenfahren und sich umsehen. Sie mussten nicht lange suchen um den Verantwortlichen für das Chaos, das sich ausbreitete, zu finden. “Mr. Longbottom!” Der ohnehin schon zusammengekauerte Junge machte sich noch kleiner und sah zu Boden. Hermine eilte -den Zauberstab in der Hand- zu ihm, um ihm beim beseitigen der Schweinerei zu helfen, doch Professor Snapes Stimme hielt sie zurück: “Oh nein, Miss Granger, diesmal werden sie ihm nicht helfen! Nach sechseinhalb Jahren sollte er den Säuberungszauber können -immerhin war er oft genug von Nöten. Habe ich nicht oft genug betont, dass sie nur eine Löffelspitze von dem Dillskraut verwenden sollen? Haben sie überhaupt noch etwas in dem Glas gelassen? Zehn Punkte Abzug für Gryffindor!” Hermine seufzte und fing Nevilles flehenden Blick auf, nachdem Snape sich umgedreht hatte. Mit einem flotten Schlenker ihres Zauberstabs hatte sie die Unordnung beseitigt. Als sie sich jedoch umdrehte, sah sie direkt in Dracos graue Augen, die sie beobachtet hatten. Erschreckt hielt sie inne und starrte ihn an. Was, wenn er sie bei Snape verpetzen würde? Was heißt hier ’wenn’? Sicher würde er sie verpetzen! Das würde ihm einen höllischen Spaß machen! Sie warf einen kurzen Blick zu Snape, der sich gerade über einen anderen Kessel beugte, dann sah sie wieder Draco an. Es würde überhaupt nichts nützen, ihn zu bitten, die Klappe zu halten, oder ihm zu drohen. Sie kannte ihn gut genug, um das zu wissen. Sie fühlte bereits Resignation und Ärger in sich aufsteigen, während sie sich die folgende Szene bildlich vorstellte, die gleich ablaufen würde.

Professor Snape drehte sich um und fixierte sie: “Miss Granger! Was stehen sie da so herum? Wenn ich nicht irre, müssen sie jetzt drei Drachenschuppen zu ihrem Trank hinzufügen.” Hermine starrte ihn irritiert an, dann sah sie zu Draco, der eine Augenbraue in die Hähe zog und in Richtung ihres Tisches nickte, was sie fast noch mehr erstaunte, als sein Schweigen: “Sie haben vollkommen recht, Professor. Entschuldigen sie bitte.” Sie drehte sich schleunigst um und kehrte zu ihrem Platz zurück, wobei sie immer wieder nervöse und irritierte Blicke zu Draco warf, der sie jedoch bis zum Ende der Stunde ignorierte. “Was ist los? Hermine? Warum schaust du ständig zu Malfoy hinüber?” Sie drehte sich zu Harry und flüsterte leise: “Ich glaube, er führt etwas im Schilde, Harry. Er hat gesehen, wie ich Neville geholfen habe und nichts gesagt. Bestimmt heckt er etwas aus!” Harry warf einen Blick auf Draco: “Mieses kleines Aas! Wenn der irgendwas versucht…” Hermine legte beschwichtigend eine Hand auf die Faust, die die Kelle umklammerte: “Bitte, Harry, keine Aufregung! Noch hat er gar nichts gemacht. Spar’ dir deinen Zorn für die Momente, in denen er nötig ist.” Er knirschte mit den Zähnen: “Jaja, schon gut!”
                        XXXXX

Harry und Hermine gingen hinter Ron und Lavender den finsteren Kerkergang entlang um schleunigst aus den dunkeln Gewölben herauszukommen. Harry hatte seinen Arm um Hermines Schultern gelegt, sie hatte ihren um seine Taille geschlungen. “Granger!” Die Stimme hallte zehnfach von den Wänden und ließ sie alle zusammenzucken. Beinahe synchron drehten sie sich um, wobei Hermine erstaunt feststellte, dass Harry und Ron sich neben ihr postiert hatten und Draco, der ihnen langsam entgegenkam, feindselig anstarrten. Sogar Lavender schien Hermine beschützen zu wollen. “Was willst du, Malfoy?” Harry hatte als Erster das Wort ergriffen und musterte sein Gegenüber kalt. Dracos Blick blieb an ihm haften, als existierte Hermine gar nicht: “Deine Freundin schuldet mir einen Gefallen für mein Schweigen, Potter!” Sie standen sich so nahe, dass sie das Funkeln in den Augen des jeweils anderen sehen konnten. “Ach? Und was ist dieser kleine Gefallen deiner Meinung nach wert?”, spöttelte Harry. Draco grinste: “Schlag’ was vor, Potter! Was würdest du an meiner statt verlangen?” Harry sah Hermine an, dann Draco, doch was ihm durch den Sinn ging sprach er besser nicht aus. Hermine unterbrach seine Gedanken: “Was spielt das für eine Rolle? Ich stehe definitiv nicht in deiner Schuld, also müssen wir auch nicht darüber reden, wie ich sie begleichen könnte!” Draco lachte: “Nun, wie du weißt, Granger, genügt es, dass ich dich berühre und dir -nachdem ich dir einen Gefallen erwiesen habe- sage, dass du mir etwas schuldest.”

Er streckte die Hand aus und sie wich zurück: “Ja, ich weiß. Danke für die unnötige Nachhilfestunde!”, ihr Ton klang bissig: “Und nun entschuldige uns, wir haben Kräuterkunde!” Sie wollte sich abwenden, doch Dracos Stimme verfolgte sie: “Schade. Ich finde, du solltest bleiben und über die Bezahlung reden, anstatt zu gehen. Wenn ich dich zwingen muss, deine Schuld zu akzeptieren, lasse ich keine Gnade walten!” Hermine fuhr herum und trat wütend auf ihn zu: “Ach ja? Für wen hälst du dich? Vielleicht hast du es ja vergessen, aber ich habe dein mickriges, kümmerliches Leben gerettet, als Voldemort dich töten wollte! Wenn jemand eine Schuld zu begleichen hat, dann bist du das!” Draco packte -noch ehe jemand etwas sagen konnte- Hermine bei den Schultern und zog sie heftig an sich: “Du stehst in meiner Schuld, Hermine!”, er küsste sie schnell auf den Mund. Hermine legte die Hände auf seine Brust und drückte ihn weg: “Und du stehst in meiner Schuld!” Sie gab ihm eine heftige Ohrfeige, die ihn taumeln ließ, dann sah er sie grinsend an: “Höchst interessant! Du kennst ja die Regeln, nicht?” Hermine hielt Harry, der sich auf Draco hatte stürzen wollen, am Arm fest und ging ohne ein weiteres Wort von dannen: “Lass’ mich erst mein Gesicht waschen, bevor wir zu Madam Sprout gehen, ja?”, sagte sie noch zu Harry, bevor sie um die Ecke verschwand.
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