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Requiem

GeschichteKrimi / P16 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
18.02.2009
08.04.2009
8
17.305
5
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.02.2009 2.595
 
@lufa:
Freut mich, dass dir meine Story gefällt, und danke für das Lob :)

@Harlequin:
Tja, Paris ist eben eine meiner absoluten Lieblingsstädte, und irgendwie dacht ich mir, sie wäre die passende Szenerie für die Geschichte... also gammelt Malfoy da jetzt eben rum *hust*
Und dieses... erwachsene, darum gings mir ja auch, dass ich das darstelle, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die sich noch immer benehmen wie die Kinder, die sie damals waren... vor allem, weil sich ja im 7. Band da schon einiges geändert hat, und ichs so fast interessanter finde... irgendwie... subtiler *g*

Und jetzt hör ich schon auf zu labern... hier ist Kapitel 2 :)

***

Requiem – Kapitel 2: Konter

Sie war zynisch geworden.

Mittlerweile wagte sie sogar, sich selbst einzugestehen, was Ron ihr seit Jahren an den Kopf warf, wenn sie sich wieder einmal über irgendeine Kleinigkeit zerstritten hatten – die Arbeit im Ministerium zehrte an ihren Kräften, verschluckte langsam aber sicher, Stück für Stück die optimistische junge Frau, die sie einst gewesen war. Zu viele Todesser hatte sie freikommen sehen, zu viele aussichtslose Prozesse geführt, zu viele korrupte Ministeriumsangestellte bloßgestellt, als dass sie noch an das Gute in der Welt – ob der der Muggel oder der magischen – glauben konnte.

So sehr Kingsley Shacklebolt, der amtierende Zaubereiminister, die Verwaltung auch reformiert hatte, noch immer war alles den Zwängen der Politik unterworfen, selbst die Fälle, die sie in der Abteilung für magische Strafverfolgung bearbeitete... und im Moment hatte sie das Gefühl, dass alles nur schlimmer wurde, aber nicht besser. Besonders jetzt.
Nachdenklich ließ sie sich nach hinten in die Decken fallen, starrte abwesend auf die hohe Decke der teuren Suite, das Hôtel Magique war nicht zu vergleichen mit dem Tropfenden Kessel in London, sondern erinnerte sie in seinen Ausmaßen eher an Hogwarts... nur war hier alles viel luxuriöser. Obwohl sie nun schon seit Jahren zu den verschiedenen Kongressen und Tagungen der magischen Gemeinschaft reiste, hatte sie sich doch nicht an den teilweise beträchtlichen Reichtum, der von den Hexen und Zauberern gerne zur Schau gestellt wurde, gewöhnt... aber ein Gutes hatte die Angelegenheit doch, wie sie abwesend bemerkte, während sie die Augen schloss. Die Betten waren weich und bequem... was sie leidlich auszunutzen gedachte, bevor morgen früh der brasilianische Zaubereiminister über die Vorzüge des französischen Rechtssystems referieren würde.

Der Mann wusste genau, wie man jene Körperstellen, die nie die Sonne sahen, am Besten erkundete und schien fest entschlossen, durch große Mengen an Schleim – und wohl auch beträchtliche Summen an Schmiergeld – die Unterstützung der französischen Zaubereiregierung für seine Reform der magischen Strafverfolgung zu gewinnen... was eigentlich kein schlechtes Anliegen war. Hermine fragte sich nur, wieso auch alle anderen Kongressteilnehmer seine Lobeshymnen ertragen mussten, immerhin könnte sie mit der Zeit auch etwas Nützlicheres anfangen, beispielsweise...

Das Schrillen der Türglocke riss sie aus ihren Gedanken und sie richtete sich hastig auf, blickte sich überrascht um, eigentlich hatte sie nicht mit Besuch gerechnet, aber in der magischen Welt konnte man nie wissen und vielleicht war Ron auf einen Kurzbesuch nach Paris appariert... sie überbrückte die wenigen Schritte zur Tür und drückte die Klinke hinunter... und es war nicht Ron, der auf dem Gang des Hotels stand.

„Malfoy.“

„Mrs Weasley.“ Seine grauen Augen musterten sie nachdenklich und er blickte an ihr herab, sie trug  noch immer die formelle, elegante Kleidung des abendlichen Empfangs für die Kongressteilnehmer, der Stoff wirkte aber wegen ihres Ausflugs in die weichen Kissen ein wenig zerknittert und abwesend versuchte sie, die Falten glatt zu streichen.

„Was kann ich für Sie tun, Mr Malfoy?“ Nun, als die Überraschung über sein plötzliches Auftauchen nachließ, gelang es ihr auch, sich auf ihre Manieren zu besinnen und ein Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern. „Möchten Sie hereinkommen?“

Abrupt schüttelte er den Kopf. „Das wäre wohl doch ein wenig zu... auffällig.“

„Auffällig?“

Sie hob die Augenbrauen, doch er schien nicht gewillt oder nicht in der Lage zu sein, ihre Frage zu beantworten, sondern lächelte nur. „Ich würde stattdessen vorschlagen, Sie ziehen sich um und kommen mit.“

Für einen Moment oder zwei starrte Hermine ihn an und der aberwitzige Gedanke, dass er sie jetzt auf ein Todessertreffen mitnehmen würde, schoss ihr durch den Kopf, doch sie verwarf ihn hastig – das würde er nie tun. Oder doch? „Und... wohin?“

Malfoy lächelte dünn, der kurze Schreck, den er ihr eingejagt hatte, schien auf ihrem Gesicht abzulesen zu sein. „Nur in eine Bar, Mrs Weasley... nur in eine Bar.“

„Eine Bar?“

„Ja. Eine Bar. Ein Ort, wo Hexen und Zauberer sich treffen, um sich zu amüsieren.“ Sie war sich bewusst gewesen, dass ihre Frage nicht besonders intelligent klang, doch hinter Malfoys schneidendem Tonfall schien mehr zu stecken – vielleicht eine Retourkutsche für die Szene in der Botschaft, wo sie ihn nicht besonders gut hatte dastehen lassen?

„Ich weiß, was eine Bar ist, aber danke für die Erklärung.“ Für einen Moment oder zwei funkelte sie ihn an, dann nickte sie langsam. Immerhin machte er keine Anstalten, von der Tür zu ihrem Hotelzimmer zu verschwinden... und sie bezweifelte, dass es ihm mehr Spaß machen würde als ihr, gemeinsam mit ihr auszugehen, also musste er einen guten Grund dafür haben. „Wir treffen uns in der Lobby.“

***

Zehn Minuten später durchquerte sie an der Seite von Draco Malfoy die Eingangshalle des Hotels, durch die großen Flügeltüren konnte sie einen Blick auf die Avenue des Champs-Élysées erhaschen, doch er führte sie zu einem kleinen Seitenausgang und die Kälte der Februarnacht schlug ihnen entgegen, als sie in den Hof traten. Er schien nur angelegt worden sein, um den Gästen des Hauses ein ungestörtes Apparieren zu ermöglichen, doch hatten einige von ihnen wohl auch eine andere Verwendungsmöglichkeit gefunden – das deutete zumindest das junge Paar an, das hastig hinter einer Hecke verschwand, als Hermine mit Malfoy die Ruhe störte.

Sie schnaubte leise, doch ihr Begleiter warf ihr nur einen Blick zu, den sie irgendwo zwischen belustigt und hinterhältig einordnete, wobei sie die zweite Gefühlsregung nicht wirklich deuten konnte, aber das beunruhigende Gefühl hatte, dass sich das bald ändern würde.

„Kommen Sie.“ Überrascht blickte sie ihn an, er bot ihr seinen Arm an und nach kurzem Zögern hakte sie sich ein, ganz offensichtlich wollte er, dass sie mit ihm apparierte und sie würde ihn ja nach einem Augenblick wieder los sein.

Das vertraute Ziehen machte sich in ihrem Körper bemerkbar und als sie nach einem Moment die Augen öffnete, stand sie vor einem elegant aussehenden Nachtclub, der sich offensichtlich in einer Seitengasse von Montmartre befand, denn über den Häusern konnte sie das charakteristische weiße Dach der Basilika Sacré-Cœur entdecken. Unschlüssig blickte sie sich um, gedämpfte Musik drang aus dem Gebäude vor ihr und auf Malfoys Gesicht hatte sich ein freundliches Lächeln breit gemacht, das ein Fremder wohl auch auf den zweiten Blick nicht als falsch entlarvt hätte. Nun erst fiel ihr auf, dass sie sich noch immer bei ihm eingehakt hatte und langsam versuchte sie, ihren Arm wegzuziehen, doch seine Hand hielt sie fest und er beugte sich zu ihrem Ohr hinab. „Nicht. Sie bekommen Ihre Erklärung, sobald wir einen Tisch gefunden haben.“

Für einen Augenblick funkelte sie ihn an und er lächelte leicht. „Und bis dahin versuchen Sie bitte, nicht so auszusehen, als würden Sie mir im nächsten Moment die Augen auskratzen. Amüsieren Sie sich.“

„Das ist einfacher gesagt als getan – immerhin stehen Sie neben mir, Mr. Malfoy.“ Der Frost wich nicht aus ihrer Stimme, doch es gelang ihr wenigstens, ein dünnes Grinsen auf ihre Lippen zu zaubern.

„Glauben Sie mir, Mrs Weasley – das ist eine Empfindung, die ganz auf Gegenseitigkeit beruht.“

Gemeinsam traten sie durch die Tür in den Club ein und schon nach einem Augenblick bereute sie, sich das verzauberte Schild über dem Eingang nicht genauer angesehen zu haben, denn dann hätte sie vielleicht noch eine Möglichkeit gehabt, zu widersprechen. Das Etablissement erinnerte sie ein wenig an Madam Puddifoot's in Hogsmeade... allerdings mit Niveau und auf eine Kundschaft ausgerichtet, die eindeutig sehr viel Wert auf Diskretion legte.

An den Wänden konnte sie kleine Separées erkennen, die von schweren, roten Vorhängen vom Barraum getrennt wurden, an der Theke standen turtelnde Pärchen und sie warf einen strengen Blick zu ihrem Begleiter, als ein Kellner in schwarzem Anzug sie ansprach. „Guten Abend, Mr Malfoy.“ Für einen Moment fühlte sie sich von dem Mann gemustert, dann lächelte er leicht. „Sie haben reserviert, nicht wahr?“

Malfoy nickte nur huldvoll, während der Angestellte sie zu einer der Ecken führte und die lange, weiße Kerze auf dem Tisch mit einem Zauberstabschnippen anzündete. „Was möchten Sie trinken?“

Hermine warf einen schicksalsergebenen Blick zu Malfoy, dann lächelte sie leicht. „Eine Margarita, bitte.“

„Einen doppelten Jack Daniels.“

Der Mann verschwand und zog den Vorhang hinter ihnen zu, was den freundlichen Ausdruck von Hermines Gesicht wischte. „Was, bei Merlin, soll das?“

Malfoy lächelte leicht und überheblich, ein Ausdruck, den sie auch nach zwanzig Jahren nicht vergessen hatte. „Sie können ruhig brüllen, Mrs Weasley – die Nischen sind schallgedämpft und gegen Abhörzauber gesichert. Was übrigens auch der Sinn unserer... Verabredung hier ist.“

Resigniert ließ sie sich nach hinten sinken und betrachtete Malfoy über die beiden Gläser hinweg, die mit einem leisen Plopp auf dem Tisch zwischen ihnen auftauchten. „Sie hätten mich fragen können, bevor Sie mich in ein... Etablissement schleppen, dessen einziger Zweck es anscheinend ist, reichen Zauberern zu ermöglichen, mit ihren Affären auszugehen... und in dem Sie offensichtlich Stammgast sind.“

Malfoy schien nicht gewillt, auf den unterschwelligen Vorwurf in ihren Worten einzugehen, sondern nahm einen Schluck von seinem Whiskey. „Wären Sie dann mitgekommen?“

Sie musste zugeben, diese Frage konnte sie nur mit einem lauten, entschiedenen „Nein“, beantworten, doch während sie noch mit sich selbst rang, ob sie das vor Malfoy zugeben sollte, beugte er sich ein wenig nach vorne und lächelte leicht. „Sie sind vielleicht nicht auf den Gedanken gekommen, Mrs Weasley, aber nicht alle Hexen und Zauberer, die uns hier sehen, werden so leicht zu täuschen sein wie Fréderic in der Botschaft. Früher oder später wird man herausfinden, dass die Geschichte mit den alten Schulfreunden ungefähr so realistisch ist wie die Vorstellung, dass der Dunkle Lord seine Anhänger zu Tee, Kuchen und gemütlichem Beisammensein einlädt... und daher wollte ich uns so früh wie möglich mit einer Ausrede ausstatten, die alle Nachfragen und genaueren Untersuchungen verbietet.“

Für einen Moment oder zwei starrte sie ihn an, während die Ungeheuerlichkeit der Schlussfolgerung aus diesen Worten langsam in ihr Gehirn sickerte, doch dann brach die Fassungslosigkeit aus ihr heraus. „Was?“

Ron würde sie umbringen, und es würde ihm egal sein, dass sie für eine Ermittlung des Ministeriums so getan hatte, als ob sie eine Affäre mit Malfoy hätte... es würde ihm vollkommen egal sein. Und auch sie selbst konnte sich weitaus angenehmere Beschäftigungen vorstellen, als mit Malfoy angeblich turtelnd in einer Bar zu sitzen... beispielsweise dem brasilianischen Zaubereiminister zuzuhören, während er seinem französischen Kollegen in den Arsch kroch.

„Das meinen Sie nicht ernst. Das können Sie nicht ernst meinen.“

Malfoy betrachtete sie aus kühlen, grauen Augen. „Was ich ernst meinen kann und was nicht, ist ganz alleine meine Sache, Mrs Weasley. Aber Sie sollten eines bedenken... ich riskiere mein Leben... und Sie nur Ihren guten Ruf.“

„Ich bezweifle, dass Sie hier sind, um an mein Gewissen zu appellieren, Mr Malfoy.“ Sie gab seinen Blick mit genauso viel Frost zurück, klar spürte sie, dass sein Verhalten nicht nur den Zweck erfüllen sollte, den er dafür vorschob, sondern auch eine Retourkutsche sein sollte für ihr Gespräch in der Botschaft... aber was hätte sie von einem Slytherin anderes erwarten sollen?

Trotzdem wusste sie nicht, was sie von seiner Entscheidung – denn ein Angebot konnte man es schon fast nicht mehr nennen – halten sollte, der anfängliche Impuls, vom Fleck weg abzulehnen, war ebenso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Flüchtig fragte sie sich, was aus der jungen Frau geworden war, die Draco Malfoy für viel weniger geohrfeigt hatte, doch sie vermutete, dass sie irgendwo in dem Sumpf, den das Zaubereiministerium noch immer darstellte, versunken war.

Das Schweigen zwischen ihnen breitete sich aus, der Mann auf der anderen Seite des Tisches betrachtete sie nur stumm, wollte wohl herausfinden, was sie dachte, doch schließlich seufzte er auf und schüttelte langsam den Kopf. „Sie wollen mit mir zusammenarbeiten, Mrs Weasley. Das war Ihre Idee, nicht meine... also sollten Sie vielleicht ehrlich zu mir sein, dann kann ich das auch tun.“

Sie sah ihn an und schüttelte leicht den Kopf, sie konnte nicht leugnen, dass er Recht hatte, auch wenn es sie wurmte, das es ihm offensichtlich besser gelang als ihr selbst, die alte, tief verwurzelte Feindschaft zwischen ihnen zu überwinden. „Was wollen Sie wissen?“

„Nun... für den Anfang könnten Sie mir erklären, was, bei Merlin, Sie eigentlich hier machen. Donalds hat den Fall übernommen und meine Kontakte haben mir diese Information bestätigt... also sollte eigentlich einer seiner Mitarbeiter hier sein und nicht eine Frau, die eigentlich nur dafür zuständig ist, Anklage zu erheben.“

Hermine schüttelte den Kopf und ignorierte die Geringschätzung für ihren Beruf, die er durch seine Worte zum Ausdruck brachte. „Donalds ermittelt, ja. Aber der Mann findet gerade mal seinen eigenen Arsch, wenn er seine ganze Abteilung dafür einsetzt und einen Ortungszauber benutzt – denken Sie wirklich, er könnte einen Mörder fangen?“

Malfoy hob die Augenbrauen und lächelte leicht, die Bitterkeit und die Verachtung in ihrer eigenen Stimme hatten sie selbst überrascht, was musste dann erst dieser Mann von ihr halten?

„Warum hat er den Fall dann bekommen?“

„Die Öffentlichkeit weiß nicht, dass das Dunkle Mal eine Rolle bei dem Mord gespielt hat und wir wollten den Eindruck aufrecht erhalten, dass der Fall absolute Routine ist... Sie können sich ja vorstellen, was für einen Aufstand die mögliche Rückkehr der Todesser in Großbritannien auslösen würde... und was für eine Hexenjagd.“ Sie betrachtete ihn und Malfoy starrte in die Tiefen seines Glases, ihr letzter Hinweis hatte ihn offensichtlich nachdenklich gemacht, wusste er doch, wie viel Wahrheit dieser Satz enthielt. Die Frage, was die Zauberwelt mit den ehemaligen Unterstützern Voldemorts machen sollte, war noch immer ein heiß diskutiertes Thema und es hatte viel Widerstand gegen die Tatsache gegeben, dass man vielen von ihnen vergeben hatte... unter anderem auch Draco Malfoy.

Für einen Augenblick wirkte er unbehaglich und rutschte auf seinem Stuhl hin und her, dann blickte er auf und nickte langsam. „Ich hab mit einigen meiner ehemaligen... Kollegen gesprochen. Sie wissen nichts von den Morden und in dieser Hinsicht bin ich geneigt, ihnen zu glauben – kaum jemand von denen, die nicht in Askaban sitzen, würden ihre Freiheit und ihr Vermögen durch eine so... dumme, so unnötige Aktion riskieren. Ich würde eher auf einige jüngere Hexen und Zauberer tippen, die nicht wissen, was sie tun...“

Hermine schnaubte und bedachte ihn mit einem Blick, der hätte töten können. „Natürlich – ein Dumme-Jungen-Streich, selbstverständlich... nur dass besagte dumme Jungen Unverzeichliche Flüche verwendet haben, das Dunkle Mal beschwören können und ein Kind getötet haben.“

„Sie wissen, was ich meine.“

„Weiß ich das?“ Nachdenklich hob sie die Augenbrauen und betrachtete ihn für einen Moment -  überrascht bemerkte sie, dass er nickte. „Ja.“

Er schwieg, fixierte sie mit einem harten Blick aus ihren grauen Augen. „Was auch immer Sie von mir denken mögen – und dass Sie versuchen, mir meine Worte im Mund umzudrehen, um mich zu einem Verdächtigen zu machen, spricht in dieser Hinsicht Bände – auch mir tut es leid, dass Theos Tochter tot ist. Und auch ich will den Hurensohn finden, der sie ermordet hat. Aber anscheinend fällt es ihnen schwer, das zu glauben...“

Langsam erhob er sich von seinem Stuhl, stürzte den letzten Schluck Whiskey hinunter und trat an den Vorhang, während sie sich des Gefühls eines Déjà-Vus mit umgekehrten Vorzeichen nicht erwehren konnte. „Ich wünsche ihnen einen guten Abend, Mrs Weasley.“
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