5 Jahre später

von jesaku
GeschichteRomanze / P12
Brandon Walsh Brenda Walsh David Silver Donna Mrtin Dylan McKay Kelly Taylor
26.02.2009
19.03.2012
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Kapitel 1

Donna und David saßen an diesem Abend gemeinsam

auf dem Sofa und sahen sich alte Fotos aus Donnas

Kinderzeit an. Schließlich blieben sie an einem

Schnappschuß hängen, der Donna und ihren Vater

auf dem Spielplatz zeigte. Donna hatte zwei

geflochtene Zöpfe und trug ein blaues T-Shirt und

eine rote Latzhose. Sie saß auf der Schaukel und ihr

Vater schuppste sie an. Plötzlich rannen Tränen

Donnas Wangen herunter. David war daran

mittlerweile schon gewöhnt schließlich war seine Frau

im 8. Monat schwanger und ihre Hormone spielten

verrückt, auch wenn es nicht so schlimm war wie

David befürchtet hatte. Er nahm ein Klinex aus der

Klinexbox und reichte es Donna.

„Was hast du denn?,“ fragte er sie leise und mit

einfühlsamer Stimme.

„Es macht mich nur Traurig, dass unser Kind niemals

seinen Großvater kennen lernen wird,“ antwortete

sie und schluchzte.

„Das verstehe ich. Dein Vater hätte seine Enkelin

oder seinen Enkel sicher gerne kennen gelernt. Er

hätte bestimmt dein altes Spielzimmer auf dem

Dachboden reaktiviert. Er wäre sicher ein sehr guter

Großvater gewesen.“ Donna schnaubte. Es ging ihr

schon wieder besser.

„Das denke ich auch,“ sagte sie zu David.

„Ich bezweifle ob Mel auch nur annähernd ein guter

Großvater sein wird, schließlich war meist nicht mal

ein guter Vater. Aber immerhin wird unser Kind drei

Großmütter haben, die es verhätscheln, das ist doch

auch was.“ Obwohl Jackie nicht Blutsverwandt mit

David ist und schon seit Jahren entgültig getrennt

von Davids Vater lebte, der sich seit dem von Affäre

zu Affäre hechtet, war sie doch immer noch die

Mutter seiner Halbschwester Erin und auch ein Teil

der Familie. Donna lächelte.

„Und eine der Großmütter geht mir im Moment

tierisch auf die Nerven. Ständig gibt sie mir Ratschläge

was ich während der Schwangerschaft zu tun und zu

lassen habe.“

„Wuff,“ ertönte es aus der Ecke.

„Nein Rocky, du bist nicht gemeint,“ sagte David. Er

wusste das Donna ihre Mutter meinte. Sich

einzumischen war ein typisches Felice Martin

Verhalten, dass sie auch nach dem Tod ihres Mannes

immer noch an den Tag legte. Und im Moment war

David sogar oft auf ihrer Seite, aber natürlich

versuchte er so gut es ging, dies vor seiner Frau zu

verbergen. Felice hatte Donna schon seit Beginn der

Schwangerschaft gebeten kürzer zu treten. David

war der Gleichen Meinung, denn er machte sich

Sorgen um seine Frau und sein noch ungeborenes

Kind. Diese Schwangerschaft folgte erst nach einer

Fehlgeburt. Donna hatte sie gehabt noch bevor sie

wusste, dass sie schwanger war. Ihre Regelblutung

war stärker und schmerzhafter als sonst gewesen und

deswegen war sie zum Arzt gegangen. Dieser konnte

an Hand des noch immer erhöhten HCG Spiegels die

unfreiwillig abgebrochene Schwangerschaft

feststellen. Danach hatten Donna und David erkannt,

dass beide nun bereit für ein Kind waren. Donna war

etwa ein halbes Jahr später wieder schwanger. Sie

konnte dem Versuch ihrer Mutter sie in Watte zu

packen und im Haus „einzusperren“ nichts

abgewinnen und arbeitete auch weiter hin in ihrem

Laden. Sie hatte allerdings, nach dem auch David ihr

sagte, sie solle sich doch schonen und lieber das

Zimmer für ihr Kind entwerfen, eine Aushilfe

eingestellt. Steve hatte ihr Christel gerade zu

aufgedrängt. Er selbst hatte sich von seinem kleinen

Bruder Ryan überreden lassen seine Freundin doch

bei seiner und Janets neuen Zeitung „Mysterious“

einzustellen. Doch anstatt im Internet für Artikel zu

recherchieren trieb sie sich in ettlichen Chatrooms

herum. Als Janet sie dabei erwischt hatte, hatte

Christel gemeint hier in der Reaktion wäre es ihr zu

langweilig und sie würde lieber mit Menschen zu tun

haben. Daraufhin hatte Janet ihren Mann gebeten

Christel wo anders unterzubringen. Und so war sie bei

Donna gelandet. Und das hatte sich als Glücksfall

herausgestellt. Schnell hatte Donna sie eingearbeitet

und sie war sehr geschickt im Umgang mit den

oftmals schwierigen Laufkunden. Auch bei den

Stammkunden war sie sehr beliebt und konnte Donna

somit sehr gut unter die Arme greifen.

„Was soll ich noch dazu sagen,“ meinte er zu Donna

über Felices Verhalten.

„Ich rege mich jetzt schon auf, wenn ich daran

denke, dass sie mich Morgen Abend zur

Geburtsvorbereitung begleitet. Bestimmt hat sie

sogar an meiner Atmung was auszusetzen. Kannst du

nicht doch mitkommen?,“ fragte Donna ihren Mann

flehentlich.

„Das geht nicht. Ich muss morgen die Junggesellen

Versteigerung im After Dark moderieren. Das weißt

du doch.“

„Kann das nicht jemand anderer machen?“

„Donna darüber haben wir doch bereits lang und breit

gesprochen. Der Radiosender veranstaltet die

Versteigerung. Es ist für einen guten Zweck. Die

anderen Moderatoren beim Sender haben entweder

noch nicht die nötige Erfahrung oder können nur frei

reden, wenn sie in ihrer Sprecherkabine sitzen und

niemand sie sehen kann. Wenn ich nicht moderiere

fällt der Event ins Wasser.“

„Das verstehe ich ja, aber muss das ausgerechnet an

dem Abend sein wenn mein

Geburtsvorbereitungskurs ist?“ David lachte auf.

„Sag nicht dass du Grund hättest dich zu

beschweren. Ich war immer mit dir bei dem Kurs. Ich

bin sogar dir zu Liebe mit zur

Schwangerschaftsgymnastik gegangen wenn ich Zeit

hatte.“ Gott weiß wie unangenehm ihm das war als

einziger Kerl unter den schwangeren Frauen die ihm

jedes mal wieder sagten wie toll sie es doch fanden,

dass er seine Frau begleitet und ihn nötigten auch

aktiv an den Übungen teilzunehmen. Es muss

verdammt peinlich ausgesehen haben wie er da wie

eine Schwule Elfe auf dem Gymnastikball herum

turnte.

„Und wenn ich mal keine Zeit hatte, hat Kelly dich

begleitet,“ fuhr er fort. Manchmal hatte er auch

einfach keine Lust gehabt, aber dass hatte er Donna

natürlich nicht gesagt.

„Warum nimmst du nicht Kelly morgen mit zum

Geburtsvorbereitungskurs?“

„Weil sie Morgen früh mit Dylan nach Hawaii zur

Collegeabschlußfeier von Erica fliegt.“ Dylans kleine

Schwester war wieder zurück zu Iris gegangen

nachdem sie bei Dylan und Brenda in London war

und die beiden wieder Schluß gemacht hatten und

es Dylan wieder nach L.A. verschlagen hatte. Dort

hatte sie die Highschool abgeschlossen und sich so in

Hawaii verliebt, dass sie dort aufs College gegangen

war.

„Stimmt, dass hatte ich ganz vergessen. Wieso bist

du aber bei Felice gelandet? Was ist mit Janet?,“

wollte David wissen.

„Die ist doch zur Zeit mit Steve in New Orleans um

für einen Artikel über Vodoo zu recherchieren. Und

andere Freundinnen bleiben mir hier ja dann nicht.

Valerie ist in Buffalo, Brenda spielt am Broadway ein

Stück nach dem anderen, Andrea arbeitet an der

New Yorker Uni Klinik in der Krebsforschung und Gina

hat jetzt einen neuen Job als Wintersportreporterin

beim New York Chronical, wo auch Brandon arbeitet

und da blieb mir halt nur meine Mutter.“

„Ist aus Brandon und Gina eigentlich was

geworden?,“ fragte David interessiert.

„Nein, sie aus Dankbarkeit, das Brandon ihr den Job

verschafft hat ein paar mal mit ihm ausgegangen. Es

hat aber nicht gefunkt zwischen ihnen.“

„Eigentlich schade. Gina und Brandon sind die

einzigen in unserem Freundeskreis die noch solo sind,“

meinte David. Donna rekapitulierte die Pärchen in

ihrem Freundeskreis innerlich.

Steve und Janet waren nun schon seit 6 Jahren

verheiratet. Kelly und Dylan zogen ihr Ding durch, was

auch immer das sein mochte. Andrea und Jesse

hatten sich nach einer längeren Auszeit schließlich

doch wieder zusammen gerauft und waren wieder

glücklich. Matt hatte sich in seine Schwägerin verleibt

als sie sich gegenseitig über den Tod seines Bruders

hinweg geholfen hatten und lebte mit ihr in New

York mit dem Kind als richtige Familie zusammen.

Brenda hatte einen Freund namens Trevor, den

Donna zwar noch nicht kannte, laut Brenda aber ein

super heißer Typ war und sogar Valerie hatte nach

eigenen Angaben endlich jemanden gefunden der es

mit ihr aushielt. Aber da war ja noch...

„Du hast Noah vergessen,“ sagte sie schließlich.

„Donna, das kann man nicht vergleichen. Bei Noah ist

es etwas anderes. Er ist in einer ganz anderen

Situation.“

„Du hast Recht.“ Donna sah David betroffen an und

lehnte sich wieder an ihn.
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