Claymore - Niemals erwachen

GeschichteAbenteuer / P12
06.02.2009
14.06.2012
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„Mann bin ich froh, dass wir Sie getroffen haben!“ der stämmige Mann grinste. „Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der einen Yoma töten konnte!“, schaltete sich eine ältere Frau mit bewunderndem Blick ein. „Das war total cool!“, stimmte ein kleiner Junge zu und schloss zu Satoshi auf. Dieser schüttelte den Kopf. Er hatte sein Yoki nun so kanalisiert, dass er gefahrlos die Kapuze abnehmen konnte. Seine Haare waren nun schwarz und seine Augen hatten eine grau-braune Färbung. „Wäre der Yoma in menschlicher Gestalt erschienen hätte der Kampf wahrscheinlich kein so positives Ende genommen!“ „Du wirst uns doch auf unserer Reise begleiten nicht wahr?“ Der Junge schaute Satoshi mit großen Augen an. „Hör auf unseren jungen Freund unter Druck zu setzen Kenny. Wir können uns glücklich schätzen, dass er uns bis ins nächste Dorf begleitet!“ Der Junge zog eine Schnute. „Aber er ist sooooo stark. Viel stärker als du Papa!“ Der stämmige Mann nahm den Jungen in den Schwitzkasten. „Du hast also kein Vertrauen in deinen Vater?“ Der Junge quiekte und fing an zu lachen. Satoshi spürte wie sich sein Herz bei diesem Anblick zusammenzog. „Easley!“, flüsterte er. „Ist Ihnen nicht gut?“ Satoshi blinzelte. „Verzeihung?“ Die Frau lächelte sanft. „Ihr saht aus als würdet Ihr leiden!“ „Nein, es geht schon danke!“ Irgendetwas stimmte nicht. Satoshi hatte sich noch nie ablenken lassen. Das war ein schlechtes Zeichen. „Großer Bruder?“ Satoshi blinzelte erneut. Er war schon wieder gedanklich abgedriftet. Verdammt. „Mir geht es gut Kenny. Ich habe nur nachgedacht!“ „Du hast darüber nachgedacht uns zu begleiten richtig?“ Satoshis Mundwinkel zuckten. Wie sehr er diesen Jungen um dessen Kindheit beneidete. Eine Kindheit die bei Satoshi im Alter von 6 Jahren brutal geendet hatte. „Es wäre mir eine Freude weiter bei euch zu bleiben, doch ich habe noch etwas wichtiges zu erledigen!“ Der Junge ließ den Kopf hängen. „Schade!“ „So ist das nun mal im Leben Kenny. Es verläuft meistens nie so wie man es sich vorstellt oder wünscht!“ /Wie wahr!/, dachte Satoshi und durchschritt den Torbogen der den Eingang zum Dorf markierte.

Im Dorf selbst befand sich kein Yoma das war sicher, doch Satoshi spürte ein starkes Yoki im Gebirge welches ein Stückweit hinter dem Dorf begann. Ihm fiel auf, dass keiner der Dorfbewohner und Händler diesen Weg benutzten, obwohl es deutlich kürzer war als das Gebirge zu umgehen. Satoshi beschloss sich etwas auf dem Markt umzuhören. Seit er sich gestern von der Reisegruppe verabschiedet hatte spürte Satoshi eine seltsame Unruhe. Auch schienen sich die Träume aus seiner Vergangenheit zu mehren. „Ich bin immer noch der Meinung, dass der Dorfvorsteher einen Fehler gemacht hat!“ Satoshi blieb stehen und lauschte der Unterhaltung. Drei Männer standen zusammen und schienen zu streiten. Sie dämpften zwar ihre Stimmen doch Satoshi konnte jedes Wort deutlich verstehen. „Es ist vielleicht ein Fehler aber was haben wir für eine Wahl?“ „Trotzdem!“, schaltete sich der erste Mann erneut ein. „Diese Claymore sind mir nicht geheuer. Immerhin sind sie zur Hälfte Yoma!“ Zustimmendes Gemurmel. „Vielleicht haben wir ja Glück und der Yoma und die Claymore bringen sich gegenseitig um!“, warf der dritte Mann hoffnungsvoll ein. Satoshi merkte auf in den Bergen existierte also doch ein Yoma und das Dorf hatte bereits eine Anfrage an die Organisation geschickt. /2 schlechte Nachrichten auf einmal. Ich wusste ein Gewitter würde aufziehen!/ Seufzend begab er sich zurück zum Gasthaus.

„Halt!“ Die Gruppe stoppte. „Was ist denn Veronica?“ Eve hob fragend die Augenbrauen. „Dort!“, sagte Veronica und deutete nach links. „Ein toter Yoma!“ Sonja trat vor. „Er ist mit einem Claymore getötet worden!“ Brenda hatte sich neben Sonja niedergelassen. Eve zuckte mit den Schultern. „Ein Yoma der von einer Kriegerin umgebracht wurde. Na und?“ „In dieser Gegend ist keine Kriegerin stationiert!“ Veronicas Stimme war emotionslos, doch alle 4 Kriegerinnen dachten dasselbe: Wer hatte diesen Yoma mit einem Claymore getötet? „Und wenn eine Kriegerin auf ihrem Weg hier vorbeigekommen ist?“ „Das wäre möglich, doch dann wäre diese Kriegerin mit Sicherheit für diesen Auftrag herangezogen worden!“ Veronica hob leicht eine Augenbraue. „Das macht keinen Sinn!", jammerte Eve. „Wenn es keine Kriegerin war, wer dann? Ich habe noch nie gesehen, dass Menschen oder Yoma ein Claymore benutzen...!“ „Noch dazu eines das auch wir benutzen!“ Aller Augen richteten sich auf Brenda, die soeben einen abgetrennten Yoma Arm zurück zu dem Rest warf. Einem stillen Vorschlag folgend ging Veronica zu dem Häufchen Yoma und aktivierte ihr Yoki. Ihr Körper veränderte sich nicht, doch die Augen der Kriegerin waren gelb und ihre Pupillen schlitzförmig. „Vor kurzem ist hier ein mächtiges aber unterdrücktes Yoki vorbeigekommen. Diese Yoki hat den Yoma getötet!“ Veronicas Stimme hatte ihren weichen Klang verloren und einen Ton entwickelt, der stark an einen Yoma erinnerte. „Kannst du bestimmen wer es war?“, fragte Sonja. Veronica schüttelte den Kopf und während sie antwortete deaktivierte sie ihr Yoki wieder. „Es ist ein äußerst starkes Yoki so etwas spürte ich als letztes als ich der amtierenden Nummer 1 und 2 begegnet bin!“ Schweigen breitete sich aus.

Währenddessen hatte Satoshi sich auf den Weg gemacht den Yoma in den Bergen zu suchen. Sollte es sich nicht um Easley handeln konnte er immer noch weiterziehen, doch musste er näher an den Yoma heran um das Yoki zuordnen zu können. /Ich bin eine perfekte Tötungsmaschine aber im Aufspüren der Feinde eine Niete!/ Allein Easley war es gelungen die Yoma aufzuspüren und im gleichen Atemzug zu töten. Dies war einer der Gründe gewesen, warum Satoshi nie über den Rang der Nummer 2 hinausgekommen war. „Hey Sie da!“ Verwirrt bleib Satoshi stehen. Ja bitte?“ Keuchend bleib der Mann neben ihm stehen. Es war einer der 3 Männer die Satoshi belauscht hatte. „Sie sollten nicht dort in die Berge gehen!“, stieß der Mann hervor. „Und warum nicht? Es ist der schnellste Weg auf die andere Seite!“ Der Mann lächelte spöttisch. „Wenn Sie mit „Andere Seite“ das Totenreich meinen so haben Sie recht. In den Bergen treibt ein Yoma sein Unwesen. Außenrum mag es länger dauern aber dafür ist es auch viel sicherer!“ „Ich kann schon auf mich selbst aufpassen. Trotzdem danke für die Warnung!“ Mit diesen Worten wandte sich Satoshi um und marschierte in Richtung Bergpfad. „Lebensmüder Idiot!“, grummelte der Mann als er Satoshi außer Hörweite glaubte. Der Krieger schnaubte. „Wenn der wüsste!“

„Und du kannst das Yoki nicht mehr spüren Veronica?“ Drei Augenpaare richteten sich auf die Kriegerin. „Nein das unterdrückte Yoki ist kaum noch spürbar außerdem wird es durch das Yoki des Yomas aus den Bergen fast komplett überlagert!“ Eve seufzte. „Also erst den Yoma da oben killen und uns dann um denjenigen kümmern der dieses heftige Yoki besitzt!“ Sonja verdrehte die Augen. „Nr. 32 an deiner Stelle wäre ich weniger euphorisch. Der Yoma dort in den Bergen ist ein unersättlicher Fresser und somit stärker als die normalen Yomas!“ Eve zuckte mit den Schultern. „Ein Yoma ist ein Yoma. Kopf ab und die Sache ist erledigt!“
Die vier Kriegerinnen erreichten den Dorfeingang. „Ihr geht zum Anfang des bergpfades, ich werde mit dem Dorfvorsteher sprechen!“ Sonja, Eve und Brenda nickten und machten sich auf den Weg. Ihnen folgten ängstliche, hasserfüllte aber vereinzelt auch hoffnungsvolle Blicke, doch die drei Kreigerinnen achteten nicht darauf. Denn niemand würde dieser Dörfler würde eine Träne vergießen sollten sie in diesem Kampf ihr Leben verlieren.

Indes hatte Satoshi bereits die Hälfte des Weges hinter sich gebracht. Das Yoki war nun sehr deutlich zu spüren und satoshi war sich sicher, dass es sich nicht um Easley handelte. Allerdings spürte der Krieger eine gewisse Vertrautheit mit diesem Yoki und nachdem er um eine Ecke gebogen war stand er dem Erwachten gegenüber. „Kai!“, flüsterte Satoshi und der junge Mann vor ihm lächelte. Er war etwas kleiner als Satoshi, kurze braune Haare umrahmten ein zierliches Gesicht in dem der Beweis für die Herkunft dieses Wesens lag. Silbergraue Augen musterten Satoshi. „Es ist lange her Nummer 2!“ Kais Stimme hatte einen zarten Klang doch Satoshi hatte ihn bereits in Aktion erlebt und der Krieger wusste warum Kai den Beinamen „Der Henker“ trug. „Über 20 Jahre wenn ich mich recht entsinne!“, sprach Kai weiter. „Ich bin in Eile und habe keine Zeit mich mit dir zu beschäftigen. Tritt zu Seite!“ Kai machte ein betroffenes Gesicht das niemanden täuschte. „Das ist aber schade. Ich hatte gehofft das du noch ein bisschen bleibst. Ich bekomme nicht oft Besuch von ehemaligen Kampfgefährten weißt du?!“ Sein Blick verdüsterte sich. „Noch dazu von einem der noch nicht mal im Ansatz erwacht ist!“ Satoshi bleib unbeeindruckt. „Du kannst mich nicht besiegen!“ Kai grinste. „Wer sagt denn etwas davon, dass ich dich töten will?“ Die Augen Kais waren mit einem mal gelb und seine Pupillen schlitzförmig. „Ich werde dich zu einem der unsrigen machen!“ Satoshi wich dem Schlag Kais aus. „Ich bin nicht hier um mit dir zu kämpfen aber wenn du so weiter machst wird es mir eine Freude sein dein Lebenslicht auszupusten!“ „Das schaffst du nicht!“ Kais Stimme war um mehrere Oktaven gesunken. „Du wirst erwachen und der König des Nordens wird mich dafür reich belohnen!“ Kais Verwandlung war abgeschlossen. Er ging noch immer aufrecht auf 2 Beinen, doch war er nun mit einer Art Panzer ausgestattet, besaß 2 zusätzliche Arme und... /Sein Yoki ist angewachsen!/
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