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Das Bündnis der Welten-(MMFF)

von Emmy-chii
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Bowser Link Mario Ness Pokemon-Trainer Zelda
28.02.2009
16.04.2013
41
77.599
 
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
28.02.2009 1.801
 
Kapitel 35:
Kiko-Der gefallene Engel

Sie hatte ja eigentlich immer gewusst, dass Tails schnell war. Nicht so schnell wie Sonic, soviel war sicher, aber dennoch ziemlich flink.
Auf jeden Fall deutlich zu schnell für sie.
Während der Fuchs sie durch die Gegend zerrte, sämtliche Gebäude erklärte- seltsamerweise hatte dieses verrückte Dorf sogar ein Rathaus- und ihr irgendwelche Leute vorstellte, versuchte Kiko sich bei jeder Gelegenheit eine Verschnaufpause zu gönnen, hörte ihm allerdings kaum bei seinen Erläuterungen zu.

Nach ungefähr fünfzig Minuten, die Kiko eher wie fünfzig Stunden vorkamen, hatte Tails endlich seine Rundführung beendet und deutete zum Rathaus: „Jetzt müssen wir noch Herrn Gumbus* besuchen, der dir dann das mit der Mauer erklärt.“
Kiko seufzte lautstark, freute sich aber innerlich, dass die Hälfte bereits geschafft war.

Gemeinsam betraten sie das, im Vergleich zu den übrigen Holzhütten, große Gebäude. Kiko war schon ein wenig erstaunt, auf welche Kleinigkeiten die Bewohner hier achteten. Sämtliches Holz war fehlerfrei gestapelt und am Boden war alles makellos mit Brettern bedeckt. In der Mitte des Raumes war ein Mosaik ausgelegt, das zwölf Rauten zeigte. Eine Große, die von elf Kleineren umkreist wurde.
Selbst an den Wänden waren kleine Förmchen aufgemalt.

Das riesige Wesen, nach dem die beiden suchten, stand gerade hinter einem riesigen Papierstapel und seufzte wohlig auf: „Endlich geschafft…“
„Herr Gumbus! Herr Gumbus!“, rief Tails enthusiastisch und zerrte Kiko am Handgelenk zu ihm hin, „Hätten Sie gerade Zeit, Kiko die Geschichte dieser Insel genauer zu erläutern?“
Der Gumba sah zuerst noch etwas überrascht auf, musterte die Beiden erst einmal erschöpft, nickte dann aber und deutete ihnen an ihm zu folgen, während er die Tür in das nächste Zimmer öffnete.

Eben wollten sie eintreten, als eine kindliche Stimme an ihre Ohren drang und von draußen plötzlich ein Lied ertönte, das eigentlich leise klang, aber doch von jedem Einzelnen klar und deutlich vernommen wurde.

„Wer hat Angst vor den sieben Sachen,**
von denen man sagt, man soll sie nicht machen?
Na? Na? Na?

Ich hab sie gemacht…
Also nehmet euch in Acht…
Ja…Ja…Ja…

Ich bin zu euch gekommen,
um mich im Leid zu sonnen…
Taps…taps…taps…
….
Warum lauf ihr so schnell weg?
Ihr fallt noch in den Dreck…
Taps…taps…taps…

Nun steh ich hier in eurem Haus,
schau auf euch herab…
gleich ist es mit euch aus.“


Und in jenem Moment, in dem das Lied verstummte, gab es ein lautes Scheppern und jedes Fenster dieses Gebäudes zersprang in tausende von Scherben.
Und dann, als sämtliches Geräusch verklungen war, ging die Türe auf. Leise, langsam und bedächtig.
Die Silhouette einer Gestalt wurde bemerkbar, sonst regte sie sich aber nicht.
Bis schließlich die Schritte der Person im Raum wiederhallten und das Wesen auf sie zu schritt. Selbst der Klang ihrer Füße war leise, fast so, als würde sie über den Boden fliegen und jeder Einzelne klang so, als hätte die Person genau diesen Ort beabsichtigt. Als würde sie jeden Schritt mit der Gewissheit setzen, genau an dem richtigen Platz zu stehen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
In diesem Fall war die Wirkung Angst.
Denn jeder Anwesende zuckte zusammen und starrte auf die kleine Gestalt, deren Aussehen von Dunkelheit bedeckt war. Alles, was man sehen konnte, war eine düsterte Wolke.


Kiko war die erste, die sich breitbeinig vor der Nebelschwade aufbaute und hineinrief: „Wer zum Teufel bist du denn?!“
Doch die Wolke schien sie gar nicht wirklich wahrzunehmen, setzte ihren Weg einfach fort und blieb schließlich direkt in der Mitte des Mosaik-Bildes am Boden stehen.
„Wer ich bin, hast du gefragt?“, ertönte erneut die kindliche, liebliche Stimme der Person im Inneren der Wolke, „Das willst du wirklich wissen?“
„Natürlich!“, fauchte Kiko, „Oder bist du zu blöd, um mir darauf eine Antwort zu geben?!“
Ein leises, zuckersüßes Kinderlachen schallte durch den Raum. Obwohl die Stimme so leise…so sanft war, verbreitete sie bei allen Anwesenden ein unangenehmes Gefühl.
„Ach nein…du bist süß“, folgte schließlich der nächste Satz, als das Lachen verklang. Darauf ertönte ein Geräusch, klingend wie ein kurzer Flügelschlag, und die Wolke löste sich langsam im Nichts auf.
Sichtbar wurden zwei strahlend weiße, engelsgleiche Flügel, die zu dem jungen Körper eines kleinen Mädchens gehörten, das sie mit einem sanften Lächeln ansah.
Doch die Augen dieses Kindes stellten einen kompletten Kontrast zu dem restlichen, niedlichen Aussehen dar. Denn jene Seelenspiegel erschienen in einem starken, fast schon leuchtenden, roten Licht. Sie sah auf die Gruppe herab, wie auf Ungeziefer, das man loswerden wollte.
Ihr Körper war bedeckt von mehreren eigenartigen Musterungen, die Kiko nicht zu deuten vermochte. Sie war gekleidet in ein kleines, weißes Kleid, das die engelsgleiche Erscheinung nur noch weiter steigerte, wären ihre Augen nicht so rot und ihr Haar nicht so pechschwarz.

„Süß?!“, wiederholte Kiko verwirrt, „Ich bin doch nicht süß!“
„Doch bist du“, entgegnete das Kind und lächelte ein sanftmütiges Lächeln. Und genau in dem Moment, in dem dieses merkwürdige Mädchen seine Augen schloss, wirkte es gar nicht mehr so unheimlich. Fast schon liebenswürdig, „Das hab ich dir doch schon früher gesagt, Kiko.“
„Früher?!“, fragte die Brünette überrascht, „Ich kenn dich doch überhaupt nicht!“
„Wer bist du überhaupt?“, mischte sich nun auch Tails ein.

„Aww, ihr habt mich immer noch nicht erkannt?“ seufzte das Mädchen wehleidig und verschränkte die Arme, „Seid ihr gemein. Wie könnt ihr jemanden wie mich einfach vergessen!“
Tränen stiegen dem Mädchen in die Augen und plötzlich begann es grundlos zu weinen.
„Mich einfach so vergessen! Ohne Grund!! Ihr seid alle so gemein!!!“
Eine seltsame Nebelwolke begann das Mädchen erneut zu umgeben, als sie sich die Tränen wegwischte und aufstand.
„Das lass ich nicht auf mir sitzen! Das werde ich ändern!
Ihr könnt euch verstecken. Ihr könnt weglaufen…
Aber ich werde euch finden…und fangen…hehe.
Was haltet ihr…von einem kleinen Spiel.
Wenn ihr gewinnt...werden wir das Dorf von seinem Siegel erlösen…
Aber wenn ich gewinne…nun ja, dann müsst ihr machen, was ich will.“
„Du bist doch verrückt! Sowas wird keiner von uns zustimmen!“, entgegnete Kiko und stampfte auf, „Lieber kämpfe ich gegen dich und werde dich los!“
„Aber, aber, meine Liebe. Wer wird denn gleich aggressiv werden?
Kämpfen ist sooo langweilig…abgesehen davon können wir während des Spiels noch ein wenig kämpfen, wenn ihr unbedingt wollt.
…aber wenn ihr nicht spielen wollt, muss ich eben andere Maßnahmen ergreifen.“

Sie streckte eine Hand in die Luft, wo sich die Masse der Nebelwolke sammelte und in einem roten Licht zu strahlen begann.
Ein gebündelter Strahl erschien, der direkt auf die Gruppe zuschoss und eine drei Meter dicke Kerbe in den Boden riss.

„Na warte, das kriegst du zurück!“, knirschte Kiko und schickte einen gewaltigen Wirbelwind zu dem kleinen Engel zurück.
Doch noch bevor er das Mädchen erreichen konnte, verpuffte die Böe einfach.
„Was denn?“, fragte sie lächelnd, „Du willst den Wind mit Wind bekämpfen? Siehst du denn nicht, dass ich ein Engel bin?“
„Du bist kein Engel!“, erwiderte Tails, „Viel mehr ein Teufel. Ein Wolf im Schafspelz!“

Wieder stiegen dem Mädchen Tränen der Trauer in die Augen.
„Immer sind alle so gemein zu mir.
Und dann wundern sie sich, warum ich die bösen Sachen tue.
Versteht mich denn keiner?
Weiß meine Person niemand zu schätzen?“

Sie schloss die Augen…und in diesem Moment verspürte Kiko Mitleid mit dem kleinen Mädchen.
Dann jedoch öffnete sie wieder die Augen und sprach mit fester, deutlich lauterer Stimme:
„Es ist mir egal, ob ihr mit mir spielen wollt oder nicht!
Ich werde mit euch spielen!
Und ICH werde gewinnen!!!“

Die Nebelwolke breitete sich im gesamten Gebiet aus, sodass Kiko nicht einmal mehr die Hand vor Augen sehen konnte.
Und als der Nebel wieder verschwand…war sie allein.
Allein, gefangen in einem merkwürdigen, achteckigen Raum….




*das ist ein wenig abgeleitet aus Paper Mario, wo Marios Gumba-Begleiter immer einen Namen mit ‚Gumb‘ haben.
Gumbaria, Gumbanetta, Gumbario. Und was weiß ich sonst noch:3
Da ich im Moment nicht besonders kreativ bin, hab ich mich auf die lateinische Variante mit ‚us‘ beschränkt -.- Ich weiß, einfallslos *sfz*
**die Rede ist von den sieben Todsünden.
Völlerei, Neid, Faulheit, Wollust, Zorn, Hochmut und Geiz.
~~~
AN:

Soo, kaum zu glauben, aber ich melde mich von den Toten zurück xp
Hatte gestern während des Zeichnens diese...seeehr merkwürdige Idee...
aber sie war besser als gar keine :D
Und...so entstand das Kapitel :)
Ich freue mich, dass es endlich weitergeht ^^
Ich hoffe, dass ich in Zukunft schneller wieder Kapitel hochladen kann.

Ursprünglich sollte das Mädchen...kein kleines Kind sein...und nicht aussehen wie ein Engel.
Ich wollte eine alte Dame, die die Kraft einer Sirene besitzt :/
Aber das kam mir zu doof -.-
Abgesehen davon hatte ich die ganze Zeit dieses seltsame Lied im Kopf O.o
Und dabei hab ich mir das ausgedacht (keine Ahnug warum. Das war einfach da o.o)
Es basiert ein wenig auf dem Spiel "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" und von der Melodie her..."Backe Backe Kuchen" O.O
...ich bin doch krank XD
...jedenfalls. Eine alte Dame die SO ein Lied sind? Nee.
Zuerst sollte das Mädchen dann halt eine Sirene sein...dann ist mir eingefallen, dass die ja einen Fischschwanz haben XD
Und eine Halbsirene hab ich schon in einer anderen FF :)
Wo wir wieder bei dem Thema "selbe Idee ist langweilig" sind XD
Also suchte ich nach einem element, gegen das Kiko keine große Chance hat.
Elektrizität wäre noch in Frage gekommen, aber irgendwie...fand ich das nicht so passend :/
Und den wind mit Wind bekämpfen find ich lustiger :)
Ich hoffe nur, dass ich das nächste Kiko-Kapitel besser hinkriege. Versuche nämlich, mehr mit den Gefühlen der Leute zu hantieren und die Geschichte nicht ganz außer Acht zu lassen.
...wo ich noch ein paar Leute nach der Geschichte fragen muss, hehe ^^''
(als ich den Stecki erstellt hab, hab ich aber ECHT viel vergessen O.O)
Ich bin so doof -.-

Ich hoffe ihr habt bemerkt, dass sich Kiko längst nicht mehr in der Welt der Pokémon befindet.
(naja, Gumbas...Tails...Roy...komische, geflügelte Mädchen)...
Warum es ein Mädchen war, weiß ich nicht mehr so genau :/
Vielleicht, weil ich mir eine männliche Sirene nur schwer vorstellen kann XD
Auf jeden Fall muss ich hier mal mehr Kerle einbauen ^^''
Sonst fühlt sich noch jemand benachteiligt XD

Hm...das "Spiel", das das mädchen mit Kiko, Tails und gumbus spielen will verrate ich euch noch nicht.
Aber es hat wieder etwas mit den 'sieben Dingen' zu tun :)
...man, ich sollte echt öfters ohne Idee zeichnen o.o
vllt fällt mir dann mehr mist ein XD

Auf jeden Fall mach ich hier stopp (ich muss noch duschen...und verdammt nochmal die andren FFs, die auf meiner Alert liste stehen lesen ><><><)
Wünsche euchd ann mal gute Nacht :D
Bis denne :)
GLG Emmy
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