Der Fluch des Blutsteins

von Hoody
GeschichteAbenteuer / P12
Bill Conolly Jane Collins John Sinclair
22.02.2009
31.03.2009
9
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Hi, ich hab schon einige Jährchen Sinclair gelesen, aber eher die alten Romane. Sollte ich also Fehler machen was die Mythologie Romane angeht so seht es mir bitte als Künstelerische Freiheit nach.
Ansonsten hoffe ich es unterhällt euch ;)


Kapitel 1

Australien

Angela Macus sass am Fenster des kleinen Cafes und blickte abwechselnd auf ihre Armbanduhr und zum Eingang. Sie zitterte vor unterdrückter Nervosität.

Sie war eine bildschöne Frau, die viele Blicke auf sich zog. Normalerweise genoss sie ihre Macht über die männlichen Hormone, doch heute war es anders.

Er hatte sie gerufen und er war unzufrieden!

"Möchten sie noch etwas, einen Espresso oder... ?"
Angela schrack zusammen als die zierliche Kellnerin sie ansprach, doch sie fing sich auch ebenso schnell wieder.
"Ein Ginger Ale, mit Eis, bitte."

Kaum hatte Angela die Bestellung aufgegeben da sass er ihr auch schon gegenüber. Alterslos und unnahbar, wie die meisten seiner Art. Er war etwas Besonderes, ein König in seinem Reich.
Der Mann lächelte die Kellnerin an, wobei seine spitzen Eckzähne hervorlugten.
"Die Dame möchte nichts mehr, lassen sie uns in Ruhe."

"Ja Sir."
Die Stimme der Kellnerin war jetzt schläfrig, sie würde sich später nicht mehr an die Frau oder ihren Begleiter erinnern.

"Aber..." Ein Wink des Vampirs liess sie verstummen.
"Du hast dir eine Laus in den Pelz setzten lassen, Angela Darling.
Nachdem wir diese zertreten haben müssen wir diesen Stützpunkt stillegen."
"Meister, ich weiss nicht was.... was ist denn passiert?"
Die Frau zitterte jetzt haltlos vor Angst.
Er legte ihr die Hand auf und das Zittern erstarb.

"Dein geliebter neuer Kollege ist ein Spitzel!"
"Lucas ist ein Spitzel?!"
Ihre Augen wurden gross.
"Er heisst in Wirklichkeit Bill Conolly, ein Reporter, und der beste Freund John Sinclairs, meines Erzfeindes."
Angela kannte den Namen des Geisterjägers, ihr Meister sprach ihn stehts mit einer Mischung aus Verachtung und Hochachtung aus.

"Er war einmal dein Freund." platzte es aus ihr heraus und
fast erwartete sie von ihm für diese Frage geschlagen zu werden, doch er blieb weiterhin ruhig.
"Das ist lange her. Heute wäre es mein grösstes Vergnügen ihn tot, oder besser noch Untot zu sehen, als Sklave in meiner Armee."

Sie erhoben sich, ihr Ziel war ein privater Bootsanleger. Eineschneeweiße  Motorjacht würde die beiden zu Angelas Insel fahren, wo ihr luxuriöses Wellness-Hotel stand.
Sie hatte die Insel samt Hotel von ihrem Mann geerbt, der vor zwei Jahren bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen war.

Clive Marcus war ein exellenter Taucher gewesen, der Gäste des Hotels gern in sein Unterwasserreich mitgenommen hatte. Warum er an jenem Tag allein tauchte und was genau zu seinem Tode geführt hatte blieb unklar.
Seine Leiche hatte man ein paar Tage später am Strand gefunden, wobei seine Ausrüstung noch vereinzelt im Meer trieb.

Die junge Witwe hatte auf jeden Fall nicht lang getrauert, ihr Erbe versöhnte sie sehr mit ihrem Schicksal.

Der Betrieb auf der idyllischen, vor Australien gelagerten, Insel ging reibungslos weiter. Familien mit Kindern fanden hier gleichermassen Erholung wie Abenteuer. Für verliebte Pärchen und getresste Urlauber, auf der Suche nach etwas Seelenfrieden, gab es abgeschiedene Bungalows im herrlichem Dschungelgrün. Wobei man hier nicht Gefahr lief von wilden Tieren, es sei denn Mücken, belästigt zu werden.

Ein Paradies auf Erden, auf das die gewitzte Geschäftsfrau sehr stolz war. Die meisten Menschen beneideten sie um ihren Erfolg, ihr grosses Glück, was sie ausgiebig genoss.
Trotzdem langweilte Angela sich schnell, sie brauchte Abwechslung, Nervenkitzel.
Jeder Mann der auch nur einen Anflug von Gefahr an sich hatte schien es ihr wert getestet zu werden. So hatte sie auch ihn kennengelernt. Ihn, den Meister der Nacht, den König der Vampire Dracula II, Will Mallmann.

"Meister, was meintest du damit den Stütztpunkt auf zugeben? Dies ist mein Zuhause. Meine Existenz."
"Du wirst für längere Zeit verreisen. Sicher hast du einen Vertreter für diese Zeit, jemand unbedarften, der die Polizei gerne über die Insel führt.
Schliesslich gibt es nichts zu verbergen."
Er lächelte, aber das kalte Glitzern in seinen Augen hatte nichts freundliches.

Sie erreichten den Bootsanleger des Hotels, das majestätisch vor ihnen aufragte.

"Wo werden wir Conolly antreffen?"
Der Blick des Vampirs war starr auf die Insel gerichtet. Das Tageslicht musste er nicht fürchten, denn er besass den Blutstein. Dieser Stein machte in resistent gegen alles was normalen Vampiren vernichtenden Schaden zufügen konnte. Er war sogar sicher vor Sinclairs mächtigster Waffe – dem silbernen Kreuz, an dessen Enden die Insignien der vier Erzengel eingraviert sind.

"Er hat Kurse in der Tauchschule übernommen, um diese Uhrzeit müsste er auf Tauchgang mit den älteren
Semestern sein." Angela lachte verächtlich auf. "Ich hätte niemals Senioren-Reisen zulassen sollen, die Geronden verderben den Ausblick und sie müffeln."