Blood Ties - Spiel der Gefühle

GeschichteKrimi / P18
Coreen Fennel Henry Fitzroy Mike Celluci Vicki Nelson
08.02.2009
08.02.2009
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Vicki sitzt in Gedanken versunken an ihrem viel zu kleinen Schreibtisch und sortiert die Rechnungen, die noch versendet werden müssen. Eigentlich wäre dies die Aufgabe ihrer Assistentin Coreen, aber diese kommt regelmäßig zu spät. Plötzlich hörte Vicki wie die Eingangstür ihrer Wohnung zugeknallt wurde. Dann kam Coreen völlig außer Atem im Büro zum Stehen. „Vicki? Ja ich weiß ich bin wieder zu spät aber diesmal habe ich einen vernünftigen Grund!“ , sprach Coreen, noch immer nach Luft ringend. Wütend fixierte Vicki ihre Assistentin und ironisch fragte sie: „War dir dein Schönheitsschlaf im Weg oder was?“ Ohne auf diese Andeutung einzugehen sprach Coreen weiter: „Vor deiner Tür habe ich einen Mann gefunden, der völlig zerstört am Boden saß. Als ich ihn ansah stammelte er andauernd etwas von einem Vampirmord und er wiederholte immer und immer wieder den Namen Henry.“ Coreen entging nicht wie Vicki´s Blick leer wurde und besorgt. „Hol ihn sofort rein!“ , sagte Vicki mit fester Stimme. Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen und mit ernster Miene schritt Coreen hinaus in den Flur, wo der Unbekannte bereits wartete. „Sie brauchen nun keine Angst mehr zu haben. Miss Nelson wird ihnen helfen Schließlich ist sie die Beste!“ , beruhigte sie den Unbekannten und führte ihn in Vicki`s Büro. Ohne jegliche Aufforderung suchte sich der alte Mann einen Stuhl und setzte sich auf diesen. „Also wieso sitzen sie vor meiner Tür und stammeln wirres Zeug?“ , sprudelte es aus Vicki. Überrascht über die schlechte Laune und über den grimmigen Umgang mit ihren Mandanten schüttelte Coreen deutlich sichtbar mit dem Kopf. Verunsichert schaute der Mann Victoria an und Tränen begannen über sein Gesicht zu laufen. Coreen legte sofort ihren Arm um den armen Mann. „Vicki, siehst du nicht das es ihm schlecht geht? Oder schaltet sich dein Gehirn ab sobald du den Namen Henry hörst?“, fauchte sie. In diesem Moment reichte es Vicki und mit wütender Stimme schrie sie : „Coreen mach dich nach Hause und melde dich wenn du gelernt hast wie man sich gegenüber seiner Chefin verhält!“ So wütend hatte Coreen ihre Chefin noch nie erlebt und damit sich die Situation nicht noch mehr verschlechterte nahm sie ihre Sachen, knallte hinter sich die Tür zu und ging. In der Zwischenzeit fasste sich auch der Mann wieder. „Entschuldigen Sie mein Verhalten aber manchmal kann mich meine Assistentin ziemlich nerven. „, gab Vicki reumütig zu. Langsam trockneten auch die Tränen und ohne Furcht begann der Alte endlich zu erzählen: „Gestern bin ich wie jede Nacht spazieren gegangen. Meistens führt mich mein Weg durch die einsamen Gassen dieser Stadt, da wo die Mädchen ihr Geld verdienen. Nun ja und als ich gerade die Straße wechselte, wo es etwas heller war, sah ich eine leicht bekleidete Frau am Boden liegen. Natürlich wollte ich ihr sofort helfen aber wie aus dem Nichts tauchte da dieser Kerl über der Frau auf. Keine Ahnung wo er so plötzlich herkam“. Nach einer kurzen Pause, in der er Luft holte, fuhr er mit seiner Geschichte fort. „Da mir dieser Mann, wenn man ihn so nennen kann, unheimlich vor kam versuchte ich mich noch rechtzeitig zu verstecken. Doch ich war einfach viel zu langsam und so sah ich direkt in sein blutverschmiertes Gesicht. Mit allerletzter Kraft konnte ich noch schnell ein Bild von ihm machen, bis ich dann bewusstlos wurde und hier vor ihrer Tür aufgewacht bin.“ Minuten vergingen ohne das jemand etwas sagte. Doch dann fasste Vicki ihren Mut zusammen und fragte kühl und ohne jede emotionale Regung: „ Haben sie das Foto bei sich?“ Unsicher und ängstlich klang dabei ihre Stimme. Schnell wühlte der unbekannte Alte in seinen Jackentaschen und reichte Vicki das Bild. In diesem Moment bereute sie überhaupt danach gefragt zu haben. Geschockt über das Gesehene stellte sie dem Mann noch eine allerletzte Frage. „Und wieso stammelten sie den Namen Henry? Hieß so der Mann auf dem Foto oder kennen sie ihn?“ „Es tut mir Leid, ich kenne keinen Henry!“ antwortete der Mann verunsichert. „Dann ist es wohl besser wenn sie jetzt erstmal nach Hause gehen und sich ausruhen. Sollte Ihnen noch was einfallen melden sie sich bei mir, hier haben sie meine Karte.“, fuhr Vicki höflich fort und verabschiedete sich von ihrem neuen Klienten. Als dieser die Tür hinter sich schloss wusste Vicki nicht mehr was sie denken sollte. „Das kann doch alles nicht wahr sein“, flüsterte sie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen, in der Hoffnung das dies alles nur ein schlechter Traum war. Doch die ganzen Gedanken und das eben erlebte machte sie so müde, dass sie schon nach wenigen Sekunden in einen unruhigen Schlaf sank.
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