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Warcraft - Geschichte einer Paladin

von Ashur
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
01.02.2009
01.02.2009
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Der Wind blies dem kleinen Mädchen durch die Haare während es fröhlich lachend durch die Weinfelder von Southshore lief.
Die Stadt war nach dem zweiten Krieg wieder aufgebaut worden und die Umgebung wurde von den Zeichen des Krieges gesäubert, nur noch einige zerfallene Wachtürme in der Wildniss erinnerten daran, was vor einigen Jahren hier geschehen war.
Das Mädchen war noch zu jung um all dies wirklich mitbekommen zu haben, doch hat der Krieg auch in ihrem leben schon tiefe Narben hinterlassen.
Wie jeder Waffenfähige Mann, wurde auch ihr Vater in die Armee gerufen. Ihre Mutter flehte ihn an nicht zu gehen, doch er ging.
Er gehörte zu einer Expedition welche den Krieg in die Heimatwelt der Orks, Draenor, tragen sollte. Als dann die Meldung kam, das die Horde besiegt und das Portal, welches die beiden Welten Verband, vernichtet wurde, jubelte die Stadt und freute sich, das der Krieg vorbei war und die Kämpfer nun Heim kommen würden.
Doch nur wenige Tage später erschien neuerlich ein Bote und verkündete das die, welche in Draenor kämpften, nie wieder Heim kämen, da das Portal von der anderen Seite aus vernichtet werden musste und die Expedition nun auf der Höllenwelt fest säße.
Ihre Mutter weinte Nächtelang, doch das Mädchen versuchte sie zu trösten und da bemerkte man das sie vom Licht gezeichnet war, denn durch ihre Ausstrahlung fanden all jene Trost, welche ihre Geliebten, Freunde und Verwandte vermissten.
Monate nach dem Wiederaufbau kam ein alter Paladin der Silver Hand in die Stadt und sah das Mädchen und auch, welche Aura sie umgab, da bat er ihre Mutter, sie mit Nach Tyr´s Hand zu nehmen, wo sie eine Novizin des Ordens werden könne.
Ihre Mutter stimmte dem zu und er wollte sie mitnehmen sobald er wieder Aufbrechen würde.
Heute war der Tag an dem es soweit sein sollte und die Zehnjährige Finralisa jagte ihre Freundin Fincarya in den Weinbergen hinterher, sie spielten noch ein letztes Mal  zusammen bevor sich ihre Wege trennen sollten.
„Warte Fin, lauf nicht so schnell!“ rief Finralisa, während sie sich hastig umsah, da sie ihre Freundin aus der Sicht verloren hatte. Doch niemand Antwortete ihr.
„Fin, wo bist du?“ dieses Mal schwang Verzweiflung und Unbehagen in ihrer Stimme mit, immer noch keine Antwort.
Minuten des Herumlaufens und Rufens brachten keine Spur ihrer Freundin zu Tage. Dabei achtete sie nicht mehr auf den Boden, stolperte, fiel hin und schürfte sich ihr linkes Knie auf.
Sie fing an zu weinen und rief: „Fin hilf mir, bitte, ich habe mich verletzt.“
Nichts.
Sie Schrie: „Fin!“
Ein Keuchen und schweres Atmen war zu hören, irgendetwas war in den Weinfeldern, hastig drehte das kleine Mädchen ihren Kopf, um nach der Quelle der Geräusche zu suchen.
Als sie sich wieder nach vorn wandte sah sie ihre Freundin, doch schien sie schrecklich entstellt.
Ihre einstmals tiefschwarzen gelockten Haare, vielen in süffigen Strähnen über ihre Schultern, die Kleidung war zerrissen und durch Dreck und Blut befleckt.
Ihre Arme waren an mehreren stellen aufgerissen, sodass die blanken Knochen zum Vorschein kamen. Der Kiefer hing in einem unnatürlichen Winkel an ihrem Kopf und ihre Augen waren tief schwarz.
Langsam kam Fincarya auf sie zu, es war ein torkelnder Gang und die Arme  schienen sich mit dem Wind zu bewegen.
Fin schrie auf und plötzlich war das Gesicht ihrer Freundin unmittelbar vor dem Ihrigen.
In einem rauen krächzenden Ton flüsterte die Verunstaltete ihrer ehemaligen Freundin zu.
„Wir haben auf dich gewartet.“
 
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